Bienenstiche: Gefahren, Symptome und Behandlung

Mit dem Frühling kehrt auch das Summen und Brummen von Bienen, Wespen und Hornissen zurück. Alle drei Insekten spielen eine wichtige Rolle in der Natur - etwa bei der Bestäubung von Blüten - und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Doch auch wer alle Sicherheitstipps gewissenhaft befolgt, ruhig bleibt und hektische Bewegungen vermeidet, ist nicht völlig vor Stichen gefeit.

Warum stechen Bienen?

Bienen fühlen sich nämlich bedroht von zutretenden Füssen. Ihre einzige Waffe ist ihr Stachel, der sich in die Fusshaut bohrt und Gift hineinpumpt. Die Biene stirbt dabei - darum greift sie auch nie grundlos an.

Honigbienen sind staatenbildend. Das heisst, viele Tiere leben zusammen in einem Bienenstock und teilen sich Arbeiten wie Futtersuche oder Brutpflege. Der Bienenstock ist also Vorratslager und Heimat des ganzen Bienenvolkes und muss mit allen Mitteln gegen Honigdiebe und andere Gefahren verteidigt werden.

Sticht eine Biene zu, stirbt sie einen „Heldentod“, um mit ihrem Angriff den Bienenstock und die anderen Bienen zu schützen.

Der Stachel als gefährliche Waffe

Nur weibliche Bienen können stechen, denn der Giftstachel hat sich ursprünglich aus einem Stachel zum Eierlegen entwickelt. Der Stechapparat sitzt am Hinterleib der Biene und der Stachel besitzt kleine Widerhaken.

Hat der Bienenfeind elastische Haut (wie zum Beispiel Bären oder andere Säugetiere), bleibt der Stachel dank den Widerhaken in der Haut stecken. Wenn die Biene sich befreien will, reisst sie sich den Stachel mitsamt Giftblase und Muskeln aus dem Hinterleib und stirbt kurz darauf. Der giftige Stachel bohrt sich dabei noch tiefer in die Wunde hinein.

Die Honigbienen müssen sich auch gegen andere Insekten schützen. Diese besitzen jedoch keine elastische Haut, sondern haben einen harten Panzer aus Chitin. Bei einem Angriff bleibt hier der Bienenstachel nicht stecken und die Biene lebt weiter.

Im Hinterleib der Biene befinden sich Giftdrüsen, wo das Gift hergestellt wird. Aufbewahrt wird es in der Giftblase, damit es bei einem Angriff sofort über den Stachel in den Feind gepumpt werden kann.

Bienengift enthält viele verschiedene Eiweisse, die eine Entzündung verursachen und die Haut anschwellen und rot werden lassen. Aber ein Bienenstich tut nicht nur weh, er dient auch zur „chemischen Markierung“ des Feindes.

Im Gift hat es nämlich sogenannte Alarmpheromone - das sind kleine Teilchen, die die anderen Bienen anlocken und ihnen mitteilen, dass ein Feind in Anmarsch ist. Der Honigdieb wird dann von einem ganzen Schwarm wütender Bienen vom Bienenstock verjagt.

Wie gefährlich ist ein Bienenstich?

Ein Bienenstich ist zwar schmerzhaft, aber für die meisten Menschen ungefährlich. Ein Bienenstich endet für andere Insekten meistens tödlich. Für grosse Säugetiere wie den Menschen ist die Menge des Giftes jedoch zu gering, und wir leiden „nur“ ein paar Tage an dem geschwollenen, schmerzhaften Stich.

Gefährlich wird’s, wenn die Biene in den Mund oder Hals gestochen hat. Das Gewebe schwillt schnell an und man kann sogar daran ersticken, wenn man nicht sofort zu einem Arzt geht.

Ein kleiner Teil der Bevölkerung hat eine Bienengift-Allergie, für diese ist ein Bienenstich besonders gefährlich.

Insektenstiche – Dr. Johannes und die Erste Hilfe

Erste Hilfe bei Bienenstichen

Wenn man gestochen worden ist, sollte man zuerst den Bienenstachel mit einem Fingernagel abkratzen und dann die Stelle gut und lange kühlen. Auch Hausmittelchen wie Zucker, vermischt mit dem eigenen Speichel, scheinen Schmerz und Schwellung zu lindern.

  • Kühlen: Feucht-kühle Umschläge helfen, die Schwellung zu reduzieren und Schmerzen zu lindern. Ein Eisbeutel oder Coolpack (in ein Tuch gewickelt) eignen sich ebenfalls.
  • Stachel entfernen: Ziehen Sie den Stachel möglichst schnell aus der Haut, damit kein weiteres Gift eindringt. Am schnellsten geht das mit den (sauberen) Fingern - es ist ein Mythos, dass der Giftsack dadurch gequetscht wird und noch mehr Gift abgibt.
  • Hochlagern: Je nachdem, wo man von der Biene gestochen wurde, ist es sinnvoll, den Körperteil hochzulagern, um eine Zunahme der Schwellung zu reduzieren.
  • Desinfektion: Durch Insektenstiche verursachte Wunden müssen normalerweise nicht gereinigt werden. Eine Desinfektion kann aber sinnvoll sein, wenn Sie den Bienenstachel mit schmutzigen Fingern entfernen.

Hausmittel verursacht der Bienenstich nur eine normale Lokalreaktion der Haut, reichen Hausmittel oft aus, um die Beschwerden auf natürliche Weise zu lindern. Viele dieser Mittel wirken entzündungshemmend, beruhigen die Haut oder lindern den Juckreiz:

  • Quarkwickel: Kühle Quarkauflagen sind ein bewährtes Hausmittel gegen Schwellungen. Der Quark wird auf ein Tuch gestrichen und auf die Haut gelegt.
  • Heilerdepaste: Aus Heilerde und etwas Wasser lässt sich eine Paste anrühren, die auf die Stichstelle aufgetragen werden kann. Sie kann überschüssige Wärme und leichte Entzündungen abziehen.
  • Essigwasser: Ein weiteres beliebtes Hausmittel sind kühlende Umschläge mit Essigwasser (ein Teil Essig auf zwei Teile Wasser). Der Essig wirkt entzündungshemmend und kann den Juckreiz lindern.
  • Zwiebelkompresse: Die aufgeschnittene Zwiebel wird mit der Schnittfläche auf die Einstichstelle gelegt. Die Schwefelverbindungen in der Zwiebel wirken antibiotisch und können den Juckreiz lindern.
  • Weisskohlauflage: Kohlwickel sollen kühlend, schmerzstillend, abschwellend und entzündungshemmend wirken. Sie eignen sich ebenfalls als Auflage.

Normale Reaktion, Allergie oder Vergiftung - wo liegt der Unterschied?

Wenn die Symptome auf die Stelle des Stichs beschränkt bleiben, handelt es sich in der Regel nicht um eine allergische Reaktion. Ein einzelner Stich durch eine Biene, Wespe oder Hornisse ist für nicht allergische Menschen meist harmlos.

Die Einstichstelle brennt, schmerzt, juckt und kann anschwellen. Eine Schwellung bis zu 10 cm Durchmesser gilt als normal. Diese lokale Reaktion ist normalerweise nicht gefährlich - ausser bei Stichen in den Mund oder den Rachen.

Schwere lokale Reaktion: Wenn die Schwellung über 10 cm Durchmesser erreicht und länger als 24 Stunden anhält. Diese Schwellung kann schmerzhaft und lästig sein und beunruhigt manchmal die Betroffenen. Auch diese lokale Reaktion ist normalerweise nicht gefährlich - ausser bei Stichen in den Mund oder den Rachen.

Insektengiftallergie: Bereits ein einzelner Stich kann innerhalb von Sekunden bis Minuten, selten Stunden, eine lebensbedrohliche Reaktion auslösen (anaphylaktischer Schock). Die Symptome betreffen nicht nur die Einstichstelle selbst, sondern den ganzen Körper. Es handelt sich dabei nicht um eine Vergiftung, sondern um eine überschiessende Reaktion des Immunsystems.

Vergiftung: Eine eigentliche Vergiftung tritt erst bei sehr vielen Stichen (Bienen, Wespen oder Hornissen) auf - ab etwa fünfzig bis zu mehreren hundert Stichen bei Erwachsenen. Bei Kindern wird die gefährliche Stichmenge für solche Vergiftungserscheinungen mit 1 bis 4,5 Stichen pro Kilo Körpergewicht angegeben.

Typischerweise geschieht dies, wenn jemand (beabsichtigt oder unbeabsichtigt) ein Nest stört oder von einem Schwarm attackiert wird. Solche Fälle sind in der Schweiz jedoch äusserst selten.

Neben der lokalen Reaktion kommt es zu systemischen Vergiftungserscheinungen (meist innerhalb weniger Stunden): Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Kopfschmerzen, in schweren Fällen Kreislaufkollaps, epileptische Krämpfe und Multiorganversagen.

Symptome nach einem Bienen- oder Wespenstich

  • Schmerzen
  • Rötung
  • Schwellung
  • Juckreiz

Wespen, Hornissen und Bienen - alle verwandt?

Wespen, Hornissen und Bienen sind alles Hautflügler (Hymenoptera). Wespen und Hornissen gehören zu derselben Familie (Faltenwespen, Vespidae). Hornissen sind biologisch gesehen einfach grosse Wespen. Die grösste einheimische Wespenart ist die Europäische Hornisse (Vespa crabro), die in der Schweiz recht selten ist.

Im Alltag werden uns vor allem die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica) lästig. Sie interessieren sich für menschliche Nahrung (süsse Speisen, Getränke, Fleisch). Bei den weiteren sieben in der Schweiz vorkommenden Wespenarten ist das nicht der Fall.

Die Honigbienen (Apis mellifera) gehören - wie die Wildbienenarten - zur Familie der Echten Bienen (Apidae). Sie interessieren sich kaum für menschliche Nahrung. Beim Stechen bleibt ihr Stachel in der Haut stecken, was für die Biene tödlich endet. Das meiste Gift wird in den ersten 20 Sekunden abgegeben.

Bienenstiche treten vor allem im Frühling und Sommer auf, während Wespen im Spätsommer und Herbst aktiv sind. Wespen und Hornissen verlieren ihren Stachel nicht und können mehrfach zustechen.

Die Asiatische Hornisse

Ebenfalls eine Wespe ist die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Ursprünglich aus Südostasien stammend, breitet sie sich in Europa aus. Auch die Schweiz hat sie erreicht. Für den Menschen ist sie nicht gefährlicher als andere Wespenarten, für Honigbienen hingegen stellt sie eine ernsthafte Bedrohung dar.

Was tun bei Wespen- oder Bienenstichen bei Katzen?

Summende, umherschwirrende Insekten wecken den Jagdinstinkt in deinem Stubentiger: Plötzlich ist nicht interessanter, als den gelb-schwarzen Brummern hinterherzujagen. Doch auch wenn sie klein sind, diese speziellen Beutetiere sind nicht immer unbewaffnet. Besonders Wespen und Bienenstiche kommen nicht selten bei Katzen vor. Durch ihr flauschiges Fell sind sie an vielen Stellen gut geschützt, doch besonders häufig sind die bei der Jagd eingesetzten Körperteile Pfoten und Maul betroffen.

Sind Wespen- oder Bienenstiche gefährlich für deine Katze?

Die meisten Insektenstiche sind zwar akut schmerzhaft, aber harmlos für Katzen. Problematisch wird es nur, wenn dein Liebling im Maul-, Hals- oder Rachenbereich so gestochen wird, dass die Atmung beeinträchtigt ist oder der Insektenstich eine seltene allergische Reaktion auslöst.

Im Gegensatz zu einem Wespen- oder Hornissenstich, erkennst du einen Bienenstich daran, dass sich der Stachel noch in der Einstichstelle befindet.

Erste Hilfe für Katzen nach einem Stich

  • Stachel entfernen: Ist dein Liebling eher hektisch oder der Stachel sitzt an einer heiklen Stelle, ziehe ihn behutsam mit einer Pinzette.
  • Pfotenstich: Wird deine Katze im Freigang gestochen, fällt dir vielleicht auf, dass sie bei ihrer Rückkehr lahmt oder die betroffene Stelle beleckt. Untersuche auch diesem Fall die Ballen und Ballenzwischenräume vorsichtig nach der Einstichstelle oder Schwellung und entferne gegebenenfalls den Stachel.
  • Ablenkung: Lasse deine Samtpfote für die nächsten zwei Stunden nicht aus den Augen und sorge dafür, dass sie die Einstichstelle nicht beleckt oder benagt, um Entzündungen zu vermeiden. Bandagiere eine gesunde Pfote, zum Beispiel mit einem Stück selbstklebendem Verband. Deine Katze wird versuchen die lästige Bandage loszuwerden, und wird von ihrem Insektenstich abgelenkt.
  • Stich im Maulbereich: Kritisch kann es werden bei Stichen im Maul-, Rachen- oder Halsbereich, die die Atmung beeinträchtigen. Schnappt deine Katze nach Bienen oder Wespen und wird beispielsweise in die Zunge oder Luftröhre gestochen, kann die Schwellung zu Husten, Würgen oder Atemnot führen. In diesem Fall ist deine Katze ein Notfallpatient und muss sofort tierärztlich versorgt werden. Auf dem Weg in die Praxis kühlst du von innen und außen, um die Schwellung zum Abklingen zu bringen.
  • Schwellung behandeln: Eine Schwellung ist ein entzündlicher Prozess. Sie entsteht durch die Ansammlung von Gewebsflüssigkeit. Kühlen hat einen schmerzlindernden Effekt und verlangsamt außerdem den Blutfluss im verletzten Bereich. Vorsicht gilt beim Kühlen in der Nähe von empfindlichen Körperpartien wie Augen oder Geschlechtsteilen. Unmittelbar nach dem Stich kann es helfen, die Einstichstelle zu erhitzen. Denn Wespengift enthält unter anderem Eiweißverbindungen, die bei Erhitzung gerinnen und somit keine starke Schwellung mehr auslösen können. Ein heißer Waschlappen - ideal sind 50 Grad Celsius - bereitet dem Wespengift den Garaus.

Wie du Wespen- oder Bienenstiche bei Katzen verhindern kannst

  • Am besten bringst du deiner Samtpfote schon im Kittenalter bei, nicht mit Insekten zu spielen oder nach ihnen zu schnappen.
  • Einige Pflanzen ziehen Bienen an - wie zum Beispiel Lavendel, Brombeeren, Himbeeren oder Zitronenmelisse. Pflanze diese also nicht dort an, wo deine Katze sich am liebsten aufhält.
  • Fallobst zieht Wespen an. Hast du Obstbäume im Garten, solltest du das Fallobst regelmäßig aufsammeln.
  • Überprüfe Haus und Garten auf Wespennester und lasse sie bei Bedarf von einem Profi entfernen.
  • Im Sommer solltest du deine Samtpfote am besten im Haus füttern, um keine hungrigen Insekten anzulocken. Auch ihre Wassernäpfe solltest du regelmäßig auf hineingefallene Insekten kontrollieren.

Bienen- und Wespenstiche beim Hund

Ein Bienen- oder Wespenstich kann für Deinen Hund echt schmerzhaft sein. Während viele Begegnungen glimpflich ausgehen, kann ein Stich im Maul, Rachen oder bei Allergien richtig brenzlig werden.

Was unterscheidet einen Bienenstich von einem Wespenstich?

Bienen stechen in der Regel nur einmal. Ihr Stachel besitzt kleine Widerhaken und bleibt nach dem Stich in der Haut stecken - oft mitsamt einer kleinen Giftblase. Diese pumpt auch nach dem Stich noch weiter Gift in die Haut. Deshalb ist es wichtig, den Stachel schnell und vorsichtig zu entfernen, ohne die Blase zu quetschen.

Wespen dagegen können mehrfach zustechen, weil ihr Stachel glatt ist und nicht in der Haut stecken bleibt. Ihr Stich kann intensiver schmerzen, weil das Wespengift eine andere Zusammensetzung hat. Einen Stachel findest Du bei einem Wespenstich nicht- typisch sind vor allem deutliche Schwellungen, Schmerzen und in manchen Fällen eine stärkere Reaktion.

Warum ist ein Bienen- oder Wespenstich für meinen Hund gefährlich?

In den meisten Fällen ist ein Insektenstich beim Hund zwar schmerzhaft, aber harmlos. Trotzdem gibt es Situationen, in denen der Stich ernste Folgen haben kann - vor allem, wenn der Hund allergisch reagiert oder an einer empfindlichen Stelle gestochen wurde.

Besonders gefährlich sind Stiche im Maul, an der Zunge oder im Rachenbereich. Beim Spielen kann es schnell passieren, dass der Hund nach einer Wespe oder Biene schnappt und schlimmstenfalls beim Schlucken gestochen wird. Die Folge: Die Schleimhäute schwellen an, die Atemwege können blockiert werden - es droht akute Erstickungsgefahr!

Auch allergische Reaktionen sind möglich. Diese zeigen sich unter anderem durch starke Schwellungen, Erbrechen, Kreislaufprobleme oder Atemnot. In seltenen Fällen kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen - ein tiermedizinischer Notfall.

Erste Hilfe für Hunde nach einem Stich

  • Wenn Du einen Stachel siehst, entferne ihn möglichst schnell, z. B. mit einer Pinzette oder dem Fingernagel. Wichtig: Nicht quetschen!
  • Lege für etwa zwei Minuten eine kalte Kompresse oder ein in ein Tuch gewickeltes Eispack auf die Einstichstelle. Dann machst Du eine Pause, damit es an der betroffenen Haut nicht zu Erfrierungen kommt. Wiederhole das Kühlen bei Bedarf, um die Schwellung zu lindern.
  • Achte in den nächsten Minuten bis Stunden auf Anzeichen wie starke Schwellungen, Atemnot, starkes Sabbern, Erbrechen oder Schwäche. Bring Deinen Hund in diesem Fall sofort in die Tierarztpraxis!
  • Kontrolliere die Einstichstelle in den folgenden Tagen auf Rötungen, Eiter, anhaltende Schwellungen oder andere Anzeichen einer Infektion. Wenn sich der Zustand Deines Lieblings verschlechtert oder nicht bessert, suche erneut eine Tierarztpraxis auf.

Was tun, wenn mein Hund eine Biene oder Wespe verschluckt hat?

Wenn Dein Hund eine Biene oder Wespe verschluckt, besteht die Gefahr, dass diese im Maul, Hals oder Rachen zusticht. Dort kann eine Schwellung schnell bedrohlich werden, vor allem, wenn die Atemwege betroffen sind.

Sollte Dein Hund plötzlich würgen, stark sabbern, auffällig schlucken, unruhig werden oder sogar Atemnot zeigen, fahr sofort in eine Tierarztpraxis!

Wie kann ich meinen Hund vor Bienen- oder Wespenstichen schützen?

  • Fressbares im Freien abdecken: Lass Futter im Garten nicht offen stehen, weil dies Insekten anlockt.
  • Vorsicht beim Spielen und Schnappen: Schnappt Dein Hund nach Insekten, kann das schnell zu einem Stich im Maul führen.
  • Auf Nester achten: Meide Wiesen mit vielen blühenden Pflanzen oder bekannte Nistplätze.
  • Pfoten schützen: Beim Herumtollen im Gras kann Dein Hund versehentlich auf eine Biene oder Wespe treten.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Besteht der Verdacht auf eine Bienengiftallergie, sollten Sie bei einem Bienenstich unbedingt ärztliche Hilfe suchen. Vor allem bei schweren und lebensbedrohlichen allergischen Symptomen müssen Sie umgehend die 112 wählen, also etwa bei:

  • Hitzegefühl im ganzen Körper
  • Quaddeln am ganzen Körper
  • Übelkeit
  • Atemnot oder zunehmendem Engegefühl im Brustkorb
  • raschem Anschwellen von Lippen, Zunge oder Gesicht
  • Kaltschweissigkeit
  • Schwindel, Schwäche oder Ohnmacht

Auch wenn keine Allergie vorliegt, alarmieren Sie den Notruf bei einem Bienenstich in Mund, Rachen oder Hals. Zunge und Schleimhäute in Mund und Rachen können so stark anschwellen, dass die Atemwege blockiert werden - es droht Erstickungsgefahr!

Bienenstich in der Schwangerschaft

Für Schwangere, die bislang nicht allergisch auf Bienengift reagiert haben, ist ein Bienenstich in den meisten Fällen unbedenklich, sofern es nur zu einer normalen Hautreaktion an der Einstichstelle kommt. Kommt es jedoch zu einer anaphylaktischen Reaktion, handelt es sich um einen Notfall. Wenn Sie die 112 rufen, informieren Sie die Rettung unbedingt darüber, dass es sich bei der gestochenen Person um eine schwangere Frau handelt!

Vorbeugung von Bienenstichen

Bienen und Wespen stechen entgegen dem Gerücht nicht ohne Grund. Schlagen Sie nicht nach Ihnen, das macht die Insekten aggressiv. Pusten Sie sie auch nicht an, denn unsere Ausatmung enthält Kohlendioxid und macht die Wespen oder Bienen panisch.

Am besten wirkt die Ablenkfütterung. Bieten Sie den Insekten einfach in einer ruhigen Ecke des Gartens Süssigkeiten wie Konfitüre, Honig oder Zuckerwasser an.

Düfte wie Zitrus, Lavendel oder Nelken finden vor allem Wespen abstossend. Auch den Geruch von Kupfer mögen Wespen nicht. Sollten die Tiere dennoch auftauchen, können Sie sie sanft mit einer Zeitung wegschieben.

Unterscheidung zwischen Bienen und Wespen

Anhand der folgenden Kriterien kann man erkennen, ob man von einer Biene oder Wespe gestochen wurde:

  • Aussehen: Honigbienen sind goldbraun, kleiner und rundlicher als Wespen. Bienen sind behaart und nicht so auffällig gelb gestreift wie Wespen.
  • Stich: Ein Bienenstachel hat Widerhaken und bleibt in der Haut stecken, sobald die Biene nach dem Zustechen wegfliegt - der Stachel wird dabei zusammen mit der Giftblase aus dem Hinterleib gerissen. Die Biene stirbt dann kurz darauf. Der steckengebliebene Stachel mit der Giftblase kann noch kurze Zeit weiter Gift in die Haut abgeben. Wespen sterben nach dem Stich nicht, weil sie ihren Stachel aus der Haut zurückziehen können. Deshalb können sie auch mehrfach zustechen. Eine Honigbiene kann mehr Gift pro Stich abgeben als eine Wespe.
  • Verhalten: Honigbienen und Wespen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Bienen reagieren früher und weniger tolerant als Wespen, wenn sich Menschen ihrem Bienenstock nähern. Wespen reagieren bei schwül-warmer Witterung, etwa vor einem Gewitter, dafür oft aggressiver als Bienen. Wird man auf einer blühenden Wiese gestochen, handelt es sich eher um eine Honigbiene, beim Verzehr von Lebensmitteln oder in der Nähe eines Abfallkorbs trifft man eher auf Wespen.
Merkmal Biene Wespe
Aussehen Goldbraun, kleiner, rundlicher, behaart Auffällig gelb gestreift, länglich
Stachel Mit Widerhaken, bleibt in der Haut stecken, Biene stirbt Glatt, kann zurückgezogen werden, Wespe überlebt
Verhalten Stechen bei Bedrohung des Bienenstocks Stechen bei Bedrohung, aggressiver bei schwül-warmem Wetter
Umgebung Blühende Wiesen In der Nähe von Lebensmitteln und Abfall

tags: #tiere #mit #bienenstich