Italienische Pizza: Ein Rezept für den perfekten Genuss

Die Herstellung einer authentischen italienischen Pizza, die dem Geschmack des Landes nahekommt, ist ein Ziel vieler Hobbyköche. Knusprig und dünn muss der Pizzateig sein, dann schmeckt er für mich wie in Bella Italia. Das Geheimnis des Teiges sind deshalb nicht besondere Zutaten, sondern intensives Kneten und eine lange Gehzeit. Auch beim Belag der Pizza ist weniger ist mehr.

Während traditionell der Steinofen bevorzugt wird, bietet die Zubereitung auf einem Blech eine praktikable und zugängliche Alternative für den Hausgebrauch. Mit diesem Rezept und der Schritt-für-Schritt-Anleitung für Pizzateig, Tomatensauce und geniale Pizzabeläge schmeckt deine selbstgemachte Pizza wie im Italien-Urlaub!

Die Wahl des Mehls

Ein entscheidender Faktor für die Qualität des Pizzateigs ist die Wahl des Mehls. Mehrere Quellen betonen die Verwendung von speziellen Mehlsorten, insbesondere des Tipo 00 Mehls. Dieses Mehl zeichnet sich durch einen höheren Proteingehalt aus, was zu einem elastischeren und geschmeidigeren Teig führt. Im Vergleich zu herkömmlichem Mehl Typ 405 ermöglicht Tipo 00 eine bessere Teigstruktur und einen knusprigeren Boden. Es wird empfohlen, das Mehl vor der Verarbeitung zu sieben.

Die Zutaten für den Teig

Die Grundzutaten für einen original italienischen Pizzateig sind Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Olivenöl. Einige Rezepte empfehlen eine geringere Hefemenge, um eine längere Gärzeit zu ermöglichen, was zu einem aromatischeren Teig führt.

Zutaten für 6-7 dünne Pizzaböden:

  • 800g Weizenmehl Typ 550
  • 200g feiner Hartweizengries
  • 650ml lauwarmes Wasser
  • 14g Trockenhefe
  • 1 gestrichener Esslöffel Meersalz fein
  • 1 Esslöffel brauner Zucker

Die Zubereitung des Teigs

Das Kneten des Teigs ist ein kritischer Schritt, um die Glutenentwicklung zu fördern und eine elastische Textur zu erreichen. Traditionell wird der Teig von Hand geknetet, was etwa 10 Minuten dauert. Alternativ kann ein Mixer oder eine Küchenmaschine mit Knethaken verwendet werden. Es ist wichtig, den Teig ausreichend lange zu kneten, bis er glatt und geschmeidig ist.

Mehl, Griess und Salz auf eine saubere Arbeitsfläche häufen. Jetzt in der Mitte des Haufens eine Mulde von ca. 20 cm eindrücken. Den Zucker und die Hefe in die 650ml lauwarmes Wasser einrühren, bis sich beides aufgelöst hat. Die Mischung wird einige Minuten stehen gelassen und anschliessend in die 20cm Mulde gegossen. Nun mit einer Gabel das Mehl um die Mulde herum einrühren, bis das ganze Mehl eingearbeitet ist. Der zunächst zähe Brei sollte sich jetzt zu einer kompakten Masse verbunden haben, der sich mit der Gabel nicht mehr bearbeiten lässt.

Die Hände gut einmehlen und den Teig zu einer Kugel formen. Die Teigkugel auf der Arbeitsfläche für ca. 10 Minuten gut durchkneten bis der Teig schön glatt, weich und elastisch ist. Den Teig auf der Oberseite mit Mehl bestäuben und anschliessend mit Frischhaltefolie abgedeckt für mindestens eine Viertelstunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Aus dem Teig 6-7 kleiner Teigkugeln formen und diese mit einem Wallholz zu einem dünnen Teigboden ausrollen. Teigböden für ca. 15 min ruhen lassen und anschliessend mit den vorbereiteten Zutaten belegen.

Die Ruhephase des Teigs

Nach dem Kneten benötigt der Teig eine Ruhephase, um zu gären. Diese Phase ist entscheidend für die Entwicklung des Geschmacks und der Textur. Die empfohlene Ruhezeit variiert zwischen 45 Minuten bei Zimmertemperatur und bis zu 24 Stunden im Kühlschrank. Eine längere Gärzeit, insbesondere im Kühlschrank, führt zu einem aromatischeren und bekömmlicheren Teig.

Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und für 2 Stunden gehen lassen. Anschliessend den Teig in 4 Portionen à 200 g teilen, diese zu Kugeln formen und die Kugeln zugedeckt für weitere 6 Stunden gehen lassen.

Die Tomatensoße

Ein wesentlicher Bestandteil der italienischen Pizza ist die Tomatensoße. Ein traditionelles Rezept beinhaltet geschälte Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Olivenöl, Basilikum und Oregano. Die Zutaten werden angebraten, gekocht und anschließend mit Gewürzen verfeinert.

Schnelles Pizza Margherita Rezept von Steffen Henssler | Günstige Rezepte

Zutaten für 6-7 Pizzen:

  • 400g Eiertomaten aus der Dose
  • 1 Knoblauchzehe in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Bund Basilikumblätter in dünne Streifen geschnitten
  • 14g Trockenhefe
  • bestes Olivenöl
  • Pizza Gewürzmischung von S!
  • feines Meersalz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

In einem grösseren Topf einen guten Schuss Olivenöl erwärmen und die Knoblauch Scheiben langsam darin anschwitzen, bis sie eine hellgelbe Farbe angenommen haben. Die Tomaten, sowie die Hälfte der Basilikum-Streifen, 3 Prisen Salz und Pfeffer hinzugeben und ca. 30 min auf kleinerer Stufe köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und alles zu einer feinen Tomatensauce pürieren. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Ausrollen des Teigs

Nach der Ruhephase wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche verarbeitet. Er wird in Kugeln geformt und anschließend dünn ausgerollt. Es wird empfohlen, das Ausrollen mit den Händen vorzunehmen, um die Luftigkeit des Teigs zu erhalten und zu vermeiden, dass er durch ein Nudelholz zusammengepresst wird.

Den Teig nach der Gehzeit so dünn wie möglich ausrollen oder ziehen, dünner als 5 mm sind ideal. Auf Teig auf Backpapier legen und mit einer Kelle wenig Tomatensauce mittig auf die Pizza auftragen, dann in kreisrunden Bewegungen über die Pizza verteilen.

Das Backen der Pizza

Die Backtemperatur für Pizza vom Blech liegt in der Regel zwischen 220°C und 250°C. Die Backzeit variiert je nach Ofen und Dicke des Teigs und beträgt etwa 10-30 Minuten. Es ist wichtig, die Pizza während des Backens im Auge zu behalten, um sicherzustellen, dass sie nicht verbrennt.

Backofen und Backblech auf höchster Stufe vorheizen. Pizza mit Backpapier auf das heisse Backblech schieben und auf der untersten Schiene für ca. 7-10 Minuten goldbraun backen.

Pizza Zubereitung:

Zutaten für 6-7 Pizzen:

  • 1 ausgewalzter Teigboden
  • 4-6 Esslöffel Tomatensauce
  • 100g Mozzarella, in kleine Stücke geschnitten oder zerzupft
  • Meersalz fein
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Backofen Vorbereitung:

Den Backofenrost ins untere Drittel des Backofens schieben und den Granit- oder Marmorstein darauf legen. Den Stein bei 250 Grad für ca. 15 Minuten aufwärmen.

Zubereitung:

Teigboden gleichmässig mit der selbstgemachten Tomatensauce bestreichen. Belag nach Wahl gleichmässig auf der Pizza verteilen. Mozzarella gleichmässig auf der Pizza verteilen. Mit einer Prise Meersalz und Pfeffer würzen. Die belegte Pizza auf den vorgeheizten Granit- oder Marmorstein legen und bei 250 Grad für 7-10 Minuten goldbraun backen.

Die Pizza Margherita

Die Pizza Margherita aus Neapel, auch unter dem Namen Pizza Margarita bekannt, gehört zu den klassischen Pizzas, die in allen italienischen Restaurants der Welt auf der Speisekarte stehen. Aber diese herrliche, traditionelle Pizza schmeckt natürlich genauso lecker, wenn du sie selbst auf deinem Big Green Egg backst!

Variationen

Mit dem Grundrezept für Pizzateig lassen sich die unterschiedlichsten Variationen kreieren. Hier sind einige Beispiele:

  • Spanien: Hot Chorizo Pizza - Pizza mit einer würzigen Tomatensauce bestreichen und mit geriebenem Manchego bestreuen. Anschliessend mit dünn geschnittenen Scheiben scharfer Chorizo, Piementos de Padrón, Aragon-Oliven und Champignons belegen.
  • Indien: Indian Dal Pizza - Pizza mit einer aromatischen Sauce aus Linsendal bestreichen. Anschliessend mit dünnen Scheiben rohem Blumenkohl, TK-Erbsen und roten Zwiebelscheiben belegen. Zum Schluss mit Mozzarella bestreuen. Nach dem Backen frischen Koriander darüber geben.
  • Thailand: Pizza Pad Kra Pao - Pizza mit einer leicht scharfen Tomatensauce bestreichen. Anschliessend mit gebratenem Hackfleisch, das mit Fisch- und Sojasauce verfeinert wurde, belegen. Im Hackfleisch eine kleine Mulde bilden und ein frisches Ei hineingeben. Zum Schluss mit Mozzarellakäse bestreuen und backen.
  • USA: Buffalo Chicken Pizza - Pizza dünn mit einer Buffalosauce bestreichen und mit Mozzarella bestreuen. Gegrillte Hähnchenbrustwürfel und Gorgonzola darüber verteilen. Zum Schluss nach dem Backen nochmals Buffalo Sauce über die Pizza geben und servieren.
  • Brasil: Pizza Moqueca - Pizza mit einer Tomaten-Kokosnuss-Sauce bestreichen und mit Mozzarella bestreuen. Marinierte Garnelen und fein geschnittene Paprikaringe darauf legen und backen.

Tipps für den perfekten Pizzateig

  • Mehl: Hochwertiges Mehl ist die Basis. In Italien wird gerne das Typ 00-Mehl genommen.
  • Wasser: Die Wassermenge beeinflusst die Konsistenz des Teigs. Ein hydratisierter Teig ist weicher und leichter zu dehnen, was zu einer luftigeren Kruste führt.
  • Hefe: Sie sorgt für die Lockerung des Teigs. Wichtig ist, dass der Teig ausreichend Zeit zum Gehen hat, damit er die richtige Textur und einen aromatischen Geschmack entwickeln kann.
  • Salz: Es verstärkt den Geschmack und stärkt das Glutennetzwerk im Teig, was zu einer besseren Struktur führt.
  • Olivenöl: In manchen Rezepten wird Olivenöl hinzugefügt, um den Teig geschmeidiger zu machen und ihm mehr Geschmack zu verleihen.
  • Kneten: Das optimale Kneten des Teigs ist entscheidend, um dem Gluten die Möglichkeit zu geben, zu arbeiten.
  • Gehzeit: Geduld ist beim Pizzateig ein wichtiger Faktor. Ein guter Teig sollte mindestens 24 im Kühlschrank gehen.
  • Backen: Eine hohe Temperatur des Ofens ist entscheidend, um den Teig schnell und gleichmässig zu backen.
  • Käse: Zu viel frische Mozzarella macht die Pizza wässrig. Tupfe frische Mozzarella vorher gut ab, damit überschüssige Feuchtigkeit nicht auf der Pizza liegen bleibt.
  • Belag: Weniger ist mehr.

Umweltverträglichkeit

Mit dem einfachen Punktesystem erkennst du auf einen Blick, wie umweltfreundlich dein Rezept ist. Dabei wird auch die Saisonalität der Zutaten berücksichtigt, weshalb sich die Skala monatlich ändern kann. Sie berechnet die Umweltbelastungspunkte deines Rezepts auf Basis der Ökobilanz und fasst zentrale Faktoren zusammen, wie zB. Treibhausgase, Wasser- und Energieverbrauch sowie Rohstoffknappheit.

Die Herstellung eines authentischen italienischen Pizzateigs für das Blech erfordert die Beachtung einiger wichtiger Faktoren, insbesondere die Wahl des richtigen Mehls, den Knetprozess, die Ruhephase und die Backtemperatur. Durch die Anwendung der in diesem Artikel beschriebenen Techniken und Tipps können auch Hobbyköche eine Pizza zubereiten, die dem Geschmack Italiens nahekommt.

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