Ein riesiger Meilenstein im Leben eines Kindes ist die erste Mahlzeit neben Muttermilch oder Flaschenmilch. Der spannende Entwicklungsschritt wirft bei vielen Eltern aber auch zahlreiche Fragen auf: Womit beginnt man am besten? Was darf ein Baby essen? Und welche Lebensmittel sind für Kinder ungeeignet? Wann beginnt man am besten mit der Beikost?
Zwischen dem 4. und 6. Monat ist es Zeit für den sanften Übergang von Muttermilch oder Flaschenmilch zu fester Nahrung. Zusätzlich zum Stillen bzw. der Flasche können jetzt erste Beikost-Versuche gestartet werden. Die WHO empfiehlt ausschließliches Stillen in den ersten 6 Lebensmonaten. Das gilt allerdings vor allem für weniger entwickelte Länder, in denen es sonst kein gutes Lebensmittelangebot gibt.
Eine ausgewogene Ernährung im ersten Lebensjahr ist wichtig für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes und einen guten Start ins Leben. In den ersten 4 bis 6 Monaten ist der Nährstoffbedarf Ihres Kindes mit der Muttermilch oder einer Säuglingsmilch gedeckt. Die Muttermilch enthält alle Nährstoffe, die Ihr Kind in den ersten Monaten benötigt, sowie Immun- und Abwehrstoffe. Falls Sie auf das Stillen ganz oder teilweise verzichten müssen oder möchten, können Sie Ihr Kind mit einer Säuglingsmilch aus der Babyflasche ernähren.
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt ab Beginn des 5. und spätestens ab Beginn des 7. Monats mit Beikost zu beginnen. Unter Beikost versteht man alle Lebensmittel, die Säuglinge neben Muttermilch oder Säuglingsmilch im ersten Lebensjahr essen. Wann Sie mit der Beikost beginnen, hängt von Ihrem Kind ab. Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus. Wenn Sie Ihr Kind beobachten, erkennen Sie, ob es für Beikost bereit ist: Kann es beispielsweise aufrecht sitzen und den Kopf hoch halten? Interessiert es sich für das Essen am Tisch? Nimmt es selbst Dinge in den Mund? Falls Ihr Kind den Kopf wegdreht, das Essen ausspuckt oder ablehnend reagiert, ist es vielleicht noch nicht bereit für die Beikost. Beginnen Sie am Anfang mit nur einem Lebensmittel, ohne es mit anderen zu mischen. Es gibt nicht das einzig richtige Lebensmittel, das Sie Ihrem Kind als erste Beikost geben können. Mit welchem Lebensmittel Sie beginnen (Gemüse oder Früchte), ist Ihnen überlassen.
Nachdem Ihr Kind bereits einige Gemüse- und Früchtesorten kennengelernt hat, können Sie mit Kartoffeln und Fleisch beginnen. Für eine gute Eisenversorgung ist es wichtig, dass Ihr Kind spätestens ab dem 7. Monat eisenhaltige Lebensmittel zu sich nimmt, wie Fleisch oder Fisch. Ergänzen Sie zudem eine Mahlzeit pro Tag mit Rapsöl, dies liefert Ihrem Kind wertvolle Fettsäuren. Anfangs reichen 1 bis 2 Teelöffel am Tag.

Warum Vorsicht geboten ist
Verarbeitete Fleischwaren (zum Beispiel Wurst und Schinken) sind wegen ihres hohen Gehaltes an Fett, Salz und Pökelsalzen nicht empfehlenswert. Rohe tierische Lebensmittel können mit Bakterien belastet sein und schwere Krankheiten auslösen. Tierische Lebensmittel müssen durchgehend (also auch im Inneren) für mindestens 2 Minuten auf mindestens 70 °C erhitzt werden.
Die folgenden Nahrungsmittel sind daher nichts für Ihr Baby:
- Rohmilch und Käse aus Rohmilch
- Rohwurst wie Salami oder Landjäger
- Rohes oder nicht ausreichend durchgegartes Fleisch
- Rohschinken
- Roher und geräucherter Fisch wie z. B. Rauchlachs
- Gerichte aus rohen Eiern
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Schinken in Babybrei - ja oder nein?
Der Schinken-Getreide-Brei ist eine nahrhafte und schmackhafte Mahlzeit für die Beikost Ihres Babys. Der Schinken-Getreide-Brei wurde für Babys ab dem 4./6. Monat entwickelt, je nach Empfehlung des Kinderarztes, um sie in der sensiblen Phase der Beikost zu begleiten. Dieser Brei kombiniert gekochten Schinken (30%), sorgfältig ausgewählt und kontrolliert aus italienischem Schweinefleisch, mit Reismehl (10%), einem leicht verdaulichen Getreide. Zubereitet mit Kochwasser und einem Hauch Zitronensaftkonzentrat, bietet er einen zarten Geschmack und eine samtige Konsistenz, perfekt für die ersten Mahlzeiten. Schinken ist eine Quelle edler Proteine, die für das Wachstum und die Muskelentwicklung des Babys unerlässlich sind. Er ist ohne Stärkezusatz, ohne Salzzusatz, ohne Farb- und Konservierungsstoffe, was höchste Reinheit und Sicherheit gewährleistet.
Es gibt auch Schinkenpüree für Babys. Einfach in die Beikost von Babys ab 4/6 Monaten zu integrieren. Der Schinken wird einfach gedämpft und püriert, um eine geschmeidige Konsistenz zu erhalten, die den Gaumen des Babys verwöhnt. Alle Zutaten in diesen Beuteln sind biologisch und vor allem frei von unnötigen Zusatzstoffen, Salz, Zuckerzusatz und Konservierungsstoffen. Kurz gesagt: nur das Beste.

Alternativen und Empfehlungen
Mageres Fleisch ist die bessere Alternative - nicht nur im ersten Lebensjahr. Wenn Sie für Kinder unter drei Jahren kochen, ist dies auch besser so, denn sie alle können mit Schwermetallen und Dioxinen belastet sein. Dasselbe gilt für Wildfleisch.
Nach der sanften Einführung von fein püriertem Brei einzelner Gemüse- oder Obstsorten, wird empfohlen, einen Brei mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch zu geben. Das liegt vor allem an der besseren Versorgung mit Eisen und Zink.
Gelegentlich mal eine Reiswaffel zum Zvieri ist kein Problem; Vollkorncracker, Maiswaffeln oder Brot eignen sich jedoch besser als Zwischenmahlzeit für Babys.