Wenn du mit deinen Kindern Pommes selber machen willst, brauchst du keine Fritteuse. Ihr könnt die Pommes einfach im Ofen backen oder in der Pfanne frittieren. Knusprige Pommes Frites kannst du mit deinen Kindern einfach im Ofen selber machen. Die selbst gemachten Ofen-Pommes brauchen nicht nur weniger Öl als die Fertig-Pommes, sie sind auch schnell gemacht. Wir zeigen euch einfache Rezepte.

Pommes Frites aus dem Ofen
Nach diesem Rezept backst du die Pommes, statt sie zu frittieren. Dennoch können die eigenen Kartoffelstangen deutlich gesünder werden als die gekauften, da sie garantiert keine Zusatzstoffe enthalten. Zudem hast du bei selbstgemachten Pommes die Wahl, ob du sie in der Fritteuse oder dem Ofen zubereitest. Das beeinflusst letztlich, wie viel oder wenig Kalorien deine Fritten haben. Für die schlanke Linie wählst du natürlich den Ofen.
Zutaten:
- 500 Gramm Kartoffeln
- 2 TL Sonnenblumen- oder Rapsöl
- Optional: Salz und Gewürze oder getrocknete Kräuter wie Paprika oder Provence-Kräuter
Tipp aus der Redaktion: Ihr könnt aus allen Kartoffeln Pommes selber machen. Wir empfehlen euch, festkochende Kartoffeln zu verwenden, da diese weniger Stärke haben und so knuspriger werden.
Zubereitung:
- Wenn ihr wollt, könnt ihr die gewaschenen Kartoffeln mit Schale verarbeiten. Ansonsten schält ihr sie mit dem Sparschäler.
- Schneidet die Kartoffeln in kleine Stifte. Diese sind ca. 5 cm lang und 1 cm dick. Je dünner, desto knuspriger werden eure Pommes.
- Legt die Streifen für ca. 30 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser. So entfernt ihr die oberflächliche Stärke und die Pommes werden knusprig. Trocknet die Kartoffelstifte nach dem Einweichen ab.
- Gebt die Kartoffel-Streifen in die Schüssel und verteilt das Öl gleichmässig.
- Verteilt die Kartoffel-Pommes auf dem Backblech.
- Backt die Pommes bei 180° C bei Ober-/Unterhitze für circa 25 Minuten, bis sie goldbraun sind. Öffnet zwischendurch kurz die Ofentüre, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
- Wenn eure Pommes Frites fertig gebacken sind, könnt ihr sie mit Salz und den Gewürzen nach euren Vorlieben würzen.
Nährwerte pro 100 Gramm:
Die Nährwerte können je nach Zubereitungsart und Zutaten variieren.
- Kalorien: 90 kcal
- Kohlenhydrate: 12 g
- Fett: 3 g
- Protein: 1 g
- Ballaststoffe: 2 g
Frittierte Pommes aus dem Topf oder der Pfanne
Pommes Frites könnt ihr einfach im Topf frittieren. Die Pommes sind als Beilage gedacht.
Zutaten:
- 500 Gramm Kartoffeln
- 1 Liter Sonnenblumen- oder Rapsöl oder ein anderes für die Fritteuse geeignetes Öl
- Optional: Salz und Gewürze oder getrocknete Kräuter wie Paprika oder Provence-Kräuter
Zubereitung:
- Schält die Kartoffeln und schneidet sie in gleichmässige Stifte.
- Blanchiert die Kartoffeln: Kocht die Kartoffel-Streifen für ca. 7 Minuten in heissem Wasser. Optional könnt ihr zwei Esslöffel Essig ins Wasser geben, damit ihr euren Pommes eine knusprige Kruste bekommen.
- Trocknet die Kartoffelstifte gut mit einem sauberen Küchentuch ab.
- Gebt das Öl in den Topf und schaltet den Herd auf mittlere Stufe. Nach etwa 20 Minuten sollte das Öl 140°C haben. Wenn ihr keinen Küchenthermometer habt, könnt ihr die Temperatur mit einem Holzlöffel oder einem Zahnstocher kontrollieren. Wenn du das Holz ins Öl hältst und sich Bläschen daran bilden, hat das Öl die richtige Temperatur. Sprudelt das Öl, ist die Temperatur zu hoch.
- Nun könnt ihr die Kartoffel Stäbchen vorfrittieren. Gib sie vorsichtig in das heisse Öl. Wenn sie blassgelb sind, nimm sie mit dem Frittiersieb raus.
- Gebt die Kartoffel-Sticks auf Küchenpapier und lasst sie ungefähr 30 Minuten abkühlen.
- Frittiert die Pommes ein zweites Mal bei 175° C. Gib dafür die vorfrittieren Kartoffel-Sticks portionenweise in den Topf. Wenn du den Holzlöffel oder Zahnstocher ins Öl hältst, sollten sich leicht sprudelnde Bläschen daran bilden.
- Die Pommes Frites sind gut, wenn sie eine goldgelbe Kruste haben. Nehmt sie mit dem Frittiersieb heraus.
- Nun kannst du die Pommes mit deinen Kindern mit Salz und den Gewürzen nach euren Vorlieben würzen.
Nährwerte pro 100 Gramm:
Die Nährwerte können je nach Zubereitungsart und Zutaten variieren.
- Kalorien: 85 kcal
- Kohlenhydrate: 15 g
- Fett: 2 g
- Protein: 1 g
- Ballaststoffe: 1 g
Wenn du die Pommes für später vorbereiten möchtest, kannst du sie vor dem zweiten Mal fritieren einfrieren. Dies entzieht den Pommes noch mehr Wasser, was sie beim zweiten Mal frittieren noch knuspriger macht.
Süsskartoffel-Pommes
Süsskartoffel-Pommes sind eine leckere Alternative zu klassischen Pommes Frites.

Zutaten:
- 500 Gramm Süsskartoffeln
- 1 EL Speisestärke wie Maizena
- 2 EL Olivenöl
- 1 Zweig Rosmarin
- ½ TL grobes Meersalz
- Optional: ½ TL Paprikapulver
- Optional: 1 gepresster Knoblauch
Zubereitung:
- Schneidet die gewaschenen Süsskartoffeln in kleine Stifte. Diese sind ca. 5 cm lang und 1 cm dick. Je dünner, desto knuspriger werden eure Pommes.
- Legt die Streifen für ca. 30 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser. So entfernt ihr die oberflächliche Stärke und die Pommes werden knusprig. Trocknet die Süsskartoffeln ab.
- Vermischt die Gewürze, die Speisestärke und das Öl in einer Schüssel.
- Gebt die Süsskartoffel-Streifen in die Schüssel und verteilt das Öl gleichmässig.
- Verteilt die Süsskartoffel-Streifen auf dem Backblech.
- Backt die Pommes bei 220° C bei Ober-/Unterhitze für circa 25 Minuten, bis sie knusprig sind.
Tipps und Tricks für extra knusprige Pommes
Einer der Tricks beim Pommes-Selbermachen: Die Kartoffelstücke vor dem Fritieren oder Backen ein paar Minuten lang in Wasser legen, gut auf einem Tuch abtropfen lassen und abtrocknen. Das nimmt den Kartoffeln die Stärke, was sie später knuspriger macht. Das anschliessende Abtrocknen verhindert zudem das Spritzen des Fettes.
Pommes selber machen in der Fritteuse
Die Pommes werden bei 140 Grad im heissen Öl vorfrittiert. Für die Zubereitung deiner Pommes eignen sich grosse Kartoffeln am besten, denn entsprechend gross werden auch die fertigen Pommes. Als Frittieröl können alle hocherhitzbaren Öle verwendet werden. Am besten werden die Pommes frites in der Regel mit geschmacksneutralen Ölen wie Sonnenblumenöl.
Wichtig zu wissen: rohe Kartoffeln solltest du nicht mit zu hoher Temperatur erhitzen, weil sie dann schädliches Acrylamid bilden. Daher werden die Pommes zuerst bei 140 Grad vorfrittiert.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 kg eher mehlig kochende Kartoffel
- 3 Liter Öl zum Frittieren
- Salz
Tipp: Das Rezept funktioniert auch mit Süsskartoffeln.
So geht das Rezept
- Die gewaschenen Kartoffeln werden geschält und in etwa 1 cm breite Stifte geschnitten. Die Dicke ist hierbei aber weniger relevant als die Gleichmässigkeit. Denn nur gleichmässig geschnitten werden die Kartoffelsticks später auch alle zusammen gar.
- Das Öl wird in die Fritteuse (du kannst auch einen guten Topf nehmen) gegeben und bei mittlerer Hitze auf etwa 140 Grad erhitzt.
- Nun werden die Pommes Frites kurz im heissen Fett gegart. Vorsicht: Beim Hineingeben kann es spritzen! Sind die Kartoffelsticks einen Zentimeter dick geschnitten, dann etwa 5 Minuten im heissen Fett ziehen lassen. Sind sie dünner, dann sollten 2 bis 3 Minuten ausreichen. Anschliessend herausnehmen und ruhen lassen.
- Ist das Fett heiss genug, werden die Kartoffelstifte weiter so lange frittiert, bis sie goldgelb sind und allesamt an der Oberfläche schwimmen.
- Jetzt sind deine Pommes perfekt und du kannst sie mit dem Schaumlöffel herausnehmen - kurz über der Fritteuse oder dem Topf ausschütteln - und lässt sie noch einen Moment auf einem saugfähigem Küchenpapier abtropfen.
- Alles, was jetzt noch fehlt: Die selbstgemachten Pommes in eine Schüssel geben, salzen, servieren und geniessen, zum Beispiel zu einem leckeren frischen Salat.
Wer keine Fritteuse hat, kann seine Pommes im Topf frittieren. Praktisch ist es, wenn es vor dem gänzlichen Erkalten abgeseiht und in einen hitzebeständigen Behälter mit Deckel gegossen wird.
Pommes aus dem Ofen
Gut verteilt auf einem Backblech werden die Pommes im Ofen perfekt knusprig.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 kg Kartoffeln
- Salz
- optional weitere Gewürze oder getrocknete Kräuter sowie etwas Olivenöl, alternativ geht Sonnenblumen- oder Sesamöl
So geht das Rezept
- Die Kartoffeln können mit oder ohne Schale verwendet werden. Entweder also vorab waschen oder schälen und in Stifte schneiden. Wer die Kartoffeln in dicke Scheiben oder dicke Stifte schneidet, erhält klassische Kartoffelecken, dünner geschnitten werden daraus eher knusprige Pommes.
- Die Kartoffelstreifen in einen Gefrierbeutel oder eine verschliessbare Schüssel geben. Etwas Olivenöl hinzugeben sowie die gewünschten Gewürze, die Tüte oder den Behälter gut verschliessen und etwa eine halbe Minute lang ordentlich schütteln. So verteilen sich Gewürze und Öl ideal auf alle Pommes.
- Die Kartoffelstreifen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 180 Grad im Backofen in ungefähr 20-30 Minuten fertig backen. Die Backzeit hängt stark von der Dicke der selbstgemachten Pommes frites ab. Daher bei den ersten Versuchen am besten zwischendurch immer mal wieder nachsehen, ob sie schon fertig sind und eventuell die Dauer oder auch die Backtemperatur entsprechend anpassen.
Ganz so knusprig wie klassische Pommes werden diese Kartoffelstreifen aus dem Backofen zwar nicht. Aber dafür gehen sie schnell, sind viel weniger fettig und schmecken richtig lecker.
Doppeltes Frittieren für extra Knusprigkeit
Die grosse Anpassung, die ich plane, betrifft den Frittierprozess. Ich werde die geschnittenen, gewaschenen und getrockneten Kartoffelsticks zuerst für drei Minuten bei 150 Grad Celsius frittieren. Danach lasse ich sie auf Zimmertemperatur abkühlen und frittiere sie ein zweites Mal, jedoch bei 175 Grad Celsius und für vier Minuten. Bratöl verwende ich dasselbe wie beim ersten Versuch. Ich habe es mit einem Sieb gereinigt, um allfällige Rückstände zu entfernen.
| Frittiergang | Temperatur | Zeit |
|---|---|---|
| 1. Frittieren | 150°C | 3 Minuten |
| 2. Frittieren | 175°C | 4 Minuten |
Was passiert beim doppelten Frittieren? Weil das Bratöl im Vergleich zum Wasser eine viel höhere Wärmekapazität hat, überträgt es bei Temperaturen von über 100 Grad die Wärme direkt auf das Lebensmittel - in meinem Falle die Kartoffelsticks. So verdunstet das in den Pommes gebundene Wasser. Im ersten Frittierprozess bildet sich innerhalb von Sekundenbruchteilen eine feine Kruste, die für die Knusprigkeit und Fettaufnahme im zweiten Frittierprozess notwendig ist.
Diese Kruste wird optimal, wenn die Fritten in einem ersten Schritt bei niedrigen Temperaturen um die 150 Grad Celsius vorgegart, abgekühlt und dann bei ungefähr 175 Grad fertig frittiert werden. So wird sichergestellt, dass kein Wasser mehr aus dem Inneren der Kartoffelsticks nach aussen getragen wird und die Temperatur auch im Kern der Fritten auf über 100 Grad ansteigen kann. Die Pommes werden goldgelb und schön knackig.
Nach dem ersten Frittierdurchgang sind beide Sorten - erwartungsgemäss - weder durchgegart noch knusprig. Sie sind labbrig, warm und fettig. Deshalb lasse ich sie auf einem mit Haushaltspapier belegten Gitter abtropfen und auskühlen.
Die Pommes sind tatsächlich viel knuspriger als beim ersten Versuch. Geschmacklich haben sie mich schon nach einmaligem Frittieren überzeugt, das ist jetzt sogar noch eine Spur besser geworden. Innen sind sie zwar etwas fester, aber auch weniger cremig als beim ersten Mal, was mich nicht gross stört. Ich habe ausserdem das Gefühl, dass sie etwas fettiger sind als noch in der ersten Runde. Auf jeden Fall stelle ich eine klare Steigerung fest und bin begeistert. Trotzdem bin ich überzeugt, dass noch etwas mehr herauszuholen ist.
Auch hier höre ich bereits beim Ausleeren des Frittierkorbs, dass die Pommes knuspriger sein müssen. Der erste Biss bestätigt diesen Eindruck. Beim einmaligen Frittieren hat mir der Kartoffelgeschmack gefehlt. Dieser ist nun etwas intensiver, im Vergleich zu den festkochenden Pommes könnte er aber noch stärker sein. Die Fritten sind nicht zu fettig und innen schön fluffig. Im Gegensatz zu den festkochenden Pommes Frites sind sie auch nach zehn Minuten an der frischen Luft noch schön knusprig und lecker. Die Steigerung im Vergleich zum ersten Mal empfinde ich bei den Pommes mit mehligkochenden Kartoffeln extremer als bei den festkochenden. Doch auch hier beschleicht mich das Gefühl, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.
Ich hätte nicht gedacht, dass der Wechsel von einem auf zwei Frittiervorgänge die Knusprigkeit und den Geschmack derart stark beeinflusst - und dann erst noch in die richtige Richtung. Würde ich meine selbstgemachten Pommes in einem Restaurant serviert bekommen, hätte ich wohl wenig daran auszusetzen. Einzig, dass die festkochenden Kartoffelsticks noch etwas knuspriger sein könnten. Die mehligkochende Variante hat mir sehr gut geschmeckt.
Zweimaliges Frittieren hat also geholfen: Die Fritten werden knuspriger und schmecken besser.
Die perfekten Pommes: Wie gelingen die krossen gelben Streifen am besten? | Galileo | ProSieben
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