Italienische Mürbeteigplätzchen gelten in der italienischen Kuchentradition als unverzichtbarer Bestandteil, sowohl zu besonderen Anlässen als auch als tägliche Genussstation. Sie sind vielfältig in Form, Füllung und Zubereitung und eignen sich hervorragend für süße Nachspeisen, Kaffeekränzchen oder als kleiner Snack zwischendurch. Dieser Artikel bietet eine umfassende Übersicht über die Herstellung, die verschiedenen Rezepte, die Techniken sowie Tipps und Empfehlungen für die perfekte Zubereitung von italienischen Mürbeteigplätzchen. Ein Mürbeteig wird aus Mehl und Fett hergestellt und je nach Verwendungszweck mit Salz oder Zucker gewürzt. Vom Rührteig unterscheidet er sich vor allem dadurch, dass kein Backpulver oder andere Treibmittel verwendet wird.
Wenn Sie Mürbeteig Rezepte anschauen, werden Sie darunter viele Keks- bzw. Guetzlirezepte finden. Und auch für viele Torten ist ein Mürbeteig die Basis.
Im Folgenden werden verschiedene Rezepte und Variationen detailliert beschrieben, um Ihnen zu helfen, den perfekten Mürbeteig für Ihre Plätzchen zu kreieren.

Grundrezept für Mürbeteig Guetzli
Hier ist ein einfaches Grundrezept für Mürbeteig Guetzli, das leicht gelingt und vielseitig einsetzbar ist.
Zutaten:
- 250 g Mehl
- 100 g Puderzucker
- 1 Beutel Dr. Oetker Vanillin-Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Ei (Grösse M)
- 125 g Butter oder Margarine, weich
Zubereitung:
- Vorbereiten: Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen.
- Ober- und Unterhitze: etwa 180 °C
- Heissluft: etwa 160 °C
- Guetzliteig zubereiten: Mehl in einer Rührschüssel mischen. Übrige Zutaten für den Teig hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) zunächst kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe zu einem glatten Guetzliteig verarbeiten.
- Guetzliteig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwa 1/2 cm dick ausrollen. Mit Guetzli-Ausstechern verschiedene Motive ausstechen. Guetzli auf das Backblech legen und backen.
- Einschub: in der Mitte des Backofens
- Backzeit: etwa 12 Min.
- Guetzli mit dem Backpapier auf einen Kuchenrost ziehen und erkalten lassen.
Italienische Mürbeteigplätzchen: Ein Rezept
Dieses Rezept zeigt, wie man italienische Mürbeteigplätzchen zubereitet.
Zutaten:
- Mehl
- Kalte Butter
- Zucker
- Vanillezucker
- Ei
- Salz
Zubereitung:
- Das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben und die kalte Butter in kleinen Stücken darauf verteilen. Zucker, Vanillezucker, Ei und eine Prise Salz hinzufügen.
- Mit den Händen oder einer Küchenmaschine rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kühl stellen.
- Den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) oder 160 °C (Umluft) vorheizen.
- Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3-4 mm dick ausrollen. Mit Ausstechformen Ihrer Wahl (z. B. Sterne, Herzen, Kreise) Plätzchen ausstechen.
- Die Plätzchen für ca. 10-12 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben, bis sie leicht gebräunt sind. Sie sollten knusprig, aber nicht dunkel werden. Nach dem Backen abkühlen lassen und ggf. mit Puderzucker bestreuen.
Gefüllte Mürbeteigplätzchen
Eine weitere Variante sind gefüllte Mürbeteigplätzchen, die besonders lecker schmecken.
Zutaten:
- Mürbeteig (wie oben beschrieben)
- Marmelade nach Wahl
3 Zutaten - 1 Gericht: Mürbeteig Plätzchen | Madita's MITTKOCH
Zubereitung:
- Den Teig zu einer ca. 5 mm dicken Teigplatte ausrollen. Kreise mit ca. 5 cm Durchmesser ausstechen.
- In die Mitte von jedem Teigkreis einen Klecks Marmelade platzieren. Die Kreise zuklappen und an den Seiten gut verschließen (ggf. mit einer Gabel).
- Die Plätzchen im mittleren Einschub des Ofens bei 180 °C ca. 12-15 Minuten backen.
Tipps und Tricks für den perfekten Mürbeteig
Hier sind einige Tipps und Tricks, die Ihnen helfen, den perfekten Mürbeteig zu erzielen:
- Butter kühl halten: Eine kalte Butter ist entscheidend für die Entstehung eines zarten, mürben Teigs.
- Kühlung vor dem Backen: Ein gut gekühlter Teig lässt sich besser ausrollen und behält seine Form beim Backen.
- Backzeit kontrollieren: Die Backzeit ist entscheidend für die Konsistenz der Plätzchen. Je kürzer die Backzeit, desto weicher und zarter bleiben sie.
- Füllung nicht übertreiben: Bei gefüllten Plätzchen (z. B. mit Marmelade) sollte die Füllung nicht über den Teigrand hinausgehen, um ein Auslaufen zu verhindern.
Mürbeteig für Zwetschgenwähe
Die Zwetschgenwähe gehört zu den beliebtesten Wähen mit heimischen Früchten - ob klassisch mit Guss, modern mit Streuseln oder ganz nach Grossmutterart, wie wir sie noch aus Kindheitstagen kennen. Die traditionelle Zwetschgenwähe wird mit einem einfachen Mürbeteig und einem Guss gemacht. Darüber hinaus gibt es einige feine Rezepte für die Fruchtwähe.
Rezept für Zwetschgenwähe: Der Klassiker
- Backzeit: 30 Minuten bei 220 Grad.
- Die Zutaten für ein Springform mit 28 - 30 cm Durchmesser
Mürbeteig:
- 250 g Mehl
- 100 g Butter (kalt, in Stücke geschnitten)
- 1 Ei
- 50 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- ½ TL Backpulver
- etwas Mehl zum Ausrollen des Teiges
Tipp: Die Formel für einen Mürbteig ist ganz einfach: Mehl, Butter und Zucker werden in einem Verhältnis 3:2:1 verwendet.

Der Belag:
- ca. 750 g Zwetschgen (halbiert und entkernt)
- 5 - 6 EL gemahlene Haselnüsse oder Mandeln (alternativ Brösmeli)
Der Guss:
- 1 dl Milch
- 1 dl Rahm
- 2 Eier
- 3 - 4 EL Zucker
- Mark ½ Vanilleschote (alternativ: 1 TL Vanillezucker)
- 1 EL Maisstärke
- Puderzucker zum Bestäuben
- Backpapier für die Form
Zubereitung Mürbeteig
- Zunächst knetest du für die Zwetschgenwähe die kühlschrankkalten Butterwürfel, Ei und Zucker mit dem Knethaken des Handmixers, der Küchenmaschine oder mit den Händen.
- Anschliessend das Mehl am besten von Hand einkneten. Dies gelingt auch mit den Küchengeräten, mit den Händen bist du aber fast schneller. Dann sollte das Ganze aber flott geschehen, da sonst die Butter zu weich wird.
- Den zur Kugel oder zu einem flachen Ziegel geformten Teig in ein Geschirrtuch wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Dies vereinfacht später die Verarbeitung.
Der Guss
In der Zwischenzeit bereitest du den Guss für die Zwetschgenwähe vor. Hierzu in einer Schüssel die Zutaten einfach gut miteinander verrühren.
Zubereitung Zwetschgenwähe
- Ist der Teig abgekühlt, dann auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen, bis er etwa die Masse der Backform annimmt. Den Teig in die mit Backpapier ausgekleidete Kuchenform legen und einen gleichmässigen Rand anfertigen. Das überstehende Backpapier mit einer Schere abschneiden.
- Nun den Boden mit einer Gabel einstechen und Haselnüsse, Mandeln oder Brösmeli darauf gleichmässig verteilen und mit den Zwetschgenhälften ziegelartig in Kreisen belegen.
Tipp: Man kann die runde Backform auch auf den dünn ausgerollten Teig drücken und somit den Boden ausstechen. Anschliessend den Rand aus den Reststücken gleichmässig formen und durch Andrücken gut mit dem Boden verbinden.
Tipp: Eine Prise Kardamon oder Zimt in den Teig geben oder den Teig vor dem Belegen mit 2, 3 EL Zwetschgen-Konfitüre einstreichen.
Die Zwetschgenwähe ist fertig, wenn sich der Guss leicht bräunt. Die Wähe aus dem Ofen nehmen und 30 Minuten abkühlen lassen. Hiernach aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Mit etwas Puderzucker bestäuben und lauwarm oder kalt geniessen.
Shortbread Rezept
It’s Tea Time, und wir tischen dazu Shortbread auf.
Zutaten:
- Butter
- Zucker
- Vanillezucker
- Mehl
- Salz
- Backpulver
Zubereitung:
- Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker hellgelb verrühren.
- In einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver mischen.
- Das Mehl zur Butter geben und alles von Hand zu einer sandigen Teigmasse verarbeiten.
- Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
- Den Teig auf einen Bogen Backpapier legen und mit einem zweiten Backpapierbogen bedecken. Mit dem Wallholz den Teig zirka 1½ cm dick auswallen.
- Das obere Papier entfernen und den Teig in etwa 2½ cm breite und 7 cm lange Cookies schneiden. Mit etwas Zucker bestreuen.
- Mit einem Grillspiess oder einer Stricknadel Löcher in die Cookies stechen.
- Die Cookies in der Mitte des auf 150 Grad vorgewärmten Ofens rund 20 bis 25 Minuten backen. (Die Cookies sollten nicht mehr teigig, sondern schön mürbe sein.)
- Das Shortbread aus dem Ofen nehmen, sorgfältig vom Blech lösen (Achtung, das Gebäck ist sehr brüchig) und abkühlen lassen.
Weitere Mürbeteig Variationen
- Die Apfelwähe ist ein allseits bekanntes Gericht, das sich grosser Beliebtheit erfreut.
- American Cookies sind sehr süss, werden mit Haselnüssen und Schokolade hergestellt.
- Ein süsser Kürbiskuchen ist eine klassische und beliebte Nachspeise.
- Die Linzer Torte ist sehr bekannt und beliebt. Mit diesem Rezept für eine Original Linzer Torte gelingt der Klassiker auch Zuhause.
- Ein klassischer Quarkkuchen wird aus Quark, Eiern, Milch und Zucker hergestellt. Das Rezept kann nach Belieben variiert werden.
- Die traditionellen Osterchüechli gehören in der Schweiz zum Osterfest so wie das Osternester-Suchen.
- Spitzbuben werden aus zarten Mürbteig hergestellt.
- Eine Linzer Torte besitzt eine lange Tradition und ist daher ein beliebter Nachtisch.
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