Kartoffelpuffer sind ein echter Klassiker und vielseitig einsetzbar: als Snack, Beilage oder Hauptmahlzeit. Die Hauptzutat ist natürlich die Kartoffel, die dieses Gericht reich an wichtigen Vitaminen macht. Doch welche Kartoffelsorte eignet sich am besten für die Zubereitung?

Die Qual der Wahl: Mehlig oder festkochend?
Ob mehlig- oder festkochend, das ist oft die entscheidende Frage. Viele bevorzugen mehligkochende Sorten wie Augusta oder Adretta, während andere auf festkochende oder vorwiegend festkochende Sorten wie Lina, Annabelle und Granola setzen. Letztendlich ist es Geschmackssache. Es ist alles erlaubt, was du möchtest.
Unter welchem Namen kennst du die beliebte Kartoffelspeise? Kartoffelpuffer, Rösti, Reibekuchen, Puffer oder Kartoffeldatschi? Je nach Region gibt es unterschiedliche Ausdrücke und auch die Zubereitungsarten variieren.
Rohe oder gekochte Kartoffeln?
Klassisch werden Kartoffelpuffer aus rohen, geraspelten Kartoffeln hergestellt, aber es gibt auch Rezepte mit gekochten Kartoffeln. Nicht so weit verbreitet, aber mindestens genauso lecker sind Reibekuchen aus Kartoffelbrei. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Tipps für knusprige Kartoffelpuffer
Da es gar nicht so sehr auf die Kartoffelsorte ankommt, fragst du dich vielleicht, worauf es ankommt, deine Kartoffelpuffer schön kross zu braten. Mit viel Fett und hoher Hitze bräunt der Reibekuchen schön und entwickelt dabei auch eine schöne Kruste. Wichtig ist darüber hinaus, dass du einen Grossteil des Wassers aus den geriebenen Kartoffeln drückst und der Teig insgesamt nicht zu flüssig ist. Um ihn zusätzlich zu binden, kannst du Mehl, Haferflocken oder Semmelbrösel hinzugeben.
Kartoffelpuffer kannst du auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Hilfsmitteln zubereiten. Möglich ist es beispielsweise in einer Gusseisenpfanne mit reichlich Öl oder Butterschmalz. Du kannst als Pfannenalternative auch den Deckel eines Dutch Ovens verwenden oder den Topf selbst und die Reibekuchen frittieren. Wunderbar funktioniert das Ausbacken auch auf einer Grillplatte oder einer Edelstahlplancha. Auch hierbei solltest du darauf achten, dass du Öl bzw. Fett verwendest, damit deine Puffer nicht anbrennen und gleichzeitig schön braun werden.
Eine fettfreie Zubereitungsmethode haben wir auch noch für dich. Du kannst die Reibekuchen nämlich auch einfach auf einem Pizzastein bzw. einem Backblech (beides mit Backpapier auslegen) auf dem Grill zubereiten.
Teig vorbereiten und aufbewahren
Du möchtest den Teig gerne schon vorbereiten, aber nicht gleich verwenden? Theoretisch ist das möglich. Wenn du ihn luftdicht verpackst und im Kühlschrank aufbewahrst, kannst du ihn beispielsweise morgens vor- und abends zubereiten. Dabei wird er aber eventuell etwas braun, geschmacklich ändert sich in dieser Zeit aber wenig. Rühre ihn noch einmal schön durch und backe ihn dann aus, dann erkennt auch niemand mehr einen Unterschied. Alternativ kannst du sie auch fertigbacken und danach einfrieren. Verwende dafür beispielsweise immer ein Trennpapier, damit du sie einzeln aus dem Gefrierfach holen kannst. Du kannst die fertigen Kartoffelpuffer auch 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Variationen und Rezeptideen
Das Grundrezept für die Puffer kannst du variieren wie du möchtest. Reibe noch Kürbis oder Möhren hinein, mische Pilze oder Speckwürfel unter. Es kommt dabei immer ein bisschen darauf an, was du mit den Reibekuchen anfangen möchtest. Du kannst auch Lachs dazugeben und einen Kräuterquark machen. Damit hast du eine tolle Hauptmahlzeit zubereitet. Wer noch Omas Kartoffelpuffer Rezept kennt, wird auch immer noch Zwiebeln dazugeben, ist aber kein Muss.
Um es sich einfach zu machen, suchen viele nach Kartoffelpuffer Thermomix. Es stimmt schon, dass so ein Thermomix bei der Teig Zubereitung eine grosse Erleichterung ist.
Kartoffelpuffer sind super lecker und können einfach jederzeit auf den Tisch gebracht werden.
Einfach Kartoffeln reiben bereiten um 2 super leckere Kartoffelpuffer Rezepte zuzubereiten. ASMR
Drei tolle Kartoffelpuffer Rezepte
Hier findest du drei tolle Kartoffelpuffer Rezepte, die du unbedingt einmal ausprobieren musst! Ob der Klassiker mit Apfelmus, für die Veganer ohne Ei oder Kartoffelpuffer mit Lachs und einem leckeren Frischkäse Dip.
- Der Klassiker: Kartoffelpuffer Rezept (25 min)
- Vegane Variante: Reibekuchen ohne Ei (35 min)
- Herzhafte Mahlzeit: Kartoffelpuffer mit Lachs (25 min)
Kartoffelpuffer: Ein Gericht mit vielen Namen und Varianten
Kartoffelpuffer sind in der deutschen Küche ein Gericht, für das es mindestens so viele Rezeptideen wie Namen gibt.
Nicht nur in der deutschen Küche sind die Reibekuchen beliebt, auch in Nachbarländern wie Ungarn stehen sie als Deruny auf dem Speiseplan.
Für eine vegane Version lässt sich das klassische Rezept kinderleicht abwandeln. Durch das Beimischen von Möhre und Kartoffelstärke anstelle des Eis entsteht eine schmackhafte Alternative für Veganer. Denn natürlich sind Reibekuchen nicht nur ein beliebter vegetarischer Snack, sondern können auch vegan zubereitet werden.
Was passt zu Kartoffelpuffern?
Kartoffelpuffer sind nicht nur in der deutschen Küche beliebt, sondern gehören auch in Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Österreich, Tschechien oder Polen auf den Speiseplan.
So ähnlich die Zubereitung ist, so weit liegen die Beilagen regional auseinander. Servieren die Bayern Kartoffelpuffer etwa mit Sauerkraut, die Thüringer mit Lauchgemüse und Fleisch oder die Hessen mit grünen Bohnen, so genießt man die Puffer im Rheinland etwa eher süß.

Die perfekte Kartoffel für die perfekte Textur
Für die charakteristische Textur von Kartoffelpuffern ist es wichtig, dass die Struktur der geriebenen Kartoffel erhalten bleibt. Deshalb eignen sich für die Zubereitung festkochende Kartoffeln am besten.
Kartoffelsorten im Überblick
Weltweit gibt es über 4.000 dokumentierte Kartoffelsorten. Von den 2.600, die einst in Europa angebaut wurden, sind allerdings nur noch rund 210 zugelassene übrig geblieben.
Gemäß ihrem Stärkegehalt unterteilt man die Kartoffeln heute in drei Kategorien: festkochend, vorwiegend festkochend und mehlig kochend. Dabei gilt: Je mehr Stärke, desto weicher die Kartoffel.
Zu den meistverkauften festkochenden Sorten gehören Allians, Annabelle, Belana, Goldmarie, Princess und die rotschalige Ramona. Bei den vorwiegend festkochenden liegen Gala, Marabel, Milva, Toscana und die rotschaligen Varianten Birgit, Laura und Red Lady vorne. Und bei den mehlig kochenden Adretta, Gunda, Lilly und Lucilla.
| Kartoffelsorte | Kocheigenschaft | Verwendung |
|---|---|---|
| Allians | Festkochend | Salate, Gratins |
| Annabelle | Festkochend | Salate, Bratkartoffeln |
| Adretta | Mehlig kochend | Püree, Knödel |
| Gala | Vorwiegend festkochend | Pommes, Eintöpfe |
Ob es sich bei diesen Sorten wirklich um die beliebtesten handelt, ist zu bezweifeln. Denn um die Ausfälle zu minimieren, setzten die meisten Bauern heute auf krankheitsresistente Sorten. Leider bleibt dabei häufig der Geschmack auf der Strecke.