Mascarpone: Der cremige Star der italienischen Küche

Mascarpone, ein italienischer Frischkäse, der seit dem Mittelalter bekannt ist, hat sich einen festen Platz in der internationalen Küche erobert. Ursprünglich als "Mascherpa" oder "Mascarpia" in der Lombardei bekannt, was so viel wie Ricotta bedeutet, ist Mascarpone heute vor allem für seine Verwendung in Tiramisu berühmt. Doch was macht diesen Käse so besonders, und wie kann man ihn optimal nutzen?

Die Geschichte des Mascarpone

Der Name "Mascarpone" klingt fast wie das spanische "más que bueno" (besser als gut), was durchaus zutreffend ist, auch wenn diese Herleitung des Namens unwahrscheinlich ist. Der Erfolg eines vorzüglichen Tiramisu hängt nicht nur von der liebevollen Zubereitung, sondern auch von der Qualität der Zutaten ab, wie zum Beispiel vom cremigen Frischkäse Mascarpone.

Mascarpone in Tiramisu: Ein unschlagbares Duo

Das Tiramisu ist eines der beliebtesten Desserts. Wer ihn kennt, lobt jede Schicht des Gaumenschmauses: von der zarten Schokoladepuderschicht über die süsse Mascarpone-Creme bis hin zu den zuckrigen Löffelbiskuits, getränkt mit aromatischem Kaffee und allenfalls einem feinen Likör ... Nicht umsonst bedeutet der italienische Ausdruck «Tirami sù» so viel wie «zieh mich hoch»: Der Genuss stellt wahrlich auf, macht die Seele süss und die Laune prächtig!

Das klassische Tiramisu setzt sich aus Zucker, Eigelb, Mascarpone, etwas Zitronen- oder Orangenschale, steif geschlagenem Eiweiss, Salz und Zucker zusammen. Während die Masse kühl gestellt wird, widmet man sich der Flüssigkeit: Starker, heisser und aromatischer Kaffee oder Espresso wird mit Zucker gemischt. Wer einen Schuss Alkohol dazu mag, fügt etwas Amaretto und Cointreau bei. Die Flüssigkeit träufelt man auf die Löffelbiskuits, die man auf dem Boden einer Form ausgelegt hat, und schichtet die Mascarpone-Creme und die restlichen Löffelbiskuits darauf.

Das Tiramisu braucht zirka zwei Stunden an der Kühle, um sich aromatisch ganz entfalten zu können; kurz vor dem Servieren kannst du es mit Kakao- oder Schokoladenpulver bestäuben.

So gibt es auch unterschiedliche Tiramisu-Rezepte - die Geister scheiden sich vor allem an der Wahl der passenden Spirituose: Von Cognac, Marsala, Amaretto, Whisky und Rum bis hin zu Kaffeelikör wie Tia Maria wird alles empfohlen.

So einfach machst du das beste Tiramisu zuhause!

Tiramisu-Variationen für jeden Geschmack

Heutzutage bezeichnet man mit dem Begriff Tiramisu verschiedene süsse Genüsse, die sich dadurch auszeichnen, dass die Zubereitungselemente wie Creme, Früchte oder Biskuit Schicht um Schicht aufeinandergefügt sind. In diesem Sinne: Dürfen wir dich mit dem Naked Tiramisu-Cake bekannt machen? Brilliere mit dem heiss geliebten Tiramisu für einmal als prächtige Schichttorte. Naked, also nackt, werden geschichtete Torten genannt, die nicht mit Creme oder Glasur überzogen sind.

Wer Alkohol nicht mag oder kleinen Schleckermäulern Tiramisu anbieten möchte, kann die Biskuits grundsätzlich einfach mit Orangensaft, in Milch aufgelöstem Schokoladepulver oder Sirup tränken, experimentieren ist erlaubt!

Tiramisu-Rezepte

  • Tiramisu
  • Birnen-Tiramisu ohne Ei
  • Orangen-Tiramisu
  • Tiramisu ohne Ei
  • Bratapfel-Tiramisu im Glas
  • Apfel-Tiramisu
  • Zwetschgen-Tiramisu
  • Mandarinen-Tiramisu
  • Erdbeer-Tiramisu
  • Tiramisu-Brownies
  • Aprikosen-Tiramisu
  • Tiramisu-Torte

Mascarpone: Mehr als nur ein Dessert-Bestandteil

Der Star unter den Mascarpone-Desserts? Ganz klar, das Tiramisu. Schweizer Mascarpone eignet sich besonders gut für Süssspeisen - aber nicht nur. Mascarpone verfeinert z. B. auch Risottos und Saucen.

Schweizer-Mascarpone-Rezepte

  • Tiramisu
  • Crumbl Cookies
  • Vermicelles-Cheesecake
  • Zitronenmousse
  • Himbeerroulade
  • Tiramisu ohne Ei
  • Orangen-Tiramisu
  • Tiramisu-Torte
  • Honigmousse-Cake mit Krokant
  • Aprikosen-Tiramisu

Wissenswertes über Mascarpone

Mascarpone ist ein Frischkäse, der - im Gegensatz zu den meisten Käsesorten - aus Rahm hergestellt wird. Dabei wird der Rahm zentrifugiert, um den Fettanteil zu erhöhen. Anschliessend wird der Rahm auf 90°C erhitzt und ihm wird Säure beigegeben. Die Folge: Der Rahm gerinnt und der Bruch (Eiweissmasse) trennt sich von der Molke. Der Bruch wird anschliessend von der Restflüssigkeit getrennt und dann gemischt oder geschlagen. Für die gleichmässig cremig-weiche Konsistenz wird er schliesslich noch homogenisiert.

Mascarpone enthält in kleinen Mengen Milchzucker. Wer die ausschliessen möchte: Beim Grossverteiler gibt es auch laktosefreie Mascarpone-Sorten.

Mascarpone nimmt sehr leicht Fremdgerüche an und du solltest ihn deshalb immer gut verschlossen aufbewahren. Hast du eine kleine Menge Mascarpone übrig? Dann kannst du diese z. B. für deine Frühstücks-Bowl verwenden. Auch in der salzigen Küche kannst du mit deinem Mascarpone-Rest Risottos, Saucen oder auch Currys verfeinern.

Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit

Für Tiramisu und andere Desserts mit rohen Eiern immer frische, d.h. höchstens 20 Tage (ab Legedatum) alte Eier verwenden.

Tiramisu sofort in den Kühlschrank stellen, erst kurz vor dem Servieren herausnehmen und innerhalb von 24 Std. konsumieren. Resten nicht aufbewahren.

Mascarpone wird durch das Tiefkühlen bröckelig. Aber im Tiramisu ist es kein Problem. Will man ein Tiramisu im Voraus zubereiten, empfiehlt sich das Tiefkühlen.

Haltbarkeit:ca. 3 Monate; Tiramisu vor dem Sevieren 3-4 Std. im Kühlschrank an- oder auftauen. Aufgetaute Resten nicht wieder tiefkühlen.

In den ersten Wochen haben Eier einen natürlichen Schutz gegen Keime. Für die ersten 20 Tage nach dem Legen reicht für die Lagerung deshalb ein kühler Ort (bis zu 12 Grad) ohne Temperaturschwankungen. Das kann, muss aber nicht im Kühlschrank sein. Eier, die älter als 20 Tage sind oder bereits einmal gekühlt waren, nur im Kühlschrank (bei ca. 5 Grad) aufbewahren. Auf das Haltbarkeitsdatum achten. Eier immer mit der Spitze nach unten lagern, so bleibt das Ei länger frisch. Eier schmecken übrigens zwischen dem 7. und dem 14. Tag am besten.

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