Ein schönes Stück Fleisch zur Perfektion zu grillieren, ist für viele die Königsdisziplin. Doch eigentlich kann jeder Grillanfänger alles auf den Punkt zubereiten. Egal ob beim Grillieren, Braten, Schmoren oder Sous Vide Garen - durch das Kerntemperatur Messen triffst du am einfachsten den richtigen Garpunkt.
Als Kerntemperatur wird die Temperatur im Innern des jeweiligen Fleisches bezeichnet. Sie bestimmt den Garzustand, also ob dein Fleisch beispielsweise medium oder durchgegrillt ist.
Die Garzeit dagegen bestimmt, wie lange ein Stück Fleisch benötigt, um den gewünschten Garzustand zu erreichen. Die ist natürlich abhängig von der Gartemperatur und der Grösse, Gewicht und Art des Fleisches.
Aber die Kerntemperatur ist nicht nur wichtig, wenn es darum geht dein Fleisch ganz nach deinem persönlichen Geschmack zuzubereiten. Zwar kannst du viele Fleischsorten auch halbroh oder rosa geniessen (typisch hierfür ist Rindfleisch), es gibt aber wiederum andere, die komplett durchgegart werden sollten.
Bei Geflügel etwa gilt die Devise, das Fleisch immer ganz durchzubraten, damit eventuell vorhandene Salmonellen abgetötet werden. Auch Fleischsorten mit einem hohen Bindegewebeanteil und Anteilen von Sehnen müssen eine bestimmte Kerntemperatur erreichen, damit sich die harten Kollagenfasern und weiche Gelatine umwandeln können.
Übrigens: Die optimale Kerntemperatur gibt es nicht. Für verschiedene Fleischsorten und selbst unterschiedliche Cuts vom selben Tier gelten teilweise andere Werte. Grund dafür sind die unterschiedlichen Strukturen des jeweiligen Fleisches.
Kerntemperatur messen kannst du mit jedem Fleischthermometer, das mit einem Fühler ausgestattet ist. Dieser wird in die Mitte des Fleisches bzw. an den dicksten Punkt gesteckt, denn dort braucht es logischerweise länger, um Temperatur anzunehmen. Miss dort die ungefähre Dicke des Fleisches, indem du den Fühler des Thermometers zum Vergleich daneben hältst. Nimm davon die Hälfte und halte einen Finger an diese Stelle.
Welche Art von Grillthermometer du wählst, ist Geschmackssache. Das Grillfürst Funkthermometer besitzt beispielsweise zwei Fühler, um etwa die Kerntemperatur und gleichzeitig die Temperatur am Rost im Auge zu behalten. Es verfügt über eine digitale Anzeige und einen Empfänger mit bis zu 130 Metern Reichweite.
Das Grillfürst Grillthermometer zum Kerntemperatur messen - einfache Bedienung und super praktisch!
Die Grösse bzw. Dickes des Fleisches hat einen wesentlichen Einfluss auf die Garzeit. Je dicker das Fleisch, desto länger benötigt es, um im Inneren auf die gewünschte Kerntemperatur zu kommen. Auch wenn du einen Braten befüllst, hat das Einfluss auf die passende Kerntemperatur.
Darüber hinaus spielt natürlich auch die Gartemperatur eine wichtige Rolle - also die Temperatur, der das Fleisch bei der Zubereitung ausgesetzt ist. Je höher diese ist, desto kürzer ist die Garzeit. Aber Vorsicht: Diesen Effekt kannst du nicht grenzenlos ausnutzen. Für viele Fleischsorten ist es besser, diese schonend bei niedrigen Temperaturen im Gasgrill zu Garen, damit das Fleisch saftig bleibt. Die Klassiker des Low and Slow sind Rippchen und Pulled Pork.

Insgesamt unterscheiden wir zwischen 5 Steak Garstufen. Wie bereits erwähnt, ist es nicht bei allen Fleischarten zu empfehlen, diese nicht durchzugrillieren bzw. durchzubraten. Bei Rindfleisch zum Beispiel musst du dir keine Sorgen machen.
Bei einem Rindersteak ist es fast schon Pflicht, deine Gäste nach der bevorzugten Garstufe zu fragen. Diese Garstufe ist nur für dunkles Fleisch zu empfehlen. Das Fleisch ist nur von aussen leicht angegrilliert und hat eine dünne Kruste.
Ganz kurz angebraten ist die Kruste zwar minimal dicker als beim rohen Fleisch, der blutige, rohe Innenteil überwiegt bei dieser Garstufe aber immer noch deutlich. In diesem Fall ist der Fleischkern noch minimal roh.
Durch die längere Zeit auf dem Grill kann sich eine schöne Kruste mit Röstaromen entwickeln. Diese Garstufe wird von vielen bevorzugt. Das Fleisch ist nicht mehr roh, hat aber eine schöne rosa Farbe und bleibt dementsprechend saftig.
Kruste ist kräftig gebräunt und besitzt viele Röstaromen. Ein durchgebratenes Stück Fleisch ist nicht mehr rosa und besitzt eine schöne Kruste mit tollen Röstaromen. Für viele ist dieser Garzustand zu trocken, richtig zubereitet bleibt aber auch hier das Fleisch saftig.
Miss die Kerntemperatur an der richtigen Stelle - also immer in der Mitte bzw. Zwar liegst du mit einem medium gegrillten Steak bei den Meisten richtig, aber frage deine Gäste trotzdem vorher, welche Garstufe sie haben möchten. So kannst du Aussagen wie „Ihh, das ist ja noch blutig.“ oder „Ein paar Minuten weniger und es wäre perfekt gewesen.“ vermeiden.
Erkläre deinen Gästen auch, dass eine rare oder medium gegrilltes Steak einfach saftiger ist, als eine durchgebratenes, da es noch mehr Fleischsaft enthält.
Es gibt auch die Möglichkeit des Fingertests, für den du allerdings ein bisschen Übung und vor allem Erfahrung benötigst. Wenn du auf rohes Fleisch drückst, fühlt es sich anders an, wie ein medium oder durch grilliertes Steak. Darauf beruht der Fingertest.

Um dieses Feingefühl zu trainieren, kannst du den Fingertest anwenden und danach zum Vergleich die Kerntemperatur messen. So entwickelst du nach und nach ein Gespür für diese Methode. Es ist allerdings keine Schande, auf ein Grillthermometer zurückzugreifen, wenn du bspw. ein Steak grillieren möchtest.
Bei verschiedenen Fleischsorten und Gerichten wie Roastbeef, Hackbraten, Leberkäse oder Rinderlende braucht man einfach die richtige Kerntemperatur für ein perfektes Ergebnis. Jedes Stück Fleisch ist einzigartig und somit auch sein perfekter Garpunkt.
Die verschiedenen Garstufen
Zugegeben, es ist verwirrend. Die einen sprechen von «saignant», die anderen von «medium-rare» und wieder andere von «blutig». Sie meinen alle mehr oder weniger das Gleiche. Und doch: Wenn man Rezepte studiert, bemerkt man, dass die Garstufen je nach Sprache und Region nicht zu 100% übereinstimmen.
Grundsätzlich könnte man sechs Garstufen unterscheiden. Vier davon sind aber meist ausreichend. Weil wir euch hier eine nützliche Hilfestellung bieten möchten, beschränken wir uns in der Folge auf diese vier wichtigsten Garstufen.
Die Garstufen geben an, wie stark ein Stück Fleisch gegart ist. Neben der Farbe des Kerns und der Innentemperatur ist auch die Fleischkruste von Stufe zu Stufe unterschiedlich. Ob blutig oder durch: Welche Garstufe man wählt, hängt vom persönlichen Geschmack und der Fleischart ab. Man kann bis zu sechs Garstufen unterscheiden. Zu Hause in der Küche und in den meisten Restaurants kommen allerdings vier Garstufen zum Einsatz. Bei den Bezeichnungen kann man zwischen drei Möglichkeiten wählen: französische, englische oder deutsche Begriffe.
Garstufe: bleu | rare | stark blutig
Bei dieser Garstufe ist nur die äusserste Schicht leicht angebraten und der Kern sieht noch aus wie rohes Fleisch. Diese Garstufe eignet sich für Rindfleisch.
Garstufe: saignant | medium rare | blutig
Bei dieser Garstufe ist die äusserste Schicht angebraten und der äussere Teil des Fleisches bereits bräunlich verfärbt, der Kern ist dunkelrot. Diese Garstufe eignet sich für Rindfleisch.
Garstufe: à point | medium | mittel/rosa
Bei dieser Garstufe geht der bräunliche Anteil tiefer. Das Innere ist jedoch immer noch rosa. Diese Garstufe eignet sich für Rind, Kalb, Wild, Lamm und Ente.
Garstufe: bien cuit | well done | durch
In der Garstufe «bien cuit» oder «well done» ist das Fleischstück komplett durchgebraten und bis in den Kern bräunlich verfärbt. Diese Garstufe eignet sich für Kalb, Poulet und Schwein.
Kerntemperaturen für verschiedene Fleischsorten
Rindfleisch
- Bleu/Rare: 47-49°C
- Saignant/Medium-Rare: 52-54°C
- À Point/Medium: 56-58°C
- Bien Cuit/Well Done: 65-71°C
Kalbfleisch
- Saignant/Medium-Rare: 54-56°C
- À Point/Medium: 57-60°C
- Bien Cuit/Well Done: 68-70°C
Schweinefleisch
- Saignant/Medium-Rare: 56-58°C*
- À Point/Medium: 62-64°C*
- Bien Cuit/Well Done: 71-73°C
*Qualitativ hochstehendes Schweinefleisch kann, entgegengesetzt der landläufigen Meinung, auch medium-rare verzehrt werden. Es sollte allerdings vorher aus hygienischen Gründen schockgefroren worden sein. In diesen Temperaturbereichen ist Schweinefleisch eine ganz neue Erfahrung und kulinarisch etwas vom Besten.
Lamm
- Saignant/Medium-Rare: 54-56°C
- À Point/Medium: 59-61°C
- Bien Cuit/Well Done: 69-71°C
Geflügel
- Bien Cuit/Well Done: 74-76°C*
*Geflügel sollte aus hygienischen Gründen immer vollständig durcherhitzt werden. Deshalb wird auch nur eine Garstufe empfohlen.
Fisch und Seafood
- Untere Grenze (glasig, Gourmetstyle):
- Lachs: 50-54°C
- Thunfisch: 48-52°C (oder innen roh belassen)
- Kabeljau-/Dorschfilet: 54°C
- Zanderfilet: 57°C
- Dorade (ganz)*: 59-61°C
- Wolfsbarsch (ganz)*: 59-61°C
- Saibling (ganz)*: 59-61°C
- Hummerschwanz: 49-54°C
- Jakobsmuscheln: 50°C
- Langustenschwanz: 49-54°C
- Heilbuttsteak: 52°C
- Steinbuttfilet: 48-50°C
- Obere Grenze (durch/fest, übliche Empfehlung):
- Lachs: 58-61°C
- Thunfisch: 55-58°C
- Kabeljau-/Dorschfilet: 60°C
- Zanderfilet: 60°C
- Dorade (ganz)*: 62-65°C
- Wolfsbarsch (ganz)*: 62-65°C
- Saibling (ganz)*: 62-65°C
- Hummerschwanz: 60°C
- Jakobsmuscheln: 50°C
- Langustenschwanz: 60°C
- Heilbuttsteak: 58-60°C
- Steinbuttfilet: 55°C
*Bei ganzen Fischen steht man vor dem Problem, dass viele unterschiedlich dicke Teile am Fisch vorhanden sind und alle mit derselben Hitze gegart werden. Damit sich aber das Fleisch gut von den Gräten löst, und das ist ja beim ganzen Fisch essenziell, sollten schon an die 60°C erreicht werden. Tipp: lässt sich die Rückenflosse einfach aus dem Rücken ziehen, ist der Fisch fertig gegart.
Garstufen verlässlich bestimmen
Das Folgende wird nicht jedem gefallen: Wenn ihr euer Fleisch wirklich unter Kontrolle bringen wollt, braucht ihr entweder ein Sous-vide-Gerät, super viel Erfahrung oder ganz einfach ein Kerntemperaturmessgerät / Fleischthermometer.
Drucktest und Zeitangaben sind problematisch. Diese Methoden sind oft problematisch und führen nicht in jedem Fall zu einem zufriedenstellenden Resultat.
Aussagen wie z.B.: «3 Min auf jeder Seite» sind eigentlich unbrauchbar, da nur schon die Dicke des Steaks und die Hitze auf dem Grill sehr unterschiedlich sein können. Auch der berühmte «Drucktest», wo man an der eigenen Hand und der Haltung der Finger die verschiedenen Garstufen simulieren kann, ist heikel.
Es braucht viel Erfahrung und wirklich genau ist es nicht. Denn der Widerstand im Fleisch hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern z.B. auch vom Gehalt an Bindegewebe oder Fett.
Das einzig zuverlässige ist die Kerntemperatur. Beschafft euch also einen Fleischthermometer! Das ist eine Investition fürs Leben! Am besten einen mit einer dünnen Einstechnadel, damit das Steak nach drei Mal testen nicht wie ein Emmentaler aussieht und unnötig Saft verliert.
Für grössere Stücke wie ganze Rindsfilets, Schultern, Briskets usw. eignet sich natürlich auch ein Fleischthermometer, welcher über die gesamte Garzeit im Fleisch stecken bleibt. Dadurch hat man stets die Kontrolle und kann falls nötig reagieren.
Wie messe ich die Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer?
Messt die Temperatur vorzugsweise an der dicksten Stelle. Bei ziemlich allen Temperaturmessgeräten für Fleisch ist der Sensor, welcher die Temperatur misst, ganz vorne in der Einstechnadel. Deshalb ist das Ziel, die Spitze der Nadel ziemlich genau in die Mitte des Fleisches zu bringen und da die Temperatur abzulesen. Je nach Stück kann das Einstechen von oben oder von der Seite geschehen. Wichtig ist, dass man bei analogen Systemen die Temperatur bequem ablesen kann.
Vorsicht bei Stücken mit Knochen
Bei Fleischstücken mit Knochen, z.B. bei einem Tomahawk, gart das Fleisch dem Knochen entlang weniger schnell als im restlichen Teil. Daher sollte die Temperatur eher beim Knochen gemessen werden.
Achtung: Die Hitze zieht nach!
Wie ein Stück Fleisch «nachzieht» (also um wieviel °C sich die Kerntemperatur noch ändert, nachdem man das Fleisch vom Grill genommen hat) hängt vor allem von zwei Bedingungen ab: Wie heiss ist mein Grill/Pfanne und wie dick ist mein Steak.
Die richtige Grilltemperatur 🌡️beim Fleisch grillen auf dem Holzkohlegrill 🍖 [Wajos BBQ Grilltipps]
Ein erklärendes Beispiel: Wenn die Zielkerntemperatur bei meinem 3-4cm dicken Hohrückensteak 56°C ist, kann man das Steak nicht auf dem Grill lassen bis diese Kerntemperatur erreicht ist. Denn die Hitze wandert. Sind im Kern also 56°C erreicht, haben wir an der Aussenseite des Steaks vielleicht noch etwa 200°C bis 300°C. Diese Hitze bleibt nun nicht einfach an Ort und Stelle, nein, sie kämpft sich ihren Weg bis in die Mitte des Steaks und versaut euch, bei nicht beachten dieses Tipps, die Garstufe.
Das ist einfache Physik und nicht einmal der Papst kommt um dieses Phänomen herum. Man muss diesen Effekt also etwas einberechnen. Das braucht etwas Erfahrung, ist aber lernbar. In der Regel zieht ein Steak etwa 3-5°C nach.
In diesem Beispiel sollte man also das Steak mit etwa 52°C vom Grill nehmen und leicht abgedeckt etwa 5 Minuten ruhen lassen. Et voilà, die Kerntemperatur ist ungefähr 56°C.
Unsere Tipps:
Knochenstücke - macht den Knochen heiss!
Wenn Stücke mit Knochen zubereitet werden, ist die Herausforderung, dass das Fleisch am Knochen weniger schnell durchgart als der Rest vom Fleisch. Was tun? Man will ja nicht das ganze Kotelett übergaren, nur damit es dem Knochen zu seine ideale Temperatur erfährt.
Macht den Knochen heiss! Stellt das Kotelett, Tomahawk, Ribroast, Côte de Boeuf oder ähnliche Cuts zuerst mit dem Knochen nach unten auf den Grill. Dadurch wird der Knochen heiss und überträgt die Hitze auf das direkt anliegende Fleisch besser. Aber Achtung, der Knochen sollte nicht schwarz werden, das gibt ein unschönes Aroma. Lasst euch also etwas Zeit dabei.
Fleisch ruhen lassen
Gebt dem Fleisch eine Pause, nachdem ihr es vom Grill nehmt. Alle Säfte, das geschmolzene Fett im Fleisch drin, sollen sich etwas verteilen. So soll sich das Fleisch wortwörtlich etwas entspannen. In der Regel sollten 5-10 Minuten ausreichen. Bei einem Steak reichen 5 Minuten. Bei einem grösseren Stück wie etwa einem ganzen Filet sollten 10 Minuten einberechnet werden.
Legt das Stück auf eine Handwarme Unterlage/Gitter und deckt das Stück leicht mit Alufolie ab, so dass unten die warme und feuchte Luft entweichen kann. Dadurch wird die Kruste nicht wieder total aufgeweicht, was schade wäre.
Der Spezialfall Fisch
Bei ganzen Fischen steht man vor dem Problem, dass viele unterschiedlich dicke Teile am Fisch vorhanden sind und alle mit derselben Hitze gegart werden. Das dickste Stück beim Fisch, und da wo man die Kerntemperatur entnehmen sollte, ist das Rückenfilet zwischen Kopf und Rückenflosse.
Damit sich das Fleisch gut von den Gräten löst, und das ist ja bei der Zubereitung von ganzen Fischen essenziell, sollten schon an die 60°C erreicht werden. Tipp: lässt sich die Rückenflosse mit den Fingern einfach aus dem Rücken ziehen, ist der Fisch fertig gegart. Spürst du beim Ziehen an der Rückenflosse noch einen Widerstand, braucht der Fisch noch ein wenig.
Alternativ kannst du bei ganzen Fischen wie dem Wolfsbarsch oder einer Dorade die Rückenfilets auf beiden Seiten, im Abstand von 3-4cm, einschneiden. Dadurch dringt die Hitze schneller ein und die dicken Rückenfilets sind etwa gleich schnell durchgegart wie der Rest vom Fisch.
Kleine Zusatzinfo: Der Bauch des Fisches ist immer etwas fettiger als der Rest. Er ist aber auch der dünnste Teil am Fisch und somit am schnellsten durchgegart. Durch den höheren Fettanteil verträgt er aber gut auch eine höhere Garstufe und bleibt trotzdem saftig.
Die richtige Kerntemperatur für verschiedene Lebensmittel
Jedes Lebensmittel hat seine eigene Kerntemperatur. Wenn man im Restaurant ein Rindssteak bestellt, wird man fast immer gefragt, ob man es “rare”, “medium”, “medium” oder “well-done” haben möchte.
Man hört oder liest immer noch von dem Trick, den Daumenballen der Hand zu berühren, um die Garstufe eines Steaks zu bestimmen. Diese Methode ist jedoch nur ein Anhaltspunkt, erfordert viel Erfahrung und ist nur für Steaks geeignet. Für ein zartes Steak kann die Temperatur sogar bei 42 °C gehalten werden. Das ist aber nicht üblich. Das Fleisch ist dann innen lauwarm.
Bei Rindfleisch liegen die Temperaturen bei etwa 48 bis 50 °C für rare, 51 bis 53 °C für medium-rare, 54 bis 57 °C für medium und 63 °C oder mehr für well-done. Um ein gutes Ergebnis beim Schmoren zu erzielen, ist eine Kerntemperatur von mindestens 85 °C erforderlich. Das Fleisch enthält ein festes Bindegewebe, das erst bei einer Temperatur von 74 °C seine Struktur verändert und das Fleisch zart und saftig macht. Ob ein Braten zart genug ist, lässt sich am einfachsten beurteilen.
Für ein gutes Ergebnis beim amerikanischen Grillklassiker Rinderbrust sollte eine Kerntemperatur von ca. Auch hier kommt es auf die Art der Zubereitung an. Lammfleisch ist jung und zart und enthält wenig oder kein Bindegewebe. Wenn du z.B. bei einem Lammbraten eine Kerntemperatur von ca. 60°C einhältst, wird es köstlich medium (rosa) gegart.
Schweinefleisch ist etwas Besonderes. Da Schweinefleisch anfällig für MRSA und Salmonellen ist, muss beim Garen eine Kerntemperatur von mindestens 60 °C eingehalten werden. Auch wenn das Infektionsrisiko heute dank strenger Vorschriften gering ist, sollte man kein unnötiges Risiko eingehen.
Bei Schweinefleisch sollte die Kerntemperatur in der Regel zwischen 60 und 70 °C liegen. Eine Ausnahme bildet Pulled Pork, für das eine ganze Schweineschulter, ein ganzer Schweinehals oder ein Boston Butt verwendet wird. Damit sich das Fleisch gut zerlegen lässt, ist eine Kerntemperatur von ca.
Wenn du Schweinefleisch räucherst, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass das gegarte Fleisch eine rosa Verfärbung aufweist. Dies gilt auch für andere Fleisch- und Geflügelsorten und sagt nichts über die Garstufe des Fleisches aus.
Geflügel wie Huhn und Truthahn sind ebenfalls anfällig für Bakterien. Gerade bei diesen Produkten gibt es immer wieder Warnungen vor Kreuzkontaminationen, obwohl diese Warnung eigentlich für alle Arten von Fleisch, Geflügel und Fisch notwendig ist.
Bei Huhn und Truthahn ist es am besten, eine Kerntemperatur von 70 bis 72 °C einzuhalten; dann ist das Fleisch vollständig durchgegart - alle Bakterien sind abgetötet - und es bleibt schön saftig. Wenn man ein ganzes Poulet oder einen ganzen Truthahn zubereitet, hat man es mit unterschiedlich grossen Stücken zu tun. Deshalb ist es wichtig, den Kerntemperatur-Fühler in den Kern der Keule zu stecken. Dies ist der dickste Fleischteil des Vogels, so dass du sicher sein kannst, dass die anderen Teile ausreichend gegart sind.
Achte darauf, dass die Sonde des Kernthermometers keinen Knochen berührt. Die Temperatur des Knochens steigt während des Garens im Vergleich zur Fleischtemperatur schnell an, was zu einer falschen Messung führt.
Bei Fischen gibt es Tricks, um festzustellen, ob sie gar sind. Bei ganzen Fischen ist es ein guter Anhaltspunkt, wenn sich die Rückenflosse mit der Hand leicht herausziehen lässt. Fischfilets, wie z. B. Lachs, geben an den Rändern verfestigtes Eiweiss ab. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Fisch gar ist und vom Grill genommen werden kann. Hiererleichtert dir ein Kernthermometer die Arbeit.
Bei Fischsorten wie Thunfisch und Lachs ist es besser, die Kerntemperatur nicht zu hoch werden zu lassen. 50 °C sind ausreichend. Sonst wird das Fischfleisch sehr trocken, was schade ist. Weissfische wie Kabeljau vertragen eine etwas höhere Temperatur. Ziel ist eine Kerntemperatur von 58 °C.
Achte bei ganzen Fischen darauf, dass die Spitze des Thermometers keine Gräten berührt. Es ist nicht üblich, die Kerntemperatur von Gemüse zu messen. Ausserdem ist sie weniger entscheidend als bei Fleisch, Fisch oder Geflügel, da es hier nicht um Lebensmittelsicherheit geht. Viele Gemüsesorten kannst du roh essen, und der gewünschte Biss ist eine Frage des Geschmacks. Wenn du ganze Knollen kochst, kannst du jedoch die Kerntemperatur messen.
Wie man die Kerntemperatur richtig misst
Um die Kerntemperatur richtig zu bestimmen, stecke die Spitze des Thermometers in die Mitte des Produktes, am besten an die dickste Stelle. Bei einem Rinderfilet solltest du das dünne Ende verdoppeln und mit einer Schnur zusammenbinden, damit es gleichmässig durchgart. Darauf achten, dass die Spitze des Thermometers keine Knochen oder Gräten berührt.
Ein Kernthermometer wird unter verschiedenen Namen angeboten, wie Fleischthermometer, Küchenthermometer oder Kochthermometer. Der Begriff Fleischthermometer stammt wahrscheinlich aus der Zeit, als man ein analoges Thermometer in grosse Fleischstücke steckte und regelmässig kontrollierte. Diese Thermometer waren nur für grosse Fleischstücke geeignet. Heute gibt es viel praktischere, digitale Modelle. Welches Thermometer für dich am besten geeignet ist, hängt davon ab, was du zubereitest.
Für grosse Fleischstücke eignet sich unser Funk-Thermometer ideal. Du steckst den Messfühler in den Fleischkern, schliesst den Deckel deines EGGs und stellst die gewünschte Kerntemperatur ein. Sobald diese erreicht ist, gibt der Empfänger ein Signal. Für Steaks und Filets, die du auf beiden Seiten grillst, nimmst du am besten das Digital-Thermometer. Du steckst den Stift dieses Thermometers in den Kern des Produkts, wenn du vermutest, dass die gewünschte Kerntemperatur (fast) erreicht ist. Das Display zeigt dir in Sekundenschnelle die genaue Temperatur an.
Es ist bekannt, dass weniger Fleischsaft austritt, wenn du das Fleisch nach dem Garen ruhen lässt. Weniger bekannt ist jedoch, dass die Kerntemperatur während der Ruhezeit um weitere 2 bis 3 °C ansteigt!
Die Kerntemperatur beträgt nicht mehr als 45°C; der austretende Fleischsaft ist rot. Der austretende Fleischsaft ist rötlich, die Kerntemperatur beträgt 50°C. Der austretende Fleischsaft ist rosa; die Kerntemperatur beträgt zwischen 55° und 60° C. Der austretende Fleischsaft ist klar und hell; geeignet auch für Schweinefleisch und Geflügel (Kerntemperatur ca. 85°C, für Kalbfleisch ca.
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