Schupfnudeln und Flammkuchen: Eine kulinarische Entdeckungsreise

Schupfnudeln und Flammkuchen sind zwei köstliche Spezialitäten, die in der deutschen Küche ihren festen Platz haben. Während Schupfnudeln eher aus dem süddeutschen und österreichischen Raum stammen, hat der Flammkuchen seine Wurzeln im Elsass. Beide Gerichte lassen sich wunderbar kombinieren und bieten eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten.

Schupfnudeln: Von traditionell bis raffiniert

Schupfnudeln entstammen der österreichischen und süddeutschen Küche und werden je nach Region nach den unterschiedlichsten Rezepten zubereitet. Ursprünglich wurden sie aus Roggen- oder Weizenmehl und Ei zubereitet.

Erst mit der Verbreitung der Kartoffel im 17. Jahrhundert werden sie auch aus Kartoffeln zubereitet. Die Bezeichnung Schupfnudeln stammt aus der badischen und schwäbischen Küche. "Schupfen" bedeutet da soviel wie rollen.

Sie werden dort auch "Bubespitzle" genannt, wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem "Buebeschnäbeli". Von der Machart und vom Geschmack her sind sie den italienischen Gnocchi di patata sehr ähnlich.

Grundrezept für Schupfnudeln

Kartoffeln schälen und in Klötze schneiden. In leicht gesalzenem Wasser weich kochen. Kartoffeln abgiessen und wieder in Pfanne geben und auf die ausgeschaltete Herdplatte zurückstellen.

Während die Kartofeln kochen, Zwiebeln fein hacken und in der Butter anrösten bis sie eine braune Farbe annehmen. Kartoffeln noch heiss durch die Kartoffelpresse (oder das Passevite) drücken. Geröstete Zwiebeln und die restlichen Zutaten zugeben (ohne Sauerkraut).

Alles mit einer Gabel gut vermischen, aber keinesfalls kneten. Mt Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Eventuell noch etwas Mehl zugeben: Der Teig sollte weich sein, sich aber von Hand gut formen lassen.

Teig von Hand portionenweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu fingerdicken Rollen formen.

Schupfnudeln mit Sauerkraut und Käse

Schupfnudeln und Sauerkraut, mit Senf, Rahm und Käse veredelt, sind ein geschmackliches Traumpaar.

Schupfnudeln in einer weiten, beschichteten Bratpfanne in Bratbutter anbraten. Sauerkraut dazugeben. Senf und Rahm mischen. Zugeben und kurz einköcheln lassen. Hitze reduzieren. Käse dazugeben und schmelzen lassen.

Schnittlauch fein hacken. Schinkli in Scheiben schneiden.

Schupfnudeln mit Wirz und Raclettekäse

Kartoffeln im siedenden Salzwasser ca. 30 Min. weich kochen. Wasser abgiessen, Restfeuchtigkeit der Kartoffeln unter Hin-und-her-Bewegen der Pfanne auf der ausgeschalteten Platte ausdampfen lassen.

Mehl, Käse, Salz und Pfeffer in einer Schüssel mischen. Kartoffeln mit den Eiern beigeben, gut mischen, zugedeckt ca. 15 Min. ruhen lassen.

Teig vierteln, auf wenig Maizena zu je einer Rolle von ca. 2 cm Ø formen. Mit einem Teighörnchen ca. 2 cm breite Stücke abstechen.

Teigstücke mit wenig Maizena von Hand zu ca. 8 cm langen Schupfnudeln formen, die an den Enden etwas dünner werden. Schupfnudeln portionenweise im leicht siedenden Salzwasser ca. 5 Min. ziehen lassen.

Butter in einer Bratpfanne erhitzen. Speck und Schupfnudeln portionenweise je ca. 5 Min. anbraten, herausnehmen.

Hitze reduzieren, Zwiebeln beigeben, zugedeckt unter gelegentlichem Rühren ca. 15 Min. dämpfen, bis sie hellbraun sind. Wirz und Thymian beigeben, Bouillon dazugiessen, aufkochen. Zugedeckt ca. 5 Min. köcheln.

Raclettekäse beigeben, weiterköcheln, bis der Käse geschmolzen ist. Schupfnudeln daruntermischen, nur noch warm werden lassen, würzen.

Blitz-Schupfnudeln mit Gemüse

Die Blitz-Schupfnudeln sind ausserdem völlig saisonunabhängig, da ihr inhaltlich variieren oder aber auf Tiefkühlkost greifen könnt. Ich habe hier mit Lauch gekocht. Aber ihr könnt auch Federkohl, Spinat (auch tiefgekühlten) oder Mangold benutzen. Oder Rucola. Irgendein Blattgemüse eurer Wahl.

Währenddessen das Gemüse vorbereiten: Waschen und schneiden. Und diesen schliesslich dazu geben und ein paar Minuten mitbraten.

Kräuterfrischkäse, sowie etwas Milch hinzufügen und gut verrühren, so dass eine cremige, aber nicht allzu dicke Sauce entsteht.

Früchte machen sich immer prima im Essen und geben dem ganzen Gericht einen spannenden, süss-frischen Twist.

Flammkuchen: Herzhaft und vielseitig

Flammkuchen ist etwas Feines und lässt sich leicht selber machen (zumindest mit unserem fertigen Teig).

Klassischer Flammkuchen mit Kräuterfrischkäse und Salat

Der Kräuterfrischkäse verleiht Deinem Flammkuchen mit frischen Kräutern einen herrlich herzhaft-würzigen Geschmack. Da bleibt mit Sicherheit kein Stück übrig!

Im knackigen Salat sorgt die Gurke, die Dir gleichzeitig wichtige Nähr- und Mineralstoffe liefert.

Bon Appetit!

Zutaten:

  • 1 Flammkuchenteig
  • 100 g Doppelrahmfrischkäse
  • 100 g Parmesan D.O.P.
  • 1 Teelöffel Dijon Senf
  • 5 g Joghurt

Zubereitung:

Gemüse und Kräuter waschen. Schnittlauch fein hacken und in einer kleinen Schüssel mit Frischkäse verrühren. Flammkuchenteig auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausrollen.

Teig gleichmässig mit Kräuterfrischkäse bestreichen, dabei ca. 1 cm am Rand frei lassen. Mit ein wenig Salz und Pfeffer bestreuen.

Rote Zwiebel abziehen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Teig mit Zwiebelstreifen belegen und Parmesan darüberraffeln. Dann auf der mittleren Schiene im Backofen 13-15 Min. knusprig backen.

In der Zwischenzeit: Gurke mit einem Gemüseschäler in lange, dünne Scheiben hobeln (wässrige Kerne entsorgen). Radiesli vierteln.

In einer grossen Schüssel 2 EL Joghurt, 1 TL Senf, 1 ½ EL Olivenöl, 1 EL Essig, etwas Salz und Pfeffer zu einem Dressing verrühren.

Gurkenstreifen und Radiesliviertel mit in die grosse Schüssel geben, unter das Dressing heben und Salat bis zum Anrichten ziehen lassen.

Flammkuchen in Stücke schneiden und auf Teller verteilen.

Raffinierter Flammkuchen mit knackigem Salat

Wenn dann noch ein Rucola-Salat auf dem Tisch steht, wirst Du nicht nur mit leckeren Kalorien, sondern auch mit reichlich Nährstoffen versorgt.

Bon Appetit!

Zutaten:

  • 1 Stück Flammkuchenteig
  • 75 g Sauerrahm
  • 100 g geriebener Mozzarella
  • 5 g Senf
  • 100 g Frühstücksspeck in Würfeln

Zubereitung:

Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze (200 °C Umluft) vorheizen. Lauch der Länge nach halbieren, gründlich waschen, nur den weissen und hellgrünen Teil in feine Streifen schneiden. Rosmarinnadeln vom Stiel abziehen und fein hacken.

In einer beschichteten Pfanne 1 TL Butter und 1 TL Olivenöl erwärmen. Lauch und Rosmarin darin 5-8 Min. bei schwacher Hitze weich garen.

Flammkuchenteig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen. Teig gleichmässig mit Sauerrahm bestreichen, am Rand ca. 1 cm frei lassen, nach Geschmack mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.

Lauch darauf verteilen und mit Mozzarella bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofens in 13-15 Min. knusprig überbacken.

Rucola waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Apfel abwaschen, Kerngehäuse entfernen und in feine Scheiben schneiden. Kürbiskerne in einer kleinen Pfanne ohne Zusatz von Fett rösten, bis sie duften, anschliessend kurz abkühlen lassen. Petersilie klein schneiden.

Für das Salat-Dressing: 2 EL Olivenöl, 1 EL Essig, 1 TL Senf und ½ TL Honig mit etwas Salz und Pfeffer in einer Salatschüssel gut miteinander verrühren.

Rucola, Apfelscheiben und Kürbiskerne dazugeben und vorsichtig mit dem Dressing vermischen.

Lauch-Sauerrahm-Flammkuchen nach der Garzeit aus dem Ofen nehmen, in Stücke schneiden und auf Tellern verteilen.

Schupfnudeln selber machen | Hengstenberg

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