Die feinen Spitzbuben dürfen während der Adventszeit auf keinem Guetzliteller fehlen. Sie sind der Klassiker zur Weihnachtszeit und duften so herrlich nach Advent.
Ob traditionell mit Butter und Ei oder vegan mit «Haferbutter» und Hafermilch zubereitet - Spitzbuben gehören zur Weihnachtszeit wie die vier Kerzen zum Adventskranz.
Das beste Spitzbuben Rezept - Plätzchen in Perfektion / Weihnachtskekse selber backen ✨

Spitzbuben, auch bekannt als Linzer Plätzchen oder Hildabrötchen, zählen zu den beliebtesten Weihnachtsplätzchen in der deutschsprachigen Region. Diese köstlichen Leckerbissen bestehen aus zwei schön mürben Plätzchen, die mit einer fruchtigen Konfitüre zusammengeklebt werden.
Die Geschichte hinter den Spitzbuben
Ihr wolltet schon immer einmal wissen warum Spitzbuben überhaupt Spitzbuben heissen? Nun, damals hiessen Spitzbuben noch Loch-Taler, aufgrund ihrer Marmeladenöffnung in der Mitte waren sie sehr begehrt und den Buben, die die Guetzli zur Weihnachtszeit aus der Küche stahlen, wurde hinterhergerufen: „Du Spitzbube, wenn ich dich erwische.“ Auf den Schulhöfen erzählte man sich, wie viele Taler man bereits heimlich vernaschen konnte. Schenkte ein Bube einem Mädchen einen Loch-Taler, war es ein ganz besonderer Liebesbeweis. Über die Jahre etablierte sich der Begriff Spitzbube und einige dieser Buben erinnern sich auch heute noch gerne an diese Zeit zurück.
Grundrezept für traditionelle Spitzbuben
Hier ist ein einfaches Rezept, um diese köstlichen Weihnachtsplätzchen selbst zu backen:
Zutaten:
- 300 g Mehl
- 100 g Puderzucker
- 100 g Mandeln, gemahlen
- 2 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 200 g Butter in Stückchen
- 1 Ei
- Aprikosenkonfitüre oder Johannisbeergelee zum Füllen
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
- Teig vorbereiten: Mehl, Puderzucker, Mandeln, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butter und Ei hinzufügen. Die Zutaten mit den Händen zu einer krümeligen Masse verreiben und dann zu einem glatten Teig zusammenfügen.
- Teig kühlen: Den Teig mindestens 30 Minuten zugedeckt kühl stellen.
- Backofen vorbereiten: Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
- Plätzchen ausstechen: Einen Teil vom gekühlten Plätzchenteig abtrennen und den restlichen Teig wieder kühl stellen. Den abgetrennten Teig auf einer kühlen Oberfläche, am besten zwischen zwei Backpapieren, 3 mm dick auswallen.
- Formen ausstechen: Den ausgewallten Teig vorsichtig vom Untergrund lösen. Plätzchen für die Oberseite mit Loch ausstechen und auf dem Blech verteilen. Die entstandenen Teigreste sofort wieder kühl stellen. Aus dem gekühlten Teig pro Plätzchen ein Gegenstück ohne Loch ausstechen und die Teigreste wieder kühl stellen.
- Backen: Die Plätzchen mit Loch ca. 8 Minuten backen. Die Plätzchen ohne Loch ca. 9 Minuten backen. Die heissen Plätzchen sofort mit dem Papier vom Blech ziehen und gerade drücken.
- Füllen und Bestäuben: Die ausgekühlten Plätzchen ohne Loch mit erwärmter Aprikosenkonfitüre oder Johannisbeergelee bestreichen. Die Plätzchen mit Loch daraufsetzen und leicht andrücken. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Tipp: Damit beim Ausstechen kein zusätzliches Mehl benötigt wird, sollte der Teig möglichst kalt sein. Vor allem wenn Kinder mithelfen, lohnt es sich, den ausgewallten Teig nochmals zu kühlen oder sogar kurz anzufrieren. Traditionell verwendet man Johannisbeergelee für Spitzbuben.
Vegane Variante der Spitzbuben
Dieses Jahr habe ich eine vegane Variante ausprobiert, indem ich anstelle von Butter «Haferbutter» verwendet und das Ei durch einen halben Deziliter Hafermilch ersetzt habe. Das Resultat hat mich positiv überrascht. Man könnte den weissen Zucker natürlich durch eine Alternative wie etwa Kokosblütenzucker ersetzen.
Zutaten (Vegane Variante):
- Mehl
- Zucker
- Backpulver
- Salz
- Zitronenschalenabrieb
- Vanilleschote
- «Haferbutter»
- Hafermilch
Zubereitung (Vegane Variante):
- Das Mehl mit dem Zucker, Backpulver, Salz und Zitronenschalenabrieb in einer grossen Schüssel mischen.
- Die Vanilleschote längs halbieren, das Mark herauskratzen und dazugeben.
- «Haferbutter» und Hafermilch beifügen und alles von Hand zu einem Teig kneten.
- Diesen in Klarsichtfolie einpacken und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
- Auf der bemehlten Arbeitsfläche 3-4 Millimeter dick auswallen und mit Spitzbubenförmchen ausstechen.
- Im auf 170 Grad vorgeheizten Ofen etwa acht Minuten backen. Sobald die Guetzli einen leicht beigen Ton angenommen haben, sind sie fertig. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
- Die Böden mit Erdbeerkonfitüre bestreichen. Es empfiehlt sich, nicht ganz bis an den Rand zu streichen, damit die Konfitüre auf der Seite nicht herausquillt.
- Die Deckel aufsetzen und die Spitzbuben nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Weitere Tipps und Varianten
- Teigzubereitung: Butter, Puderzucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührgerät ca. 5 Minuten zu einer schaumig-weisslichen Masse rühren. Mehl dazusieben und alles vorsichtig zu einem Teig zusammenfügen. Ist der Spitzbubenteig zu trocken, nach Bedarf 1-2 EL Flüssigkeit, z. B. Wasser, hinzufügen.
- Backzeit: Guetzli in der Ofenmitte ca. 6 Minuten backen. Ausgekühlte Deckel mit Puderzucker bestäuben. Himbeerkonfitüre erwärmen und auf die Rondellenböden verteilen.
- Aufbewahrung: In einer luftdichten Dose verpackt halten die Spitzbuben 2-3 Wochen.
Zusammenfassung
Spitzbuben sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Weihnachtszeit. Mit diesem traditionellen Rezept und den zusätzlichen Tipps gelingen Ihnen garantiert köstliche Weihnachtsplätzchen, die Ihre Familie und Freunde begeistern werden. Viel Spass beim Backen und Geniessen!
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | [ungefähre Angabe] |
| Fett | [ungefähre Angabe] |
| Kohlenhydrate | [ungefähre Angabe] |
| Protein | [ungefähre Angabe] |
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