Die Herkunft von McFlurry und Pommes bei McDonald's Schweiz

McDonald's Schweiz legt Wert auf regionale Produkte und arbeitet mit langjährigen Lieferanten zusammen. Ein Beispiel dafür ist Landwirt Christian Hitz, der Milch an den Verarbeitungsbetrieb Emmi liefert, welcher wiederum McDonald’s beliefert.

Mit dem Slogan «Meine Milch. Dein Cappuccino» wirbt McDonald's für die einheimische Herkunft seiner Produkte. Christian Hitz posiert auf Plakaten und Tabletts der Fastfood-Kette.

Landwirt Christian Hitz auf einem Plakat von McDonald’s

Der Schweizer Ableger des Weltkonzerns setzt auf langjährige Lieferanten wie Bell und Emmi sowie 6’900 Schweizer Bauern. Im letzten Jahr hat McDonalds 185 Millionen Franken für Lebensmittel ausgegeben, davon waren 87 Prozent von Schweizer Lieferanten.

McDonald's hat im letzten Jahr den Rindfleischanteil aus Haltung mit regelmässigem Auslauf ins Freie um 6 Prozentpunkte auf 72 Prozent steigern können.

Zu den Nachhaltigkeitszielen von McDonald's gehören unter anderem die Reduktion von Plastik: 2022 sollen 200 Tonnen Plastik reduziert werden.

McDonald's verkauft zu einem Grossteil Fleisch von Kühen, die regelmässig Auslauf hatten. Das Rindfleisch bei McDonald's stammt laut der Fastfood-Kette zu 70 Prozent von Schweizer Kühen, die nach dem RAUS-Standard gehalten wurden. Das bedeutet, dass diese Tiere regelmässig Auslauf im Freien hatten.

Die grösste Gastro-Kette der Schweiz setzt also auf Tierwohl. «Wir dies den Bauern entsprechend bezahlen», sagt Deborah Murith, Sprecherin von McDonald's Schweiz.

Für Hamburger wird Kuhfleisch verwenden. Heisst: Fleisch von Kühen, die gemolken wurde. Die leben im Schnitt fünf Jahre lang.

«Der RAUS-Anteil bei Schweizer Kühen beträgt rund 80 Prozent», erklärt Hansuli Huber, Geschäftsführer vom Schweizer Tierschutz STS.

Wie in den vergangenen drei Jahren importiert der Schweizer Ableger des US-Fast-Food-Konzerns während mehreren Wochen Rindfleisch aus Österreich. Die Mengen nehmen von Jahr zu Jahr zu. 2019 dürften rund 600 Tonnen importiert werden.

McDonald’s führt die Einfuhren auf den Strukturwandel in der Schweizer Landwirtschaft, Wetterkapriolen sowie auf ein Absatzwachstum bei den Hamburgern zurück.

Mit der Verknappung haben die Preise bereits angezogen. Der Proviande-Richtpreis für Kühe liegt diese Woche bei 8.50 Fr./kg (T2/T3) Schlachtgewicht, das sind 20 Rappen mehr als im Vorjahr.

Ein weiterer Grund für Importe dürfte auch die Verfügbarkeit sein. Das Schweizer Rindfleisch für die Selbstversorgung im Inland reiche nicht. «Entsprechend wird zurzeit generell Rindfleisch zur Marktabdeckung importiert», schreibt McDonald’s weiter.

«Da die Tierschutzstandards in Österreich höher als in der EU und ähnlich wie im Schweizer Gesetz sind, haben wir uns bewusst wieder für diese temporäre Alternative entschieden», erklärt Rainer Rufer, Einkaufsverantwortlicher McDonald’s Schweiz.

Die Herkunft soll wie bisher transparent deklariert werden, verspricht das Unternehmen.

Dem Schweizer Ableger des US-Fast-Food-Konzerns darf man aber zugutehalten, auf Schweizer Rohstoffe zu setzen. 2018 hat das Unternehmen Lebensmittel im Wert von 142 Millionen Franken bezogen, davon entfielen 80 Prozent auf Schweizer Lieferanten. Der Rindfleisch-Einkaufsvolumen erhöhte 2018 im Vergleich zum Vorjahr sich um 8.8 Prozent auf 4'840 Tonnen. Die Kartoffelmenge stieg um 3,4 Prozent auf 17'930 Tonnen. Und der Salateinkauf wuchs um 13,7 Prozent auf 2’300 Tonnen. Der Getreideeinkauf erhöhte sich um 1,9 Prozent auf 3’890 Tonnen.

2018 hat McDonald’s 4’840 Tonnen Rindfleisch eingekauft, wovon 90 Prozent aus der Schweiz stammten und rund zwei Drittel davon von Kühen kamen, die nach dem RAUS-Standard mit regelmässigem Auslauf ins Freie gehalten wurden.

Anfang Juli startete McDonald’s eine neue Werbekampagne, in der das Unternehmen die Herkunft seiner Rohstoffe aus der heimischen Landwirtschaft hervorhebt. Laut Angaben vom April 2024 kaufte McDonald’s Lebensmittel im Wert von 235 Millionen Franken ein - davon rund 200 Millionen Franken (über 85 %) bei Schweizer Lieferanten.

McDonald's Werbekampagne

Die Idee dahinter ist dieselbe wie bei jeder anderen Werbung auch - nämlich Emotionen zu wecken und diese mit dem beworbenen Produkt zu verknüpfen. Das Bild ist dabei bewusst in einem Stil gezeichnet, den die Mehrheit der Bevölkerung als «schön» empfinden würde.

McDonald’s bietet den Gästen ein vielfältiges Angebot an Burgern: von den Klassikern Hamburger und Cheeseburger über den Kultburger Big Mac bis hin zu saisonalen Promotionen. Die Gäste können zudem alle Poulet-Burger als vegetarische Variante bestellen. Bei jeder Bestellung werden Burger und Co. frisch zubereitet.

«Einheimische Qualität ist uns wichtig: Über 85 Prozent unserer Zutaten stammen von Schweizer Partnern», betont Bruder.

Im McDonald’s können die Gäste ihren Lieblingsburger am Bestellautomaten, an der Theke oder auch ganz einfach direkt in der McDonald’s-App bestellen und bezahlen.

Die Pommes Frites von McDonald's

12 bis 15 Tonnen Kartoffeln verarbeitet die frigemo AG in Cressier (NE) pro Stunde zu Pommes frites.

Die Kartoffeln für die Frites von McDonald’s Schweiz kommen aus dem Drei-Seen-Land und werden ausschliesslich bei einer Tochtergesellschaft der fenaco in Cressier (NE) verarbeitet.

«Seit es McDonald’s in der Schweiz gibt, also seit 45 Jahren, beziehen wir unsere Pommes frites von der frigemo», erklärt Rainer Rufer, Bereichsleiter Beschaffung, Qualität und Umwelt von McDonald’s Schweiz.

Gut 15 200 Tonnen veredelte Kartoffeln kaufte McDonald’s im letzten Jahr bei frigemo ein. Die stärkehaltige, grossfallende Sorte Innovator, die McDonald’s verwendet, ist besonders beliebt in der Frites-Produktion.

Die schlechten Wachstumsbedingungen hätten bei der Sorte Innovator Mindererträge von rund 25 Prozent zur Folge gehabt. Gleichzeitig falle der Preis für die Kartoffeln dieses Jahr höher aus, um die Verluste für die Landwirtschaft abzufedern.

«Wir setzen bewusst auf Schweizer Kartoffeln und decken unseren Bedarf immer zuerst mit einheimischen Knollen ab. Dank der engen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit frigemo finden wir auch in anspruchsvollen Jahren immer gute Lösungen.

Die Pommes frites dagegen werden aus Kartoffeln mit Kaliber 60 Millimeter oder grösser hergestellt. 12 bis 15 Tonnen werden pro Stunde zu Pommes verarbeitet.

Die elektronische Qualitätssicherung untersucht die Stäbchen auf optische Makel, die Mechanik sortiert die zu klein geratenen Stäbchen und solche mit schwarzen Flecken aus.

Für einen knusprigen Biss wird ihnen dann Flüssigkeit entzogen.

Bei minus 40 Grad Celsius erhalten die Pommes frites eine längere Lebensdauer.

Die «MacFries» werden schliesslich von den TRAVECO Lastwagen in Cressier abgeholt.

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