Kartoffeln sind vielseitig und nahrhaft. Sie lassen sich kochen, braten, frittieren oder backen. Sie gelten als das deutscheste aller Gemüse, ihre Wiege steht aber am anderen Ende der Welt. Die Kartoffel ist ein echter Tausendsassa.
Eine schnelle und einfache Methode, Kartoffeln zuzubereiten, ist die Mikrowelle. Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie Sie Pellkartoffeln in der Mikrowelle kochen können.
Gekochte Kartoffeln in der Mikrowelle zubereiten (kurz)
Geeignete Kartoffelsorten
Gelungene Gschwellti fangen mit dem richtigen Einkauf an. Am besten geeignet sind Raclette-Kartoffeln und fest kochende Sorten wie Nicola, Stella, Charlotte, Granola oder Ostara. Sie platzen nicht beim Kochen und behalten die nötige Feuchtigkeit.
Tipp: Kartoffeln beim Waschen immer gründlich bürsten. Vor allem, wenn die Gschwellti mit der Schale gegessen werden.
Zubereitung in der Mikrowelle
Im Mikrowellengerät sind kleinere Portionen ebenfalls gut aufgehoben und vor allem schnell zubereitet (z. B. als Lunch zum Mitnehmen):
- Zwei fest kochende Kartoffeln und wenig Wasser in einen mikrowellengeeigneten Plastikbeutel geben.
- Verknoten.
- Mit einer Gabel einstechen.
- Garen in der Mikrowelle: ca. 7 Minuten bei 600 Watt.
Für kleine Kartoffelmengen eignet sich auch das Dämpfkörbchen. Das gart genauso schonend.

Weitere Zubereitungsmethoden
Für Gschwellti garst du die Kartoffeln ganz samt der Haut, am besten im Dampf. Das schont Nährstoffe und Aroma.
Dampfkochtopf
- Wasser bis zum Siebeinsatz einfüllen, nicht salzen.
- Wähle möglichst Kartoffeln von gleicher Grösse.
- Topf bis maximal zu zwei Drittel Höhe befüllen und gut verschliessen.
- Ab Erscheinen des zweiten Rings je nach Grösse und Sorte 7 bis 12 Minuten garen (2 rote Ringe müssen immer sichtbar sein).
- Topf von der Platte nehmen, erst öffnen, wenn sich das Ventil ganz gesenkt hat.
Topf nicht mit kaltem Wasser abkühlen, so springen die Schalen der Kartoffeln weniger auf.
Garprobe mit einem spitzen Messer machen und Kartoffeln ausdampfen lassen: Das Wasser abgiessen und die Kartoffeln noch kurz im heissen Topf liegen lassen.
Steamer/Dampfgarer
Gschwellti lassen sich ganz praktisch im Steamer oder Dampfgarer zubereiten. Dazu mittelgrosse Kartoffeln in eine gelochte Steamerschale geben, im Steamer 15 bis 20 Minuten bei 120 Grad oder im Dampfgarer 35 Minuten bei 100 Grad weich garen.

Im Wasser
- Kartoffeln und 1-2 TL Salz in eine Pfanne geben.
- Kartoffeln mit Wasser bedecken.
- Aufkochen und ca. 25 Minuten offen bei mittlerer Hitze köcheln.
Garprobe: Mit einem Messer in eine Kartoffel stechen. Rutscht die Kartoffel ohne Widerstand vom Messer, ist sie gar.
Tipps und Tricks
- Als Beilage: 200 g Kartoffeln pro Person rechnen.
- Als Hauptgericht: 300 g Kartoffeln pro Person rechnen.
Passende Beilagen
Hart-, Halbhart-, Weichkäse und Kräuterquark passen immer zu Gschwellti. Hobelfleisch, Rauchlachs, Essiggurken und Silberzwiebeln ergänzen den Kartoffelschmaus. Auch Guacamole, Hüttenkäse und Ziegenfrischkäse sind gute Partner.
Lagerung von Kartoffeln
Als Nachtschattengewächs liebt es die Kartoffel schön dunkel. Bei zu viel Licht verfärbt sie sich grün und produziert das bereits erwähnte Solanin. Schmeißen Sie grüne Kartoffen weg oder schneiden Sie grüne Stellen großzügig ab. Denn auch beim Kochen wird das Solanin nicht zerstört.
Außerdem mag es die Kartoffel schön luftig. Ideale Aufbewahrungsmittel sind daher Beutel aus Leinen oder Jute.
Die ideale Lagertemperatur liegt bei 8 bis 12 °C. Je wärmer die Umgebung, desto schneller keimen die Kartoffeln und und trocknen aus. Im Kühlschrank sollten sie aber auch nicht aufbewahrt werden, da bei zu viel Kälte die Stärke in Zucker umgewandelt wird und den Geschmack verändert.
Und noch eines: Halten Sie die Kartoffeln möglichst von Obst fern. Dieses produziert das Gas Ethylen, das die Kartoffeln schneller reifen und keimen lässt.
Dem Genuss tut das Keinem übrigens keinen Abbruch. Schneiden Sie einfach keimenden Stellen großzügig ab.
Nährwerte
Ihren Ruf als Dickmacher hat die Kartoffel zu Unrecht. Die Knolle hat nur 0,1% Fett und ist ein „guter“ Kohlenhydratlieferant. Denn sie enthält nicht nur Stärke, sondern auch Ballaststoffe.
Und sie liefert gleichzeitig Eiweiß sowie viele Mineralstoffe und Vitamine, vor allem jede Menge Vitamin C. Mit 17 mg pro 100 g sogar mehr als ein Apfel (12 mg). 100 g gekochte Kartoffeln haben gerade einmal 70 Kilokalorien.
Am besten erhalten Sie die wertvollen Inhaltsstoffe der Kartoffel beim schonenden Dämpfen oder Backen. Sollte das Rezept das Schälen vorsehen, erledigen Sie dies erst kurz vor dem Zubereiten. Kochen Sie die Kartoffeln mit möglichst wenig Wasser. Dieses können Sie dann später für die Zubereitung der Sauce verwenden und die Vitamine gehen nicht verloren.
Weitere Verwendungsmöglichkeiten
Die Kartoffel eilt auch allen verliebten Köchen zu Hilfe. Ist die Suppe versalzen, einfach zwei rohe Kartoffeln hinzugeben. Sie saugen das überschüssige Salz wie ein Schwamm auf.
Wer mit seinen ersten graune Haaren hadert, sollte es mit selbst gemachtem Kartoffelwasser probieren. Es lässt die Haare nachdunkeln und sorgt ganz nebenbei auch noch für eine gesunde Kopfhaut, starke Haare und mehr Glanz.
Auch die Industrie hat die stärkehaltige Kartoffel längst für sich entdeckt. Aus dem stärkehaltigen so genannten Bio-Kunststoff entstehen heute viele Produkte - von Verpackungsmaterial über Regenmäntel bis hin zu Gartenmöbeln.
Und das Schönste: Der Bio-Kunststoff ist biologisch abbaubar und kompostierbar.
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