L'Osteria ist ein bekanntes Restaurantkonzept, das sich auf italienische Küche spezialisiert hat. Die Kette ist bekannt für ihre grossen Pizzen, die man auch für zwei Personen mit verschiedenen Zutaten bestellen kann. In Deutschland und Österreich gibt es bereits über 40 L'Osteria-Betriebe (Stand 2015). Das Unternehmen hat seinen Sitz in Nürnberg, wo 1999 das erste L'Osteria-Restaurant eröffnet wurde. Inzwischen sind es über 70 Gaststätten im In- und Ausland, und die 80er-Marke hat das Unternehmen bereits im Visier. Zuletzt hat die Restaurant-Kette im ersten Halbjahr in Kassel und Wien Betriebe eröffnet.
Die Kette, die unlängst in Berlin den 100. Betrieb eröffnet hat, hegt grosse Pläne - und will die Expansion mit einem Mini-Konzept namens Picola befeuern. Dieser neue Standort in Berlin soll der Startschuss für forcierte Expansion sein, wie Geschäftsführer Mirko Silz verdeutlicht hat. Unter Silz' Leitung macht L'Osteria vieles richtig. Dort wächst der Umsatz und die Anzahl Betriebe - im Moment 120 - seit Jahren moderat, aber kontinuierlich.
Ein wichtiger Aspekt des Erfolgs von L'Osteria ist das Angebot von Riesenpizzen, die man wahlweise für eine oder zwei Personen bestellen kann. Markenzeichen der "deutsch-italienischen" Kette: Individuell belegbare Riesenpizzas, die auch bei Paaren und Familien mit Kindern Zuspruch finden.
L'Osteria bekräftigt ihren Expansionskurs und hat ehrgeizige Pläne für die kommenden Monate. Anfang März 2017 wurde in Karlsruhe die nächste L'Osteria eröffnet. Weitere Standorte in Lüneburg, Paderborn, Erlangen und Castrop-Rauxel sollen im Frühjahr folgen. Auch in Österreich ist eine Neueröffnung in Linz geplant. Für den Sommer sind vier Eröffnungen in Berlin und eine in München angekündigt.
Die US-amerikanische Investmentgesellschaft McWin investiert im grossen Stil in Europas Restaurant-Business. L'Osteria ist nur ein Teil davon. McWin ist auch in Burger King Deutschland und Dean&David engagiert.
Standorte und Expansion
L'Osteria sichert sich ein Grundstück am Almosenberg in Bettingen/Wertheim. Auf dem Areal soll ein zweigeschossiges Restaurant (220 Sitzplätze) mit offener Küche und Wintergarten (90 Sitzplätze) entstehen. Vorgesehen sind auch eine große Terrasse und ein Kinderspielplatz in Sichtweite. Am Almosenberg will L'Osteria auch zum Kaffeeröster werden. Ein zweites Gebäude auf dem Grundstück will das Unternehmen speziell für eine »einsehbare Kaffeerösterei« errichten.

Marktplatz in Wertheim.
Weitere Standorte und Expansionen umfassen:
- Garmisch-Partenkirchen: Mega-Osteria mit 300 Plätzen in stylischem Retro-Design (Investitionen 1,9 Mio.).
- Aachen: Eröffnung eines L’Osteria Freestanders vis á vis zu einem The Ash Restaurant.
- Essen: Eröffnung der zweiten L’Osteria am Kennedyplatz in einer ehemaligen Targo Bank Filiale.
- Hamburg: Investition von 1,8 Millionen Euro für eine neue "L'Osteria" am Winterhuder Marktplatz.
- Luzern: L'Osteria ersetzt die Asia-Kette Chà Chà.
L'Osteria versus Vapiano
Während Vapiano beim forcierten Aufbau einiges falsch machte, nutzen die Osteria-Leute offensichtlich die Schwächen des Konkurrenten aus. Offensichtlich will Silz die Schwächen des Konkurrenten Vapiano für sich nutzen. Während die Bonner SB-Kette Vapiano mit Schwierigkeiten kämpft, will ein anderes italo-deutsches Konzept - L'Osteria - nun noch mehr italienische Pizza und Pasta verkaufen.
Ironischerweise sagt man auf Italienisch: "Chi va piano, va sano e lontano" - wer langsam geht, kommt weiter. Wie man sieht, hat sich die Vapiano-Führung nicht an das Sprichwort gehalten. Wobei etwa der heutige Osteria-Co-Vorstand Mirko Silz (von 2006 bis 2011 Vapiano-Chef) in einem Interview beim Konkurrenten nicht die Expansionsgeschwindigkeit als solche als grösster Managemenfehler ausmacht. Sicher ist: Unter Silz' Leitung macht L'Osteria vieles richtig.
Seit dem 1. September 2016 führt Ex-Vapiano-CEO Mirko Silz neben den beiden L'Osteria-Gründern Friedemann Findeis und Klaus Rader als dritter Geschäftsführer das gesamte operative Geschäft.
Migros und L'Osteria
In der Schweiz tritt Migros Aare als Master Franchiser auf. Bislang läuft ein Betrieb in Biel. Der Schweizer Einzelhandelsriese lanciert das Pizzakonzept L'Osteria in Biel und baut auch anderswo den Anteil im Ausserhaus-Markt kontinuierlich aus. Migros hat vor einem Jahr die Molino-Pizza-Restaurantkette (18 Outlets) erworben, die aber eher im oberen Preissegment operiert.
Update: "Systemgastronomie mit Niveau" - L'Osteria Berlin und Potsdam
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Investitionen und Standorte:
| Standort | Details | Investition |
|---|---|---|
| Garmisch-Partenkirchen | Mega-Osteria mit 300 Plätzen | 1,9 Mio. |
| Hamburg | Neue L'Osteria am Winterhuder Marktplatz | 1,8 Mio. |
| Bettingen/Wertheim | Restaurant mit Kaffeerösterei | N/A |

L'Osteria in Luzern.