Willkommen in der Welt des Pizzamehls! Hier erfährst du alles über die Verwendung von Mehl Type 405 für deine perfekte italienische Pizza. Entdecke die Unterschiede zwischen den verschiedenen Mehlsorten und lerne, wie du den idealen Teig zubereitest.

Die Grundlagen: Was ist Mehl Type 405?
In Deutschland erfolgt die Einteilung von Mehl nach dem Aschegehalt. Die Zahlen auf der Mehlpackung geben die genaue Menge an Mineralstoffen pro 100 g Mehl an. So entspricht das sehr feine Type 405 (ca. 0,405 % oder <500 mg/100 g) etwa dem italienischen Tipo 00.
Mehltypen im Vergleich
Ein Überblick über verschiedene Mehltypen und ihre Verwendung:
- Type 405: Ideal für feine Torten, Kekse und Pfannkuchen.
- Type 550: Hervorragend für Hefebrote und Pizzateig.
- Roggenmehl: Perfekt für Sauerteigbrote.
- Dinkelmehl: Vielseitig für Brote, Brötchen, Kekse und Pfannkuchen.
Wenn du in der Schweiz zuhause bist oder dort unterwegs bist und gerne backst, kennst du sicher das vielfältige Angebot an Mehl. Doch welche Mehlarten gibt es eigentlich bei uns, und wofür eignen sie sich am besten?
Italienische Mehltypen und ihre Bedeutung
In Italien wird Mehl nach dem Aschegehalt klassifiziert. Das bekannteste ist sicherlich das Tipo 00 (<550 mg Asche pro 100 g Mehl), ein sehr raffiniertes Mehl mit besonders niedrigem Mineralstoffgehalt. Ein bisschen weniger verarbeitet ist das Tipo 0 (<650 mg Asche pro 100 g), das sich gut für Brot und Pizza eignet. Geht man eine Stufe weiter, landet man beim Tipo 1 (<800 mg Asche pro 100 g), das etwas mehr Kleie und Keime enthält, während das Tipo 2 (<950 mg Asche pro 100 g) bereits als halbvollkorn gilt.
Als Faustregel kannst Du Dir merken: Je höher die italienische Type-Zahl, desto höher der Mineralstoffgehalt und desto dunkler das Mehl.
Die Rolle von Gluten
Brot setzt eine bestimmte Backfähigkeit voraus, die vor allem Weizen, Dinkel und Roggen mitbringen, weshalb sie auch als Brotgetreide bezeichnet werden. Alle Brotgetreide enthalten Gluten, also das Klebereiweiss, das für Volumen und Elastizität im Teig sorgt. Je höher der Proteingehalt, desto elastischer wird der Teig, was besonders bei Broten mit langen Gehzeiten von Vorteil ist.
Pizzateig Zubereitung: Tipps und Tricks
Die Wahl des richtigen Mehls ist entscheidend für das Gelingen eines Rezepts. Doch leider gibt es keine einheitliche Klassifizierung - die Bezeichnungen variieren je nach Land, da sie auf unterschiedlichen Kriterien basieren, die lokale Traditionen und Vorschriften widerspiegeln.
Für den perfekten Pizzateig, der beim Backen nicht zu trocken wird, ist genügend Wasser entscheidend. Viele verwenden nur ein Drittel Flüssigkeit, was nicht ausreicht. Besser ist es, rund 40 Prozent Wasser mit 60 Prozent Mehl zu mischen. Wer einfach das klassische Weizenmehl vom Typ 405 für den Teig wählt, muss sich nicht wundern, wenn das Gericht nicht wie in Italien schmeckt. Das liegt daran, dass im Heimatland der Pizza, so wie wir sie heute kennen, ein anderes Mehl für die Zubereitung benutzt wird: Tipo 00. Dieser ist manchen Feinkostgeschäften oder zum Beispiel Online erhältlich. Nur das korrekte Mehl sorgt für einen luftigen, flexiblen Teig, der sich nach dem Ausrollen nicht direkt wieder zusammenzieht.
Schon wenig Hefe genügt, damit der Teig schön aufgeht. Fügt man zu viel davon hinzu, beeinflusst dies nicht nur den Geschmack, sondern auch die Konsistenz der Basis für die Pizza. Pro 250 Gramm Mehl genügen schon eineinhalb Gramm des Gärungsstoffs. Auch sollte lieber auf frische und nicht auf Trockenhefe zurückgegriffen werden.
Knetet man den Teig zum Beispiel nur kurz durch, wird er nicht luftig genug. Ganze 20 Minuten lang müssen die Zutaten vermengt werden. Eine Anstrengung, die sich aber lohnt, wenn man zu guter Letzt die selbst gemachte Pizza geniesst. Auch beim Ruhen des Teiges, den man dafür gut abdeckt, sollte man nicht ungeduldig sein. Einen festen Richtwert gibt es nicht, doch mindestens acht Stunden sollte man dafür einplanen, besser sind zwölf Stunden.
Häufig wird Hefeteig bei Wärme ruhen gelassen, um das Aufgehen zu beschleunigen. Dies schadet dem Teig jedoch, weshalb man ihn lieber länger und bei Raumtemperatur lagern sollte, also bei etwa 22 Grad.
Wenn man bei der Zubereitung des Teigs alles beachtet hat, sollte man nicht den Fehler machen und eine fertige Tomatensauce oder Tomatenmark auf der Pizza verteilen. Damit die Sauce beim Backen nicht zu trocken wird und schön aromatisch schmeckt, empfiehlt es sich, diese selbst herzustellen.Hierfür wäscht man die gewünschte Menge an Tomaten, zerhackt sie, und lässt sie in einem Sieb über einer Schüssel entwässern. Bestreut man sie mit Salz, kann man diesen Prozess intensivieren und beschleunigen. Zudem erhalten sie so mehr Geschmack. Alternativ können aber auch gehackte Tomaten aus der Dose verwendet werden. Anschliessend püriert man das Ganze mit etwas Knoblauch, Oregano und Basilikum. Mit Salz, Pfeffer und Zucker schmeckt man die Sauce ab.
Viele wundern sich, weshalb bei Ihnen zu Hause der Mozzarella auf der Pizza so wässrig wird. Dies liegt daran, dass der Käse nicht ausreichend abtropfen konnte und er durch die Hitze beim Backen Flüssigkeit freisetzt. Man sollte den Mozzarella zunächst in Scheiben schneiden und ihn danach in einem Sieb über einem Gefäss abtropfen lassen. Auch hier ist Geduld gefragt: Mindestens zwei Stunden sind dafür nötig.
Wer keinen Steinofen besitzt und die Pizza im Ofen in der Küche backen lässt, sollte sie nicht sofort mit Gemüse, Fleisch oder Käse belegen. Da ein gewöhnlicher Ofen weniger Hitze erzeugt und länger für das Backen benötigt, variieren die Garzeiten der einzelnen Zutaten deutlich. Am besten backt man zunächst nur den mit Tomatensauce bestrichenen Teig und belegt diesen nach der halben Backzeit mit den übrigen Zutaten. Im Ofen bei 240 Grad benötigt eine selbst gemachte Pizza insgesamt rund zehn Minuten, je nach Dicke des Teigs auch bis zu einer Viertelstunde.
Ein weiterer oft gemachter Fehler ist zu viel und zu eng verteilter Belag. Dies sorgt dafür, dass der Teig weich wird und nicht knusprig aus dem Ofen kommt. Eine Faustregel besagt, dass man nur drei Zutaten für eine Pizza verwenden soll. So kommen die einzelnen Aromen gut zur Geltung und man belegt dadurch den Teig auch nicht so dicht.
Auch wenn ein herkömmlicher Küchenofen nicht die über 400 Grad eines Steinofens erreicht, lässt sich das italienische Gericht dennoch gut darin zubereiten.
Caputo Mehle: Eine besondere Empfehlung
Caputo ist berühmt für geniales italienisches Pizzamehl. Das Pizzamehl aus Weichweizen heißt in Italien Farina. Caputo bietet eine Vielzahl von Mehltypen, um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden.
Unser Sortiment umfasst die Caputo-Mehle wie Caputo Cuoco, Caputo Pizzeria, Caputo Manitoba Oro, Caputo Nuvola und Caputo Doppio Zero. Sie alle sind von außerordentlicher Qualität.
Schnelles Der perfekte Pizzateig Rezept von Steffen Henssler | Günstige Rezepte
Überblick über Caputo Mehlsorten:
| Mehl | Anwendung | Eiweißgehalt | Backstärke (W-Wert) | Elastizität (P/L-Wert) |
|---|---|---|---|---|
| Caputo Cuoco | Allrounder, von der Pizza bis zum Feingebäck | 13-14% | 300-320 | 0,50-0,60 |
| Caputo Doppio Zero | Schneller Pizzateig, weiße Brote, Tarte- oder Biskuitteig | 11-12% | 200-230 | 0,50-0,60 |
| Caputo Pizzeria | Echt neapolitanische Pizza | 12-12,5% | 260-280 | 0,50-0,60 |
| Caputo Nuvola | Pizza mit extra luftigem, fluffigem Rand | 12-13% | 270-290 | 0,50-0,60 |
| Caputo Manitoba | Für Konditorei-Gebäck (z.B. Panettone) oder Beimischung zu anderen Caputo-Mehlen um den Proteingehalt zu erhöhen | - | - | - |
- Caputo Cuoco: Das vielseitigste Mehl. Es eignet sich für Hausöfen, weil es bei niedrigeren Temperaturen gute Ergebnisse liefert.
- Caputo Pizzeria: Für Holzofenpizza konzipiert. Mit einem hohen Glutenanteil bietet es die Elastizität und Festigkeit, die bei hohen Temperaturen erforderlich ist.
- Caputo Farina Manitoba: Ein Mehl mit hoher Elastizität, ideal für lange Teigführung und verschiedene Pizzastile.
- Caputo Nuvola: Gibt der Pizza eine luftige und lockere Textur. Pizzateige aus Nuvola Mehl bilden viele extra kleine Hohlräume und Luftbläschen.
- Caputo Doppio Zero: Ein Mehl, das für den Alltag in einem normalen Haushalt konzipiert ist. Wenn Du Probleme mit dem Eiweiß Gluten hast, dann ist dieses Mehl Deine Wahl für gute Pizza.