Die Fasnachtszeit beginnt wieder und zu den typischen Gebäcken dieser Zeit gehören für viele die luftigen Quarkini-Quarkbällchen. Quarkbällchen zählen zu den Klassikern der süßen Backkunst und sind insbesondere in der Weihnachtszeit, zu Karneval oder Silvester beliebt. Traditionell zubereitet und nach Rezepten von Omas geformt, sind sie nicht nur ein Genuss für die Sinne, sondern auch eine Brücke in die kulinarische Vergangenheit. Die Schmalzgebäcke erfreuen sich in dieser Jahreszeit besonders hoher Beliebtheit.

Bereits mehrere Wochen bevor sich die Saison für Karneval, Fasching und Fastnacht ihrem unangefochtenen Höhepunkt in Form des Rosenmontags entgegenneigt, freuen sich Jecken und Narren in Deutschland auf eine stimmungsvolle und ausgelassene Zeit. Doch warum genau erfreuen sich die frittierten Gebäcke in dieser Jahreszeit derartig hoher Beliebtheit und kann man sich die süßen Leckereien nicht einfach selbst zubereiten, anstatt diese beim Bäcker zu kaufen? Im folgenden Artikel werfen wir einen Blick auf die Ursprünge der köstlichen Karnevals-Gaumenfreunden und verraten Dir darüber hinaus, wie Du Dir Krapfen, Quarkbällchen und Schmalzkuchen ganz einfach Zuhause zubereiten kannst.
Auch wenn man es bei all den schmackhaften Köstlichkeiten, die in der Karnevalszeit auf dem Teller landen, am liebsten schnell wieder vergessen würde: Am Aschermittwoch, dem ersten Tag nach dem wilden Spektakel, beginnt für viele Christen die Fastenzeit. Innerhalb der kommenden sechs Wochen bis zum Ostersamstag sind insbesondere fettige Speisen, zu denen natürlich auch das allseits beliebte Schmalzgebäck gehört, strengstens verboten. Angesichts der Tatsache, dass man über einen derartig langen Zeitraum auf seine heißgeliebten Süßigkeiten verzichten muss, ist es eigentlich keine allzu große Überraschung, dass man diese vor dem Beginn der Fastenzeit noch schnell in größeren Mengen konsumieren möchte. Genau deshalb erfreuen sich Krapfen, Quarkbällchen & Co. in der Karnevalszeit auch so hoher Beliebtheit.
Seinen eigentlichen Ursprung hat das schmackhafte Schmalzgebäck übrigens schon im frühen Mittelalter: In dieser Zeit bereitete man sich mit einem sogenannten Back- und Schlachttag auf die heiteren Karnevalstage vor und verbrauchte - mit Hinblick auf die in Kürze anstehende Fastenzeit sämtliche zucker- und fetthaltigen Lebensmittel, die der eigene Haushalt hergab.
Die Vielfalt des Schmalzgebäcks
Das mit Abstand beliebteste Schmalzgebäck in der Karnevalszeit ist definitiv der Berliner Ballen. Du hast noch nie zuvor von diesem Gebäck gehört? Da liegt wohl an der Tatsache, dass die Bezeichnungen für die köstliche Süßspeise regional besonders verschieden sind. Berliner Ballen nennt man die rundlichen, mit Marmelade gefüllten Hefeküchlein auch eigentlich nur im Ruhrgebiet. Je nach Region hören sie nämlich auch auf die Namen Berliner (Rheinland), Pfannkuchen (Ostdeutschland), Krapfen (Franken), Kräppel (Hessen und Thüringen), Fasnetsküchle (alemannischer Raum) oder Puffel (Aachen). Eines haben jedoch alle Varianten gemeinsam: In ihrem Inneren befindet sich leckere Marmelade oder Konfitüre, die vor allem von kleinen Naschkatzen liebend gerne ausgeschleckt wird.
Vor allem im Rheinland kommt man im Karneval kaum an den aus Mürbeteig hergestellten Mutzenmandeln vorbei. Innerhalb der Fastenzeit ist Schmalzgebäck eigentlich strengstens verboten. Schmalzkuchen (die in einigen Teilen Deutschlands auch auf den Namen Schmalzgreben hören) sind Siedegebäckstücke aus Hefeteig, die eine rautenförmige Form aufweisen und rein optisch an ein kleines, aufgeblasenes Kissen erinnern. Die in heißem Fett gebackene Leckerei, eignet sich besonders für den kleinen Hunger zwischendurch.
Quarkbällchen - Ein Rezept von Oma
Nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern auch im Karneval sind Quarkbällchen eine überaus beliebte Süßspeise, die sich kein waschechter Jeck freiwillig entgehen lässt. Wie Du Dir die schmackhaften Bällchen, die in einigen Teilen Deutschlands auch unter alternativen Bezeichnungen wie "Mäuschen" oder "Nautzen" bekannt sind, ganz einfach selber herstellen kannst, verraten wir Dir in unserem nachfolgenden Quarkbällchen-Rezept.
Die Rezepte, die aus verschiedenen Quellen überliefert wurden, teilen mehrere Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Die Grundzutaten sind meist Magerquark, Mehl, Eier, Zucker, Vanillezucker, Backpulver oder Natron. Einige Rezepte enthalten zusätzlich Zimt, Sultaninen oder Vanillemark. Die Zubereitung kann entweder als Rührteig oder Hefeteig erfolgen, wobei der Rührteig aufgrund seiner Einfachheit und Geschwindigkeit bevorzugt wird.
Zutaten für ca. 30 Quarkbällchen:
- 250 g Magerquark
- 250 g Mehl
- 125 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 0,5 TL Backpulver
- Öl zum Ausbacken
Die Zutaten für Quarkbällchen sind einfach und alltäglich, was auch der Grund dafür ist, dass sie sich ideal für den Alltag eignen. Einige Rezepte enthalten auch Sultaninen (Korinthen), die der Süße eine zusätzliche Dimension verleihen. Andere verwenden Vanillemark oder Zitronenabrieb, um den Teig aromatisch zu verfeinern. Die genaue Menge der Zutaten kann je nach Rezept variieren, wobei der Schwerpunkt immer auf dem Verhältnis zwischen Quark, Mehl und Eiern liegt.
Die Rezepte für Quarkbällchen können entweder als Rührteig oder als Hefeteig zubereitet werden. Der Rührteig wird durch das Mischen der Zutaten entweder mit einer Küchenmaschine oder von Hand hergestellt. Dazu werden Magerquark, Eier, Zucker, Vanillezucker und Fett in einer Schüssel vermischt. Der Vorteil des Rührteigs ist die Schnelligkeit, da er innerhalb weniger Minuten zubereitet werden kann. Er erfordert keine Ruhezeit und kann direkt gefüllt oder gefüllt werden.
Der Hefeteig wird durch das Einbringen von Hefe in den Teig hergestellt. Der Vorteil des Hefeteigs ist die luftigere Textur, da die Hefe den Teig aufgehen lässt und somit eine federleichte Konsistenz entsteht. In den überlieferten Rezepten wird meist der Rührteig bevorzugt, da er schneller und einfacher herzustellen ist.
Zubereitung:
- Mehl und Backpulver sieben und in die Masse einrühren.
- Den Teig danach ca. 15 Minuten ruhen lassen.
- Öl in einer Pfanne auf ca. 170 °C erhitzen.
- Vanillezucker, Eier, Zucker und Salz schaumig schlagen.
- Quark dazugeben und rühren, bis ein gleichmässiger Teig entsteht.
- Teig mit zwei Esslöffeln portionieren und direkt ins heisse Öl geben.
- Quarkbällchen im Fett bei Bedarf drehen, damit sie gleichmässig braun werden.
- Mit einer Schaumkelle die gebackenen Quarkbällchen aus dem Öl nehmen, abtrocken und abkühlen lassen.
- Anschliessend die abgekühlten Quarkbällchen in Zucker wälzen und geniessen.
Die traditionelle Methode zur Zubereitung von Quarkbällchen ist das Frittieren in heißem Fett. Der Teig wird in kleine Bällchen oder Taler geformt und in das Fett gegeben. Für das Frittieren wird meist Rapsöl, Biskin oder Schweineschmalz verwendet. Wichtig ist, dass das Fett eine Temperatur von etwa 160-175 Grad Celsius erreicht.
Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp für die Zubereitung sämtlicher Karnevalsgebäcke: Um festzustellen, ob das Fett oder Öl bereits die passende Temperatur von 180 Grad erreicht hat, kann ein ganz einfacher Trick zum Einsatz kommen. Lege einfach einen Holzlöffel in das kochende Fett. Bilden sich am Stiel kleine Bläschen, hat das Fett die ideale Temperatur. So musst Du Dich nicht mehr mit der Temperatur rumärgern und weißt immer, wann der Hitzegrad perfekt ist, um die leckeren Gebäcke auszubacken.
Mit einem Holzlöffel kannst du testen ob das Öl die richtige Temperatur hat (dem Löffel entlang steigen kleine Blässchen). Die Quarkbällchen lassen sich am besten bei 170 Grad frittieren.
Tipps für die Zubereitung ohne Fritteuse: Sie gelingen dir auch sehr gut ohne Fritteuse. Ich bereite sie in einem kleineren Topf mit Öl zu. Das funktioniert auch wunderbar.
Für diejenigen, die nicht frittieren möchten oder können, gibt es auch Alternativen. Einige Rezepte empfehlen das Backen im Ofen oder in der Heißluftfritteuse. Dazu wird der Teig in kleine Portionen geteilt und auf ein Backblech gegeben.
Ofen auf 180°Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen.Eier, Quark, Salz, Zucker und Vanillezucker cremig schlagen. Mehl und Backpulver hinzufügen und zu einem Teig kneten, der Teig soll etwas klebrig sein.Quarkteig mit einem Löffel oder Eisportionierer abstechen und mit bemehlten Händen zu Kugeln formen. Mit etwas Abstand auf das Backblech legen.Für circa 20 Minuten backen.In der Zwischenzeit Butter langsam schmelzen. Zucker und Zimt mischen.Quarkbällchen aus dem Ofen nehmen und circa 5 Minuten abkühlen lassen. Mit flüssiger Butterbestreichen und im Zimtzucker wälzen.
Ein weiterer Tipp ist, den Teig in einen Gefrierbeutel zu füllen und durch die Ecke zu drücken, um gleichmäßig geformte Bällchen zu erzielen. Einige Rezepte erwähnen die Möglichkeit, Quarkbällchen mit einer süßen Füllung auszustatten. Ein weiterer Tipp ist, die Bällchen nach dem Frittieren mit einer Zuckerglasur oder Schokoladensoße zu überziehen.
Fetttemperatur kontrollieren: Der Schlüssel zur perfekten Fritur ist die richtige Temperatur. Eine zu hohe Temperatur führt dazu, dass die Bällchen äußerlich braun werden, aber innen roh bleiben.
Teig direkt verarbeiten: Der Teig sollte so schnell wie möglich nach der Zubereitung verarbeitet werden.
Gleichmäßige Form: Die Bällchen sollten gleichmäßig groß sein, um eine gleichmäßige Fritte zu gewährleisten.
Variationen und Abwandlungen
Einige Rezepte, wie beispielsweise das aus der DDR, enthalten Kartoffelpüre in der Masse. Dieses Rezept wird auch als Quarkkeulchen bezeichnet und eignet sich sowohl süß als auch herzhaft.
Zusatzzutaten: Wer möchte, kann den Teig mit Vanilleschote, geriebener Zitronenschale oder Sultaninen verfeinern.
Alternative Fertigungsarten: Wer nicht frittieren möchte, kann die Quarkbällchen alternativ im Backofen oder in der Heißluftfritteuse backen.
Eine besonders leckere Abwandlung der Quarkbällchen ist die Füllung. Obwohl traditionelle Quarkbällchen ohne Füllung zubereitet werden, gibt es Rezepte, in denen eine süße Füllung wie Marmelade, Nougat oder Vanillecreme in die Bällchen eingefüllt wird. Bei der Füllung ist darauf zu achten, dass die Bällchen nicht zu groß sind, da die Füllung bei der Fritur nicht auslaufen darf.
Für diejenigen, die auf den Fettgehalt achten oder auf fettärmere Alternativen ausweichen möchten, gibt es die Möglichkeit, Quarkbällchen im Ofen oder in der Heißluftfritteuse zu backen.
Form: Die Bällchen werden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt und im Ofen gebacken. In beiden Fällen ist darauf zu achten, dass der Teig nicht zu flüssig ist, da er ohne Fett nicht so gut aufgehen kann.
Klassische vs. Die klassische Variante der Quarkbällchen bezieht sich auf die traditionelle Zubereitung mit Backpulver, während die moderne Variante auch Hefeteige verwendet.
Man sollte das Gebäck sofort verzehren, wenn man Schmalz bevorzugt, da dieses schnell hart wird. Quarkbällchen sind am besten frisch gebacken und lauwarm. Sie schmecken daher am besten, wenn sie direkt nach dem Frittieren verzehrt werden. Wenn sie nicht sofort gegessen werden, können sie in einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden.
Am aller besten schmecken die Quarbällchen frisch ausgebacken und lauwarm. Einfach himmlisch! Aussen knusprig und innen luftig und weich. Du kannst die Quarkini-Quarkbällchen aber auch gut ein paar Tage gut verschlossen in einem Tupperware oder Frischhaltebeutel aufbewahren.
Quarkbällchen sind eine traditionelle Süßigkeit, die sich ideal zu Anlässen wie Karneval, Weihnachten oder Silvester eignet. Sie sind einfach zuzubereiten, erfordern aber eine gewisse Sorgfalt in der Zubereitung, um die typische luftige Textur und die goldbraune Kruste zu erzielen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Quarkbällchen ein Klassiker sind, der sich ideal zu Hause nachzubacken lässt. Quarkbällchen (oder Quarkini, wie sie hier in der Schweiz auch oft genannt werden) haben vier tolle Eigenschaften. Erstens schmecken sie unverschämt gut. Zweitens sie sind schnell und einfach zubereitet.
Das Frittieröl in einem hohen Kochtopf oder in der Fritteuse auf 170 bis 180 Grad aufheizen. Als Frittieröl eigenet sich zum Beispiel HighOleic Sonnenblumen-, Raps- oder Erdnussöl. Wieviel du davon brauchst, ist abhängig von der Grösse deines Topfes oder deiner Fritteuse. Für den Topf benötigst du ca. 1,5 Liter.
Wenn du zum Frittieren die Fritteuse verwendest, dann senke den Frittierkorb vor der Zugabe der Teiglinge ins heisse Öl. Zum Portionieren des Teiges verwende ich jeweils einen Spritzbeutel mit einer Lochtülle (Ø 24 mm). Sobald du die Teiglinge ins heisse Öl gibst, sinken sie auf den Topf- oder Fritteusenboden. Die Teiglinge drehen sich während dem Backen immer wieder von selbst.
Ebenfalls ein tolles Tool ist der Eisportionierer mit Auswurf. Da der Teig klebrig ist, bekommst du mit diesem Hilfsmittel auf jeden Fall ohne grosses kleckern tolle Quarkkugeln hin.
Weitere Fasnachtsrezepte
Brösmelig und super feinNarrensichere FasnachtsrezepteMhmm, Fasnachtsgebäck! Die unwiderstehlichen Fasnachtschüechli, Schenkeli und Zigerkrapfen sind aus der Fastnachtszeit nicht wegzudenken. Luftig-leichte Fasnachtschüechli, pralle Schenkeli und süsse Schlüferli gehören zur Fasnacht wie die Guggenmusik. Das krümelige Fasnachtsgebäck hat eines gemeinsam - es werden in heissem Fett frittiert, was ihm seinen wunderbaren Geschmack verleiht.
Wir feine Fasnachtsrezepte, die du ganz einfach zu Hause nachmachen kannst. Hier geht es direkt zu den Fasnachtrezepten: Zigerkrapfen Rezept Fasnachtschüechli Rezept Berliner Rezept Quarkbällchen Rezept Schlüferli Rezept Schenkeli Rezept
Fasnachtsgebäck frittieren - so gelingt’s:
Das richtige Öl: Beim Frittieren werden im Normalfall mindestens 170 Grad erreicht. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass du nur hitzebeständige Öle zum Frittieren verwendest. Beispielsweise raffiniertes Olivenöl, High-Oleic-Sonnenblumenöl, High-Oleic-Rapsöl oder Erdnussöl halten solch hohen Temperaturen stand, ohne dass eine Rauchentwicklung entsteht.
Die Temperatur: Um herauszufinden, ob das Öl die minimale Temperatur für dein Fasnachtsgebäck erreicht hat, kannst du einen Schaschlik-Spiess oder das Ende des Holz-Kochlöffels ins Fett halten. Wenn sich um das Holz herum keine Bläschen bilden, ist das Öl etwa 170 Grad heiss und hat somit die optimale Temperatur zum Frittieren.
Nicht zu viel: Nicht zu viel Frittiergut auf einmal ins heisse Fett geben. Ansonsten senkt sich die Temperatur des Öls und die Speisen saugen sich mit Fett voll oder verkleben miteinander.
| Rezept | Hauptzutaten | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Zigerkrapfen | Mehl, Ziger, Mandeln, Sultaninen | Klassiker aus dem Glarnerland, mit Zimtzucker |
| Fasnachtschüechli | Mehl, Eier, Rahm | Dünn ausgewallt, mit Puderzucker |
| Berliner | Hefe, Mehl, Eigelb, Konfitüre | Gefüllt mit Konfitüre, mit Puderzucker |
| Quarkbällchen | Quark, Mehl, Zucker, Backpulver | Aussen knusprig, innen luftig, in Zucker gewälzt |
| Schlüferli | Butter, Zitrone, Zucker, Mehl | In Rechtecke geschnitten, durch Schlitz gezogen |
| Schenkeli | Butter, Zucker, Eier, Zitrone, Mehl | Fingerdicke Rollen, schräg geschnitten |
Schnelles 10-Punkte-Quarkbällchen à la "Grill den Henssler" Rezept von Steffen Henssler
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