Thai-Curry mit Erdnuss-Sauce: Ein einfaches und köstliches Rezept

Thai-Curry muss nicht immer nur scharf sein! Diese Variante mit Limette schmeckt frisch und rassig zugleich. Kaum zu glauben, dass ein so einfaches Gericht so lecker schmecken kann!

Wie ihr sicher schon gemerkt habt, sind wir Curry gegenüber nie abgeneigt. Dieses Mal wenden wir uns dem Curry aus Thailand zu.

Thai-Curry-Holic: Eine kulinarische Reise

Heute haben wohl die meisten schon einmal Thai-Curry gegessen. Vor 20 Jahren war thailändisches Essen noch relativ exotisch. Zum Thai-Curry-Holic wurde ich erst ein paar Jahre später, als ich das erste Mal nach Thailand gereist bin. Im Land des Lächelns gab es von morgens bis abends Thai-Food - in kleinen Garküchen auf den Strassen von Bangkok oder in Restaurants am Strand von Hua Hin. Als ich zurückkam habe ich mir mein erstes thailändisches Kochbuch gekauft und seither bin ich offiziell ein Thai-Curry-Holic.

Kann ein exotisches Gericht selber zubereitet werden? Klar! Das geht ganz einfach. In Thailand wird die Kokosmilch oft aufgekocht, die Currypaste eingerührt und dann das Protein und Gemüse dazugegeben.

Ich mache es der Einfachheit halber wie bei den indischen Currys. Das heisst, ich brate das Gemüse an, mische die Currypaste darunter und gebe dann die Kokosmilch dazu. Geschmacklich habe ich keinen Unterschied feststellen können.

Die Currypaste: Das Herzstück des Currys

Die Currypaste - in diesem Fall die rote - kann man selber machen. Von der Schärfe her ist das rote Curry in der Mitte, das Gelbe ist milder und das grüne Thai-Curry ist schärfer - wie bei einer Ampel, nur umgekehrt. Es gibt allerdings auch gute Pasten zu kaufen. Aber Achtung! Oft sind Currypasten nicht vegan. Einige Produkte enthalten Fischsauce oder Shrimps. Checkt also vor dem Kauf die Zutatenliste.

Es ist relativ einfach, veganes Thai-Curry zu kochen. Ist die Currypaste vegan, dann ist es auch das Curry. Sofern ihr natürlich kein Fleisch verwendet. Wir verwenden gerne Tofu. Einfach weil wir den Geschmack mögen und weil der Tofu die Aromen schön aufnimmt. Damit er das allerdings tun, gibt es einen kleinen Trick:

  1. Wir pressen den Tofu zuerst in der Presse.
  2. Dann wird er in Würfel geschnitten.
  3. Diese werden mit Maisstärke (oder anderer Stärke) umhüllt und angebraten.

Die Panade nimmt die Sauce wunderbar auf. Das funktioniert übrigens nicht nur bei Curry. Auch bei anderen Tofu-Gerichten mit einer Sauce, wie zum Beispiel Sweet & Sour, wirkt diese Panade Wunder.

Welches Gemüse für Thai-Curry?

Beim Gemüse haben wir Kefen verwendet. Das sind ausserhalb der Schweiz Zuckerschoten oder Zuckererbsen. Karotten und Peperoni sorgen für farblichen und geschmacklichen Kontrast. Grundsätzlich könnt ihr das Gemüse verwenden, das ihr mögt. Allerdings sollte es schon gut im Biss sein. Bei Thai-Food darf das Gemüse ruhig etwas knackig sein.

Cremiges Erdnuss-Curry mit Gemüse ♡ einfach, vegan, lecker ♡

Are you nuts? Die Erdnuss-Komponente

Eine wichtige Komponente bei unserem Curry sind die Nüsse. Diese werden zwar nicht mitgekocht, sind aber deshalb nicht weniger wichtig. Wir bestreuen das Gericht am Schluss mit gesalzenen Erdnüsse. Das sorgt für eine zusätzliche knackige Komponente und rundet den Geschmack optimal ab.

Natürlich verwenden wir nicht irgendwelche Erdnüsse sondern setzet auf eine ganz besondere Qualität. Diese bietet uns Pakka. Einerseits sind sie mit ihren Fair Trade-Produkten geschmacklich auf höchstem Niveau. Andererseits haben wir die Gewissheit, dass die Erdnüsse unter fairen Bedingungen produziert wurden.

Keep it Fresh! Der Limetten-Kick

Den besonderen Touch enthält dieses Curry mit der Limette. Der Limettensaft unterscheidet unser Gericht von einem klassischen Red Curry. Die Limette bleibt schön dezent im Hintergrund, gibt dem Curry aber eine ganz besondere Frische.

Auch wenn Thai-Food heute nicht mehr exotisch ist. Mit dieser frischen Variante werdet ihr auch Thai-Curry-Holics begeistern.

Rezept: Thai-Curry mit Erdnuss-Sauce

Hier ist das Rezept für 4 Portionen:

Vorbereitung: 20 Minuten

Zubereitung: 25 Minuten

Gesamtzeit: 45 Minuten

Zutaten:

Für den Tofu:

  • 400 g Tofu
  • 5 EL Maizena (Maisstärke)
  • 1 TL Salz
  • Etwas Pfeffer
  • ½ EL Kokosöl

Für das Curry:

  • 80 g Bio-Erdnüsse gesalzen
  • 200 g Karotte
  • 200 g Kefen (Zuckerschoten)
  • 2 Peperoni rot
  • Saft einer halben Limette
  • 4-5 cm Ingwer
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL rote Thai-Curry-Paste vegan
  • 400 ml Bio-Kokosmilch
  • 1 EL Kokosblütenzucker
  • 1 EL Bio-Kokosöl
  • 1 Bund Koriander
  • 1 TL Salz

Zubereitung:

Tofu:

  1. Tofu pressen und in Würfel schneiden.
  2. 3 EL Maizena, 1 TL Salz und etwas Pfeffer in einer Tupperdose mischen.
  3. Tofuwürfel dazugeben, verschliessen und gut schütteln bis alle Tofuwürfel mit der Panade umhüllt sind.
  4. ½ EL Kokosöl in Pfanne heiss werden lassen, Tofu darin goldbraun anbraten, in eine Schale geben und beiseitestellen.

Red Thai-Curry:

  1. Spitzen der Kefen an beiden Enden wegschneiden; Rüebli schälen, halbieren und in feine Stifte schneiden; Strunk und Kerne der Peperoni entfernen und diese dann in längliche Streifen schneiden; Ingwer schälen und fein hacken; Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
  2. Koriander waschen, trocken schütteln und fein hacken, die Hälfte zur Dekoration beiseite stellen.
  3. 1 EL Kokosöl im Wok heiss werden lassen, Rüebli 5 Min darin dünsten, Kefen und Peperoni mit dem Ingwer dazu geben und weitere 10 Min dünsten.
  4. In der Mitte eine kleine Mulde bilden, Curry-Paste in die Mulde geben und umrühren.
  5. Saft der halben Limette, 1 EL Kokosblütenzucker und 1 TL Salz dazugeben und alles gut verrühren.
  6. Frühlingszwiebeln dazugeben und 5 Min dünsten.
  7. Mit Kokosmilch ablöschen, die Hälfte des Korianders dazugeben und umrühren.
  8. Tofu dazugeben und heiss werden lassen.

Erdnüsse:

  1. Erdnüsse grob hacken und in einer Bratpfanne 3 Min rösten.

Anrichten:

  1. Reis und Curry in den Teller geben, mit Erdnüssen, Koriander und einem Schnitz Limette servieren.

Beilage:

Reis nach Packungsangabe zubereiten.

Die Schärfe könnt ihr selber bestimmen. Das Rezept ist relativ mild. Möchtet ihr etwas mehr Feuer, könnt ihr 2½ oder 3 EL rote Curry Paste verwenden.

Fertige Curry-Pasten sind oft nicht vegan. Sie enthalten teilweise Fisch-Sauce oder Shrimps.

Variationen des Thai-Currys

Kaeng Phanaeng (Panang Curry)

Kaeng Phanaeng nennt sich das thailändische Panang Curry, das Kokosmilch, Erdnuss und Kaffir Limettenblätter enthält. Traditionell wird dieses Thai Curry mit reichlich Hähnchen- oder Schweinefleisch gekocht und enthält nur wenig oder gar kein Gemüse. Im Vergleich zum gelben, roten und grünen Thai Curry ist das Panang Curry cremiger und nussiger.

Zutaten für Panang Curry mit Fleisch:

  • 800 g Hähnchengeschnetzeltes oder Schweinsgeschnetzeltes
  • Reichlich Erdnussöl
  • 4 EL Panang Curry Paste
  • Optional 1 EL Erdnussbutter
  • 500 ml Kokosmilch
  • 6 Kaffir Limettenblätter
  • Optional 1 Chili

Zubereitung:

  1. 800 g Hähnchengeschnetzeltes oder Schweinsgeschnetzeltes in reichlich Erdnussöl von allen Seiten scharf anbraten und währenddessen leicht salzen.
  2. Das angebratene Fleisch aus der Pfanne nehmen.
  3. 4 EL Panang Curry Paste und wer mag 1 EL Erdnussbutter im Bratensatz andünsten.
  4. Mit 500 ml Kokosmilch ablöschen, mit einem Schwingbesen glatt verrühren und dann zugedeckt bei mittlerer Hitze 5 min köcheln lassen.
  5. Währenddessen: 6 Kaffir Limettenblätter in dünne Streifen schneiden und optional 1 Chili entkernen und ebenfalls fein schneiden.

Die authentische Panang Currypaste enthält immer Erdnüsse. Eine gute Qualität der Kokosmilch ist für das beste Ergebnis wichtig.


Nährwertangaben (pro Portion)
Nährwert Menge
Energie (kJ) 2467 kJ
Energie (kcal) 590 kcal
Fett 20.1 g
Davon gesättigt 2.6 g
Kohlenhydrate 79.5 g
Davon Zucker 11 g
Eiweiss 23.9 g
Salz 4.6 g

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