Der Anbau von Gemüse im Gewächshaus bietet zahlreiche Vorteile, besonders in Regionen mit wechselhaftem Klima. Ein Glas-Gewächshaus schützt vor Regen, Wind und Stürmen, wodurch Jungpflanzen und reifendes Gemüse nicht geschwächt oder beschädigt werden. Zudem ermöglicht es eine frühere Aussaat und verlängert die Erntezeit.

Die Vorteile eines Glas-Gewächshauses
- Schutz vor Witterungseinflüssen wie Regen, Wind und Hagel
- Verlängerung der Anbausaison durch frühere Aussaat
- Optimale Bedingungen für wärmeliebende Gemüsesorten
- Schutz vor Krankheiten, insbesondere bei Tomaten
Beliebte Gemüsesorten für das Gewächshaus
Zu den beliebtesten Gemüsesorten für den Anbau im Gewächshaus zählen:
- Tomaten: Besonders geschützt vor der Kraut- und Braunfäulekrankheit.
- Gurken: Benötigen Rankhilfen zur optimalen Nutzung des Platzes und zur Belüftung.
- Salate: Wachsen gut und können jederzeit geerntet werden.
Achtung: Tomaten und Gurken sollten nicht direkt nebeneinander in einem Hochbeet gepflanzt werden.
Salatanbau im Gewächshaus
Salat zählt zu den Seglern unter den Gemüsearten und liebt es, wenn ihm der Wind um den Wurzelhals weht. Ansonsten kann es nämlich sein, dass er anfängt zu faulen. Von daher pflanzen Sie Setzlinge höher ein, als sie vorher gestanden haben, damit den Jungpflanzen der Wind um die Nase (oder unter die Blätter) wehen kann.
Salat pflanzen ist kein Hexenwerk. Es gibt allerdings eine Sache, die Sie unbedingt beachten sollten. Dann ist Ihnen eine gute Ernte garantiert.
Das bedeutet, dass er es liebt, wenn ihm der Wind um den Wurzelhals und unter die Blätter weht. Pflanzen Sie Salat daher immer etwas höher, als er vorher gestanden hat. Ansonsten kann es passieren, dass die Jungpflanzen anfangen zu faulen und absterben.
Sie können vorgezogenen Salat entweder nach den Eisheiligen in das Gemüsebeet auspflanzen. Ausserdem können Sie ab März auch die Salat Samen direkt im Beet aussäen.
Salat-Setzlinge unbedingt höher pflanzen, als sie vorher gestanden haben.
Kopfsalat, im Volksmund auch Buttersalat genannt, gehört zu den Gartensalaten und verdankt seinen Namen seiner runden Wuchsform. Diese entsteht durch die besonders stark gestauchte Sprossachse - das ist der Teil der Pflanze, der das Blattwerk trägt. Der wohl bekannteste Vertreter unter den Kopfsalaten ist der Eisbergsalat. Andere Kopfsalate gibt es sowohl mit glatten als auch mit krausen Blättern. Die Blattfarbe erstreckt sich von grün bis dunkelrot.
Kopfsalat stellt nur geringe Ansprüche an seinen Standort. Auf reichlich Sonne kann er jedoch nicht verzichten. Ein tiefgründiger, humusreicher Boden kommt ihm zwar entgegen, da er eine lange Pfahlwurzel ausbildet, ist aber kein Muss.
Wenn Sie Kopfsalat vorziehen möchten, geht dies bereits zu Jahresbeginn. Die Direktaussaat ins Beet oder das Pflanzen von Jungpflanzen aus dem Fachhandel empfiehlt sich ab April und kann auch noch bis in den Spätsommer, bei guten Wetter sogar noch im Herbst erfolgen. Achten Sie beim Saatgutkauf auf die empfohlene Aussaatzeit. Nicht jede Sorte ist sowohl für den Frühjahrs- als auch für den Herbstanbau geeignet. Wer ein Gewächshaus hat, kann Kopfsalat sogar das ganze Jahr über anbauen, da die Keimtemperatur bei nur 15° C liegt. Auch der Anbau in Töpfen ist möglich. Wegen der Pfahlwurzeln sollten die Töpfe oder Kübel aber ausreichend tief sein. Achten Sie grundsätzlich darauf, Kopfsalat nicht zu tief einzupflanzen, da er sonst zum Faulen neigt.
Kopfsalat ist durch seine Anspruchslosigkeit ein guter Lückenfüller. Er ist für die meisten Pflanzen ein guter Nachbar im Beet und Teil vieler Mischkulturen. Bohnen, Gurken und Möhren, aber auch Tomaten, Kohlgemüse sowie Erdbeeren nehmen neben Kopfsalat gerne Platz im Beet. Einzig Sellerie ist kein guter Nachbar für Ihren Kopfsalat.
Salat eignet sich bei genügend Platz auch grundsätzlich für den Anbau auf der Fensterbank, da die Blätter direkt verzehrt und keine Blüten bestäubt werden müssen.
Da Kopfsalat zu über 90 % aus Wasser besteht, muss er auch fleissig gegossen werden. Achten Sie auf eine tiefgehende, durchdringende Bewässerung. Sonst machen die Blätter schnell schlapp. Auch sollten die Blätter selbst beim Giessen nicht nass werden. Das beugt Pilzkrankheiten vor.
Kopfsalat ist Schwachzehrer und benötigt daher nicht viele Nährstoffe, weshalb er eine gute Ergänzung zu z.B. starkzehrenden Kohlpflanzen im Beet ist. Kopfsalat alleine sollte daher nur schwach gedüngt werden. In einer Mischkultur reicht die Düngung der in der Nachbarschaft stehenden starkzehrenden Pflanzen aus. So versorgen Sie den Kopfsalat gleich mit.
Kopfsalat lässt sich im Freiland ab Mai bis in den Herbst hinein ernten. Zwar können Sie die äusseren Blätter auch einzeln ernten. Am besten ernten Sie den Kopfsalat aber im Ganzen. Schneiden Sie dazu den gesamten Kopf knapp oberhalb der Erde ab. Im Optimalfall ernten Sie den Kopf abends, an sonnigen Tagen. Dann ist der Nitratgehalt im Salat am geringsten und somit besonders gesund und lecker. Im Boden verbleibende Pflanzenreste sollten möglichst direkt herausgezogen und auf den Kompost gebracht werden. So vermeiden Sie das Eindringen von Pilzkrankheiten.
Kopfsalat ist leider nicht sehr lange haltbar und lässt sich kaum lagern. Besonders Druckstellen, die dann faulig werden, entstehen schnell. Daher hilft nur: immer wieder frisch ernten! Wenn Sie über die Saison etwa alle 14 Tage, wenn die ersten Blätter der zuletzt gesäten Pflanzen treiben, einige wenige Pflanzen nachsäen, können Sie Kopfsalat über viele Monate frisch geniessen.
Viele Gärtner kennen es: Erst wächst der Salat sprunghaft in die Höhe und bildet dann auch noch Blüten aus. Das sogenannte Schiessen kann bei zu dichter Bepflanzung oder Schädlingsbefall auftreten, wird aber vor allem durch Trockenheit und zu hohe Temperaturen hervorgerufen. Im Frühjahr und Herbst kann es aber auch bei sehr kühlen Temperaturen zum Schiessen kommen. Zum Schutz seiner Blüten bildet der Kopfsalat dann Bitterstoffe. Die Blätter sind dann oftmals ungeniessbar.
Salat pflanzen: So einfach geht’s (Anleitung)
Bewässerung im Gewächshaus
Je nachdem, welche Art von Gewächshaus (ob aus Glas oder Kunststoffgewächshaus) du besitzt, unterscheiden sich auch die Methoden der Pflanzenbewässerung. So gelten einfache Foliengewächshäuser hinsichtlich der Wasserzufuhr als unkomplizierter als grosse Gewächshäuser aus Glas. Hinzu kommt, dass die vielfältigen Arten von Nutzpflanzen jeweils einen ganz eigenen Bedarf hinsichtlich der Wasserversorgung aufweisen.
Zu unterscheiden ist hier insbesondere zwischen folgenden Pflanzenarten:
- Starkzehrer wie zum Beispiel Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Kürbis, Kohl, Lauch, Artischocken und Melonen
- Mittelzehrer wie Kopfsalat, Karotten, Kohlrabi, Stangenbohnen, Zwiebeln, Knoblauch und Spinat
- Schwachzehrer wie Feldsalat, Erbsen, Kresse, Radieschen und die meisten Kräuter
Und schliesslich spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine wichtige Rolle für die Bewässerung. Einige Böden können Wasser länger und in grösseren Mengen speichern als andere.
Manuelle Bewässerung
Einfach, ohne komplizierte und kostenintensive Technik und schnell zu installieren - das sind die Hauptvorteile von manuellen Systemen zur Bewässerung deines Gewächshauses.
Schlauchsysteme
Der Einsatz von grossflächigen Sprinklern, die an den Gartenschlauch angeschlossen werden, ist insbesondere im Gewächshaus nicht zu empfehlen. Wesentlich besser und schonender ist die Pflanzenbewässerung direkt am Stängel. Hierfür gibt es spezielle Schlauchsysteme, die sich an eine elektrische Pumpe oder ein Hauswasserwerk anschliessen lassen. Sogar die Wassermenge lässt sich hier individuell einstellen. Weiterhin solltest du darauf achten, dass das Wasser nicht zu kalt ist. Auch deshalb bietet es sich an, das angesammelte Regenwasser in einer grossen Tonne zu sammeln und dann zum Giessen zu verwenden.
Wichtig: Giesse richtig!
Experten empfehlen, deine Pflanzen im Gewächshaus mindestens einmal in der Woche zu giessen. In den Sommermonaten, insbesondere wenn es sehr heiss ist, empfiehlt sich eine Bewässerung mindestens zwei bis drei Mal pro Woche, um die Pflanzen mit ausreichend Wasser zu versorgen. Giess die Nutzpflanzen immer an der Wurzel, um die empfindlichen Blätter zu schützen.
Was den Zeitpunkt der Pflanzenbewässerung im Gewächshaus betrifft, gehen die Meinungen auseinander. In den warmen Sommermonaten ist das Giessen in den frühen Morgenstunden oder am Abend empfehlenswert, damit die Pflanzen die Nährstoffe über Nacht nutzen können. Ausserdem können die Wassertropfen in den heissen Mittagsstunden wie Brenngläser wirken und den Pflanzen damit Schaden zufügen.
Komplette Bewässerungssysteme
Wenn das Giessen von Hand immer beschwerlicher wird, weil du dir vielleicht ein grösseres Gewächshaus anschaffen willst oder du nicht ständig zu Hause bist, bietet sich der Einbau einer automatischen Bewässerungsanlage an. Die Investition in eine solche Anlage lohnt sich in qualitativer, zeitlicher und wirtschaftlicher Hinsicht. Die Vorteile sind:
- Gleich- und regelmässige Wasserzufuhr, abgestimmt auf den natürlichen Bedarf der Pflanzen und die aktuelle Witterung (Regensensoren)
- Zeitersparnis im Vergleich zum aufwändigen Hantieren mit Gartenschlauch oder Sprenger
- Kein Organisationsbedarf für Gartenbetreuung bei Abwesenheit
- Sinkender Wasserverbrauch durch nächtliche Bewässerung möglich (geringere Verdunstung)
- Sinkende Wasserkosten bei Speisung des Systems über Brunnen, Zisternen oder Teiche statt über die Wasserleitung
Allerdings reicht für die Bewässerung eines Gewächshauses i. d. R. kein handelsüblicher Schlauch mit einer Sprinklervorrichtung und einer Zeitschaltuhr aus. Die automatische Wasserzugabe muss hier etwas detaillierter gestaltet werden. Schauen wir uns an, wie dies erreicht werden kann:
Bewässerung per Tropfer
Beim sogenannten Tropfer-System wird zwischen den Pflanzen ein „Geflecht“ aus Schläuchen verlegt, die jeweils über viele kleine Löcher verfügen. Die Durchflussmenge lässt sich anhand der Lochgrösse und des Wasserdrucks individuell regulieren. Das Bewässerungssystem kann an eine elektrische Pumpe oder ein Hauswasserwerk angeschlossen werden. Auch solarbetriebene Pumpen sind mittlerweile im Handel erhältlich.
Alternativ kann der sogenannte On-Line Tropfer verbaut werden. Auch hierbei handelt es sich um ein Schlauchsystem, allerdings sind die Schläuche mit kleinen Ventilen versehen, welche die eingestellte Wassermenge direkt in den Boden abgeben. Die Pflanzen können dann die benötigte Feuchtigkeit direkt aus dem Boden entnehmen.
Bewässerung per Nebler
Ein Bewässerungssystem, das sich ebenfalls für den Einsatz im Gewächshaus eignet, ist der Nebler. Er übernimmt gleich zwei Aufgaben. Durch die extrem feine Vernebelung der Wassertropfen sorgt das System für eine hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus - gut für den Pflanzenwuchs. Gleichzeitig benetzt der Wassernebel die komplette Pflanze mit Feuchtigkeit.
Im Gegensatz zur Oberflächenbewässerung mit perforierten Schläuchen oder Wasserdüsen, deren Verlegung auch ohne dauerhafte Installation möglich ist und die sich grundsätzlich für jede Gewächshausgrösse eignet, muss der Nebler fest installiert werden.
Apropos Wasseranschluss: Dieser kann ganz nach Wunsch über die häuslichen Wasserleitungen oder unabhängig von diesen realisiert werden. Im letztgenannten Fall kommt das Wasser aus Regensammeltonnen oder einer Zisterne und wird mittels einer bzw. mehreren Pumpen zu den gewünschten Stellen befördert. Die Pumpen wiederum können elektrisch oder über eine Solaranlage betrieben werden.
Computergesteuerte Pflanzenbewässerung
Bist du öfter abwesend und möchtest keinen Nachbarn oder gar einen Gärtner damit beschäftigen, regelmässig deine Pflanzen zu giessen? Dann ist eine automatische Bewässerungsanlage die perfekte Lösung für dich! In Zeiten von Computersoftware, Smartphones und entsprechenden Apps ist es mittlerweile überhaupt kein Problem mehr, deine Pflanzen vollautomatisch im Gewächshaus bewässern zu lassen - über Tage, Wochen und sogar Monate! Man spricht bei solchen Systemen, bei denen alle Komponenten der Bewässerungsanlage perfekt aufeinander abgestimmt sind und per Software oder App ferngesteuert werden können, auch vom „Smart Garden“.
Eine automatische Gewächshaus Bewässerung kann nur dann optimal arbeiten, wenn die Wassermengen und die Häufigkeit der Bewässerung passend eingestellt werden. Dabei ist ein Faktor besonders ausschlaggebend:
Die Beschaffenheit des Bodens
Du solltest die Beschaffenheit und den daraus resultierenden Wasserbedarf deines Bodens so gut wie möglich kennen, um die Wassermenge entsprechend abstimmen zu können. Es gibt vor allem drei Hauptbodenarten mit folgendem Wasserbedarf:
- Sandige Böden benötigen etwa 100 Liter Wasser je m² Fläche/Gartenjahr
- Tonreiche Böden benötigen mindestens 120 Liter Wasser je m² Fläche/Gartenjahr
- Lehmböden brauchen mindestens 200 Liter Wasser je m² Fläche/Gartenjahr
Achtung: Dies ist nur der Grundbedarf des jeweiligen Bodens. Je nachdem, mit was er bepflanzt ist, kann der Wasserbedarf bis zu 500 Liter pro m²/Gartenjahr betragen. Ein Gärtner kann dich diesbezüglich ausführlich beraten.
Die passende Bewässerungsanlage
Egal ob einfaches Foliengewächshaus oder grosse Luxusvariante aus Glas - es gibt für jeden Gewächshaustyp die passende Bewässerungsanlage. Wenn du dich um gar nichts mehr kümmern möchtest, dann ist ein vollautomatisches System die beste Wahl. Einmal programmiert, übernimmt der Computer alle Bewässerungsaufgaben selbstständig.

Verschiedene Bewässerungssysteme für das Gewächshaus
Was du vor dem Anbau beachten solltest
Manchmal ist weniger mehr! Wenn es um dein Gewächshaus geht, solltest du deinem Gemüse genügend Platz lassen. Bedeutend für gesunde Pflanzen und eine dementsprechend gute Ernte ist darüber hinaus auch der Boden. Dieser sollte von Wildwuchs befreit, aufgelockert und entsprechend der Gemüsesorte mit Nährstoffen versorgt sein. Dazu kannst du den Boden mit eigenem Kompost, Brennnesseljauche oder Dünger anreichern. Hast du dir deinen Platz gut eingeteilt und den Boden vorbereitet, kann es auch schon losgehen.
Aussaat im Gewächshaus
Je nach Gemüsesorte und je nachdem, ob du ein beheiztes oder unbeheiztes Gewächshaus im Garten stehen hast, kannst du zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr mit der Aussaat beginnen. Dabei gilt: Pflanzen mit der längsten Reifezeit sollten als erstes einen Platz im Gewächshaus finden. Für Gemüsesorten mit kurzer Keimdauer ist dabei die direkte Aussaat in dein Gewächshaus sinnvoll - dazu gehören beispielsweise Radieschen und Salat. Für Gemüsesorten mit längerer Keimdauer empfiehlt es sich, diese im Vorfeld vorzuziehen und danach erst ins Gewächshaus zu pflanzen. Das ist beispielsweise bei Tomaten, Paprika und Chili der Fall. Ziehe dein Gemüse etwa auf der Fensterbank in Ton- oder Kunststofftöpfen oder in einem Mini-Gewächshaus vor. Möchtest du die vorgezogenen Pflanzen danach in dein Gewächshaus umziehen, solltest du darauf achten, dass kein allzu grosser Temperaturunterschied herrscht.
Pflanzenpflege im Gewächshaus
Sind die Setzlinge eingepflanzt bzw. die Samen ausgesät, ist es an der Zeit, deine Pflanzen zu pflegen. Achte je nach Gemüsesorte auf eine individuelle Bewässerung und vermeide Staunässe. Denke zusätzlich daran, dass du deinem Gemüse regelmässig frische Luft gönnst, damit es etwa im Sommer nicht zu einem Hitzestau kommt oder sich Schimmel durch zu viel Feuchtigkeit bildet. Aufgrund des schnelleren Wachstums deines Gemüses im Gewächshaus solltest du zudem generell auf eine regelmässige Düngung achten. Auch die regelmässige Kontrolle auf Schädlingsbefall und Krankheiten ist unerlässlich, da diese sich im Gewächshaus schnell verbreiten, aber dafür umso schneller und erfolgreicher abgewehrt werden können.
Ernte im Gewächshaus
Da du in einem Gewächshaus längere Erntezeiten geniesst als im Freien, kannst du dich besonders lange an deinem eigenen Gemüse erfreuen. Sommergemüse wie Gurken, Paprika und Tomaten sind bis Ende August meist abgeerntet - doch dein Anbau muss deshalb nicht aufhören. Jetzt ist es an der Zeit, für Nachkulturen wie Feld- und Endiviensalat oder Spinat zu sorgen. Diese kannst du nach erneutem Düngen des Bodens aussäen und bereits im Herbst wieder ernten.
Im Oktober wird geerntet, eingelagert und konserviert. Doch bei aller Liebe zu Fermentiertem, Eingekochtem und Blanchiertem - frisch schmeckt Gemüse einfach am besten. Damit man sich das ganze Jahr über mit eigenem Gemüse versorgen kann, braucht es etwas Planung. Im Winter ist das Angebot naturgemäss etwas eingeschränkt - doch keine Sorge, mit ein paar Tricks lässt sich die Gemüsesaison verlängern.
Lagergemüse wie Kartoffeln, Rüebli, Randen oder Pastinaken bilden die Basis unseres winterlichen Speiseplans. Rüebli und Pastinaken vertragen zwar leichten Frost, wenn man sie jedoch zu spät erntet, ist der Boden oft sehr nass und die Ernte deshalb eine matschige Angelegenheit. Es lohnt sich deshalb auch hier, nicht zu lange zu warten. Weisskabis und Rotkohl sollte man ebenfalls vor dem Frost ernten. Beim Wirz gibt es frostharte Sorten, die man draussen lassen kann. Auch Rosenkohl und Federkohl können den Winter hindurch geerntet werden - der Frost macht die beiden Kohlarten sogar noch etwas milder und bekömmlicher.
Für die Lagerung ist ein Keller mit Naturboden am besten geeignet - wenn Sie einen solchen besitzen, ist das perfekt. Ansonsten sind Styropor-Kisten eine Alternative, die Sie draussen aufstellen und bei grosser Kälte zudecken.
Neben Lagergemüse sehnt sich unser Gaumen im Winter aber auch nach frischem Grün. Im ungeheizten Gewächshaus pflanzen wir zur Überwinterung Stangensellerie - zum Beispiel die Rarität ‘Chinese Pink Celery’ -, Salat, Pak Choi, den Asiasalat Purple Mizuna, Spinat und Portulak. Im Tunnel wachsen über den Winter Sprossenbroccoli und Winterblumenkohl. Nüsslisalat kultivieren wir während des ganzen Winters, damit wir fortlaufend ernten können. Daneben lässt sich Krautstiel gut überwintern: Man gräbt ihn aus dem Freiland aus und verpflanzt ihn in ein Gewächshaus oder einen Tunnel. Als Alternative vereinzeln wir im Herbst farbigen Mangold, den wir im Tunnel im Frühsommer und Sommer als Schnittmangold geerntet haben. Im Februar kann man so wieder mit dem Ernten beginnen.
Besonders wichtig zu beachten ist, dass das Gemüse für den Winter nicht zu spät gepflanzt werden darf. Wenn man diesen Zeitpunkt verpasst, bekommen die Pflanzen zu wenig Licht und wachsen nicht mehr genug, um kräftig in den Winter zu kommen.
Anzucht
Damit die Anzucht gelingt und aus dem Samen ein kräftiger Keimling gedeiht, gibt es ein paar Punkte zu beachten. Wurzelgemüse wie Karotten, Schwarzwurzeln und Radieschen wachsen am schönsten, wenn man sie direkt ins Freiland sät und sie ihre Wurzeln an Ort und Stelle ausbilden lässt. Zu leicht passiert es beim Verpflanzen, dass die Pfahlwurzel beschädigt oder gebogen wird. Diese Gemüse sind nicht zu kälteempfindlich und keimen im Frühling je nach Sorte ab März oder April draussen. Auch Blattgemüse wie Spinat, Schnittmangold oder Schnittsalat wird direkt ins Freiland gesät. Falls es nachts doch mal Richtung 0 °C geht, die empfindlichen Keimlinge z. B.
Nicht alle Pflanzen sät man direkt ins Beet. Gewächse mit langer Wachstumsdauer oder hoher Keimtemperatur - dazu gehören Tomaten, Auberginen, Peperoni, Lauch und Kürbisgewächse - zieht man vor. Am besten erblicken sie das Licht der Welt auf einer Fensterbank oder im Gewächshaus. Weniger kälteempfindliche Gemüse wie verschiedene Kohlgewächse und Krautstiele kann man einerseits direkt ins Beet säen, erreicht mit einer geschützten Anzucht jedoch eine deutlich frühere Ernte.
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