Pantaleo: Neue Pizzeria bringt römische Pizza al taglio nach St.Gallen

An der Brühlgasse 38 in St.Gallen hat eine neue Pizzeria eröffnet, die sich von traditionellen Angeboten abhebt. Statt runder Pizzen erwartet die Gäste im «Pantaleo» eine eckige Variante, die nach traditionell römischem Rezept zubereitet wird.

Mitgeschäftsführer Leo Scelza (links), Mentor Alessandro Ruver (Mitte) und Mitgeschäftsführer Julian Binek (rechts) im neuen «Pantaleo». (Bild: Damian Hummel)

Die Vision hinter dem «Pantaleo»

Leo Scelza, einer der beiden Geschäftsführer des «Pantaleo», ist der Initiator des Lokals. Der 44-Jährige, der seit 20 Jahren in St.Gallen lebt und italienische Wurzeln hat, ist oft in Rom unterwegs. Dort lernte er bereits 2021 die Kunst des Pinsabackens und ist seitdem als Produktionsleiter von Namo tätig, einem Pinsateiglieferanten und Cateringunternehmen.

Scelza erinnert sich: «Früher arbeitete ich in einer anderen Pizzeria hier in der Stadt, als ich einen Gast sagen hörte: ‹Endlich mal eine gute Pizza in St.Gallen.› Da wurde mir klar, die Stadt braucht mehr gute Pizza.» So entstand die Vision für das «Pantaleo». Seinen Mitgeschäftsführer Julian Binek lernte er durch gemeinsame Freunde kennen. In einem fünfstündigen Gespräch schmiedeten sie den Plan, in St.Gallen eine Pizzeria zu eröffnen. Sieben Monate später rief Scelza den 36-Jährigen an: «Ich habe etwas gefunden, komm nach Rom.»

Die Kunst der Pizza al taglio

Auf seiner Pizza-Odyssee durch Rom traf Scelza im März dieses Jahres zufällig auf Alessandro Ruver. Dieser gilt als das «Nonplusultra» der Pizzawelt. Vor zwei Jahren startete Ruver mit einem Lokal in Rom durch, das Pizza al taglio anbietet. Pizza al taglio zeichnet sich dadurch aus, dass der Pizzateig vorgebacken wird. Danach wird die Pizza vollständig belegt und ist deshalb praktisch randlos. Die viereckigen Pizzastücke werden dann an der Theke ausgestellt und vor dem Verzehr fertig gebacken. So sei die Pizza immer knusprig aussen und fluffig innen, sagt Scelza.

Scelza erkannte, dass er ein Pizza-al-taglio-Geschäft in St.Gallen eröffnen wollte. Er vereinbarte mit Ruver, dass dieser ihn und Binek schult. Im April wurden Scelza und Binek dann für sechs Tage in Rom in der Kunst der «Pizza al taglio» unterrichtet. «In der Zeit danach blieb Alessandro Ruver weiter mit uns in Kontakt und hat uns begleitet», sagt Scelza. Zur Eröffnung kam Ruver extra nach St.Gallen.

Das «Pantaleo» bietet verschiedene Stücke der Pizza al taglio. (Bild: Damian Hummel)

Das Konzept: Pizza al taglio mit hochwertigen Zutaten

«Uns war wichtig, dass wir hochwertige und saisonale Produkte benutzen», betont Scelza und präsentiert die verschiedenen Sorten in der Theke. Neben den Klassikern gibt es auch ausgefallenere Stücke mit Kartoffeln, Karotten und Speck oder mit Kichererbsenmousse, Prosciutto und gerösteten Zwiebeln. «Wir verwenden ausschliesslich hochwertige und saisonale Zutaten: ‹Materia Prima›, also nur die besten Produkte», erklärt Scelza. Das Mehl besteht zu 30 Prozent aus Vollkorn und wird im norditalienischen Brescia eigens für das «Pantaleo» gemischt.

Dank des Al-taglio-Konzepts sei die Freiheit der Kundinnen und Kunden grösser, sagt Scelza. «So kann man das kleine Hüngerlein und den grossen Hunger befriedigen, je nach Wunsch.» Dadurch bleibt auch die Bezeichnung des Lokals offen. Es ist weder ein Bistro noch ein Imbiss. Scelza selbst beschreibt es als «Take-away mit Sitzmöglichkeiten, das auch für einen Apéro geeignet ist».

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Zutaten und Spezialitäten im Überblick

Das Pantaleo legt grossen Wert auf die Qualität und Saisonalität der Zutaten. Hier ist eine Übersicht einiger angebotener Spezialitäten:

SorteBeschreibung
KlassikerTraditionelle Beläge nach römischer Art
Kartoffeln, Karotten und SpeckAusgefallene Kombination mit saisonalem Gemüse
Kichererbsenmousse, Prosciutto und geröstete ZwiebelnVegetarische Option mit hochwertigen Zutaten

Verschiedene Sorten Pizza al taglio in Rom.

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