Die Süsskartoffel (Ipomoea batatas), auch Batate genannt, ist eine vielseitige Pflanze, die nicht nur in der Küche, sondern auch als Zierpflanze im Haus oder Garten eine gute Figur macht. Ursprünglich stammt die Süsskartoffel aus den tropischen Gebieten Südamerikas. Inzwischen ist die Kulturpflanze über die ganze Welt verteilt. Sie gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae).
Die Süsskartoffel (Ipomoea batatas) ist eine kletternde, kriechende Gartenpflanze, die weisse Blüten hervorbringt. Sie erscheinen von Juli bis August. An einem sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Standort mit durchlässigem, nährstoffreichem Boden erreicht sie gewöhnlich eine Höhe von ca. 2 m und wird ca. 1 m breit.
Pflanzen mit Zusatznutzen sind heutzutage immer mehr gefragt. Die Süsskartoffel (botanisch Ipomea batatas) stammt aus den tropischen Gebieten Südamerikas und ist im Grunde keine Kartoffel. Die eigentliche Kartoffel (Solanum tuberosum) ist ein Nachtschattengewächs, die Süsskartoffel ein Windengewächs.
Von den Süsskartoffeln gibt es Zierformen, die vor allem wegen ihres schönen Blattschmucks zusammen mit Sommerblumen gepflanzt werden, und Nutzformen. Die Nutzformen bilden sehr viel Laub. Je mehr Laub, desto grössere und bessere Knollen entwickeln sich.
Die krautige sommergrüne Pflanze ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Sie muss frostfrei bei 5 - 15 ° C überwintert werden. Der Wuchs ist kletternd oder kriechend. Die Süsskartoffel wird 1.5 - 2 m hoch und 0.5 - 1 m breit. Je nach Sorte sind die Blätter dunkelviolett, limettengrün oder bronzefarben. Die Form ist dreieckig, herzförmig, rundlich oder eiförmig. Von Juli bis August zeigen sich die weissen Blüten mit rot-violetter Mitte.
Gute und beliebte Nutz-Sorten sind zum Beispiel 'Beauregard', 'Bonita', 'Evangeline', 'Murasaki' oder 'Orleans'. Im Handel sind Süsskartoffeln als Jungpflanzen ab ca. Mitte April.
Standort und Boden
Die Süsskartoffeln brauchen einen vollsonnigen Standort sowie einen durchlässigen Boden, indem sie gut wurzeln können. Süsskartoffeln brauchen viel Wärme und einen lockeren Boden. Am besten eignet sich ein sandiger Lehm in vollsonniger Lage.
Besonders gut gedeiht die Süsskartoffelpflanze, wenn Sie ihr ein sonniges Plätzchen suchen, das vor Wind und kaltem Regen geschützt ist. Am besten gelingt der Anbau von Süsskartoffeln in unseren Breiten in Gewächshäusern, es eignen sich aber auch Hochbeete oder Pflanzenkübel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 30 Litern für ein ausgiebiges Wachstum.
Am wohlsten fühlt sich die starkzehrende Pflanze auf einem lockeren, sandigen Boden. Optimal sind Bodentemperaturen von über 18 Grad - so kann die Knolle gut gedeihen. Dabei ist ein nährstoffreicher Boden mit hohem Stickstoffanteil für ein kräftiges Wachstum unerlässlich. Die beste Basis für den Süsskartoffelanbau bietet deshalb eine nährstoffreiche Erde mit einem hohen Humusanteil, wie zum Beispiel die COMPO BIO Tomaten-, Gemüse- und Kräutererde.
Die Kulturzeit der Süsskartoffel beträgt mindestens 4 Monate, 100-130 Tage. In diesem Zeitraum braucht sie vor allem ein warmes Erdreich, sonst hört sie auf zu wachsen. Ein kalter Frühling oder ein frühes Einsetzen kühler Herbsttage kann das Ausreifen in Frage stellen. Weinbaugebiete und wintermilde Regionen sind klar im Vorteil, wenn es um den Anbau dieses wärmeliebenden Gemüses geht.
Was mögen Süsskartoffel Pflanzen nicht? Staunässe. Wie muss der Boden demzufolge sein? Durchlässig, sehr gerne eher sandig und locker. Ist der Boden durchsetzt mit Steinen oder sonstigen Hindernissen, wachsen die Knollenfrüchte gekrümmt, sobald sie auf das Hindernis treffen. Krumme Knollen machen die Verarbeitung unnötig verkompliziert.
Um dem hohen Nährstoffbedarf gerecht zu werden, wird vor der Pflanzung gut abgelagerter Kompost in die Erde eingearbeitet, und gründlich gelockert. Dadurch wird der Boden fruchtbarer und zugleich durchlässiger. Bei sehr lehmigen Böden sorgt weiteres Strukturmaterial wie z.B. grober Sand für die nötige Drainage.
Auch dort, wo nur wenig Platz zum Gärtnern ist, lassen sich Kübel gut einsetzen. So wird sogar der Anbau auf Balkon, Terrasse und gepflasterten Hinterhöfen möglich. Wähle für den Kübel einen sonnigen Standort, gerne in der Nähe wärmender Wände.
Bestens geeignet sind Kübel, in denen die Knollen in ihrer Entwicklung nicht gleich an ihre Grenzen stossen - im wahrsten Sinne des Wortes. Süsskartoffeln brauchen Raum für eine ungestörte Entwicklung. Das Volumen von 20l ist die absolute Mindestgrösse für eine Pflanze. Ein Tipp: Mörtel- bzw. Speiskübel sind für diesen Zweck einsetzbar, sobald du einige Abzugslöcher in den Boden gebohrt hast. Diese Kübel werden durch die Sonne schnell durch und durch erwärmt, was das Wachstum der Süsskartoffeln unterstützt.
Ein gutes Pflanzsubstrat ist schnell gemischt. Wenn du deine Gartenerde zur Hälfte mit Kompost vermischst, sind die Batatas gut versorgt. Wenn du keinen Kompost zur Verfügung hast, kannst du wunderbar auch unsere Fruchtbare Erde: Nr. 2 Pflanzerde oder unsere Fruchtbare Erde: Nr. 4 Erde ohne Torf verwenden.
Süsskartoffeln sind Starkzehrer, das heisst, sie haben einen hohen Nährstoffbedarf. Wenn du sie über mehrere Jahre hinweg erfolgreich anbauen willst, raten wir zur Fruchtfolge. Wechsele am besten jedes Jahr das Beet.
Um es den Knollen und Pflanzen von Ipomoea batatas leichter zu machen, ist der Anbau auf Dämmen eine gute Methode. Die Erde erwärmt sich schneller, und überschüssiges Regenwasser kann besser abfliessen. So ein Damm sollte etwa 60 cm breit und 20-25 cm hoch sein. Das sieht dann von weitem betrachtet aus wie beim Anbau von weissem Spargel. Auf diese Dämme werden im Abstand von 40-50 cm die Süsskartoffeln gesteckt. Unser Rat: Es reicht, wenn die Süsskartoffelknollen 3-5cm mit Erde bedeckt sind.
Wenn der Standort im Garten nicht optimal zum Anbau wärmeliebender Gemüse wie Ipomoea batatas taugt, kann der Anbau im Kübel eine gute Alternative sein.
Die beste Anbauzeit für Süsskartoffeln ist Mitte Mai, sobald nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. Die Knollen brauchen 130 Tage (4 Monate) bis sie vollends ausgereift sind. Süsskartoffeln sind Starkzehrer und haben einen hohen Nährstoffbedarf. Wenn du Süsskartoffeln im Kübel anbauen willst, braucht es mindestens einen 20 Liter grossen Topf.
Damit sich die wunderbaren Süsskartoffel-Pflanzen (Ipomoea batatas) entwickeln können, brauchen sie Sonne - und davon möglichst viel. Ein vollsonniger Standort ist daher der beste. Den Süsskartoffeln ausreichend Licht und Wärme zur Verfügung zu stellen, ist die grösste Herausforderung für deren Anbau.
Süsskartoffeln sind wärmebedürftig (mehr als Kartoffeln) und benötigen viele Nährstoffe für eine gute Ernte. Ideal ist eine Gabe Langzeitdünger im Frühling. Der Standort soll sonnig, warm und windgeschützt sein. Je wärmer der Platz, desto süsser werden die Knollen. Deshalb ist ein Hochbeet, Gewächshaus oder ein Wintergarten besonders gut für den Anbau geeignet. Doch auch im Freiland oder in einem grossen Gefäss auf dem Balkon lassen sich Süsskartoffeln kultivieren.
Gute und schlechte Nachbarn
Zeitgleich unterschiedliche Gemüse zusammen in einem Beet anzubauen, ist eine bewährte Methode im Gemüsebau. Bei der Mischkultur zeigt es sich, dass beim gemischten Anbau die Nachbarn voneinander profitieren können. Ihre unterschiedlichen Eigenschaften und Bedürfnisse begünstigen sich gegenseitig.
Schönes Beispiel für eine gute Nachbarschaft zu Süsskartoffeln sind die Hülsenfrüchte. Sie brauchen selbst wenig Nährstoffe (Schwachzehrer), und machen im Boden gebundenen Stickstoff für andere Pflanzen wie die Süsskartoffel verfügbar.
Voraussetzung für eine Mischkultur mit Süsskartoffeln ist jedoch, dass das Laub und die meterlangen Triebe der Süsskartoffeln nicht liegengelassen, sondern an Pfählen oder an ein Tipi aufgebunden werden.
Falls Sie vorhaben, die Süsskartoffeln in einer Mischkultur anzubauen, empfehlen wir Ihnen unsere fünf Tipps für eine bunte Mischkultur im Gemüsebeet. Generell verstehen sich die Süsskartoffeln mit vielen Pflanzenarten, solange sie ausreichend Platz zur freien Entfaltung haben.
Die Pflanzung erfolgt von Mitte April bis Mitte Mai. Ist nach der Pflanzung noch Frost angesagt, sollten die Gewächse mit einem Vlies geschützt werden.
Pflege
Erfolgreich Süßkartoffeln im Garten anbauen: Update der Anzucht sowie Tipps zum Gießen und Düngen
Beim Süsskartoffeln Anbauen ist es immer ein guter Tipp, das Unkraut nicht den Kampf um die besten Plätze im Beet gewinnen zu lassen. Ein regelmässiges Entfernen unerwünschter Wildkräuter ist besonders zu Anfang der Saison sinnvoll, damit die jungen Pflanzen nicht bedrängt werden.
Da die Süsskartoffel über ihre Blätter viel Wasser verdunstet, ist eine kontinuierliche Wasserversorgung notwendig. Dabei ist zu beachten, dass der Flüssigkeitsbedarf grösser ist, wenn mehr Blätter vorhanden sind. So kommt es, dass Jungpflanzen nicht häufig gegossen werden müssen, während die älteren Exemplare sehr viel Wasser benötigen.
Achtung! Der Wasserverbrauch der Süsskartoffel ist während der Saison nicht durchgängig der gleiche. Anfangs ist der Bedarf eher gering, doch mit zunehmendem Wachstum steigt auch deren Durst. Demzufolge wird zunächst nur dann gegossen, wenn die obere Erdschicht trocken ist. Später im Jahr ist es für gewöhnlich notwendig, täglich zu giessen. Hat der Pflanzkübel einen Untersetzer, erleichtert er die Wasserversorgung. Es darf ruhig ein wenig Wasser im Untersetzer stehen bleiben - die durstigen Süsskartoffeln werden es sich zeitnah holen.
Die tropische Knolle mag es gerne sonnig. Deshalb ist es vor allem bei längeren Trockenphasen wichtig, auf eine ausreichende Bewässerung zu achten. In der Wachstumsphase verlangt die Süsskartoffel besonders viel Wasser, damit sie sowohl ein gesundes Wurzelwerk ausbilden als auch ihre grossen, weichen Blätter ausreichend versorgen kann. Dennoch verträgt die Pflanze sich nicht sonderlich gut mit Staunässe - diese sollte daher vermieden werden.
Für deine Süsskartoffeln, die du später ernten möchtest, verwendest du am besten Grüne Profi Bio-Erde, in die du etwas Gemüsedünger einmischst. Beim Einpflanzen solltest du bedenken, dass die Triebe der Süsskartoffeln über einen Meter lang werden können. Wenn du der Süsskartoffel-Pflanze regelmässig Wasser und (vier bis sechs Wochen nach dem Pflanzen) alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger gibst, entwickeln sich im Boden verborgen die Süsskartoffel-Knollen.
Wird bei der Pflanzung Kompost in den Boden eingearbeitet, sind meist keine weiteren Düngegaben notwendig. Im Kübel düngst du die Pflanzen mit einem phosphorhaltigen Dünger, um einen grösstmöglichen Ertrag zu erzielen.
Die Batate gehört zu den Starkzehrern. Aus dem Grund benötigen sie nicht nur ausreichend Wasser, um zu wachsen und zu gedeihen, sondern auch jede Menge Nährstoffe. Daher empfehlen wir den Einsatz eines organischen Langzeit-Düngers wie dem Gesal BIO Hochbeet- und Gemüsedünger. Wächst die Süsskartoffel in einem Kübel oder Hochbeet, ist das Erdvolumen begrenzt. Gerade in diesen Fällen empfehlen wir für einen gesunden Wuchs und eine aromatische Ernte die zusätzliche Anwendung des Gesal BIO Obst- und Gemüsedüngers.
Netze, Stäbe oder Gitter - viele Materialien eignen sich als Rankhilfen für zierliche Kletterpflanzen. Wichtig ist jedoch, dass die Haupttriebe der Pflanzen sicher angebunden werden.
Das Aufbinden von Süsskartoffel-Pflanzen hat seine Vorteile. Diese ergeben sich aus dem Wuchs der Süsskartoffel-Pflanze, die zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) zählt. Sie bildet gerne lange, sich windende Triebe aus. Das Aufbinden sorgt zum einen dafür, dass die Triebe sauber bleiben. Diese sind nämlich ebenfalls essbar, und ergeben ein gutes Blattgemüse, ähnlich dem Spinat zubereitet. Schön, wenn es dann nicht knirscht zwischen den Zähnen beim Kauen. Zum anderen macht sich die aufgebundene Pflanze schlanker, so dass es auch an beengten Standorten kein Problem mit Süsskartoffeln Anbauen gibt.
Um die Süsskartoffelpflanze herum werden dazu drei Bambusstäbe aufgestellt, die oben Tipi-mässig zusammengebunden werden. Lubera®-Tipp: Die langen Triebe können in Topfkultur auch elegant über den Rand des Gefässes hängen.
Ja, zum Schneiden hast du allen Grund: Die üppigen Winden können so raumgreifend sein, dass sie deine Bewegungsfreiheit im Garten und auf dem Balkon einschränken. Was nach dem Schnitt anfällt, ist keineswegs Abfall. Die entfernten Triebe lohnen den Transport in die Küche, wo sie roh oder gegart fantasievoll einsetzbar sind.
Schädlinge und Krankheiten
Grundsätzlich sind Süsskartoffeln bei Schädlingen nicht besonders beliebt, und auch von Krankheiten werden sie selten heimgesucht. Unsere Lubera-Züchtungen sind zudem ausgesprochen robust. Besonders nach Regentagen mehren sich Beschwerden, dass das Laub von Schnecken angefressen wurde. Die Pflanzen schaffen es immer wieder, die vernichtete Blattmasse zu ersetzen.
Nicht nur wir Menschen sind grosse Fans der Süsskartoffel - über der Erde machen sich Schnecken an den Blättern der Batate zu schaffen, während Wühlmäuse im Erdreich die Knollen anknabbern und so bei der Ernte für eine unschöne Überraschung sorgen können. Den ungebetenen Gästen können Sie mit einem gesicherten Hochbeet entgegenwirken. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Süsskartoffel in einen Kübel zu pflanzen.
Ernte und Lagerung
Wenn die Blätter gelb werden, ist Erntezeit für die Batate. Der konkrete Zeitpunkt, wann man seine Süsskartoffeln ernten kann, lässt sich nicht so einfach festlegen. Man kann aber davon ausgehen, dass - je nach Sorte - die Süsskartoffeln gut 4 Monate für reife Knollen benötigen. Reife Knollen lassen sich mit den Fingern gut unter der Erdoberfläche ertasten. Spätestens nach dem ersten Frost werden sie vorsichtig ausgegraben. Achtung: die Knollen sind sehr empfindlich, und Verletzungen führen rasch zu Fäulnis. Idealerweise werden sie gefühlvoll mit einer Grabegabel aus der Erde gehoben.
Aber natürlich ist manchmal auch eine frühere Ernte ab September sinnvoll, so kann man sozusagen die Genusszeit verlängern. und just in time im September und Oktober schon Süsskartoffeln verarbeiten und geniessen.
Erntezeit ist von September bis Oktober, vor dem ersten Frost. Essen kann man sowohl die Blätter (zubereitet wie Blattspinat) als auch die Knollen.
Je nach Witterung sind deine Knollen im Zeitraum von September bis Oktober endlich erntereif. Die Kulturdauer beläuft sich also auf rund 100 Tage. Ob die Süsskartoffeln geerntet werden können, können Sie in der Regel an den Blättern ablesen. Diese verfärben sich bei Herbstanbruch und entsprechendem Reifegrad nämlich gelb.
Um die Süsskartoffeln zu ernten, stechen Sie mit einer Grabegabel, wie auch bei Kartoffeln, vorsichtig tief in die Erde und hebeln die Knollen heraus. Versuchen Sie dabei, so wenige Wurzeln wie möglich zu verletzen. Grober Dreck kann mit der Hand entfernt werden, während sich feiner Dreck hinterher mit Wasser entfernen lässt. Nach der Ernte sollten die Bataten noch ungefähr zwei Tage an der Luft trocknen.
Süsskartoffeln sind allerdings frostempfindlich. Das heisst, bevor der erste Frost kommt, werden die Knollen ausgegraben. Gehe dabei vorsichtig vor, damit die Knollen nicht verletzt werden. Verletzte Knollen beginnen rasch zu faulen und sollten deshalb möglichst rasch gegessen und nicht mit unverletzten Knollen gelagert werden.
Die Knollen sollten nach dem Ausgraben einige Tage bei Zimmertemperatur mit hoher Luftfeuchtigkeit ausgelegt werden. Sie bilden dadurch eine Schutzschicht, was schliesslich eine längere Lagerung von bis zu 2 Monaten möglich macht, sofern die Knollen absolut unverletzt sind. Mit Vorteil werden die Knollen in Zeitungspapier eingewickelt und in Kisten in einem gut belüfteten Raum bei ca. 13 - 20 ° C gelagert. Beschädigte Knollen sind nicht lagerfähig und entwickeln schnell Fäulnis.
Nach dem Ausgraben werden die Süsskartoffeln gewaschen und zum Trocknen ausgelegt. Wenn du die Knollen anschliessend etwa zehn Tage bei 25 °C trocken lagerst, wandelt sich ein Teil der Stärke in Zucker um und die Knollen erhalten ihr typisches, süsses Aroma. Auch ihre Schale wird fester und du kannst die Knollen in Zeitungspapier eingewickelt mehrere Wochen oder sogar Monate lagern; optimal ist eine Lagertemperatur von 13 - 15 °C.
Anders als Kartoffeln, sind Süsskartoffeln nicht lange haltbar. Um sie mehrere Monate lagern zu können, braucht es eine aufwändige Nacherntebehandlung. Dabei werden die Knollen für 5 bis 7 Tage in geschlossenen Räumen bei 27 bis 33°C und 85 bis 90% relativer Luftfeuchte gelagert. Zusätzlich muss für eine gleichmässige Frischluftzufuhr gesorgt sein. Bei diesem so genannten Curing finden Wundheilungsprozesse statt und es wird Stärke in Zucker umgewandelt. Erst nach dieser Prozedur sind die Knollen bei Temperaturen von 13 bis 16°C und einer Luftfeuchte von ungefähr 85 % bis zu 12 Monate lagerfähig. Auch hier ist eine gleichmässige Frischluftzufuhr erforderlich. Auf diesem Hintergrund wird man die eigene Ernte am besten sehr bald verzehren.
Das Süsskartoffel-"Curing"
Das Süsskartoffel-"Curing" stellt eine Art 'Heilung' der Knollen dar, die während der Ernte einige Blessuren erlitten haben. Während dieser Behandlung bilden die Knollen nach aussen Schutzzellen aus, schliessen Wunden und werden lagerfähig. Das "Curing" stellt also eine Art Abhärtungsprozess dar, der die Aussenschale der Knollen härtet.
Dazu werden verletzte Knollen mit dem Messer geputzt und faule Stellen aus- oder abgeschnitten. Angeschnittene und verletzte Süsskartoffeln werden separat gelagert. Sie sollten auch als erstes von allen in der Küche verarbeitet werden. Unserer Erfahrung nach sind sie weniger lange lagerfähig als die unverletzten Knollen.
Daraufhin werden die Knollen für das eigentliche "Curing" möglichst luftig aufbewahrt. In durchlässigen Kisten werden sie in einem trockenen, bis zu 25° C warmen Raum gelagert. Der Vorgang dauert 1 Woche bis 10 Tage. Die für eine Lagerung ungewöhnlich hohe Temperatur fördert die Umwandlung von Stärke in Zucker, und macht die Süsskartoffelknollen noch köstlicher. Viel wichtiger aber: Die Knollen bilden eine dickere, festere Schale aus.
Nachdem das Curing abgeschlossen ist, werden die Süsskartoffeln in Zeitungspapier eingewickelt und in einem Raum gelagert, der zwischen 13° C und 15° C warm ist. An diesem Plätzchen können die Knollen bis zur Verarbeitung in der Küche ruhen.
Sorten
Die gängigste Sorte der Süsskartoffel ist die orangefleischige 'Beauregard'. Mit weiteren Sorten wie zum Beispiel der weiss-gelblichfleischigen 'Bonita' oder der purpurfleischigen 'Sakura' bringt die vielseitige Knolle ein ansehnliches Farbenspiel auf den Teller.
Die Sorte 'Beauregard' weist eine dunkel-orangene Schale und ein gleichmässig orangefarbenes Fleisch auf. 'Sugarroot Chestnut' zeichnet sich durch eine orange-bronzefarbene Schale sowie gelb-orange marmoriertes Fleisch aus. Bei 'Sugarroot White' ist die Schale dunkelviolett, das Fleisch hingegen weiss. Die Sorte 'Sugarroot Purple' weist sowohl eine violette Schale als auch violettes Fleisch auf.
Einige beliebte Sorten im Überblick:
| Sorte | Schalenfarbe | Fruchtfleischfarbe | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Beauregard | Dunkelorange | Orange | Sehr beliebt, vielseitig einsetzbar |
| Bonita | Hell | Weiss-gelblich | Süßer Geschmack |
| Orleans | Orange-rot | Orange | Ertragreich, große Knollen |
| Sugarroot Chestnut | Orange-bronze | Gelb-orange marmoriert | Besondere Färbung |
| Sugarroot White | Dunkelviolett | Weiss | Ungewöhnliche Farbe |
| Sugarroot Purple | Violett | Violett | Intensive Farbe |
Orangeschalige Knolle mit orangefarbigem Fruchtfleisch und leicht süsslichem, nussigen Geschmack. Die Süsskartoffel 'Beauregard' ist vielfältig einsetzbar und lässt keinen Wunsch offen. Die Süsskartoffeln benötigen reichlich Wasser, vor dem Pflanzen Kompost oder Hornspäne einarbeiten. Vorteilhaft ist die Pflanzen an einem Stab aufzubinden.
Grosse ca. 700 g schwere, elliptische,orange-rote Knollen mit orangefarbenem Fruchtfleisch und leicht süsslichem Geschmack. Macht die grössten Knollen, eine sehr ertragreiche, beliebte Sorte. Die Süsskartoffel 'Orleans' st vielfältig einsetzbar und lässt keinen Wunsch offen. Die Süsskartoffeln benötigen reichlich Wasser, vor dem Pflanzen Kompost oder Hornspäne einarbeiten. Vorteilhaft ist die Pflanzen an einem Stab aufzubinden.
Vermehrung
Um Süsskartoffeln zu vermehren, werden für gewöhnlich Stecklinge genutzt, die aus einer bestehenden Knolle gezogen werden. In der Setzlingsvermehrung unterscheidet sich die Süsskartoffel von Kartoffeln. Man nutzt also keine Setz-Süsskartoffeln, so wie wir es von den Kartoffeln kennen.
Du kannst die Bildung der gewünschten Stecklinge dadurch fördern, dass die Knollen zur Hälfte in Anzuchterde versenkt werden. Dann werden die Knollen bei Temperaturen von etwa 22-25° C gleichmässig feucht gehalten und treiben aus. Nach spätestens drei Wochen an einem hellen Ort zeigen sich die ersten Triebe.
Der Steckling ist lang genug, wenn er eine Länge von 15-20 cm erreicht hat. Diesen Triebsteckling (auch Slips genannt) kannst Du in ein Wasserglas stellen, bis sich ausreichend Wurzeln gebildet haben. Der Steckling ist nun bereit, um in Erde getopft zu werden.
Getopfte Süsskartoffelstecklinge kannst du ab Mitte Mai in grössere Gefässe umtopfen. Ins Freiland pflanzt Du sie frühestens nach den Eisheiligen.
In wärmeren Regionen mit genügend Feuchte im Frühjahr werden die Slips (die Süsskartoffel-Triebstecklinge) auch unbewurzelt ins Freiland oder den Kübel gepflanzt.
Dir die Anzucht eigener Jungpflanzen zu mühsam, oder du hast den richtigen Zeitpunkt zur Stecklingsanzucht bereits verpasst? In unserem Lubera-Shop bieten wir jedes Jahr ab Mai eine grosse Auswahl spannender Sorten für den Hausgarten an.

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