Gesunde Snacks bei Schwangerschaftsdiabetes: Tipps und Rezeptideen

Eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft ist entscheidend für das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Besonders bei Schwangerschaftsdiabetes ist es wichtig, auf den Blutzuckerspiegel zu achten und Heisshungerattacken mit gesunden Snacks vorzubeugen. Hier finden Sie wertvolle Tipps und Rezeptideen, die Ihnen helfen, diese Herausforderung zu meistern.

Warum eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft wichtig ist

  • Unterstützung des Wachstums und der Entwicklung des Babys: Eine ausgewogene Ernährung liefert die notwendigen Nährstoffe für das Wachstum und die Entwicklung des Babys. Essenzielle Nährstoffe wie Folsäure, Eisen und Kalzium sind besonders wichtig.
  • Gesundheit der Mutter: Eine gesunde Ernährung hilft der werdenden Mutter, sich fit und energisch zu fühlen. Sie unterstützt auch das Immunsystem und kann Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit und Müdigkeit lindern.
  • Vorbeugung von Komplikationen: Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, Schwangerschaftskomplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie vorzubeugen.

Wichtige Nährstoffe in der Schwangerschaft

  • Folsäure: Folsäure ist entscheidend für die Entwicklung des Neuralrohrs beim Fötus. Gute Quellen sind grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte und angereicherte Getreideprodukte.
  • Eisen: Eisen ist wichtig für die Bildung von Hämoglobin. Schwangere Frauen sollten eisenreiche Lebensmittel wie rotes Fleisch, Geflügel, Fisch, Bohnen und grüne Blattgemüse zu sich nehmen.
  • Kalzium: Kalzium unterstützt die Entwicklung der Knochen und Zähne des Babys. Milchprodukte, Brokkoli, Mandeln und angereicherte pflanzliche Milch sind gute Kalziumquellen.
  • Eiweiss: Eiweiss ist wichtig für das Zellwachstum und die Entwicklung des Babys. Gute Eiweissquellen sind Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte.
  • Omega-3-Fettsäuren: Diese Fettsäuren sind wichtig für die Gehirnentwicklung des Babys.

Praktische Ernährungstipps

  • Regelmässige Mahlzeiten: Essen Sie regelmässige, ausgewogene Mahlzeiten und vermeiden Sie lange Essenspausen, um Ihren Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • Ausreichend trinken: Trinken Sie mindestens acht Gläser Wasser pro Tag. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind.
  • Fettreiche und zuckerhaltige Lebensmittel reduzieren: Vermeiden Sie Lebensmittel mit hohem Fett- und Zuckergehalt. Diese liefern wenig Nährstoffe und können zu übermässiger Gewichtszunahme führen.
  • Vorsicht bei rohen und ungekochten Lebensmitteln: Vermeiden Sie rohes Fleisch, rohen Fisch und rohe Eier, um das Risiko von Lebensmittelinfektionen zu reduzieren.
  • Snacks vorbereiten: Halten Sie gesunde Snacks wie Obst, Nüsse und Joghurt bereit, um Heisshungerattacken zu vermeiden.

5 Gesunde Schwangerschafts-Snacks gegen Heisshungerattacken

Schnell und unüberlegt ist der Griff zur Schokoladentafel oder der Chipstüte getätigt. Und kaum ist die Schokolade oder die Chips gegessen, ereilt uns schon das schlechte Gewissen über den unnötigen Verzehr. Gelüste gehören fast zu jeder Schwangerschaft und dürfen, in Mass, auch gestillt werden.

Verteilen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag und achten Sie darauf, genügend Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Und falls Sie doch von Heisshungerattacken geplagt werden, weichen Sie auf gesunde Alternativen aus. Nachfolgend stellen wir Ihnen 5 Snacks mit Suchtpotential vor, die Sie ohne Bedenken geniessen dürfen.

Im ersten Drittel der Schwangerschaft steigt der tägliche Energiebedarf um nur 100 Kalorien. Im zweiten Drittel um 200-300 und im letzten Drittel um 300-400 Kalorien.

Beispiele:

  • 100 Kalorien entsprechen 1 kleinen Birne oder 2 Äpfeln (gesunde Kalorien) oder 1 Reihe Schokolade (leere Kalorien = unnötige Gewichtszunahme).
  • 200-300 Kalorien entsprechen 1 Naturquark und 3 Datteln (200 kcal) (gesunde Kalorien) oder 100 g Pommes (leere Kalorien = unnötige Gewichtszunahme).
  • 300-400 Kalorien entsprechen 1 Avocado (gesunde Kalorien) oder 75 g Paprikachips (leere Kalorien = unnötige Gewichtszunahme).

1. Selbstgemachte Müesliriegel

Selbstgemachte Müesliriegel sind nicht nur lecker und gesund, sondern liefern über einen längeren Zeitraum Energie und lassen den Blutzuckerspiegel viel weniger schnell ansteigen und absinken. Sie bestehen aus komplexen Kohlenhydraten, Eiweissen, gesunden Fetten und gelten zu Recht als Brainfood (Hirnnahrung). Bereiten Sie die Müesliriegel gleich auf Vorrat zu!

Rezept Müesliriegel

  • 200 g Haferflocken
  • 50 g Amaranth, gepufft
  • 50 g Kokosraspel
  • 150 g Nussmus (Mandelmus, Cashewkernenmus, Peanutbutter)
  • 150 g Dörrfrüchte (Datteln, Feigen, Cranberries)
  • 100 g Körner oder Nüsse (Leinsamen, Kürbiskerne, Hanfsamen, Pistazien)

Haferflocken, Amaranth und Kokosraspel mit dem Nussmus vermischen. Die gewählten Dörrfrüchte fein hacken und zusammen mit den Körnern beimengen. Masse auf ein mit Backtrennpapier belegtes Blech streichen, für einige Stunden kühl stellen und anschliessend in Riegelform schneiden. Diese Riegel bleiben weich und müssen zur Aufbewahrung in Backpapier gewickelt werden. Oder die Müeslimasse 30-40 Minuten bei 200°C backen. In noch lauwarmen Zustand in Riegelform schneiden. Durch das Backen werden die Riegel knusprig.

Unser Tipp für Sie: Das benötigte Nussmus kann einfach selbst hergestellt werden. Hierfür benötigt es lediglich einen leistungsstarken Mixer. Nüsse (Mandeln oder Cashewkerne) feinhacken. Eine Prise Salz und 1-2- Esslöffel Rapsöl zufügen und solange pürieren, bis eine crèmige Masse entsteht.

2. Grüne Smoothies

Grüne Smoothies sind kalorienarm und lassen Ihren Blutzucker weniger schnell ansteigen. Sie verfügen über viele Ballaststoffe (beugt Verstopfungen vor), sekundäre Pflanzenstoffe und weniger Zucker als Früchtesmoothies.

Vier Brokkoliröschen, zwei Handvoll frischer Jungspinat, ein Apfel (entkernt und zerkleinert), Saft einer Zitrone und eine halbe Avocado in den Mixer (wer über keinen Standmixer verfügt, benützt ein hohes Gefäss in Kombination mit dem Stabmixer) geben und zu einem sämigen Smoothie verarbeiten.

Unser Tipp für Sie: Vor dem Servieren mit Crushed Ice oder eisgekühltem Wasser verdünnen.

3. Joghurteis mit Früchten oder Beeren

Joghurt, eine der gesündesten und leckersten Arten, eine Portion des täglichen Bedarfs an Eiweiss zu sich zu nehmen. Die im Joghurt enthaltenen Milchsäurebakterien regulieren die Verdauung und stärken auch gleich noch das Immunsystem. Was liegt also näher, unsere Lust auf ein Eis mit einem leckeren, selbstgemachten Joghurteis zu befriedigen?

Zutaten für 6 Portionen

  • 120 g Beeren der Saison
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 20 g Agavendicksaft
  • 300 g griechisches Naturjoghurt
  • ½ TL Vanillepaste

Beeren waschen und verlesen. Ein paar schöne Beeren beiseitelegen (die legen wir als Deko auf das Eis). Die restlichen Beeren mit Zitronensaft und Agavendicksaft erwärmen und ungefähr 5 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd nehmen und die gekochten Beeren auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Förmchen (dafür eignen sich perfekt kleine Quark- oder Fruchtmusbecher) mit kaltem Wasser ausspülen. Die Vanillepaste und die gekochten Beeren mit dem Joghurt verrühren. Masse in die vorbereiteten Förmchen verteilen und mit den beiseitegelegten Beeren bestreuen. Eisförmchen in den Gefrierschrank stellen. Nach 30-60 Minuten noch den Eisstiel in die Masse stecken und über Nacht durchfrieren lassen.

Unser Tipp für Sie: Joghurteis vor dem Geniessen kurz antauen lassen. So lässt es sich auch ganz leicht aus dem Becher ziehen. Anschliessend sofort geniessen!

Mehr Abwechslung! Gesunde Snacks in der Schwangerschaft

4. Gemüsechips

Selbstgemachte Gemüsechips sind nicht nur knusprig, kalorienarm und gesund, sondern sind zudem frei von unerwünschten Zusatzstoffen. Für die Zubereitung eignen sich, abgesehen von Kartoffeln auch Süsskartoffeln, Knollensellerie, Topinambur, Rüebli, Pastinaken, Randen, Zucchini, Kürbis, Rettich und Grünkohl.

Wer ganz ohne Fettzugabe arbeiten möchte, kann die dünn gehobelten Gemüsescheiben in einem Dörrautomaten trocknen. Allerdings eignet sich diese Methode nur dann, wenn Sie die Gemüsechips gleich anschliessend verputzen, da sie nach kurzer Zeit weich werden. Eine Lagerung ist nur bedingt möglich.

Grundrezept Gemüsechips im Backofen

Für die Herstellung der Chips im Ofen, hobeln Sie das verwendete Gemüse in dünne Scheiben und geben diese in einen tiefen Teller. Heizen Sie den Backofen auf 140 Grad vor und salzen Sie die Gemüsescheiben, damit sich das enthaltene Wasser bindet. Nach einer Vierteilstunden können Sie die ausgetretene Flüssigkeit weggiessen und die Gemüsescheiben mit einem Stück Haushaltspapier trockentupfen.

Geben Sie, je nach Gemüsemenge, 2-3 EL hochwertiges Oliven- oder Rapsöl über die Gemüsescheiben und kneten Sie die Scheiben einmal durch. Legen Sie diese anschliessend einzeln (vorher möglichst viel Öl abschütteln!) ohne Überlappung auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech, damit sie auch schön knusprig werden. Backen Sie die Chips nun etwa 40-50 Minuten bei leicht geöffneter Backofentür (Kellenstiel zwischen Backofen und Tür einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann). Die Chips sind fertig, wenn sie knusprig und trocken sind.

Unser Tipp für Sie: Lagern Sie die fertigen Chips in Papiertüten (beispielsweise Butterbrottüten). Trocken, luftdicht und dunkel gelagert, halten sie sich über mehrere Wochen.

5. Vollkornbrot

Brot backen gehört zu einer der meditativsten Tätigkeiten in der Küche überhaupt. Das Teigkneten bringt zudem Ihren Kreislauf in Schwung und kann schon fast als sportliche Betätigung betrachtet werden. Und was schmeckt besser als ein frisch gebackenes Brot?

Brote aus Vollkornmehl sättigen länger und verfügen über eine grosse Anzahl an Ballaststoffen, welche eine nicht unbedeutende Rolle bei der Vorbeugung von Verdauungsproblemen spielen.

Rezept für ein einfaches Vollkornbrot

  • 2 EL Apfelessig
  • 1 Päckli Trockenhefe
  • 150 g Sesam sowie Körner nach Wahl (gemischt)
  • 2 TL Salz
  • 500 g Vollkornmehl
  • 4,5 dl handwarmes Wasser

Die Trockenhefe mit dem Wasser verrühren und die restlichen Zutaten beifügen. Teig für 10 Minuten kneten. Anschliessend in eine mit Backtrennpapier ausgekleidete Cakeform geben und diese in den kalten Backofen stellen. Sie müssen bei diesem Rezept den Teig nicht gehen lassen! Bei 170 Grad für rund 60 Minuten backen.

Unser Tipp für Sie: Brot bewahren Sie am besten in einem Brotkasten auf, in dem die Luft zirkulieren kann. Um Schimmelbildung zu vermeiden, diesen wöchentlich mit Essigwasser auswaschen.

Schwangerschaftsdiabetes: Was Sie wissen müssen

Der orale Glukosetoleranztest (OGTT) in der Schwangerschaft wird auch als Zuckerbelastungstest bezeichnet. Dieser Test wird obligatorisch im zweiten Schwangerschaftstrimester durchgeführt, kann aber in einigen Fällen auch früher erfolgen, um Abweichungen im Blutzuckerspiegel so schnell wie möglich zu diagnostizieren.

Schwangerschaftsdiabetes betrifft 3 bis 5 % aller schwangeren Frauen. Um dessen Entwicklung zu stoppen oder den Blutzuckerspiegel auszugleichen, muss zunächst der obligatorische Screening-Test, bekannt als oraler Glukosetoleranztest, durchgeführt werden. Schwangere sollten mit diesem Test nicht warten, da Schwangerschaftsdiabetes sowohl für die Mutter als auch für das Kind erhebliche Gefahren mit sich bringt.

Es wird empfohlen, den OGTT im zweiten Trimester zwischen der 24. und 28. In der Schweiz gehört der orale Glukosetoleranztest zu den wichtigen Screening-Untersuchungen während der Schwangerschaft. Es ist wichtig, dass jede werdende Mutter weiss, wann der OGTT in der Schwangerschaft durchgeführt werden sollte. Wenn eine Frau vor der Schwangerschaft keinen Diabetes hatte, wird empfohlen, den Test zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche durchzuführen.

Um zuverlässige Ergebnisse des OGTT zu erhalten, ist keine spezielle Vorbereitung erforderlich. Es sollten keine Diätveränderungen vorgenommen oder die körperliche Aktivität gesteigert werden. Die Schwangere muss gesund sein, da selbst eine leichte Erkältung die Ergebnisse des Tests beeinflussen kann. Der Arzt sollte über eingenommene Medikamente informiert werden, insbesondere über Betablocker oder Psychopharmaka.

Der orale Glukosetoleranztest ist eine mehrstufige Untersuchung. Zuerst wird der Blutzuckerwert auf nüchternen Magen gemessen. Anschliessend wird eine Lösung mit Glukose zubereitet, die die Schwangere trinken muss.

Nach der Diagnose muss die schwangere Frau umgehend einen Diabetologen aufsuchen. Es ist notwendig, ihre bisherigen Gewohnheiten zu ändern. Der tägliche Kalorienbedarf einer schwangeren Frau hängt von ihrem BMI vor der Schwangerschaft ab, beträgt jedoch in der Regel zwischen 1800 und 2500 kcal. Die Ernährung sollte gut ausgewogen sein und aus drei Hauptmahlzeiten sowie drei Snacks (einschliesslich einem vor dem Schlafengehen) bestehen.

Es wird auch eine moderate körperliche Aktivität empfohlen, die an die Schwangerschaft angepasst ist. Schwangere mit Schwangerschaftsdiabetes müssen ihre Blutzuckerwerte täglich auf nüchternen Magen und eine Stunde nach jeder Mahlzeit messen.

Wenn eine Ernährungsumstellung und die Einführung optimaler körperlicher Aktivität nicht ausreichen, ist die Anwendung von Insulininjektionen erforderlich. Im Fall von Makrosomie ist eine natürliche Geburt nicht möglich, und der Geburtstermin wird auf etwa die 37. Schwangerschaftswoche festgelegt, um einen Kaiserschnitt durchzuführen. Dies hängt mit dem beschleunigten Wachstum des Kindes im Mutterleib aufgrund des hohen Blutzuckerspiegels zusammen. Das Neugeborene kann unmittelbar nach der Geburt Gefahr laufen, an Hypoglykämie (niedrigem Blutzucker) zu leiden, was in extremen Fällen zu einem hypoglykämischen Koma führen kann.

Weitere Ernährungstipps für Schwangere

Neben den spezifischen Empfehlungen für Schwangerschaftsdiabetes gibt es allgemeine Ernährungstipps, die für alle Schwangeren gelten:

  • Je besser die Qualität Ihrer Lebensmittel, desto wohltuender sind sie für Sie und Ihr Baby.
  • Ausreichend trinken ist in der Schwangerschaft doppelt wichtig.
  • Der ideale Speiseplan enthält viel frisches Obst und Gemüse, dazu Vollkornprodukte, einige Milchprodukte, pro Woche etwa 300 Gramm mageres Fleisch und zweimal fettreichen Fisch.
  • Fett sollte möglichst pflanzlich sein und wohldosiert eingesetzt werden.
  • Gönnen Sie Ihrem Körper viele Mineralien, Vitamine und Spurenelemente.
  • Pro-Tipp gegen Übelkeit, Sodbrennen und niedrigen Blutzucker: Nehmen Sie statt drei großen Mahlzeiten lieber fünf kleinere über den Tag verteilt zu sich.

Die Schweizerische Diabetes-Gesellschaft SDG ASD hat eine kleine Broschüre zum Thema herausgegeben. Auch finden Sie dort Adressen der Diabetes-Gesellschaften in Ihrer Nähe. Die Schrift kann hier bestellt werden.

Kochbuch Schwangerschaftsdiabetes

Mit ausgewogenen, abwechslungsreichen und maximal schmackhaften Schlemmereien gesund und genussvoll durch die einzigartige Zeit der Schwangerschaft. Der Schwangerschaftstest war positiv und Sie könnten platzen vor Freude? Doch dann hat die Diagnose Gestationsdiabetes einen Schatten der Verunsicherung auf das große Glück geworfen? Nun wollen Sie sicherstellen, dass Sie für Ihr Baby und sich nur das Beste zu sich nehmen und gleichzeitig keinesfalls auf Hochgenuss verzichten? Dann ist dieses Kochbuch Ihr perfekter Begleiter durch neun Monate kulinarische Entdeckungsreise!

Schwangerschaftsdiabetes entsteht, wenn der Körper nicht mehr ausreichend auf Insulin reagiert. Doch mit perfekt angepasster Ernährung lässt sich das Problem oft sogar ganz ohne Medikamente in den Griff bekommen. Und die gute Nachricht: Das geht auch mit vollem Geschmack - und dabei absolut alltagstauglich! Dieses Kochbuch präsentiert Ihnen eine Riesenauswahl an leckeren Gerichten, die in Bezug auf Makronährstoffe, glykämischen Index und Mikronährstoffversorgung optimal auf die besonderen Bedürfnisse bei Schwangerschaftsdiabetes zugeschnitten sind, sodass Sie, ganz ohne sich Gedanken zu machen, geschmacklich aus dem Vollen schöpfen können. Von Frühstück über leichte Mahlzeiten bis hin zu Hauptgerichten und verführerischen Desserts erleben Sie Genusshighlights am laufenden Band, und Veggies kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie Fleisch- und Fischfreunde. Und der Aufwand? Keine Angst! Denn die Leckereien in diesem Buch sind gezielt so ausgewählt, dass Sie diese kostbare Zeit mit den wirklich wichtigen Dingen verbringen können. Deswegen stehen die meisten Gerichte im Handumdrehen auf dem Tisch und gelingen dank kinderleichter Anleitung auf Anhieb.

Beispiele aus dem Kochbuch:

  • Frühstück, Brote & Getränke: Ob morgens oder zur Brotzeit - mit Zimt-Birne-Hirsebrei, Karotten-Dinkel-Brot, Quark-Öl-Teig-Brötchen oder Heidelbeer-Skyr-Shake tun Sie sich jederzeit etwas Gutes.
  • Salate, Suppen, Dips & Co.: Grünkohlsalat mit Apfel, Rote-Linsen-Kokos-Suppe, Blumenkohlsuppe oder Erbsen-Minz-Dip liefern lecker-leichten Genuss.
  • Fleisch- & Fischgerichte: Gemüse-Quinoa-Bowl mit Hähnchenbrust, Vollkornnudeln mit Putenbolognese, Fischcurry mit Kokosmilch und Süßkartoffeln oder Seelachs auf Linsensalat sind herzhaft, deftig und gesund zugleich.
  • Vegetarisch-vegane Schlemmereien: Bei Spinat-Schafskäse-Lasagne, Gemüse-Kichererbsen-Burger, Süßkartoffel-Bohnen-Bowl oder Gemüsecurry mit Tofu kommen nicht nur Veggies auf ihre Geschmackskosten.
  • Snacks & Desserts: Dinkel-Gemüse-Muffins, Chia-Cracker, Avocado-Schoko-Creme oder Mandel-Kokos-Kugeln sorgen für kulinarische Glücksmomente im Alltag.

Mit diesem Buch begegnen Sie der Schwangerschaftsdiabetes auf genussvolle Art und entdecken Tag für Tag neue Leckerbissen.

Haferflocken: Ein Held in der Schwangerschaft

Good News für (werdende) Mamas: Mit Haferflocken an Ihrer Seite können Sie sich ganz easy ausgewogen ernähren. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen, die sowohl für Sie als auch für Ihr Baby wichtig sind. Haferflocken helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Heisshungerattacken vorzubeugen. Sie sind vielseitig einsetzbar und können in Form von Porridge, Müsli oder Overnight Oats genossen werden.

Haferflocken haben magenberuhigende Eigenschaften und können gegen Übelkeit wirken. Dank ihrer Ballaststoffe bleibt Ihr Blutzuckerspiegel im grünen Bereich. Wenn Sie sich am Abend schon Overnight Oats mischen und sie in den Morgenstunden geniessen, hat die Morgenübelkeit kaum eine Chance.

Weitere nahrhafte Snacks in der Schwangerschaft sind:

  • Trockenobst
  • Joghurt
  • Karotten-Sticks
  • Selbstgemachte Smoothies
  • Nüsse

Lebensmittel, die Schwangere vermeiden sollten

Damit Körper und Geist Ihres Babys sich gut entwickeln, brauchen Sie eine Extraportion Vitamine, Jod, Folsäure, Eisen, Magnesium und Kalzium. Die meisten Vitamine und Nährstoffe liefern Sie Ihrem Körper über bewusste Ernährung. Ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft kann in den ersten Monaten eine kleine Challenge sein. Was Sie zuvor nicht ausstehen konnten, wird plötzlich zur größten Versuchung.Doch auch wenn vieles erlaubt ist, gibt es einige No-Gos für werdende Mütter. Tabu sind:

  • Alkohol
  • chininhaltige Getränke
  • rohe Tierprodukte wie Fleisch, Fisch, Eier, Rohmilch
  • rohes Getreide
  • Raubfische, die viel Quecksilber enthalten, zum Beispiel Thunfisch, Aal, Rotbarsch oder Heilbutt
  • zu viel Koffein, Fett und Zucker
  • vorgeschnittenes Obst oder Salate und Lebensmittel aus offenen Gefäßen
  • überzuckerte Getränke wie Energydrinks
  • Lakritze - die schwarze Süßigkeit kann die kognitiven Fähigkeiten von Babys beeinträchtigen

Schwangerschaftsdiabetes: Was bedeutet das für mein Baby?

Die meisten schwangeren Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes bringen absolut gesunde Kinder zur Welt. Falls der Diabetes aber nicht richtig überwacht wird, kann sie eine exzessive Gewichtszunahme für das Baby zur Folge haben (mehr als 4 kg), wodurch die Geburt erschwert werden kann (Risiko eines Kaiserschnitts).

Risikofaktoren für Schwangerschaftsdiabetes

Ja: Manche Frauen sind mehr davon betroffen als andere. Vor allem, wenn es in Ihrer Familie schon Diabetesfälle gibt. Sie exzessives Übergewicht haben, falls Sie in einer vorherigen Schwangerschaft schon an Diabetes gelitten haben, falls Sie über 35 Jahre alt sind, falls Sie bereits ein Baby mit einem Geburtsgewicht über 4 kg zur Welt gebracht haben ...

Ernährungsumstellung bei Schwangerschaftsdiabetes

Zuallererst müssen Sie in regelmässigen Abständen eine Mahlzeit zu sich nehmen (3 Mahlzeiten + ein bis zwei Snacks pro Tag), und auf eine ausgewogene Ernährung achten, um zu heftige Veränderungen des Blutzuckerspiegels zu vermeiden. Lassen Sie keine Mahlzeit aus und naschen Sie nicht zu viel.

Weitere Empfehlungen:

  • Nehmen Sie vermehrt komplexe Kohlenhydrate (Getreide, stärkehaltige Lebensmittel, Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln, Kartoffeln ...) zu sich und vermeiden Sie einfache Zucker (Patisserie-Stückchen, raffinierter Zucker, Konfitüre, gezuckerte Getränke und Bonbons ...);
  • Vermeiden Sie Lebensmittel mit hohem glykämischen Index, denn diese lösen einen vermehrten Insulinausstoss aus: Weissbrot, Kartoffeln, weisser Reis, Süssigkeiten ...

tags: #snacks #bei #schwangerschaftsdiabetes