Die Pizza Hawaii ist äusserst umstritten. Aber wieso? In Italien fragt man sich übrigens, was schlimmer ist, Pizza Hawaii oder Pizza mit Pommes frites und Würstchen.
Beiden Kreationen, also Pizza Hawaii und Pizza mit Pommes und Würstchen liegt der Gedanke zugrunde, aus der Norm auszubrechen, sich vom engen Korsett der italienischen Esstradition zu lösen und mal etwas «Modernes» zu wagen, das womöglich eine jüngere Kundschaft ansprechen könnte.
Erfunden wurde die Pizza Hawaii mit Ananas und Schinken auf Tomatensauce 1962 vom Griechen Sam Panopoulos in Kanada. Weiter ging es mit der für Traditionalisten schamlosen Kombination «Würstel e Patatine» (mit Wurst und Pommes) von Antonio Starita. Dieser soll sie Ende der 1980er-Jahre erstmals in der altehrwürdigen Pizzeria «Starita a Materdei» mitten in Neapel serviert haben.
Anscheinend aus strategischen Gründen, um als Pizzeria dem Einzug von Burger-Ketten in Italien etwas entgegenzusetzen und sich einen Anteil von deren Klientel zu sichern. Sowohl die Pizza Hawaii als auch diejenige mit «Würstel e Patatine» sind übrigens vor allem bei Kindern und Teenagern beliebt.

So befremdlich diese schrägen Kombinationen für wahre Liebhaber der klassischen Pizza sind, so spannend und bereichernd können gewagte Pizzakreationen sein. Das findet zumindest Gino Sorbillo, neapolitanischer Pizzabäcker in dritter Generation.
Erst kürzlich sorgte er für einen neuen Eklat, als er in vollem Ernst seine Version der Pizza mit Ananas auf die Karte setzte. Er findet, frische Ananas, nicht aus der Dose, passt sehr wohl auf Pizza, jedoch nicht mit Tomatensauce und Schinken, sondern als fruchtiger Kontrast mit kräftigen Käsesorten, darunter geräucherter Caciotta.
Einer der angesagtesten Pizzabäcker, Gabriele Bonci aus Rom, der «Michelangelo der Pizza», wie ihn die italienische Food-Journalistin Elisa Menduni nennt, sei ebenfalls für ein paar Pizza-Revolutionen bekannt: Er habe Pizza, die mehr oder weniger als Junkfood gilt, auf ein nie da gewesenes Gourmet-Level gehoben.
Denn er belegt sie mit hochwertigen, regionalen Zutaten von kleinen Erzeugerinnen und Erzeugern. Und er hat der Pizza eine neue Identität gegeben, indem er den Teig so sorgfältig, exquisit und komplex belegt, als wäre es ein Tellergericht in einem Sternerestaurant.
Bonci und fünf weitere aussergewöhnliche Pizza-Persönlichkeiten sind übrigens die Protagonisten der absolut sehenswerten Serie «Pizza» aus der Reihe «Chef's Table» von Netflix.
Eine Pizza mit Kartoffeln zu belegen entspricht vermutlich nicht den Vorstellungen eines neapolitanischen Pizzaiolos von einer guten Pizza. Die Kartoffelpizza würde eher zur elsässischen Küche, der Heimat des Flammkuchens passen, denn nebst Kartoffeln und Tomaten wird sie auch mit Zwiebelstreifen, gemischt mit Sauerrahm, belegt.
Rezept für Pizza-Taschen mit Wurstbrät
Die zugedeckte Pizza - in Italien Calzone genannt - ist bei Kindern besonders beliebt. In dieser Variante versteckt sich eine überraschende Fleisch-Idee.
Zutaten:
- Mehl
- Salz
- Wasser
- Hefe
- Öl
- Cherrytomaten
- Mozzarella
- Basilikum
- Wurstbrät
Zubereitung:
- Mehl in eine Schüssel geben. Salz im Wasser auflösen und mit der Hefe und dem Öl zum Mehl geben. Alles 8 Minuten lang zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
- Cherrytomaten waschen, halbieren, in ein Sieb geben, mit Salz und Pfeffer würzen und 10 Minuten ziehen lassen, dabei den Saft in einem Sieb auffangen. Den Saft mit dem Tomatenpüree verrühren und zuletzt die Tomaten wieder beifügen.
- Mozzarella in kleine Würfel schneiden. Basilikum in feine Streifen schneiden. Das Wurstbrät aus der Haut drücken und in kleinere Stücke zerzupfen.
- Den Teig in 8 gleich grosse Stücke teilen, zu Kugeln formen und jeweils auf wenig Mehl zu Teigböden von etwa 18 cm Durchmesser auswallen. Mittig mit Wurstbrät, Tomaten, Mozzarella sowie Basilikum belegen. Teigränder mit Wasser dünn bestreichen und die Teigböden jeweils zu einem Halbmond zusammenfalten. Die Ränder mit einer Gabel festdrücken. Die Pizza-Taschen auf der Oberseite drei- bis viermal einstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben.
- Die Pizza-Taschen im auf 220 °C Umluft (Ober-/Unterhitze 230 °C) vorgeheizten Backofen ca. 12 Minuten backen. Dazu passt ein Blattsalat.
Der Teig lässt sich bereits am Vortag zubereiten und in einen luftdicht verschliessbaren Behälter geben. So kann er bis zur Verwendung am nächsten Tag im Kühlschrank aufgehen. Wenn es mal schnell gehen muss, genügt ein gekaufter Pizzateig aus dem Kühlregal.
Nährwerte pro Portion:
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 665 kcal |
| Eiweiss | 32 g |
| Kohlenhydrate | 74 g |
| Fett | 26 g |
Pommes Pizza Spieße | Pommes-Pizza Rezept | einfaches und leckeres 5-Minuten-Rezept 🤩👌
Weitere Rezeptideen für Kinder
Alle Kinder können sich mit diesen coolen Rezeptideen beschäftigen. Denn obwohl ein Buffet für die Eltern praktisch ist, kann es den kleinen Gästen manchmal an Spass fehlen.
Die Kinder können sich am Kochen, Garnieren und Einlegen in den Ofen beteiligen. Sie wollen persönlich dabei sein, wenn es darum geht: Partygesichter! Also gehe in die Küche und fange an.
Unsere lustigen und essbaren Partygesichter sind ein absoluter Hit. Jedes Kind macht ein lustiges Pizzagesicht aus bunten Zutaten. Ein pummeliges Gesicht aus Salami, breites Zuckermaislächeln, Schielen aus Peperoni und leckere Spaghetti oder Pommes Frites - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Anleitungen:
Jedes Kind hat die Aufgabe, eine Zutat zu schneiden: Peperoni, Tomaten, Zucchetti, Champignons, Schinken, Salami oder Würstchen. Pommes Frites, Spaghetti und alle anderen Zutaten, die länger brauchen, werden vorgekocht und als Beilage mitgeliefert. Welche Pizza gewinnt? Das Kind mit dem buntesten Pizzagesicht gewinnt.
Tipps für eine kalorienärmere Pizza
Fast jeder mag Pizza, aber eine leichte Mahlzeit ist sie nicht. Mit unseren 4 Tipps wird die Pizza kalorienärmer und ausgewogener.
- Beim Teig fängt alles an. Hier kannst du auf Vollkornteig zurückgreifen. Egal, welchen Teig du verwendest: Dünner ausgerollt (zum Beispiel 150 Gramm statt 250 Gramm pro Pizza), bringt er weniger Kalorien mit. Oder alternativ kannst du auch Pinsateig verwenden. Es gibt auch Pizzateig mit weniger Kohlenhydraten, wie zum Beispiel jener der Blumenkohlpizza.
- Vor allem Zutaten wie Salami bringen viele Kalorien mit sich. Wähle lieber gekochten Schinken oder Poulet statt Salami oder probiere eine Pizza ganz ohne Fleisch und Wurst. Auch gut geeignet ist Thunfisch. Er bringt mehr Eiweiss ins Gericht. Oliven enthalten mehr Fett, ein paar dürfen sich aber trotzdem auf die Pizza verirren. Viel Gemüse wie zum Beispiel Brokkoli bringt mehr Ballaststoffe auf die Pizza und macht sie leichter.
- Eine grosse Rolle nimmt der Käse auf einer Pizza ein. Hier gilt: weniger ist mehr. Um den Käse besser dosieren zu können, lieber die feine Seite der Käsereibe verwenden. Auch die Wahl der Käsesorte hat einen Einfluss. Mozzarella hat pro 100 Gramm etwa 150 Kalorien weniger als Hartkäse wie zum Beispiel Parmesan. Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden, diese teilen und nur ein paar Stücke auf der Pizza verteilen. Oder geriebenen Mozzarella kaufen und auf die Pizza geben.
- Kalorien sparen lässt sich auch mit der Grösse der Portion. Macht euch eine kleinere Pizza oder teilt sie. Auch die Wahl des Getränkes hat einen Einfluss auf die Kalorien und die Menge an Zucker. Am besten wählt ihr ein Wasser oder eine Saftschorle (3 Teile Wasser und 1 Teil Saft).
Würstli im Teig: Eine pikante Variante
Beliebt bei Gross und Klein: Würstli im Teig, hier eine pikante Version.
Zutaten:
- Ausgewallter Pizzateig (ca. 28 x 38 cm)
- Gekochte Merguez (ca. 420 g), oder Wienerli, halbiert
- Senf
- Wasser zum Bestreichen
- Saurer Halbrahm
- Ketchup
Zubereitung:
- Teig entrollen, quer in 12 gleich breite Streifen schneiden.
- Würste mit dem Senf bestreichen.
- Teigstreifen um die Würste wickeln. Teigenden leicht andrücken, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit wenig Wasser bestreichen.
- Backen: ca. 18 Min. in der Mitte des Ofens. Herausnehmen, mit wenig Wasser bestreichen.
- Sauren Halbrahm und Ketchup verrühren, dazu servieren.
Nährwerte pro Stück: 262 kcal

Hexenfinger-Pizza für Halloween
Eine gruselige und leckere Idee für Halloween!
Zutaten:
- Mehl zum Auswallen
- Rechteckig ausgewallter Fertigpizzateig à ca. 320 g
- Crème fraîche
- Geriebener Käse
- Paar Wienerli, längs geviertelt
- 16 Mandeln
- Ketchup oder Senf, dazu servieren
Zubereitung:
- Teig auf genügend Mehl etwas dünner auswallen zu einem Rechteck ca. 35×60 cm. Crème fraîche auf den Teig streichen, Käse daraufstreuen.
- Teig längs halbieren. Es entstehen zwei Rechtecke von ca. 17,5×60 cm. Jede Hälfte in 8 Streifen schneiden, die Wienerli-Viertel so darauflegen, dass für die Fingernägel je ca. 2 cm Teig übrigbleiben.
- Ofen auf 180°C Heissluft vorheizen (200°C Ober-/Unterhitze).
- Wienerli einwickeln, Fingerbeeren oval formen, Fingernagelbett mit Wasser bestreichen, Mandel daraufdrücken. Bei den Fingergelenken feine Rillen schneiden. Auf das vorbereitete Blech legen.
- Auf der zweituntersten Rille des vorgeheizten Ofens 20-25 Minuten backen.