Spätzle gehören zu den beliebtesten Beilagen der Schweiz. Wir zeigen dir, wie du sie einfach selber machst - klassisch, bunt oder kreativ verfeinert.
Ob länglich oder rund- Spätzli und Knöpfli unterscheiden sich nur in der Form. Für Spätzli wird der Teig von einem Brettchen in schmalen Streifen direkt ins siedende Wasser geschnitten. Für rundliche Knöpfli wird er durchs Knöpflisieb gestrichen.
Doch ungeachtet der Form ist je nach Region und Dialekt eher der eine oder der andere Begriff verbreiteter. Ob länglich oder rundlich ist daher Nebensache. Heiss geliebt werden die Spätzli oder Knöpfli auf jeden Fall!
Der Spätzliteig besteht aus Mehl, Milch, Wasser und Eiern. Spezielles Knöpflimehl gibt den Spätzli mehr Biss. Etwas Hartweizengriess hat denselben Effekt.
Aber auch Weiss-, Ruch- oder ganz fein gemahlenes Vollkornmehl lässt sich gut verwenden. Die Zugabe von Mais-, Kastanien- oder Buchweizenmehlverleiht den Spätzli eine ganz besonders feine Note.
Normalerweise braucht der Spätzliteig Zeit, um sich zu entwickeln. Mit dem Spätzli-Blitz ist er in wenigen Minuten zubereitet, und man braucht ihn nicht einmal mehr quellen zu lassen.
Es braucht etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, aber das Resultat macht den Aufwand wett: Selbst gemachte Spätzli sind ein Gaumen- und Augenschmaus. Wer es einfacher will, nimmt ein Knöpflisieb zur Hilfe.
Ob grün mit fein gehacktem Spinat, ob gelb mit Safran, Kurkuma oder Curry, ob orange oder violett mit Rüebli-bzw. Randensaft: Farbige Spätzli oder Knöpfli sind auf dem Teller ein toller Hingucker!
Leicht süsslich schmecken die Spätzli oder Knöpfli, wenn etwas Quittengelee oder Hagebuttenkonfitüre unter den Teig gemischt wird.
Ein feines Röstaroma erhalten sie, wenn man geröstete, fein gemahlene Haselnüsse beigibt.
Spätzli und Knöpfli sind neben Rotkraut die klassische Beilage zu Wild. Sie schmecken aber auch wunderbar zum Sonntagsbraten oder zu anderen Fleischgerichten mit Sauce.
Und sie passen gut zu den fruchtigen Beilagen, die üblicherweise zu Wildgerichten serviert werden.
Jede Bündner Familie hat ihr eigenes, gut gehütetes Rezept für die Spätzli-Köstlichkeit Pizokel. Der Teig besteht aus Buchweizenmehl, Weissmehl, Milch, Wasser und Eiern. Die fertigen Spätzli werden mit angebratenem Speck, Salbeiblättern, blanchiertem Spinat, Wirz sowie gekochten Bohnen vermischt und serviert.
Spätzliteig ist ein wichtiger Bestandteil einer weiteren Bündner Spezialität: den berühmten Capuns. Ihre Füllung besteht aus Knöpfliteig mit gewöhnlichem Mehl (nicht Buchweizenmehl) und Salsiz, die Hülle aus blanchierten Mangoldblättern. Die Wickel werden anschliessend in einer Rahmbouillongekocht.
Die Pizzoccheri sind eine Spezialität aus dem Veltlin und dem Puschlav (dort heissen sie Pizzöcar). Trotz der Namensverwandtschaft gehören diese Teigwaren streng genommen nicht zur Knöpfli-Spätzli-Familie: Es handelt sich dabei um kurze, breite Nudeln aus Buchweizenmehl.
Doch nicht nur in der Schweiz, sondern auch bei unseren nördlichen Nachbarn, ganz besonders den Schwaben, gelten Spätzle und Knöpfle als Leibspeise. Sie werden gerne mit geschmolzenem Käse und Zwiebelschweitze als Hauptgericht gegessen, sind aber auch eine traditionelle Beilage zum Braten.
Seit wann es sie gibt, ist nicht ganz genau nachweisbar. Knöpfle waren früher wohl eher eine Armeleutespeise, und es gibt Abbildungen, die Knöpfle zeigen, die so gross wie Eier sind.
In Süddeutschland ernährte sich die Bevölkerung hauptsächlich von Mehlspeisen, denn Mehl, Milch oder Wasser hatte man in der Regel vorrätig, die Eier konnten zur Not auch weggelassen werden. Allmählich wurden die Kochkünste, unter dem Einfluss des höfischen Frankreichs, verfeinert, und so entstanden wahrscheinlich aus den eiergrossen Ur-Knöpfle die kleineren, vom Brett geschabten Spätzle.
Ebenfalls aus dem süddeutschen Raum kommen die Schupfnudeln, wegen ihrer charakteristischen Form auch Bubenspitzle oder Bubenspätzle genannt. Sie sind mit den Spätzli eng verwandt, werden aber wie die italienischen Gnocchi aus einem Kartoffel-Mehl-Teigzubereitet und von Hand geformt.
Schupfnudeln werden oft zusammen mit Sauerkraut gegessen oder als Beilage zu Wildgerichten oder Zwiebelrostbraten.
Randen-Spätzli mit Baumnussbutter
Ein optisches Highlight und eine blendende Geschmackskombination: Randen-Spätzli mit Baumnussbutter.

Zutaten:
- Mehl
- Knöpflimehl
- Backpulver
- Salz
- Randensaft
- Frische Eier
- Salzwasser, siedend
- Gekochte Randen (ca. 400 g)
- Gesalzene Butter
- Baumnusskerne
- Thymian
- Sbrinz
Zubereitung:
- Teig vorbereiten: Mehl, Knöpflimehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen, in der Mitte eine Mulde eindrücken.
- Flüssigkeit hinzufügen: Randensaft und Eier verrühren, nach und nach unter Rühren in die Mulde giessen, mit einer Kelle mischen und so lange klopfen, bis der Teig glänzt und Blasen wirft.
- Quellen lassen: Zugedeckt bei Raumtemperatur ca. 30 Min. quellen lassen.
- Spätzli kochen: Ofen auf 60 Grad vorheizen, Platte und Teller vorwärmen. Teig portionenweise durchs Knöpflisieb ins leicht siedende Salzwasser streichen.
- Fertigstellen: Spätzli ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen, mit einer Schaumkelle herausnehmen, abtropfen, warm stellen.
- Randen vorbereiten: Randen schälen, in Schnitze schneiden.
- Butter dämpfen: Butter in einer Pfanne warm werden lassen. Randenschnitze ca. 2 Min. dämpfen, herausnehmen, unter die Spätzli mischen.
- Baumnussbutter zubereiten: Baumnusskerne grob hacken, mit der Butter in derselben Pfanne warm werden lassen, bis die Butter schäumt und leicht nussig riecht. Thymianblättchen abzupfen, daruntermischen, auf den Spätzli verteilen.
- Anrichten: Käse mit dem Sparschäler über die Spätzli abschälen.
Nährwerte pro Portion (1/4):
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kilokalorien | 879 kcal |
| Vegetarisch | Ja |
Spätzli mit Birnen und Nüssen
Zutaten:
- Mehl
- Baumnüsse
- Salz
- Eier
- Milch
- Pfeffer, Muskatnuss
- 2 Birnen
- Zitronensaft
- Zucker
- Bratbutter oder Bratcrème
- frisch geriebener Emmentaler AOP zum Bestreuen
Zubereitung:
- Teig vorbereiten: Mehl, Baumnüsse und Salz mischen. Eier mit Milch verquirlen, unter ständigem Rühren zum Mehl giessen. Teig schlagen, bis er Blasen wirft, würzen. Etwas ruhen lassen.
- Birnen vorbereiten: Birnen in feine Schnitze schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.
- Birnen dünsten: Zucker in aufschäumender Butter auflösen. Birnen beifügen, kurz dämpfen. Mit Birnensaft ablöschen. Rahm dazugiessen. Birnen offen knapp weich dünsten, würzen.
- Spätzli kochen: Spätzliteig von einem Brett in kochendes Salzwasser schaben, bei mittlerer Hitze ziehen lassen. Sobald alle Spätzli an die Oberfläche gestiegen sind, mit einer Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen.
- Anbraten und servieren: Die Spätzli in heisser Bratbutter goldbraun braten, in tiefe Teller verteilen. Emmentaler darüber streuen.
Varianten:
- Statt Baumnüssen Mandeln oder Haselnüsse verwenden.
- Die Spätzli nur im Wasser garen, nicht mehr anbraten.
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Hier gehts fein weiter
- Rotkraut-Burger Aktiv50min Gesamt55min
- Vermicelles-Muffins Aktiv30min Gesamt1h30min Vegetarisch
- Quittenwähe Aktiv30min Gesamt2h10min Vegetarisch
- Japanese Pancakes Aktiv35min Gesamt35min Vegetarisch
- Protein-Pancakes Aktiv25min Gesamt25min Vegetarisch
- Schweinshaxen Aktiv30min Gesamt11h
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EricaLeiterin Redaktion und Gestaltung Betty Bossi Zeitung