Philips Premium Airfryer XXL im Test: Mehr als nur Pommes

Nicht nur Pommes-Fans, auch Gemüseliebhaber und Ökos schwören auf Heissluftfritteusen. Was steckt hinter dem Hype? Wir haben den «Premium Airfryer XXL» von Philips getestet.

Der «Premium Airfryer XXL» von Philips sieht aus wie ein freundlicher Teekessel aus einem Science-Fiction-Disneyfilm. Der Henkel dient allerdings dazu, die Schublade für das Frittierte zu öffnen.

Airfryer versprechen, Pommes und Poulet-Flügeli so knusprig zu braten wie Fritteusen. Ohne Unmengen an Fett. Was hinter dem Hype steckt und für wen sich die Anschaffung eines Airfryer lohnen kann.

Der erste Airfryer wurde vor über einem Jahrzehnt auf den Markt gebracht. Einen Boom erlebt die Heissluftfritteuse aber erst seit ein paar Jahren: Von Gordon Ramsay, dem bekannten britischen Fernsehkoch, über internationale Food-Bloggerinnen und Influencer singen sie alle ein Loblied auf das Küchengerät, das Lebensmittel ohne Frittieren und innerhalb kurzer Zeit knusprig braten soll. Auch in der Schweiz ist die Suchanfrage auf Google im letzten Jahr um das Doppelte angestiegen. Noch gibt es keine Anzeichen für eine Abflachung.

Heissluftfritteusen gibt es mittlerweile in allen Formen, Grössen und Preisklassen.

Das kleine Multifunktionsgerät passt in die Zeit, in der sich Konsumentinnen und Konsumenten gerne schnell verpflegen und immer mehr Convenience Food aufgetischt wird. Auch Versprechungen wie «90 Prozent weniger Fett» und «gesundes Essen», mit denen Airfryer-Hersteller locken, dürften eine Rolle am neuen Interesse an der nicht ganz so neuen Technologie spielen.

Mit einer Fritteuse hat die Heissluftfiteuse nichts zu tun. Wofür der Airfryer ursprünglich erfunden wurde: Pommes, die so knusprig sind wie aus der brutzelnden Fritteuse - nur eben ohne das ganze Frittieröl. So kam der Niederländer Fred van der Weij im Jahr 2005 auf die Idee der Heissluftfritteuse. In der Bedienung muss man nichts weiter tun, als das Gargut in eine Schublade zu legen und es darin so lange zu backen, bis es die gewünschte Bräune erreicht ist. Der Elektronikkonzern Philips hat ihm das Patent später abgekauft und das erste Modell 2010 auf einer Messe in Berlin präsentiert.

Trotz dem ähnlichen Aussehen und dem verwirrenden Namen (Fryer heisst auf Deutsch übersetzt Fritteuse) frittiert das Küchengerät allerdings nichts. Im Grunde genommen ist es eher ein kleiner Umluftbackofen: knuspriges Essen dank heisser Luft. Natürlich nicht nur: Auch beim Backen mit dem Airfryer wird fast immer Öl zur Zubereitung benötigt, damit das Gut nicht austrocknet. Jedoch deutlich weniger. Philips wirbt mit einer Einsparung von bis zu 90 Prozent an der Menge Fett. Auch für die Geräte von Betty Bossi müsse «nur sehr wenig oder gar kein Öl» verwendet werden, um das «aussen knusprig und innen zart» hinzubekommen, heisst es.

Ganz ohne Öl geht es im Airfryer von Philips kaum.

Aufgrund seiner deutlich kleineren Dimensionen ist die passende Temperatur mit dem Airfryer rascher erreicht als mit dem herkömmlichen Umluftbackofen, und dank der Nähe zum integrierten Grill werden die Lebensmittel schneller gebacken.

Die zirkulierende Umluft im Gerät soll dafür sorgen, dass das Essen so knusprig wird, als sei es in einer Pfanne voll mit goldig blubberndem Fett frittiert worden.

Schnell, gesund und günstig im Unterhalt.

Die Grösse wirkt sich auch auf den Stromverbrauch aus. Airfryer laufen in der Regel mit einer deutlich geringeren Wattzahl als durchschnittliche Öfen. Der Haken dabei aber ist: Die Geräte können auch weniger Essen aufnehmen. Wollen Hauptgericht und Beilagen darin zubereitet werden, muss dies in verschiedenen Durchgängen geschehen - womit sich dann wohl doch nicht mehr so viel sparen lässt.

Dank integriertem Luftfilter können Speisen wie Speck auch geruchsärmer als in einer üblichen Fritteuse zubereitet werden.

Nun zur entscheidenden Frage: Kommt das Essen aus einem Airfryer wirklich Frittiertem gleich?

Das gleiche Ergebnis wie in einer Heissluftfritteuse lasse sich nicht erreichen, auch nicht mithilfe einiger Liter heissem Frittieröl, schreibt Nadine Weber, Geschäftsführerin des Labors Applitest in Nürnberg.

Für «Kassensturz» hat sie Anfang Dezember letzten Jahres acht der meistverkauften kleineren Airfryer getestet. Es sei schwierig, Pommes, Kuchen oder Chicken-Nuggets in Heissluftfritteusen gleichmässig zu garen.

Oberflächen seien zum Teil verbrannt oder «kaum gegart und lasch» geblieben. Manche Modelle hätten auch die Oberfläche der Kuchen verbrannt, weil der Garraum zu klein sei und die Produkte zu nahe an das Heizelement gekommen seien.

Nutzerinnen und Nutzer loten hier mit einfachen, schnellen und verblüffenden Rezepten die Grenzen dessen aus, was in der Heissluftfritteuse zubereitet werden kann. Ganze 5,9 Milliarden Mal wurden Beiträge mit dem Hashtag #airfryer bereits aufgerufen.

Frühstück, Mittag- und Abendessen: In den Airfryer lässt sich alles stecken.

Die Hobbyköchinnen und -köche bereiten darin Kekse, Pizza, Rinder- und Schweinefilet, Donuts, Filet Mignon und Hummerschwänze zu. Auch ganze Poulets landen in der Zauberkiste.

Als gesündere Alternative zur Fritteuse - wofür die Airfryer von den Herstellern primär vermarktet wird - werden die Geräte nicht immer verstanden.

Daran lässt sich ablesen, worum es bei der Verwendung des Airfryers vor allem geht: Um Spass und die schier endlosen Möglichkeiten der Zubereitung von Speisen, welche das Küchengerät bietet.

Profikoch wird man damit aber so wenig, wie das Essen perfekt gegart und Fast Food aus dem Airfryer gesund sein wird.

Im Vergleich der Stiftung Warentest mussten sich 20 Heißluftfritteusen beweisen. Gleich vier Geräte konnten die Tester überzeugen. Mit ihnen bereitest du schnell knusprige Speisen zu.

Heißluftfritteusen haben sich in den vergangenen Jahren zu wahren Verkaufsschlagern entwickelt. Idealerweise ganz ohne oder nur mit wenig Fett, sollen die kompakten Geräte knusprige Pommes frites, knackige Aufbackbrötchen und perfekte Grillhähnchen produzieren.

Und das alles schneller und energiesparender als jeder Ofen. Ob die Geräte die Versprechen der Hersteller einlösen, wollte Stiftung Warentest wissen und hat in der Ausgabe 1/2025 20 Heißluftfritteusen untersucht.

Im Handel sind Heißluftfritteusen in zwei Varianten erhältlich:

  • Geräte mit einem Garraum: 15 dieser Modelle haben die Tester untersucht.
  • Fritteusen mit zwei Garräumen, die dank zweier Heizspiralen unabhängig voneinander arbeiten. Fünf Geräte aus dieser Kategorie nahmen am Vergleich teil.

Alle Geräte haben im Test zumindest die Note «Befriedigend» erreicht. Durchgefallen ist also kein Airfryer. Bewertet wurden die Zubereitung der Lebensmittel, die Handhabung des Geräts, die Sicherheit und die Umwelteigenschaften.

Unter den Geräten mit einem Garraum wurden drei mit «Gut» (2,3) bewertet. «Cosori CP158-AF», «Ninja AF180DE» und die «Gourmetmaxx 04782», die wir aktuell nicht im Sortiment haben.

Bei den Modellen mit zwei Garräumen konnte sich die «Cosori CAF-R901-AEU» durchsetzen. Dieser Airfryer ist auch das günstigste Gerät dieses Segments.

Stiftung Warentest gab den nachfolgenden vier Geräten zwar die Bewertung «befriedigend». In der Note stand bei allen aber noch eine Zwei vor dem Komma. Zur Abwertung führten Schwächen bei der Zubereitung von Speisen.

In der NutriBullet NBA071B gelangen Aufbackbrötchen und Muffins nicht so gut.

Während die in der Philips HD9255/90 produzierten Pommes bei den Testern nicht so gut ankamen.

Das Ergebnis bei den Pommes frites führte auch beim Airfryer von Rommelsbacher zur Abwertung. So gab es für diese Heißluftfritteuse noch eine 2,9.

Der Airfryer von Panasonic hat bei den Kocheigenschaften ein «ausreichend» erzielt, seine Gesamtnote stammt aus den anderen Disziplinen des Vergleichs.

Aus dem Testfeld findest du noch zwei weitere Geräte in unserem Sortiment. Das sind die Fritteuse «Tefal Easy Fry & Grill EY801D» mit der Note 3,0 und das Gerät von Grundig (FRY7320), das mit 3,3 abschnitt.

Das Testergebnis bedeutet indes nicht, dass alle Speisen in jeder Heißluftfritteuse gleich gut gelingen. Ein überzeugendes Bräunungsergebnis, durchgegart und eine Kerntemperatur über 85 Grad Celsius - die Zubereitung von Hähnchenkeulen gelang mit allen Testgeräten.

Schon deutlich mehr Mühe hatten die meisten Airfryer mit Aufbackbrötchen. Häufig auf einer Seite zu stark gebräunt, auf der anderen zu blass oder zu weich. Die Resultate überzeugten die Tester selten. In dieser Disziplin stach der «Cosori CP-158» heraus, der hier ein «gut» erringen konnte. Bessere Resultate erzielen die Heißluftfritteusen, wenn die Brötchen nach der Hälfte der Garzeit gewendet werden.

Eine Herausforderung für die Heißluftfritteusen stellen Pommes frites dar. Gerade bei größeren Portionen waren die Resultate optisch und geschmacklich häufig wenig überzeugend.

Für ein optimales Ergebnis geben die Hersteller für ihre Modelle Höchstmengen an. Um hier eine Vergleichbarkeit herzustellen, errechneten die Tester für jedes Modell im Verhältnis zum Volumen des Garbehälters eine individuelle Menge für kleine und große Portionen.

Das Fazit der Tester: Bei Einhaltung der Vorgaben frittieren die Geräte Pommes «flotter und günstiger als der Backofen.»

Eigentlich haben Heissluft-Fritteusen oder Airfryer wenig mit Fritteusen gemein: Die Lebensmittel kommen nicht in ein Ölbad, sondern werden mit Umluft erhitzt wie in einem Backofen.

«Die Geräte haben den falschen Namen, es sind kleine Backöfen und keine Fritteusen; man kann nicht das gleiche Ergebnis erwarten wie bei einer Öl-Fritteuse.» Das sagt Nadine Weber, die für «Kassensturz» Aifryer getestet hat.

Entsprechend gespannt ist Nadine Weber, Geschäftsführerin des Labors Applitest in Nürnberg (DE). Im Auftrag von «Kassensturz» hat das Labor Applitest acht der meistverkauften kleineren Heissluft-Fritteusen getestet. Sie sind für kleinere Haushalte geeignet.

Getestet wurde insbesondere Tiefkühlkost: Pommes frites, Apfelküchlein, Chicken-Nuggets sowie ein Kuchen. Die Testanlage wurde bewusst nicht zu einfach gewählt, so Testleiterin Weber: «Wir haben den Test mit den Maximalmengen gemacht, die die Hersteller angeben.

Die Resultate sind durchzogen: Zum Teil sind die Pommes frites an den Ecken verbrannt, andere sind kaum gegart und lasch. Entsprechend «ungenügend» schneiden zum Teil die Resultate ab, darunter das Gerät von Electrolux.

Electrolux schreibt dazu: «Das Frittier-Ergebnis hängt, insbesondere bei Tiefkühlprodukten, von diversen Faktoren ab, wie bspw. Rezeptur, Qualität und Ausgangstemperatur der gefrorenen Lebensmittel vor dem Frittieren.»

Ein weiterer Punkt, den die Hersteller angeben: Die Lebensmittel mehrmals wenden. So könne verhindert werden, dass es zu einer unregelmässigen Konsistenz kommt.

Anders beim Kuchentest: Hier schlagen sich die Geräte eher schlecht, die Kuchenoberfläche ist in einem Fall (Betty Bossi) ganz verbrannt, andere sind im Innern noch flüssig. Im Gegensatz dazu ist das Resultat aus dem Backofen perfekt: sehr gute Bräunung, sehr gute Konsistenz.

Testsieger ist Tefal Genius 2-in-1 mit der Note 4,9. Es ist auch das teuerste der getesteten Geräte. Es schneidet bei den Pommes frites und auch in der Handhabe am besten ab.

Es kommt nah ran an eine echte Öl-Fritteuse, wie das Resultat zeigt: «Diese Pommes sind richtig gut geworden, die sind weder verbrannt noch untergegart. Der Hauptgrund dürfte darin liegen, dass in diesem Gerät die Lebensmittel permanent gewendet werden.» Denn Tefal Genius hat einen Mechanismus, bei dem der Inhalt permanent bewegt wird.

Das Labor Applitest in Nürnberg testete im Auftrag von «Kassensturz» acht der meistverkauften kleineren Heissluft-Fritteusen der Schweiz. Der Test wurde mit den angegeben Maximalmengen durchgeführt. Getestet wurden tiefgefrorene Lebensmittel, die für eine Öl-Fritteuse vorgesehen sind: Pommes Frites, Apfelküchlein und Chicken-Nuggets sowie ein vorbereiteter Kuchenteig.

«Kassensturz» hat auch noch den Vergleich zum Backofen gemacht. Die Resultate sind besser oder zumindest gleichwertig, allerdings verbraucht ein Backofen wegen des grösseren Volumens etwa dreimal mehr Strom.

Heissluft-Fritteusen eignen sich primär für kleinere Haushalte, dort, wo kein Backofen vorhanden ist oder wenn parallel zum Backofen weitere Speisen zubereitet werden sollen. Der geringere Energieverbrauch macht die graue Energie, die in einer Heissluft-Fritteuse steckt, aber nur nach vielfachem Gebrauch wett.

Philips ist seit Jahren einer der führenden Hersteller von Luftfritteusen. Das neuste Modell heisst XXL und will mehr Essen auf einmal zubereiten können und das automatisch. Das klappt gut und trotzdem ist der Gewinn gegenüber einem Umluftofen nur gering.

Luftfritteusen sind kleine Umluftbacköfen, die sehr schnell auf Temperatur kommen und so Speisen erhitzen. Das gelingt ziemlich fettarm, da überschüssiges Fett einfach abtropft, statt auf einem Blech zu bleiben. Nun gibt es tatsächlich Dinge, die schmecken aus der Luftfritteuse, als seien sie frittiert. Ofenpommes etwa, oder Fischstäbchen. Das liegt daran, dass sie tatsächlich in der Fabrik schon einmal frittiert wurden und nicht am Airfryer.

Der Airfryer XXL ist gigantisch. 7,3 Liter fasst der Korb theoretisch, weil du den aber nicht prall füllen solltest, sind es in der Praxis weniger. 1,4 Kilo Pommes soll er laut Philips knusprig bringen, das ist etwa die Hälfte des Korbes und genug für eine Familie mit drei Kindern. Das schlägt sich auch in der Abmessung nieder. Ich kann das Teil nirgends verstauen, weil mir der Platz fehlt. Für die Dauer des Tests steht er abwechselnd auf meinem Küchentisch und meinem Herd. Für kleine Küchen ist der Airfryer ungeeignet.

Einmal eingesteckt, ist die Bedienung denkbar einfach: Den grossen Korb am Henkel herausziehen, das Sieb leicht fetten, das Essen hineinlegen, schliessen, Hitze und Zeit im manuellen Modus einstellen und los geht’s. Es gibt zudem Speicherplätze für eigene Programme, die du garantiert nie programmieren wirst, da Zeit und Temperatur manuell viel schneller eingestellt sind. Eine Warmhaltefunktion gibt es auch. So weit, so normal für Luftfritteusen.

Die Marketingabteilung hatte bei der Namenssuche auf dem Whiteboard zuletzt «Smart Sensing Technology» stehen, ich bleibe bei Automatik-Funktion. Sensoren sollen messen, wann das Essen fertig gegart ist und so Pommes, Chicken Wing oder Fisch immer perfekt hinkriegen. Wie genau das funktioniert, verrät Philips nicht.

Und tatsächlich, die Automatik funktioniert. Ich habe sie mit 200 und 400 Gramm Pommes getestet. Hast du den Knopf gedrückt, misst der Ofen etwa eine Minute lang, bis er dir die verbleibende Zeit anzeigt. Diese passt sich dann während des Backens immer mal wieder an. 200 Gramm dauerten so 13 Minuten, 400 Gramm etwas über 15 Minuten. Nach etwa der Hälfte musst du den Korb kurz schütteln. Beide Portionen waren perfekt knusprig, ich habe keinen Unterschied gemerkt.

Wie für Ofenpommes üblich, schmeckten einzelne Pommes eher nach Grissini, die meisten aber hatten innen noch einen weichen Kern. Da trifft Philips keine Schuld. Tatsächlich gelingen Pommes im Airfryer nicht nur schneller, sondern besser als im Ofen. Alleine für Pommes schafft sich aber kein Mensch einen Airfryer an.

Die zweite Königsdisziplin des Airfryers, wenn man den unzähligen Youtube-Köchen glauben darf, ist Poulet, genauer gesagt Pouletschenkel und Chicken Wings. Das spielt mir in meine kulinarischen Karten, esse ich doch keine Pouletbrust.

Das würze ich mit genügend Salz und viel Curry und wähle die Poulet-Automatik. Fast 20 Minuten bei 180 Grad zeigt das Display an. Mein Gefühl sagt, dass das zu lange dauert. Das Gerät scheint auf hochgezüchtetes Steroiden-Geflügel eingestellt zu sein, meine Bio-Hähnchenteile wären nach 20 Minuten längst verbrannt. Nach rund 12 Minuten nehme ich sie daher aus dem Körbchen und sie sind perfekt. Kross gebraten, innen saftig und nicht zu fettig. Im Umluftbackofen ist das auf dem Gitterrost auch zu erreichen, allerdings muss ich das tropfende Fett da mit einem Blech auffangen. In der Luftfritteuse tropft das Fett in den untern Teil des Behälters, der deutlich einfacher zu putzen ist.

Auch die Fischautomatik hat mit meinem Miso-glasierten Lachs ihre Mühe. Sieben Minuten vor dem angezeigten Ende war der Lachs perfekt glasig und aussen leicht gebräunt. Im manuellen Programm habe ich gerösteten Blumenkohl zubereitet. Bei 180 Grad war der nach etwa 15 Minuten perfekt. Hier lässt der kleine Umluftbackofen seine Muskeln spielen. Im Ofen kann das schon mal zehn Minuten länger dauern. Solange der Korb nicht überfüllt ist und die heisse Luft gut an den Lebensmitteln vorbeiziehen kann, sind sie gleichmässiger gebacken und das in kürzerer Zeit. Auch der Grill-Tomme aus dem Convenience Regal gelang super. 200 Grad und sieben Minuten später war der Käse perfekt durchgegart.

Zu erwähnen ist noch, dass Philips seinen Airfryern eine sehr gut sortierte Rezepte-App spendiert, die für Inspiration sorgen kann. Inspiration hat sich die Marketingabteilung wohl bei Michael Ende geholt. «NutriU» tönt nämlich wie der kleine Bruder von Atreyu aus der unendlichen Geschichte.

Der Airfryer XXL schafft für mich eine Versöhnung mit Luftfritteusen. Bei meinem letzten Test hatte ich noch nichts für die Dinger übrig. Der Airfyer XXL macht Spass, wenn du deine Erwartungshaltung anpasst.

Wer einen Umluftbackofen besitzt, braucht eigentlich keine Luftfritteuse, da die Dinger viel Platz in der Küche brauchen und die Vorteile recht überschaubar ausfallen. Ofenpommes, Fisch und Hähnchen gelingen etwas besser im Airfryer, aber dafür ein teures, sperriges Gerät anzuschaffen, lohnt sich nur in den seltensten Fällen. Hast du aber Platz und Budget für einen Airfryer, dann ist der Airfryer XXL der absolute Platzhirsch.

Erste Schritte mit dem Philips Premium Airfryer XXL

Als erstes probieren wir, natürlich, die Zubereitung eines Klassikers: Pommes frites. Dazu müssen Kartoffeln gerüstet werden, in Stäbchen geschnitten und kurz in warmes Wasser eingelegt, ehe sie mit höchstens drei Esslöffeln Öl in etwa 15 Minuten frittiert werden.

Das überschüssige Fett landet zudem unten in der Pfanne: bis zu 80 Prozent weniger Fett verspricht der Hersteller.

Halbzeit-Geklingel

Nach der Hälfte der Zeit klingelt die Maschine, damit die Pommes durch Rütteln und Schütteln gewendet werden können. Frische oder gefrorene Pommes frites gehören wie Hähnchenkeulen, ein ganzes Huhn und sogar ein ganzer Fisch zu den voreingestellten Gerichten, während deren Zubereitung das Gerät durch Knopfdruck und «Smart Sensing Technologie» selbständig die Garzeit und Temperatur misst und anpasst. Man kann dem Gerät auch die Garzeit- und Temperatur der eigenen Lieblingsgerichte beibringen. Und dank Luftfilter kommt man nicht in den «Genuss» des typischen Fritteusenduftes.

Was schliesslich auf den Tellern erscheint, ist knusprig und lecker. Recht nahe an fett-triefende Schwimmbad-Pommes kommt man mit tiefgefrorenen Fertigprodukten; auch Vergleichbares wie Frühlingsrollen gelingt ähnlich fettig.

Es wäre aber grundfalsch, den «Premium Airfryer XXL» von Philips nur zum Frittieren einzusetzen. Er kann nämlich viel, viel mehr.

Der Heissluftofen wärmt Essen auf. Backt Pizza perfekt auf. Zaubert Schoggi-Lavaküchlein oder luftiges Brot. Röstet Brokkoli mit Knoblauch und Zitronensaft. Gart ein ganzes Poulet. Röstet Kaffeebohnen. Erhitzt tiefgefrorene Edamame, und das alles schnell und energiesparend: viele Umweltbewusste sehen Heissluftfritteusen im Moment als heiligen Gral der nachhaltigen Essenszubereitung an. 1,5 mal schneller als ein Backofen ist er laut Hersteller. Und auch das Vorheizen entfällt.

Einfache Bedienung, praktische Reinigung

Dabei wird man beim «Premium Airfryer XXL» nicht nur von einem mitgelieferten Rezeptbuch, sondern auch von der «NutriU»-App mit Rezeptideen unterstützt, in denen man stöbern kann. Bald schon versteht man alle Thermomix-Anhänger: Das Herum- und Ausprobieren macht Freude.

Die Bedienung ist denkbar einfach. Neben den voreingestellten Gerichten lässt sich der «Premium Airfryer XXL» individuell bedienen, links kann man die Temperatur, rechts die Dauer eingeben. Per Knopfdruck auf die Nase des Teekessels startet das Gebläse. Der Erhitzungsvorgang kann jederzeit unterbrochen werden, um nachzuschauen, wie es dem Essen so ergeht in der Heissluft.

Praktisch ist, dass alle drei Teile, die mit Fett in Berührung kommen, spülmaschinentauglich sind. Aber auch von Hand lassen sich die Pfannenteile und das Sieb schnell und unkompliziert reinigen.

Im Test: Heissluftfritteuse «Premium Airfryer XXL» von Philips

Besonderheiten: Smart Sensing Technologie, Smart Chef-Programme für beliebte Gerichte, Praktische Gareinstellung zum Speichern des Lieblingsgerichts, Fettentfernungstechnologie, Warmhaltemodus.

Reinigung: Die Pfannenteile und der Korb sind spülmaschinenfest.

Das kann das Gerät: Frittieren, Backen, Grillen, Braten, Aufwärmen.

Preis: 379 Franken (UVP).

Fassungsvermögen: Der Korb fasst bis zu 7,3 Liter für ein ganzes Hähnchen oder 1,4 kg Pommes frites.

Zubehör: Einsätze zum Backen, Grillieren und Pizzamachen sind separat erhältlich.

Wo zu kaufen: Bei Philips oder im Fachhandel.

Gut zu wissen:

«XXL» heisst in diesem Fall wirklich: Gross. Einfach in der Küchenzeile verstauen lässt sich der «Premium Airfryer XXL» nicht, sondern er braucht Platz. Wer den nicht hat, kann natürlich auf kleinere Modelle ausweichen.

Fazit:

Sehr verschiedene Typen können mit einem Airfryer glücklich werden: Kochprofis, die neue Wege gehen wollen. Kochanfänger, die sich gerne strikt an Rezepte halten. Menschen, die frische Rezept-Inputs brauchen. Gemüsefans. Pouletfans. Und sowieso alle, die frittierte Gerichte lieben, aber auf triefendes Fett gut verzichten können.

9 einfache Rezepte für die Heißluftfritteuse ...



Tabelle: Vor- und Nachteile des Philips Premium Airfryer XXL

Vorteile Nachteile
Vielseitig einsetzbar (Frittieren, Backen, Grillen, etc.) Benötigt viel Platz
Reduziert Fettaufnahme im Vergleich zu traditionellen Fritteusen Ergebnisse können je nach Gericht variieren
Einfache Bedienung und Reinigung Teurer als Standard-Fritteusen oder Öfen
Schnellere Zubereitung als im Backofen Nicht immer gleichmässige Garergebnisse

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