Spaghetti kochen für Anfänger: Tipps für perfekte Pasta

Nudeln kochen ist kinderleicht? Jup … Aber zu wissen, wie sie nicht kleben, gut gesalzen, al dente und ohne Überkochen gelingen, schadet definitiv nicht. Hier sind einige nützliche Ratschläge, um nie mehr fade, klebrige und verkochte Nudeln servieren zu müssen.

Die richtige Vorbereitung

Qualität der Nudeln

Achte bei der Nudelwahl auf eine gute Qualität, damit die Pasta genauso gut schmeckt wie in Italien. Denn die richtige Zubereitung garantiert dir bei schlechter Qualität nicht, dass deine Pasta nicht klebrig, zerkocht oder zu weich wird. Damit die Nudeln immer al dente gelingen, ist eine gute Qualität wichtig. Gluten ist das Zauberwort: je höher der Anteil, desto mehr Biss. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Nudeln zerkochen bei Pasta mit hohem Glutenanteil weitaus geringer als bei Nudeln mit wenig oder gar keinem Gluten. Das Klebeeiweiß in der Pasta beeinflusst die Konsistenz erheblich.

Der richtige Kochtopf

Um Nudeln zubereiten zu können, brauchst du einen ausreichend großen Kochtopf, in den das Wasser und die richtige Menge Nudeln pro Person passen. Nutzt du einen zu kleinen Topf, werden die Nudeln aneinanderkleben und nicht gleichmäßig kochen. Je mehr Nudeln du kochst, desto mehr Wasser und dementsprechend einen größeren Topf brauchst du. Wenn du für eine Person kochst, ist ein Topf mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter angebracht.

Wasser- und Salzmenge

Die richtige Wassermenge ist wichtig, damit die Nudeln richtig garen und nicht zusammenkleben. Wie viel Wasser und Salz für Nudeln? Wir empfehlen: 1l Wasser und 10 g Salz auf 100 g Pasta. Damit sich das Salz schnell löst und nicht zum Boden sinkt, gib es erst in den Topf, wenn das Wasser kocht. Anschließend werden die Nudeln hinzugegeben.

Die Zubereitung

Schalte die Herdplatte auf die höchste Stufe, um das Wasser zum Kochen zu bringen. Befinden sich die Nudeln in kochendem Wasser, schaltest du die Herdstufe auf eine mittlere Temperatur runter. Oder auch: Wasserkocher einsetzen.

Die Pasta immer erst ins sprudelnd kochende Wasser geben, dann kurz umrühren und die Pfanne anschliessend mit dem Deckel verschliessen, bis das Wasser wieder kocht. Dann den Deckel entfernen, die Hitze etwas reduzieren. Die Pasta während des Kochens immer wieder mal umrühren, damit sie nicht verkleben.

So kleben Nudeln nicht

Nudeln kleben - was hilft? Damit die Nudeln gar nicht erst anfangen zu verkleben, ist es wichtig viel Wasser zu verwenden. Nimm einen großen Topf, in den die richtige Portion an Nudeln und das Wasser passen. Dadurch verhinderst du auch, dass die Nudeln am Boden des Topfes haften bleiben. Beim Kochen solltest du auch zwischendurch umrühren. Öl beim oder nach dem Kochen hinzuzufügen ist also ein Mythos. Dadurch verhinderst du lediglich die gute Saucenhaftung.

Wie lange müssen Nudeln kochen?

Wie lange Nudeln kochen müssen, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Bissfeste Gragnano Pasta wird je nach Sorte zwischen 10 und 12 Minuten gekocht. Die Penne Rigate und Fusilli benötigen 10 Minuten, während die Spaghetti alla Chitarra 11 Minuten und die Rigatoni 12 Minuten benötigen. Frische Nudeln benötigen in der Regel etwas weniger Zeit im Topf.

So kochst du Nudeln RICHTIG!

Wann sind Nudeln al dente?

«Al dente» ist so etwas wie der heilige Gral beim Pastakochen. Selbst erfahrene Hobbyköche verfehlen diesen perfekten Moment von Zeit zu Zeit. «Al dente» heisst, die Pasta ist dann perfekt gekocht, wenn man beim Essen einen kleinen Widerstand zwischen den Zähnen spürt. Auch von Auge sieht man, wenn die Pasta «al dente» ist: Beisst man zum Beispiel in ein Spaghetto, so ist in der Mitte deutlich ein kleiner Kern sichtbar. Die empfohlene Kochzeit auf der Pasta-Packung kann man getrost ignorieren. Wer die Pasta nach der angegebenen Zeit abgiesst, wird in vielen Fällen bereits weich gekochte Nudeln verzehren. Das Stichwort ist: Probieren! Nach einigen Minuten im Wasser sollte man vorzu den Gargrad testen. Spürt man beim Hereinbeissen in die Pasta nur noch einen klitzekleinen Widerstand, dann sind sie «al dente».

Nudeln abgießen

Die Nudeln sind al dente? Wasser abgießen! Gieße allerdings dein Nudelwasser nie komplett ab, sondern bewahre eine Kelle Wasser auf, um deine Saucen oder Pestos damit zu binden. Die darin enthaltene Stärke macht Saucen, Suppen und Eintöpfe cremiger. Solltest du das gesamte Wasser nicht entsorgen, findest du dafür weitere Nutzungsmöglichkeiten - Nudelwasser verwenden ist vielfältig und nachhaltig zugleich.

Die Pasta anschliessend in ein Sieb giessen und dieses gut schütteln, damit alles Wasser abfliesst. Vor dem Abgiessen ein paar Esslöffel des heissen Pastawassers zur Seite stellen.

Nudeln abschrecken

Nudeln abschrecken - keine gute Idee! Dadurch kühlen die Nudeln schnell ab, was für das sofortige Verzehren nicht sinnvoll ist. Auch wird die Stärke, die sie umgibt, weggespült. Daher rutscht deine Sauce von der Pasta und schmiegt sich nicht mehr gut um die Nudeln. Du bereitest einen Nudelsalat zu? In dem Fall kann es hilfreich sein, die Nudeln abzuschrecken.

Servieren von Nudeln

Die Sauce

Natürlich darf die Sauce zu den Nudeln nicht fehlen. Wann sollte sie allerdings zubereitet werden? Damit Nudeln und Sauce gleichzeitig fertig werden, ist es ratsam bereits die Sauce zuzubereiten, während die Nudeln noch kochen. Am besten mischst du eine Kelle Nudelwasser unter, um die Sauce damit zu binden und vermischt Sauce und Pasta am Ende des Kochvorgangs.

Generell gilt: Die Pasta wird unmittelbar nach dem Abgiessen in die heisse Sauce gegeben und gemischt. Nur so bleibt die Sauce an der frisch gekochten Pasta haften. Übrigens: Ist die Sauce zu dick oder fehlt es ihr an Sämigkeit, geben Sie etwas vom zuvor aufgehobenen Pastawasser hinzu.

Das i-Tüpfelchen

Stell nach Belieben die weiteren Zutaten, die in deinem Nudelgericht nicht fehlen dürfen, bereit. Dazu können Kräuter und Käse wie frisches Basilikum und Mozzarella zählen, die du klein schneidest - das perfekte Topping, wenn du uns fragst. Sind die Nudeln al dente gekocht, gibst du sie am besten mit einer Nudelzange zu der fertigen Sauce hinzu. Mische die Nudeln mit der Sauce und gib diese anschließend auf die Pastateller. Vor dem Servieren gibst du nach Belieben die vorher geschnittenen Zutaten und frisch geriebenen Parmesan oder eine vegane Alternative darüber - deinem Nudelhunger steht nichts mehr im Wege!

Zusammenfassend

Worauf du das nächste Mal beim Nudeln kochen achten solltest? Nimm einen ausreichend großen Kochtopf und achte auf das richtige Salz- und Wasserverhältnis. Achtung: Nicht zu früh salzen, da das Salz zum Boden sinkt und sich nicht zu schnell löst. Schalte die Herdstufe runter, wenn die Nudeln sich im Topf befinden, um das Überkochen zu verhindern. Orientiere dich an die auf die Packung angegebene Kochzeit und probiere zwischendurch, ob die Nudeln al dente sind. Für eine gute Saucenbindung empfehlen wir dir, eine Kelle des Nudelwassers aufzubewahren und die Nudeln nicht abzuschrecken. Qualität ist allerdings das A und O!

Schritt Empfehlung
Topfgröße Ausreichend groß, 1 Liter pro Person
Wasser-Salz-Verhältnis 1 Liter Wasser und 10 g Salz auf 100 g Pasta
Kochzeit An Packungsangabe orientieren und zwischendurch probieren
Nudelwasser Kelle aufbewahren für Saucenbindung
Abschrecken Vermeiden, außer für Nudelsalat

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