Grüner Stuhlgang: Ursachen und Bedeutung

Die Farbe, Form und der Geruch unseres Stuhls können sehr unterschiedlich sein. Ein gesunder Stuhlgang ist ein wichtiger Indikator für die Funktionsfähigkeit des Verdauungssystems. Dabei ist die normale Farbe eines gesunden menschlichen Stuhls braun, die von hellbraun bis dunkelbraun variieren kann. Diese Färbung resultiert aus der Verdauung von Lebensmitteln und der Wirkung der Gallenflüssigkeit.

Aber kann grüner Stuhlgang ein Grund zur Panik sein? Nein! In der Tat ist das ein recht häufiges Phänomen ... Nach einer Schüssel grünem Salat oder einem grünen Smoothie ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Dein Körper grünen Stuhl ausscheidet. Der Übeltäter ist Chlorophyll, ein Rückstand der aufgenommenen Nahrung.

Bristol-Stuhlformen-Skala

Die Rolle von Salat in der Ernährung

Ist Salat gesund?

Salat ist keine botanische Bezeichnung - eine konkrete Definition ist daher schwierig. Einerseits werden damit Gerichte aus der kalten Küche bezeichnet. Sie bestehen aus zerkleinertem Gemüse oder Obst und können pikant oder fruchtig sein. Beliebt sind beispielsweise Karotten- Tomaten- oder Kartoffelsalat.

Andererseits ist Salat auch ein Sammelbegriff für verschiedene Gemüsepflanzen, deren Blätter meist roh gegessen werden - Kopfsalat, Endivie oder Rucola sind nur einige Beispiele. Gerade Blattsalate gelten als besonders gesund.

Salat enthält viel Wasser sowie Nährstoffe, sättigt mit seinem grossen Volumen und liefert gleichzeitig wenig Energie in Form von Kalorien. Wer ein Dressing aus Essig und Öl wählt, statt den Salat mit Joghurt, Creme fraîche oder Mayonnaise anzumachen, tut seiner Figur etwas Gutes. So hilft gesunder Salat beim Abnehmen: Er ist klassischer Bestandteil einer Diät und eignet sich für viele Ernährungsformen wie beispielsweise Low carb.

Da er roh auf den Teller kommt, bleiben ausserdem hitzeempfindliche Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Verarbeiten Sie dafür möglichst frischen Salat und waschen Sie ihn nur kurz.

Grüner Salat mit Dressing

Inhaltsstoffe von Salat

Was aber genau steckt in Salat? Die knackigen Blätter bestehen zu 90 bis 95 Prozent aus Wasser. Die meisten Sorten Blattsalat enthalten darüber hinaus:

  • Betacarotin (Provitamin A)
  • Vitamin A
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin B6
  • Folat
  • Vitamin C
  • Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium
  • Ballaststoffe
  • Eisen (nur in Endivie und Feldsalat in einer nennenswerten Menge enthalten)

Die genauen Nährwerte von 100 Gramm Blattsalat:

  • 36 Kalorien (kcal)
  • 1,5 Gramm Eiweiss
  • 6,4 Gramm Kohlenhydrate
  • 0,3 Gramm Fett
  • 1,6 Gramm Ballaststoffe

Die Angaben variieren je nach Sorte.

Arten von Salat

Grundsätzlich werden zwei Hauptgruppen bei Salaten unterschieden. Rucola und Feldsalat lassen sich aber nicht zu diesen Gruppen zuordnen.

  1. Lattichgewächse (Lactuca-Gruppe): Salate dieser Gruppe enthalten nur wenige Bitterstoffe. Typische Vertreter sind:
    • Kopfsalat: Hat keinen ausgeprägten Eigengeschmack. Er lässt er sich daher vielseitig zubereiten.
    • Eissalat (Eisbergsalat): Ist eine kalifornische Züchtung. Sie wird gerne für kalte Buffets und Fertigsalate verwendet, weil die Blätter lange knackig bleiben.
    • Bataviasalat: Stammt aus Frankreich. Seine Form erinnert an den Kopfsalat, er ist geschmacklich aber intensiver. Die Blätter sind so knackig wie die des Eissalats.
    • Romanasalat: Besitzt Blätter, die dicker, fester und saftiger als beim Kopfsalat sind. Er schmeckt mildsüss.
    • Schnitt- und Pflücksalat: Haben keinen Kopf, sondern eine stark beblätterte, mehr oder weniger dichte, kugelige Rosette. Dazu gehören beispielsweise Eichenlaubsalat, Lollo Rossa oder Kraussalat
  2. Zichoriengewächse: Sie enthalten mehr Bitterstoffe, auch der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist in der Regel höher. Zu dieser Gruppe gehören:
    • Endiviensalat: Schmeckt pikant und leicht bitter, weshalb er eine appetitanregende Wirkung hat. Bedeutend ist zudem der hohe Gehalt an Flavonoiden (sekundären Pflanzenstoffe), die eine antioxidative Wirkung haben.
    • Chicorée: Ist eigentlich ein Spross und wächst unter Lichtausschluss in sogenannten Treibereien aus Chicoréewurzeln.
    • Radicchio: Ist eine italienische Züchtung und enthält die meisten Bitterstoffe.

Andere Salate:

  • Rucola (Salatrauke): Enthält viele Senföle (Glucosinolate), Carotin und Mineralstoffe. Die Senföle sind für den pikant herben, senfartig und scharfen Geschmack verantwortlich.
  • Feldsalat (auch: Rapunzel, Acker-, Nüssli- oder Vogerlsalat): Zählt zu den Baldriangewächsen. Er hat einen würzigen, leicht nussigen Geschmack und ist nährstoffreicher als andere Blattsalate.

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Verdauungsprobleme und Salat

Kommt es nach dem Verzehr von Salat und anderer Rohkost zu Verdauungsbeschwerden mit Blähungen, Übelkeit und Durchfall, hat das verschiedene Ursachen.

Mögliche Ursachen

  • Verunreinigte Salate: Magen-Darm-Beschwerden nach Salat können von Bakterien, Viren oder auch von Parasiten verursacht werden. Sie gelangen beispielsweise über die Erde, die Düngung oder durch den Transport auf das Gemüse. Es ist daher wichtig, die Blätter kühl zu lagern und vor dem Verzehr zu waschen.
  • Zu viele Ballaststoffe: Ein gewisser Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung ist gesundheitsfördernd. Zu viele können den Darm aber auch überfordern. So kann es zu Gärprozessen und der Bildung von Gasen im Darm kommen. Die Folge: Blähungen, Übelkeit und Durchfall
  • Allergien und Unverträglichkeiten: Auch bestimmte Allergien und Unverträglichkeiten sind ein möglicher Grund für Verdauungsprobleme nach dem Genuss von Salat. Diese kann auf bestimmte Gemüse- oder Obstsorten zurückzuführen sein, aber auch das Dressing kann die Symptome auslösen. Lassen Sie das unbedingt von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin untersuchen.

Zubereitung von Salat

Salat sollten Sie vor der Zubereitung entsprechend vorbereiten.

Salat richtig waschen

Entfernen Sie die äusseren Blätter oder Blattspitzen, grobe Stiele und harte Mittelrippen. Den Strunk sollten Sie ebenfalls immer entfernen. Waschen Sie die ganzen Blätter kurz und gründlich in einer grossen Schüssel. Um überschüssiges Wasser abzuschütteln, hilft eine Salatschleuder.

Beladen Sie die Schleuder nicht zu voll, damit die Blätter nicht zerdrückt werden. Drehen Sie die Trommel vorsichtig.

Anschliessend zerteilen Sie den Salat in mundgerechte Stücke, Kopfsalat zupfen sie, Eissalat können Sie mit einem Küchenmesser in Streifen schneiden. Je härter die Blätter sind, desto kleiner sollten die Teilstücke sein.

Salat anmachen

Kopfsalat sollte nach dem Waschen und Zerkleinern erst kurz vor dem Essen angemacht werden, damit die Blätter noch knackig sind. Robustere Sorten wie Eissalat, Endivien und Chicorée können Sie dagegen etwas im Dressing ziehen lassen. Achten Sie darauf, dass der Salat kühl und abgedeckt steht.

Nitrat in Salaten

Beim Salatanbau werden die Pflanzen mit Stickstoffdünger in ihrem Wachstum unterstützt. Sie nehmen den Stickstoff grösstenteils in Form von Nitrat auf. Vor allem Salat und andere Blattgemüsearten wie Spinat können das Nitrat aus dem Boden anreichern.

Der menschliche Körper wandelt Nitrat durch die Einwirkung von Bakterien im Speichel zu Nitrit um. Nitrit kann sich an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin binden und dadurch den Sauerstofftransport im Blut einschränken. Für Säuglinge und Kleinkinder stellt das ein Risiko dar, denn ihr Körper kann diese Reaktion noch nicht verhindern oder rückgängig zu machen. Im äussersten Fall droht Erstickungsgefahr.

Auch die falsche und zu lange Lagerung sowie mangelnde Hygiene kann in den Lebensmitteln das Nitrat in Nitrit umwandeln.

Wie hoch der Gehalt ist, ist von den jeweiligen Sorten, der Jahreszeit, der Anbauart und Herkunft abhängig. Es gilt: Je weniger Sonne und Tageslicht eine Pflanze bekommt, desto höher ihr Nitratgehalt.

Für den Nitratgehalt von Salaten, Spinat und Rucola gibt es EU-weite Höchstwerte. Sie können aber auch bei der Zubereitung darauf achten, möglichst wenig Nitrat aufzunehmen:

  • Kaufen Sie Bio-Produkte.
  • Entfernen Sie die äusseren Blätter und den Strunk.
  • Zubereitete Salate sollten bald verzehrt werden und nur kurz und kühl aufbewahrt werden.

Salat in der Schwangerschaft und Stillzeit

Werdende Mütter und Frauen nach der Entbindung sollten auf keinen Fall auf Salat verzichten. Die grünen Blätter sind sehr gesund, liefern wichtige Nährstoffe und Vitamine.

Achten Sie verstärkt auf die Qualität der Ware sowie die Hygiene bei der Zubereitung. Mit Bedacht sollten Sie Kopfsalat oder Fertigsalatmischungen konsumieren. Sie können viele Bakterien enthalten.

Salat richtig aufbewahren

Frischer Salat ist knackig, hat keine welken Blätter und riecht nicht muffig. Am besten verarbeiten Sie ihn am Tag des Einkaufs oder zumindest zeitnah. Im Kühlschrank bleibt er einige Tage frisch. Beachten Sie dabei einige grundlegende Dinge:

  • Schützen Sie den Salat vor dem Austrocknen. Umwickeln sie ihn dafür mit einem feuchten Tuch oder einer Küchenrolle.
  • Folienverpackungen öffnen Sie vorher, damit sich darin keine Feuchtigkeit staut.
  • Entfernen Sie braune und faulige Stellen am Salat, damit sie sich nicht ausbreiten.
  • Salat lagern Sie im Gemüsefach. Er sollte genug Platz haben und nicht von anderen Lebensmitteln gequetscht werden.
  • Lagern Sie Salat separat von Früchten, die das Reifungshormon Ethylen enthalten. Dazu gehören beispielsweise Tomaten, Äpfel oder Birnen. Ansonsten welkt er schneller.
  • Salat sollten Sie niemals einfrieren. Das lässt die Blätter welken.

Wie lange ist Salat haltbar?

Je fester die Blätter des Salats, desto länger hält er sich. Sorten wie Romana sind länger haltbar, Radicchio bleibt in ein Papiertuch eingewickelt sogar bis zu einer Woche frisch. Kopfsalat, Rucola oder Feldsalat halten sich etwa zwei bis drei Tage.

Haltbarkeit und Lagerung bei Salatmischungen

Bei fertig geschnittenen Salatmischungen sieht das Ganze anders aus: Durch ihre grosse Oberfläche bieten sie einen guten Nährboden für Bakterien. Achten Sie daher unbedingt auf das Verbrauchsdatum auf der Verpackung und halten Sie sich an die Lagerbedingungen.

Waschen Sie den Salat vor der Zubereitung. Schwangere und Personen mit einem geschwächtem Immunsystem verzichten besser auf solche Salatmischungen.

Was die Stuhlfarbe verrät

Normal sollte der Stuhl eine hellbraune bis dunkelbraune Farbe aufweisen. Veränderungen der Farbe können mit der Ernährung zusammenhängen. In manchen Fällen deuten sie jedoch auch auf Erkrankungen hin. Über die verschiedenen Farben des Stuhls und ihre mögliche Bedeutung:

  1. Braun: Alles gut.
  2. Schwarzbraun: Die sehr dunkle Farbe kann ein Hinweis auf Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt sein.
  3. Grün: Oft ist grünes Gemüse dafür verantwortlich.
  4. Rot: Hat man Randen oder Preiselbeeren gegessen, besteht kein Grund zur Sorge.
  5. Gelb: Achtung, dies deutet auf fehlende Verdauungssäfte hin. Vielleicht gibt es Probleme mit der Galle.
  6. Orange: Haben Sie viel Rüebli gegessen? In Verbindung mit Durchfall weist die Farbe jedoch auf eine Darminfektion hin.
  7. Fettig, stinkend, schwimmend: Das kann auf Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hinweisen.

Sollten die Ausscheidungen mehrere Tage lang faulig oder beissend riechen, kann dies auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse deuten. Lassen Sie die Ursache ärztlich abklären.

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