Sojajoghurt ist eine beliebte vegane Alternative zu herkömmlichem Joghurt und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dieser Artikel beleuchtet die Haltbarkeit von Sojajoghurt nach dem Öffnen, gibt Tipps zur richtigen Lagerung und erklärt, worauf Sie achten sollten, um die Qualität und Sicherheit des Produkts zu gewährleisten.
Viele Verbraucher haben Fragen zu Sojaprodukten, sei es bezüglich ihrer Inhaltsstoffe, der Herkunft des Sojas oder ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit. Im Folgenden werden einige dieser Fragen beantwortet, um Ihnen einen umfassenden Überblick zu geben.
Die Produkte der Marke Sojade sind im Bio-Fachhandel erhältlich, sowohl in Bio-Supermärkten als auch in kleineren Bio-Fachgeschäften und Reformhäusern. Sollten Sie die Produkte nicht finden, fragen Sie einfach beim Fachhändler nach.
Wenn Sie eine Reklamation haben, geben Sie bitte an, um welches Produkt es sich handelt, zusammen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), damit der Hersteller Ihre Reklamation zurückverfolgen und mit einem Rückstellmuster überprüfen kann.
Wichtiger Hinweis: Da es vielen Herstellern am Herzen liegt, die Zutatenliste so "clean" wie möglich zu halten, kann es vorkommen, dass sich nach einer Weile etwas Flüssigkeit absetzt. Dies kann jedoch durch einfaches Umrühren des Produkts nach dem Öffnen schnell behoben werden. Wir empfehlen Ihnen, Joghurt- und Quarkalternativen nach dem Öffnen ordentlich umzurühren, um eine optimale Cremigkeit zu erzielen.
Alle Joghurt- und Quarkalternativen sind von Natur aus glutenfrei. Die meisten Produkte sind frei von Nüssen und Schalenfrüchten, mit Ausnahme der Alternative zu Quark Haselnuss. Nur die Alternative zu Skyr ist mit Mandelprotein angereichert.
Zuckerzusatz in Sojaprodukten
Die Soja-Joghurtalternative Natur sowie die Quarkalternative Natur enthalten keinen Zucker. Die Fruchtsorten enthalten zugesetzten Bio-Rohrohrzucker. Dieser wird hinzugefügt, weil er den Fruchtzubereitungen einen intensiveren und konstanteren Geschmack verleiht - der Zucker unterstützt den Fruchtgeschmack. Der Zuckeranteil der Sorten wurde aber in den letzten Jahren immer weiter zurückgeschraubt, um wirklich nur den Zucker zu nutzen, der nötig ist für ein gutes Geschmackserlebnis.
Für alle, die den Zucker trotzdem nicht wollen, gibt es auch eine Reihe an Fruchtsorten ohne Zuckerzusatz - diese sind mit Fruchtzucker (Apfelsaftkonzentrat) gesüßt und enthalten einen geringeren Zuckeranteil.
Kulturen in Sojajoghurt
Kulturen sind lebende Mikroorganismen. Obwohl man von "lebendig" spricht, haben sie kein zentrales Nervensystem, dadurch kein Bewusstsein und können kein Leid empfinden. Diese Bakterien werden Milchsäurebakterien genannt, weil sie einen milchsäureähnlichen Gärungstyp haben: Sie vergären Zucker zu Milchsäure, die den Produkten ihre Textur und ihren Geschmack verleiht.
Sowohl für die Produktqualität als auch die Sicherheit ist es essentiell, dass die Produkte pasteurisiert werden.
Proteingehalt und Nährwerte
In Bezug auf den Proteingehalt sind Soja- und Kuhmilchprodukte vergleichbar miteinander. Die Produkte enthalten keine künstlichen Zusatzstoffe. Die Zusätze, die in manchen Produkten verwendet werden, sind natürlichen Ursprungs und dienen dazu, die Textur zu erhalten: Agar-Agar, Pektin (stammt aus einem Teil der Zitronenschale) und Johannisbrotkernmehl.
Es werden nur natürliche Aromen in Bio-Qualität verwendet, und das nur von der Frucht selbst, die in diesem Produkt enthalten ist.

Die meisten Hersteller setzen ihren Produkten kein Calcium hinzu, da sie ihre Produkte so natürlich wie möglich halten möchten. Soja enthält von Natur aus Calcium, allerdings deutlich weniger als Milch. Für Biolebensmittel ist es nicht erlaubt, Calcium zuzusetzen.
Herkunft des Sojas
Das Soja für viele Produkte kommt ausschließlich aus Frankreich. Es wird darauf geachtet, ausschließlich gentechnikfreies Bio-Soja aus Frankreich zu verwenden. Darauf wird besonders geachtet, weshalb eine spezielle Soja-Wertschöpfungskette entwickelt wurde.
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Mögliche Auswirkungen von Soja auf die Gesundheit
Die sogenannten "Phytoöstrogene" ähneln in ihrer chemischen Struktur Östrogen menschlichen Hormonen (weiblichen Hormonen) und können aufgrund der Ähnlichkeit an denselben Rezeptoren andocken. Dadurch können sie im Körper gleiche Wirkungen hervorrufen wie Östrogen, allerdings in einer abgeschwächten Form, die etwa 1000-mal geringer ist. Sie können je nach Rezeptor auch eine blockierende Wirkung haben, da sie durch das eigene Andocken den Platz für Östrogen entziehen. Eine negative Wirkung in Verbindung mit Soja konnte nicht nachgewiesen werden.
Sojaprodukte und Krebsrisiko
Soja enthält Isoflavone, die durch ihre Ähnlichkeit zu dem Sexualhormon Östrogen oft mit einer Förderung des Brustkrebsrisikos in Verbindung gebracht werden. Studien haben jedoch gezeigt, dass Soja bzw. Sojaisoflavone präventiv wirken, um Brustkrebs vorzubeugen. Die EFSA (europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) kam 2015 zu dem Schluss, dass der Verzehr von Sojabohnen das Risiko von Krebs nicht ungünstig influiert und weder Brustkrebs noch die Gesundheit der Schilddrüse beeinflusst.
Umweltaspekte und Verpackung
Hersteller setzen sich stetig mit ihren Verpackungen auseinander. Die Debatte rund um die umweltfreundlichste Verpackung ist umstritten. Oft stoßen sie hierbei auf die Problematik der Lage ihrer Produktionsstätte. Um den Plastikbecher korrekt zu entsorgen, sollten Aludeckel, Banderole und Plastikbecher voneinander getrennt werden.
Haltbarkeit von Sojamilch
Sojamilch ist eine der beliebtesten Milchalternativen, denn sie kann wie Kuhmilch verwendet werden. Sie ist nicht nur für Menschen interessant, die sich ausschliesslich vegan ernähren oder den Milchzucker in tierischer Milch nicht vertragen: Sojamilch hat auch einen ganz eigenen Geschmack. Der ist wesentlich nussiger und weniger süss als der von Kuhmilch.
Weitere Unterschiede zwischen Kuh- und Sojamilch betreffen die Nährwerte. Zwar sind beide reich an Protein, doch das pflanzliche Protein der Sojamilch soll der Körper besser verwerten können. Auch wenn sie kein Calcium enthält, gilt Sojamilch als gesund für viele Menschen.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Kuhmilch wird Sojamilch kaum sauer. Am wenigsten lange haltbar ist Sojamilch. Und das aus einem ganz einfachen Grund: Denn der deutlich höhere Eiweissanteil lässt die Sojamilch schneller schlecht werden. Der grosse Vorteil aber? Hier lässt sich bereits an der Verpackung erkennen, ob die Sojamilch noch gut ist.
Bläht sich der Karton auf, haben die darin enthaltenen Bakterien Gase freigesetzt.
Allgemeine Tipps zur Haltbarkeit von Pflanzenmilch
Grundsätzlich lässt sich Pflanzenmilch nach dem Öffnen und gekühlt fünf bis sieben Tage aufbewahren, kann aber auch noch nach zwei Wochen geniessbar sein.
- Mandelmilch: Deutlich länger haltbar als Kuhmilch (ausser die Selbstgemachte! Die solltet ihr innert vier Tagen konsumieren). Wird sie allerdings doch mal schlecht, erkennt man das an der sich verändernden Konsistenz.
- Hafermilch: Nach circa fünf Tagen sollte man auch bei der offenen Hafermilch nachschauen, ob sie noch geniessbar ist. Das erkennt man wie bei der Mandelmilch an ihrer Konsistenz.
- Kokosnussmilch: Sobald Kokosnussmilch verdorben ist, kann sie wie Kuhmilch gerinnen.
- Erbsenmilch und Reismilch: Sind besonders bekannt für ihren neutralen Geschmack.
Ungeöffnet, geschützt vor der Sonne und an einem trockenen Ort können pflanzliche Milchalternativen problemlos ein paar Monate behalten werden. Nach dem Öffnen gehören Pflanzendrinks wie auch tierische Milch sofort in den Kühlschrank.
Bevor Sie Ihre Pflanzenmilch in den Kaffee oder Ihr Müsli geben, sollten Sie die Packung immer gut schütteln. Auch wenn wir manchmal zu faul sind, erst ein Glas zu holen: Trinken Sie pflanzliche Milch niemals direkt aus der Packung.
Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum
Alle Lebensmittel müssen mit einer Datierung versehen werden, ausser Ausnahmen wie z.B. frisches Obst und Gemüse, Essig oder Speisesalz. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist das Datum, bis zu dem ein Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält. Beim Mindesthaltbarkeitsdatum geht es somit vor allem um Qualitätsaspekte.
Besonders empfindliche Lebensmittel, bei welchen die Gefahr der Vermehrung von krankmachenden Keimen oder die Bildung von schädlichen Stoffen besteht, sind mit dem Verbrauchsdatum («zu verbrauchen bis») auszuzeichnen. Beim Verbrauchsdatum geht es somit um Fragen der Lebensmittelsicherheit. Der Hersteller gibt mit der Angabe des Verbrauchsdatums die Garantie, dass das Produkt bei Einhaltung der Kühlkette bis zu diesem Datum risikolos konsumiert werden kann. Der Konsum nach Ablauf des Verbrauchsdatums ist daher grundsätzlich zu unterlassen.
In einer ähnlichen Untersuchung stellte die Allianz fest, dass Lebensmittel viel länger haltbar sind als auf der Packung steht. Wer vorverpackte Lebensmittel an Konsumentinnen und Konsumenten abgibt, muss sicherstellen, dass alle obligatorischen Angaben auf der Verpackung zu finden sind. Die gleiche Verpflichtung gilt auch für alle Lebensmittel, die im Internet angeboten werden.
Ein Test von Greenpeace Österreich hat gezeigt, dass Joghurt und Soja-Joghurt auch nach 16 Wochen über das Ablaufdatum hinaus noch geniessbar sein können.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
Die Haltbarkeit von Sojajoghurt nach dem Öffnen hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Lagerbedingungen und der spezifischen Inhaltsstoffe. Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:
- Lagerung: Sojajoghurt sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Haltbarkeit: Im Allgemeinen ist Sojajoghurt nach dem Öffnen 5-7 Tage haltbar, kann aber auch länger geniessbar sein.
- Qualitätsmerkmale: Achten Sie auf Veränderungen in Konsistenz, Geruch oder Geschmack, die auf Verderb hindeuten könnten.
- Verpackung: Überprüfen Sie die Verpackung auf Anzeichen von Aufblähungen, die auf Bakterienwachstum hindeuten könnten.
Indem Sie diese Tipps befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Sojajoghurt frisch und sicher zum Verzehr bleibt.