Meinen ersten Teller Pasta mit Cime di Rapa durfte ich in der bekannten Ortschaft “Alberobello” in Apulien geniessen. Umgeben von den, für Alberobello typischen, “Trulli-Häusern” servierte mir ein charmanter, italienischer Kellner eine Portion dieses sündhaft leckeren Gerichtes, in welches ich mich auf Anhieb verliebt habe. Amore mio!
Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich das Gemüse “Cime di Rapa” (zu Deutsch: Stängelkohl) nicht. Anscheinend ist es mit dem Broccoli verwandt, schmeckt für mich persönlich aber so gar nicht nach Broccoli. Viel mehr überwiegt das leicht bittere Aroma des Stängelkohls, welches dieses Pastagericht so einzigartig macht.
Klassisch wird Cime di Rapa mit einer Pastasorte Namens “Orecchiette” serviert. Orecchiette (zu Deutsch: “Öhrchen”) stammen ursprünglich aus Apulien und werden in dieser Gegend an jeder Ecke angeboten, produziert und natürlich in unterschiedlichsten Variationen gegessen.
Wer jetzt in der Zutatenliste “Sardellen” entdeckt und wie ich, kein ausgesprochener Sardellen-Fan ist, dem sei hier gleich vorab gesagt: Keine Angst, die Sardellen schmeckt man im fertigen Gericht nicht wirklich, wenn man das nicht möchte oder mag. Wenn ihr nur 1/2 Büchse Sardellenfilets in die Sauce mischt, dann sorgen sie einfach für ein leckeres Aroma.
ABER: Bei diesem Gericht bin ich ganz ehrlich auf den Geschmack von Sardellen gekommen :) D.h. ich bevorzuge es heutzutage, eine komplette Büchse Sardellen (=ca. 10 Filets) in die Sauce zu geben, so dass man deren Aroma ganz leicht erahnen kann.
PASTA wie in Italien: Nudeln ganz einfach selber machen
Zutaten und Zubereitung
Mind. Sardellenfilets mit einem Messer zerkleinern und zusammen mit 5-6 EL Olivenöl in eine grosse Bratpfanne geben. Wer das Aroma von Sardellen mag, dem empfehle ich ca. Peperoncino von den Kernen befreien und klein schneiden. Auch hier gilt: Erst einmal vorsichtig mit der Schärfe umgehen. Die Knoblauchzehen mit Hilfe einer Knoblauchpresse zu den restlichen Zutaten pressen und alles kurz auf mittlerer Flamme anrösten.
Optional: Wer mag, kann eine Handvoll Cherrytomaten halbieren und ebenfalls kurz (sehr kurz!) mit der Olivenöl-Knoblauch-Sardellenmischung andünsten.
Die Cime di Rapa waschen, die eventuell holzigen Enden abschneiden und das restliche Gemüse in 1cm-5cm lange Stücke schneiden. Nun wird in einem GROSSEN Topf reichlich Wasser zum kochen gebracht und anschliessend gesalzen.
Kurz vor Ende der Kochzeit der Orechiette wird nun die geschnittene Cime di Rapa ebenfalls ins Kochwasser gegeben und für 3 Minuten mitgekocht.
Bitte beachte: Wenn du die Mengenangaben selbst anpasst, kann es passieren, dass dir das Rezept nicht perfekt gelingt. Die Mengenangaben und Koch-/Backzeiten der Zutaten werden im Text nicht automatisch angepasst.
Probieren Sie unbedingt das trendige Rezept Pasta alla Vodka.
3. Die Zwiebel und den Knoblauch separat fein hacken. Die Zwiebel in ca. 3 EL Öl für ca. 10 Min. andünsten. Knoblauch in die Pfanne geben, den Vodka dazu giessen und diesen verdunsten lassen. Das Tomatenmark und die Pelati-Tomaten mit Piccante Gewürz zu den Zwiebeln geben und ca. 20 Min.
Einen Topf mit Wasser aufstellen und dieses zum Kochen bringen. Das kochende Wasser salzen und die Pasta hineingeben, bis die Nudeln al dente sind. Den Basilikum hacken.
Rahm und Butter zum Sugo geben, umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Pasta zum Sugo dazugeben und Parmesan, Pfeffer sowie Basilikum darüber streuen.
Die Zitrone waschen und anschließend die Zitrone mit einer Reibe raspeln. Du benötigst ca. 1 gehäuften TL Zitronenabrieb. Anschließend die Zitrone auspressen. Die Nudeln in reichlich gesalzenem Wasser nach Packungsanleitung kochen. Vor dem Abgießen ca. Die Nudeln, den langen Pfeffer und die Hälfte des Nudelwassers dazugeben und mit etwas Salz abschmecken. Zitronensaft dazugeben. Den Rest des Nudelwassers abwechselnd mit Parmesan und der restlichen Butter dazugeben. Abschließend in tiefen Tellern anrichten und mit Rucola nach Belieben garnieren.
Et voilá! Dein Gericht ist nun fertig!
Hier sind einige verwandte Rezepte:
- Tomatenrisotto
- Spaghetti Carbonara mit Rahm
- Honig-Pouletgeschnetzeltes mit Gemüse (Low Carb)
- Linsen-Dal
- Cordon bleu
- Schnelle Rösti-Pizza
- Blumenkohl-Gnocchi
- Gnocchi-Auflauf mit Gemüse
- Schweins-Saltimbocca
- Baked-Beans-Shakshuka
Tipps und Tricks für die perfekte Pasta
Ab sofort gilt: Pasta fatta in casa. Denn Teigwaren selbst herzustellen, ist gar nicht so schwierig. Damit das kulinarische Unterfangen glückt, gilt es allerdings ein paar Regeln zu beachten.
Hartweizengriess und Wasser, gemischt im Verhältnis 2:1, und eine Prise Salz. Das braucht es im Minimum, um einen Pasta-Teig herzustellen. So wird zum Beispiel für den simplen Grundteig 100 Gramm Hartweizengriess («Semola di grano duro rimacinata») mit 50 Milliliter heissem Wasser und einem Gramm Salz vermengt und zu einem glatten Teig geknetet.
Das ausgiebige Kneten ist wichtig, damit der Teig schön geschmeidig wird und sich hinterher gut verarbeiten lässt. Anstelle von Wasser kann man natürlich auch Eier nehmen. Die Zauberformel dazu lautet: pro 100 Gramm Mehl 1 Ei.
Das bedeutet: Für vier Personen nimmt man 500 Gramm Mehl - am besten je zur Hälfte in Form von Hartweizengriess und Weizenmehl -, einen gestrichenen Teelöffel Salz (5 Gramm) und 5 Eier. Sobald der Teig schön geschmeidig geknetet ist, wird er in Frischhaltefolie gewickelt - für ein optimales Ergebnis kann er zusätzlich mit wenig Öl eingepinselt oder eingerieben werden - und für rund 30 Minuten bei Raumtemperatur stehengelassen.
Die Ruhezeit ist wichtig, damit das Klebereiweiss Spannung abbaut und sich der Teig somit besser verarbeiten lässt. Ein perfekt ausgeruhter Pasta-Teig ist weder flüssig noch fest, sondern fühlt sich elastisch an.
Ein Eier-Teig ist ideal, um beispielsweise Ravioli, Tortelli oder Bandnudeln herzustellen. Seine Beschaffenheit erinnert ein bisschen an Kaugummi, der sich beim langsamen Auseinanderziehen dehnt und beim Loslassen automatisch wieder zusammenkriecht.
Für die Nudelherstellung braucht es übrigens nicht zwingend eine Pastamaschine: Der Teig lässt sich auch mit dem Nudelholz dünn auswallen und anschliessend mit einem Messer schwungvoll in Streifen schneiden - die Nudeln dürfen dabei ruhig etwas ungleichmässig geschnitten sein.
Zum ersten Mal selber Tortelli gemacht habe ich vor über zwanzig Jahren, in den Hügeln der zauberhaften Maremma, im romantischen alten Steinhaus einer Freundin. Ihre Nachbarin Maria hat uns instruiert, wie man Zitronen-Ricotta-Tortelli nach altem Familienrezept herstellt. Natürlich ohne Küchenwaage, sondern nach Gefühl und von Auge abgemessen.
Maria hat das Mehl direkt auf den Tisch gehäuft, eine Mulde geformt, ein Ei hineingeschlagen, ein halbes bicchiere di aqua beigefügt, ein bisschen Salz und etwas vom hauseigenen Olivenöl dazugegeben und alles zu einem glatten Teig geknetet. Den Teig hat sie mit einem Küchentuch zugedeckt und rund eine Stunde ruhen lassen, bevor wir ihn dann durch die Pastamaschine gedreht und zu Tortelli weiterverarbeitet haben. Niemals wieder habe ich so gute Zitronen-Ricotta-Tortelli gegessen wie damals unter der toskanischen Sonne.
Denn meine Erfahrung hat mich gelehrt: Wer nicht Maria heisst und schon seit Generationen in der Maremma ansässig ist, sollte besser auf Nummer sicher gehen und den Teig ganz bünzlig abwägen. So läuft man nicht Gefahr, dass er zu trocken und brüchig wird. Oder zu flüssig. Denn dann schmeckt er im Mund nach dem Kochen pampig.
Perfektionisten sind der Ansicht, dass nur getrocknete Hartweizengriesspasta eine perfekte Al-dente-Textur, also diese knackige Bissfestigkeit, erlangen kann. Beim Trocknen verhält sich die Pasta wie frisch gewaschene Leinenbettwäsche: Hängt sie an der Luft und wird vielleicht sogar noch von einem leichten Lüftchen umweht, trocknet sie schneller, als wenn sie zu Papardelle-Nestern zusammengerollt wird.
Es gibt im Handel spezielle professionelle Dörrautomaten, aber eine klassische Nudelspinne oder ein Nudelständer aus Holz oder Chromstahl tut es auch. Auch ein Umluftbackofen kann zum Trocknen verwendet werden. Dabei verteilt man die Pasta auf dem Blech, stellt den Ofen auf 40 bis maximal 50 Grad ein und lässt die Türe einen Spalt offen, indem man einen Holzlöffel dazwischen klemmt, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Aber lohnt sich das denn? Der Vorteil von getrockneter Pasta ist, dass sie länger haltbar bleibt. Was jedoch die Bissfestigkeit betrifft, lohnt sich der Aufwand meiner Meinung nach nicht. Wird Pasta mit Ei zubereitet, ergibt sich nämlich nicht nur eine höhere Elastizität, sondern auch eine Textur, die der Bissfestigkeit sehr nahe kommt.
Damit die Pasta beim Kochen nicht verklebt, sollte man unbedingt einen grossen Topf verwenden. Zuerst wird das Wasser aufgekocht. Sobald es sprudelt, wird es gesalzen, dann erst kommt die Pasta ins siedende Wasser.
Delikate, frische Teigwaren sowie gefüllte Pasta gibt man nicht ins sprudelnde Wasser, weil sie kaputtgehen könnten, sondern lässt sie im heissen Wasser ziehen.
Übrigens, es ist nicht nötig, dem Kochwasser Olivenöl beizufügen: Das wertvolle Öl kommt erst nach dem Kochen zum Zuge, um die Pasta abzurunden oder die Sauce zu verfeinern.
Ist die Pasta bereits al dente gegart und muss noch kurz beiseite gestellt werden, weil man vielleicht gerade noch mit der Sauce beschäftigt ist, kann etwas Nudelwasser, das man beim Abgiessen des Kochwassers aufgefangen hat, helfen, dass die Pasta geschmeidig bleibt.
Lässt man die Nudeln trocknen, sind sie länger haltbar.
Eine schön al dente gegarte Pasta braucht nur wenige Zutaten für das perfekte kulinarische Glück.
Nährwerttabelle für Pasta Pate
| Nährwert | Menge pro Portion (ca. 200g) |
|---|---|
| Kalorien | 350 kcal |
| Fett | 15g |
| Kohlenhydrate | 45g |
| Protein | 10g |
Eier machen den Teig nicht nur gelb, sondern auch schön elastisch.
