Quittenlikör aus Saft: Ein aromatisches Rezept nach Omas Art

Der Quittenlikör nach Omas Rezept ist ein traditionelles, aromatisches Getränk, das sich besonders im Herbst und Winter als Aperitif oder als Geschenk eignet. Quitten sind eine unterschätzte Frucht, die sich durch ihren süß-fruchtigen Geschmack und ihre hohen Pektinstoffe auszeichnen.

Sie werden in der Regel nicht roh gegessen, sondern verarbeitet zu Likör, Gelee oder Saft. Omas Rezept für Quittenlikör ist ein Klassiker, der durch die Kombination aus Alkohol, Quittensaft und Gewürzen einzigartig im Geschmack ist. Der Likör eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk oder als Aperitif zu festlichen Anlässen.

Die Herstellung von Quittenlikör ist zwar zeitaufwendig, aber mit etwas Geduld und der richtigen Vorgehensweise gelingt sie problemlos. In diesem Artikel werden die wichtigsten Aspekte der Herstellung, die Zutaten und Tipps zur Haltbarkeit detailliert beschrieben.

Zutaten für ca. 1,5 Liter Quittenlikör

  • Quitten (1,3 kg ergeben ca. 1 Liter Saft)
  • Zucker oder Kandiszucker nach Geschmack
  • Wodka oder anderer hochprozentiger Alkohol
  • 1 Teelöffel Zitronensäure
  • 1 Vanilleschote
  • Sternanis (optional)

Zubereitung: Schritt für Schritt

Aus dem wunderbaren Quittensaft lässt sich mit diesem Rezept ein toller Quittenlikör herstellen.

1. Vorbereitung der Quitten

Quitten waschen und trocken reiben: Mit einem Tuch den feinen Flaum von den Quitten entfernen. Anschließend die Früchte waschen und vierteln. Die Quitten zuerst waschen und mit Hilfe eines Tuches den Flaum entfernen. Früchte halbieren und vierteln - danach das Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden.

2. Quitten kochen und Saft gewinnen

Quitten kochen: Die zerkleinerten Quitten, 1 Teelöffel Zitronensäure und Sternanis in einen Topf geben und knapp mit 1,5 l Wasser bedecken. In einem Topf Quitten mit dem Zitronensaft und 1.5 Liter Wasser geben und aufkochen lassen. Danach Hitze auf mittlere Stufe einschalten und für 45 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

Saft auffangen: Ein großes, verschließbares Gefäß (etwa 5,5 l Inhalt) mit heißem Wasser ausspülen. Jetzt die Quitten über ein Sieb in einen weiteren Topf abtropfen lassen und mit Hilfe eines Löffels die übrige Flüssigkeit aus den Quitten drücken. Dabei sollte ca. 1 Liter Quittensaft entstehen.

3. Likör ansetzen

Likör ansetzen: Die Vanilleschote der Länge nach halbieren, das Mark herauskratzen und zusammen mit Kandis, Vanilleschote und 1 Msp. Einmachhilfe zu den gekochten Quitten geben. Jetzt den Saft der Zitrone auspressen. Vanillemark zum Quittensaft geben und in ein hohes Gefäss mit dem Kandiszucker geben. Mit Wodka auffüllen.

4. Reifezeit

Likör ziehen lassen: Der Likör sollte mindestens 1 Woche ziehen, wobei er gelegentlich umgerührt werden sollte. Kühl stellen und 1 Woche ziehen lassen, dabei gelegentlich durch rühren. Sechs Wochen an einem dunklen Ort stehen lassen.

5. Abfüllen

Nach der Ziehzeit den Quittenlikör in 3 sterile Flaschen umfüllen und gut verschliessen. Likör umfüllen: Den Liköransatz durch ein Sieb in eine Schüssel umfüllen. Das Rezept ergibt 3 Flaschen á 500 ml Likör.

Nun ist der Quittenlikör im Prinzip fertig und kann genossen werden. Wir finden, dass er mit zunehmendem Alter immer besser wird. Deswegen macht es auch nichts, wenn er einige Monate im Regal überdauern darf.

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Wichtige Hinweise und Tipps

  • Quitten richtig verarbeiten: Es ist wichtig, die Schale und das Kerngehäuse nicht mitzukochen, da diese besonders viel Pektin enthalten. Pektin kann dazu führen, dass der Likör geliert. Aus diesem Grund ist die Verwendung eines Dampfentsafters für Likör nicht angeraten.
  • Alkohol wählen: Der Geschmack des Likörs hängt stark vom verwendeten Alkohol ab. In Omas Rezept wird Wodka empfohlen, aber auch Rum oder andere hochprozentige Spirituosen eignen sich.
  • Zeit einplanen: Die Herstellung von Quittenlikör ist eine Prozess, der Geduld erfordert. Der Likör muss mindestens eine Woche ziehen, um die Aromen sich zu entwickeln.
  • Kühl und dunkel aufbewahren: Um die Haltbarkeit des Likörs zu maximieren, sollte er an einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden.
  • Vor dem Verzehr probieren: Beim Öffnen der Flasche sollte der Likör probiert werden, um sicherzugehen, dass er noch frisch und aromatisch ist.

Mögliche Probleme und Lösungen

  • Gelierung des Likörs: Wenn der Liköransatz geliert, ist dies auf das hohe Pektin im Quittensaft zurückzuführen. Um dies zu verhindern, kann Antigeliermittel verwendet werden.
  • Aromen entfalten sich nicht: Wenn der Likör nach dem Ziehen nicht den gewünschten Geschmack hat, kann man die Zutaten anpassen.
  • Quitten sind nicht reif genug: Reife Quitten sind entscheidend für die Geschmackskomposition des Likörs. Unreife Quitten enthalten weniger Pektin und haben einen bittereren Geschmack.

Haltbarkeit und Lagerung

Der Quittenlikör nach Omas Rezept ist aufgrund des hohen Alkoholgehalts mehrere Monate haltbar. In den Quellen wird erwähnt, dass die Haltbarkeit bis zu einem Jahr betragen kann, wenn der Likör kühl und dunkel aufbewahrt wird.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Quitten

Neben dem Likör gibt es zahlreiche andere Rezepte mit Quitten, die Omas Favoriten sind. Diese Rezepte zeigen, wie vielfältig Quitten in der Küche verwendet werden können.

Einige Beispiele:

  • Quittengelee
  • Quittenmarmelade
  • Quittenkompott
  • Quittensenf

Mit der richtigen Vorgehensweise und einigen Tipps gelingt die Herstellung problemlos und der Likör kann über mehrere Monate genossen werden. Er eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk oder als Aperitif zu festlichen Anlässen.

Genießen Sie Ihren selbstgemachten Quittenlikör!

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