Steak Rare Garstufen: Der Schlüssel zum perfekten Steak

Steak ist nicht gleich Steak. Je nach Fleischsorte unterscheiden sich die Kerntemperaturen z.T. erheblich. Damit dir dein Rinder-, Schweine-, Lamm-, Reh- oder Hirschsteak auf den Punkt gelingt, haben wir hier eine Übersicht zu den verschiedenen Steak Kerntemperaturen für dich zusammengetragen. Mithilfe unserer Kerntemperatur Steak Tabelle kannst du dich leicht orientieren, welcher Wert für dein Grillvorhaben der richtige ist. So liegt die Rindersteak Kerntemperatur zum Beispiel niedriger, als die für ein Schweinsteak oder ein Lammsteak.

Neben der Fleischsorte ist die richtige Kerntemperatur auch davon abhängig, in welcher Garstufe du dein Steak haben möchtest. Ein Rindersteak durchzugrillieren, ist für viele Grillmeister ein absolutes No-Go. Die meisten bevorzugen ihr Steak medium oder medium rare. Auch für rare gibt es einige Anhänger. Letztendlich entscheidet dein persönlicher Geschmack bzw. der Geschmack deiner Gäste. Auch die Steaks vom Schwein, Kalb, Lamm, Reh, Hirsch und Wildschwein kannst du entweder medium (rosa) oder well done (durch) grillieren.

Wie du also siehst, gibt es die optimale Kerntemperatur für Steak nicht, sondern sie ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zudem gibt es immer eine kleine Spanne, innerhalb der man noch von der gleichen Garstufe sprechen kann. So liegt die Kerntemperatur für Steak medium zwischen 56 und 59 °C (bei Rindersteak). Bei 59 °C ist das Fleisch aber schon fast durch, während der Kern bei 56 °C noch sehr rosa ist.

Steak Grillieren in 3 Schritten

Steak grillieren funktioniert in 3 Schritten. Du brauchst dafür eine direkte und eine indirekte Grillzone.

  1. Steak bei hohen Temperaturen (über 250°C) von allen Seiten kurz angrillieren. Die Dauer richtet sich nach der Dicke des Steaks.
  2. Steak in den indirekten Bereich legen und dort bei niedriger Temperatur (120 bis 150 °C) bis zur gewünschten Kerntemperatur garziehen lassen.
  3. Die Kerntemperatur verrät dir, welche Garstufe dein Fleisch erreicht hat. Mit einiger Erfahrung gelingt es dir sicher auch ohne Grillthermometer, aber gerade für Anfänger ist es eine echte Hilfe und die einfachste Methoden, um den Gargrad perfekt zu treffen. Alternativ kannst du auch den sogenannten Fingertest machen, um die Steak Garstufe zu bestimmen.

Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Es sollte Zimmertemperatur haben, damit es gleichmässig durchgart. Fleisch gut abtrocknen, bevor es auf den heissen Grill kommt. Anderenfalls hängt es leicht an Grillrost bzw. Grillplatte an. Achtung: Beim Ruhen steigt die Kerntemperatur im Inneren noch etwas an, je weniger Fettanteil das Fleisch besitzt, desto schneller geht das. Am besten ist es also, das Steak 1 bis 2 Grad unter der angepeilten Kerntemperatur vom Grill zu nehmen, bei sehr mageren Fleisch sogar etwa 3 Grad darunter.

Methoden zur Bestimmung der Garstufe

Um herauszufinden, ob dein Fleisch bereits die gewünschte Garstufe erreicht hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Garzeit messen

Ist im Rezept eine Garzeit angegeben, kann diese höchstens als Anhaltspunkt dienen. Denn je nach Fleischdicke, Fleischmaserung und Temperatur der Pfanne oder des Ofens kann die Garzeit variieren. Das gewünschte Ergebnis erhältst du also nur, wenn du dich an die Kerntemperatur oder den Fingerdrucktest hältst.

Kerntemperatur mit Fleischthermometer bestimmen

Mit einem Fleisch- oder Garthermometer lässt sich die Kerntemperatur von Fleischstücken mit einer gewissen Dicke messen. Du musst das Fleischstück dazu nicht aufschneiden und es verliert beim allfälligen Weitergaren nicht seinen ganzen Saft. Ein Fleischthermometer besitzt einen Dorn, an dessen Ende sich der Temperaturfühler befindet. Den Dorn stichst du einfach an der dicksten Stelle des Fleischstücks ein und schiebst die Spitze bis in die Mitte. Pass auf, dass der Dorn keinen Knochen berührt, denn das verfälscht die Messung. Dann garst du das Fleisch, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist; viele Fleischthermometer sind dafür mit einem Alarm ausgestattet.

Beachte dabei, dass du das Fleisch nach dem Garen noch etwas ruhen lassen solltest. So kann sich der Fleischsaft wieder verteilen. Durch dieses Nachziehen steigt aber auch die Kerntemperatur um weitere 3 bis 6 °C an. Nimm das Fleisch also lieber etwas früher aus der Hitze und lass es gründlich nachziehen. Bei den meisten Fleischstücken reichen dafür 7 bis 10 Minuten, bei grösseren Stücken darf es auch länger sein. Damit das Fleisch dabei nicht auskühlt, kannst du es auf einen vorgewärmten Teller legen. Schliess das Fleisch aber lieber nicht luftdicht ein, da sonst das Kondenswasser die feine Fleischkruste weich werden lässt.

Garstufe per Fingerdrucktest ermitteln

Ganz ohne Anschneiden oder Thermosonde können die Garstufen bei dünneren Fleischstücken ermittelt werden. Beim Drucktest drückst du mit dem Finger auf die dickste Stelle des Fleisches. Das Gefühl vergleichst du damit, wie sich dein Daumenballen anfühlt, wenn du, ohne Druck auszuüben, nacheinander deinen Daumen gegen jeden Finger derselben Hand legst. Dabei verändert sich die Spannung deines Daumenballens von weich bis fest.

Garstufe: bleu | rare | stark blutig
Daumen und Zeigefinger zusammenlegen und auf den Daumenballen drücken. Wenn sich dein Stück Fleisch gleich anfühlt - also schwammig - ist der Kern noch stark blutig. Das entspricht der Garstufe «bleu» beziehungsweise «rare».

Garstufe: saignant | medium rare | blutig
Daumen und Mittelfinger zusammenlegen und auf den Daumenballen drücken. Wenn sich dein Stück Fleisch gleich anfühlt - es also noch stark federt - ist es im Kern noch blutig. Das entspricht der Garstufe «saignant» beziehungsweise «medium rare».

Garstufe: à point | medium | mittel/rosa
Daumen und Ringfinger zusammenlegen und auf den Daumenballen drücken. Wenn sich dein Stück Fleisch gleich anfühlt - also nur noch leicht federt - ist es im Kern rosa. Das entspricht der Garstufe «à point» beziehungsweise «medium».

Garstufe: bien cuit | well done | durch
Daumen und kleinen Finger zusammenlegen und auf den Daumenballen drücken. Wenn sich dein Stück Fleisch gleich anfühlt - also fest - ist es im Kern durchgegart. Das entspricht der Garstufe «bien cuit» beziehungsweise «well-done».

Die Kerntemperatur beträgt nicht mehr als 45°C; der austretende Fleischsaft ist rot. Der austretende Fleischsaft ist rötlich, die Kerntemperatur beträgt 50°C. Der austretende Fleischsaft ist rosa; die Kerntemperatur beträgt zwischen 55° und 60° C. Der austretende Fleischsaft ist klar und hell; geeignet auch für Schweinefleisch und Geflügel (Kerntemperatur ca. 85°C, für Kalbfleisch ca.

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Kerntemperaturmesser

Gerade für grössere Fleischstücke eignen sich Kerntemperaturmesser - gerne auch „Fleischthermometer“ genannt -, um die exakte Innentemperatur des Stücks zu bestimmen und somit die richtige Garstufe zu erreichen. Das Thermometer wird an der dicksten Stelle des Stücks eingesteckt, wobei die gemessene Temperatur auf einer Anzeige in Form einer ausschlagenden Nadel oder digitalisiert dargestellt wird.

Daumenprobe

Bei kleineren Fleischstücken funktionieren Kerntemperaturmesser weniger gut. Rare, medium oder well done - also englisch, rosa oder durch - Wie magst du dein Steak am liebsten? Auch ohne Grillthermometer findest du jederzeit den gewünschten Gargrad heraus. Die optimale Garstufe beim Steak ist Geschmackssache. Sie gibt an, inwieweit das Fleisch durchgrilliert ist.

Das Steak Raw wird je eine Minute von jeder Seite angebraten. Das Fleisch ist dunkelrotes, sehr saftig und im Kern roh, aussen mit einer dünnen, angebräunten Kruste. Das Steak Rare wird kurz angebraten, ist dunkelrot mit blutigem Kern. Durch die längere Grillzeit beim Steak Medium Rare entstehen intensive Röstaromen und eine kräftige braune Kruste. Ein Steak Medium hat eine kräftig gebräunte Kruste und ist innen rosa, aber nicht mehr roh. Es ist fester im Biss, aber im Kern saftig.

Die sicherste Methode, die Garstufe deines Steaks zu bestimmen, ist die Kerntemperatur. Hast du aber gerade kein Grillthermometer zur Hand, prüfst du sie einfach mit dem Fingertest. Wie das geht? Du benötigst nur deine Hände sowie etwas Fingerspitzengefühl. Du legst den Daumen und jeweils einen Finger derselben Hand aneinander und drückst mit dem Zeigefinger deiner anderen Hand locker in den Handballen. Klingt kompliziert? Ist es nicht. Je nachdem welchen Finger du nimmst - ob Ringfinger, Zeigefinger oder kleiner Finger - fühlt sich dein Handballen härter oder weicher an. Diese Härte bzw. Weiche entspricht jeweils einer anderen Garstufe des Steaks. Je fester sich das Steak anfühlt, desto höher der Gargrad. 5 Finger - 5 Garstufen!

  • Steak Raw: Tippe mit dem Zeigefinger auf den Handballen deiner anderen Hand und übe dabei leichten Druck aus. Spanne den Handballen dabei nicht an.
  • Steak Rare: Lege Daumen und Zeigefinger aneinander und drücke mit dem Zeigefinger der anderen Hand auf deinen Handballen.
  • Steak Medium Rare: Lege Daumen und Mittelfinger aneinander und drücke mit dem Zeigefinger der anderen Hand auf den Handballen.
  • Steak Medium: Lege Daumen und Ringfinger zusammen und drücke mit dem Zeigefinger der anderen Hand auf den Handballen.
  • Steak Well Done: Lege Daumen und kleinen Finger zusammen und drücke mit dem Zeigefinger der anderen Hand auf den Handballen.

Kerntemperatur über 60 Grad. Für den Steak Drucktest braucht es etwas Erfahrung. Willst du also bei der nächsten Grillparty Eindruck schinden, übe am besten erst ein paar Mal. Unser Tipp: Benutze ein Grillthermometer. Hat das Steak den richtigen Garpunkt erreicht, mache den Steak Fingertest und merke dir, wie sich das Fleisch anfühlt. Wenn du das noch ein paar Mal wiederholst, wird es immer leichter, die Garstufe mit dem Drucktest zu bestimmen. Das funktioniert übrigens bei allen Rindersteaks - egal ob du ein Rumpsteak, ein Hüftsteak oder ein Rinderfilet grillierst.

Kerntemperatur und Garstufe - Auf was kommt's an?

Die Garstufen und Kerntemperaturen sind der «Heilige Gral» in Sachen Fleischzubereitung. Viel wird über sie diskutiert, viele Missverständnisse bestehen. Wir möchten hier einige Unklarheiten aus dem Weg räumen und euch eine konkrete Hilfestellung bieten, damit eure Gerichte wunschgemäss gelingen!

Die Garstufe und die Kerntemperatur sagen im Grunde dasselbe auf eine andere Art aus. Die gewünschte Garstufe ist das Ziel. Schlussendlich ist sie die optische Beurteilung der Schnittfläche eines Stück Fleisches. Die Kerntemperatur hingegen beruht auf einer physikalischen Messung, eine Momentaufnahme, gemessen durch einen Fleischthermometer in der Mitte eines Stück Fleisches. Sie macht eine direkte Aussage über den aktuellen Stand der Garstufe im Kern des Fleisches und hilft uns die gewünschte Garstufe perfekt zu treffen.

Fazit: Wenn wir Fleisch wirklich optimal zubereiten wollen, müssen wir uns nach der Kerntemperatur richten. Diese ist essenziell und wichtig zu verstehen.

Die verschiedenen Garstufen

Zugegeben, es ist verwirrend. Die einen sprechen von «saignant», die anderen von «medium-rare» und wieder andere von «blutig». Sie meinen alle mehr oder weniger das Gleiche. Und doch: Wenn man Rezepte studiert, bemerkt man, dass die Garstufen je nach Sprache und Region nicht zu 100% übereinstimmen.

Grundsätzlich könnte man sechs Garstufen unterscheiden. Vier davon sind aber meist ausreichend. Weil wir euch hier eine nützliche Hilfestellung bieten möchten, beschränken wir uns in der Folge auf diese vier wichtigsten Garstufen.

Welche Garstufe und Kerntemperatur für welches Fleisch?

Fleisch Garstufe Temperatur (°C)
Rindfleisch bleu / rare / stark blutig 47 - 49
saignant / medium-rare / blutig 52 - 54
à point / medium / rosa 56 - 58
bien cuit / well done / durch 65 - 71
Kalbfleisch saignant / medium-rare / blutig 54 - 56
à point / medium / rosa 57 - 60
bien cuit / well done / durch 68 - 70
Schweinefleisch saignant / medium-rare / blutig 56 - 58
à point / medium / rosa 62 - 64
bien cuit / well done / durch 71 - 73
Lamm saignant / medium-rare / blutig 54 - 56
à point / medium / rosa 59 - 61
bien cuit / well done / durch 69 - 71
Geflügel bien cuit / well done / durch 74 - 76

Hinweis: Qualitativ hochstehendes Schweinefleisch kann, entgegengesetzt der landläufigen Meinung, auch medium-rare verzehrt werden. Es sollte allerdings vorher aus hygienischen Gründen schockgefroren worden sein. In diesen Temperaturbereichen ist Schweinefleisch eine ganz neue Erfahrung und kulinarisch etwas vom Besten.

Wichtig: Geflügel sollte aus hygienischen Gründen immer vollständig durcherhitzt werden. Deshalb wird auch nur eine Garstufe empfohlen.

Garstufen verlässlich bestimmen

Das Folgende wird nicht jedem gefallen: Wenn ihr euer Fleisch wirklich unter Kontrolle bringen wollt, braucht ihr entweder ein Sous-vide-Gerät, super viel Erfahrung oder ganz einfach ein Kerntemperaturmessgerät / Fleischthermometer.

Drucktest und Zeitangaben sind problematisch

Diese Methoden sind oft problematisch und führen nicht in jedem Fall zu einem zufriedenstellenden Resultat. Aussagen wie z.B.: «3 Min auf jeder Seite» sind eigentlich unbrauchbar, da nur schon die Dicke des Steaks und die Hitze auf dem Grill sehr unterschiedlich sein können. Auch der berühmte «Drucktest», wo man an der eigenen Hand und der Haltung der Finger die verschiedenen Garstufen simulieren kann, ist heikel. Es braucht viel Erfahrung und wirklich genau ist es nicht. Denn der Widerstand im Fleisch hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern z.B. auch vom Gehalt an Bindegewebe oder Fett.

Beschafft euch einen Fleischthermometer

Das einzig zuverlässige ist die Kerntemperatur. Beschafft euch also einen Fleischthermometer! Das ist eine Investition fürs Leben! Am besten einen mit einer dünnen Einstechnadel, damit das Steak nach drei Mal testen nicht wie ein Emmentaler aussieht und unnötig Saft verliert.

Für grössere Stücke wie ganze Rindsfilets, Schultern, Briskets usw. eignet sich natürlich auch ein Fleischthermometer, welcher über die gesamte Garzeit im Fleisch stecken bleibt. Dadurch hat man stets die Kontrolle und kann falls nötig reagieren. Dazu gibt es zu unserem Fleischthermometer ein passendes Zusatzmodul.

Wie messe ich die Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer?

Messt die Temperatur vorzugsweise an der dicksten Stelle. Bei ziemlich allen Temperaturmessgeräten für Fleisch ist der Sensor, welcher die Temperatur misst, ganz vorne in der Einstechnadel. Deshalb ist das Ziel, die Spitze der Nadel ziemlich genau in die Mitte des Fleisches zu bringen und da die Temperatur abzulesen. Je nach Stück kann das Einstechen von oben oder von der Seite geschehen. Wichtig ist, dass man bei analogen Systemen die Temperatur bequem ablesen kann.

Vorsicht bei Stücken mit Knochen
Bei Fleischstücken mit Knochen, z.B. bei einem Tomahawk, gart das Fleisch dem Knochen entlang weniger schnell als im restlichen Teil. Daher sollte die Temperatur eher beim Knochen gemessen werden. Achtung: Die Hitze zieht nach!

Wie ein Stück Fleisch «nachzieht» (also um wieviel °C sich die Kerntemperatur noch ändert, nachdem man das Fleisch vom Grill genommen hat) hängt vor allem von zwei Bedingungen ab: Wie heiss ist mein Grill/Pfanne und wie dick ist mein Steak.

Ein erklärendes Beispiel: Wenn die Zielkerntemperatur bei meinem 3-4cm dicken Hohrückensteak 56°C ist, kann man das Steak nicht auf dem Grill lassen bis diese Kerntemperatur erreicht ist. Denn die Hitze wandert. Sind im Kern also 56°C erreicht, haben wir an der Aussenseite des Steaks vielleicht noch etwa 200°C bis 300°C. Diese Hitze bleibt nun nicht einfach an Ort und Stelle, nein, sie kämpft sich ihren Weg bis in die Mitte des Steaks und versaut euch, bei nicht beachten dieses Tipps, die Garstufe. Das ist einfache Physik und nicht einmal der Papst kommt um dieses Phänomen herum. Man muss diesen Effekt also etwas einberechnen. Das braucht etwas Erfahrung, ist aber lernbar. In der Regel zieht ein Steak etwa 3-5°C nach. In diesem Beispiel sollte man also das Steak mit etwa 52°C vom Grill nehmen und leicht abgedeckt etwa 5 Minuten ruhen lassen. Et voilà, die Kerntemperatur ist ungefähr 56°C.

Unsere Tipps:

Knochenstücke - macht den Knochen heiss!
Wenn Stücke mit Knochen zubereitet werden, ist die Herausforderung, dass das Fleisch am Knochen weniger schnell durchgart als der Rest vom Fleisch. Was tun? Man will ja nicht das ganze Kotelett übergaren, nur damit es dem Knochen zu seine ideale Temperatur erfährt.

Macht den Knochen heiss! Stellt das Kotelett, Tomahawk, Ribroast, Côte de Boeuf oder ähnliche Cuts zuerst mit dem Knochen nach unten auf den Grill. Dadurch wird der Knochen heiss und überträgt die Hitze auf das direkt anliegende Fleisch besser. Aber Achtung, der Knochen sollte nicht schwarz werden, das gibt ein unschönes Aroma. Lasst euch also etwas Zeit dabei.

Fleisch ruhen lassen
Gebt dem Fleisch eine Pause, nachdem ihr es vom Grill nehmt. Alle Säfte, das geschmolzene Fett im Fleisch drin, sollen sich etwas verteilen. So soll sich das Fleisch wortwörtlich etwas entspannen. In der Regel sollten 5-10 Minuten ausreichen. Bei einem Steak reichen 5 Minuten. Bei einem grösseren Stück wie etwa einem ganzen Filet sollten 10 Minuten einberechnet werden. Legt das Stück auf eine Handwarme Unterlage/Gitter und deckt das Stück leicht mit Alufolie ab, so dass unten die warme und feuchte Luft entweichen kann. Dadurch wird die Kruste nicht wieder total aufgeweicht, was schade wäre.

Der Spezialfall Fisch
Bei ganzen Fischen steht man vor dem Problem, dass viele unterschiedlich dicke Teile am Fisch vorhanden sind und alle mit derselben Hitze gegart werden. Das dickste Stück beim Fisch, und da wo man die Kerntemperatur entnehmen sollte, ist das Rückenfilet zwischen Kopf und Rückenflosse.

Damit sich das Fleisch gut von den Gräten löst, und das ist ja bei der Zubereitung von ganzen Fischen essenziell, sollten schon an die 60°C erreicht werden. Tipp: lässt sich die Rückenflosse mit den Fingern einfach aus dem Rücken ziehen, ist der Fisch fertig gegart. Spürst du beim Ziehen an der Rückenflosse noch einen Widerstand, braucht der Fisch noch ein wenig.

Alternativ kannst du bei ganzen Fischen wie dem Wolfsbarsch oder einer Dorade die Rückenfilets auf beiden Seiten, im Abstand von 3-4cm, einschneiden. Dadurch dringt die Hitze schneller ein und die dicken Rückenfilets sind etwa gleich schnell durchgegart wie der Rest vom Fisch.

Kleine Zusatzinfo: Der Bauch des Fisches ist immer etwas fettiger als der Rest. Er ist aber auch der dünnste Teil am Fisch und somit am schnellsten durchgegart. Durch den höheren Fettanteil verträgt er aber gut auch eine höhere Garstufe und bleibt trotzdem saftig.

Garstufen: Ein Überblick

Die Garstufen geben an, wie stark ein Stück Fleisch gegart ist. Neben der Farbe des Kerns und der Innentemperatur ist auch die Fleischkruste von Stufe zu Stufe unterschiedlich. Ob blutig oder durch: Welche Garstufe man wählt, hängt vom persönlichen Geschmack und der Fleischart ab.

Man kann bis zu sechs Garstufen unterscheiden. Zu Hause in der Küche und in den meisten Restaurants kommen allerdings vier Garstufen zum Einsatz. Bei den Bezeichnungen kann man zwischen drei Möglichkeiten wählen: französische, englische oder deutsche Begriffe. Wie die vier Garstufen auf dem Teller aussehen, zeigen wir dir hier anhand von Rindfleisch.

  • Garstufe: bleu | rare | stark blutig
    Bei dieser Garstufe ist nur die äusserste Schicht leicht angebraten und der Kern sieht noch aus wie rohes Fleisch. Diese Garstufe eignet sich für Rindfleisch.
  • Garstufe: saignant | medium rare | blutig
    Bei dieser Garstufe ist die äusserste Schicht angebraten und der äussere Teil des Fleisches bereits bräunlich verfärbt, der Kern ist dunkelrot. Diese Garstufe eignet sich für Rindfleisch.
  • Garstufe: à point | medium | mittel/rosa
    Bei dieser Garstufe geht der bräunliche Anteil tiefer. Das Innere ist jedoch immer noch rosa. Diese Garstufe eignet sich für Rind, Kalb, Wild, Lamm und Ente.
  • Garstufe: bien cuit | well done | durch
    In der Garstufe «bien cuit» oder «well done» ist das Fleischstück komplett durchgebraten und bis in den Kern bräunlich verfärbt. Diese Garstufe eignet sich für Kalb, Poulet und Schwein.

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