Rezept für köstliche Brombeermarmelade aus Wildbrombeeren

Der Juli ist traditionell der Beeren-Monat, in dem viele leckere Früchte reif sind. Bis in den Herbst hinein lassen sich noch diverse Sorten ernten. Seit Jahrhunderten gehören dazu traditionell gefertigte Marmeladen.

Die bunt gefärbten, prallen Früchte und Beeren erfreuen auch unser Auge und wecken bei manchen gar die Lust, ein altes Konfitürenrezept auszuprobieren.

Was sind Wildbrombeeren?

Wilde Brombeeren kann man selber pflücken, kostenfrei und “zero waste". Puncto Genuss sind die wilden Früchten den kultivierten Varianten voraus. Sie sind zwar kleiner, dafür haben sie jedoch ein einzigartiges Aroma – saftig, süss und in harmonischer Waage leicht sauer.

Die ersten reifen Früchte zeigen sich bereits Ende Juli, Hochzeit ist jedoch im August und September. Da die Gehölze nicht nur sehr wüchsig sondern auch recht anspruchslos sind, findet man Brombeersträucher oft an Feld-, Wald- und Wegrändern, aber auch in Hecken und Gebüschen.

Am Strauch hängen gleichzeitig sowohl vollreife dunkel-violette bis tief-blauschwarze Früchte, als auch unreife rote Beeren, die noch ein paar Tage oder Wochen brauchen. Insofern lohnt es sich, die Fundorte mehrfach aufzusuchen. Brombeeren, auch Kratzbeeren genannt, gehören zur Familie der Rosengewächse.

Wildobst: Mehr als nur Dekoration

Wildobstgehölze glänzen oft durch Blatt-, Blüten- und Fruchtzierde und sind häufig pflegeleichter als die bekannten Obstklassiker. Die optischen und kulinarischen Leckerbissen der Wildgehölze sind für den hauseigenen Garten durchaus interessant.

Unter dem Begriff «Wildobst» fasst man eine bunte Mischung verschiedenster Gehölze zusammen. «Wildobst» sind Wildgehölze, deren Früchte essbar und verwertbar sind sowie Kultursorten, deren Früchte noch einen «wilden» Charakter zeigen. Die Grenze zu den eigentlichen Obstarten, wie zum Beispiel dem Apfel (Malus), verläuft fliessend.

Im Gartenbau und der Landschaftsgestaltung hat Wildobst einen hohen Stellenwert gewonnen. Das Interesse an Wildobst nimmt stetig zu, was verschiedene Gründe hat. Der Wunsch vieler ernährungsbewusster Menschen nach gesunder und vitaminreicher Nahrung liegt im Trend, ebenso die stetige Suche nach neuen Produkten und Obstarten. Dazu kommt die Sensibilisierung für die Erhaltung bzw. Renaturierung unserer Landschaft. Der Trend nach Ursprünglichem, Natur und Nostalgie ist im Wildobst ideal verkörpert.

Viele Wildobstarten und deren Sorten erfreuen durch ihren hohen Zierwert, zum Beispiel durch den Blütenschmuck der Kornelkirsche / Tierlibaum (Cornus mas) und der Scheinquitte (Chaenomeles japonica), die prächtige Herbstfärbung der Schwarzen Apfelbeere (Aronia prunifolia) und der Kupferfelsenbirne (Amelanchier lamarckii) oder den leuchtenden Fruchtschmuck der Mährischen Eberesche (Sorbus aucuparia 'Edulis') und des Sanddorns (Hippophae rhamnoides).

Wildobstgehölze sind sehr anspruchslos und können je nach Gefallen und Gestaltungssinn sehr vielseitig im hauseigenen Garten eingesetzt werden. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Nicht zu vergessen ist der hohe tierökologische Wert von Wildobst. Fast alle Wildobstarten und -sorten sind eine Nahrungsquelle für viele Vogelarten, Kleinsäuger und auch Insekten. So dienen zum Beispiel in Mitteleuropa die Früchte der Eberesche (Sorbus aucuparia) 63 Vogelarten als Nahrung. Die Früchte des Sanddorns (Hippophae rhamnoides) werden im Winter von 42 Vogelarten angenommen. Auch die Früchte vom Schwarzen Holunder (Sambucus nigra), der Schwarzen Apfelbeere (Aronia prunifolia) und der Edel-Ölweide (Elaeagnus angustifolia) gehören zur Lieblingsspeise vieler Vögel.

Die Blüten vieler Wildobstarten sind für Bienen, Hummeln und andere Insekten gute Pollen- und Nektarspender. Dornige Wildobstarten wie die Berberitze (Berberis vulgaris), der Sanddorn (Hippophae rhamnoides), die Schlehe (Prunus spinosa) und die Scheinquitte (Chaenomeles japonica) bieten vielen Tierarten bevorzugte, geschützte Brutplätze und Rückzugsmöglichkeiten.

Verschiedene Wildobstarten

Rezept für Brombeermarmelade

Hier ist ein einfaches Rezept, um Brombeermarmelade selber zu machen:

Zutaten:

  • Wilde Brombeeren
  • Zitronensaft
  • Gelierzucker

Zubereitung:

  1. Zitrone auspressen.
  2. Grosse Brombeeren halbieren, kleinere ganz lassen.
  3. Beeren mit Zitronensaft und Gelierzucker mischen.
  4. Aufkochen, ca. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  5. Konfitüre mit einem Stabmixer pürieren und nach Belieben durch ein feines Sieb streichen.
  6. Konfitüre unter Rühren nochmals aufkochen.
  7. Sofort in heiss ausgespülte Gläser abfüllen und verschliessen.
  8. Auskühlen lassen.

Tipps zur Verarbeitung:

Brombeeren sind ausserordentlich empfindlich und halten sich höchstens ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Dazu sollten sie auf einem grossen Teller ausgebreitet werden, da sie schneller schimmeln, wenn sie aufeinanderliegen. Am besten werden sie umgehend gegessen, verarbeitet oder konserviert.

Bei der Verwendung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Solo oder im Obstsalat, zum Vanille-Eis, im Joghurt, in Smoothies, Milchshakes, Sorbets oder Quarkspeisen. Die Beeren sollte man in diesen Fällen erst unmittelbar vor dem Verzehr waschen.

Für eine längere Haltbarkeit bietet sich das Einfrieren an. Dazu werden die gewaschenen Brombeeren zunächst auf einem Blech oder einem Teller vorgefroren, bevor sie gemeinsam in eine Verpackung kommen.

Nährwerte von Brombeeren:

Das Nährstoffprofil kann sich sehen lassen. Der Energiewert ist lediglich 43 Kilokalorien (pro 100 g Früchte) aus, was hauptsächlich auf den Gesamtzuckergehalt (ca. 6 g) zurückzuführen ist. Der Ballaststoffgehalt liegt immerhin bei etwas über drei Gramm. Bei den Vitaminen ist hauptsächlich Vitamin C mit 17 Milligramm in nennenswerten Mengen enthalten sowie Carotinoide, die Vorstufe von Vitamin A. Unter den Mineralstoffen sticht der Magnesiumgehalt mit 30 Milligramm heraus, was für Beerenobst beachtlich ist.

Nährwerte von Brombeeren

Marmelade selber machen - Rezept

Dabei ist das begrifflich so gar nicht mehr richtig. Nach EU-Regeln dürfen nur noch Fruchtaufstriche aus Zucker und Zitrusfrüchten als Marmelade bezeichnet werden. Fruchtstücke sind dabei auch tabu. Da mit EU-Regeln aber keine Traditionen gebrochen werden können, ist diese Regelung offiziell nur für den innergemeinschaftlichen Handel von Bedeutung.

Eine traditionelle Marmelade ist schon immer das Gelee. Es wird nicht aus dem Fruchtfleich, sondern aus dem Fruchtsaft hergestellt. Dabei lassen sich Beeren hervorragend verwenden. Im Folgenden ein Rezept zum Marmelade selber machen.

Zunächs die Gläser und die Deckel langsam mit kochendem Wasser ausspülen und auf einem Tuch zum Trocknen abstellen. Danach die Himbeeren gut auslesen, anschließend in stehendem Wasser vorsichtig waschen und dann gut abtropfen lassen.

Dann die Himbeeren in einen Topf mit 200 ml Wasser geben und zum Kochen bringen. Anschließend mit aufgelegtem Deckel ca. Anschließend das Ganze durch ein mit einem Leinentuch abgedecktes Sieb gießen und darunter in einer passenden Schüssel auffangen.

Um den vollständigen Saft der Beeren zu erhalten, leichten Druck auf die Früchte im Sieb geben, mit einer Kelle, Schaumlöffel o.ä. Vom aufgefangenen Saft der Beeren 1 Liter in einen Topf geben und mit dem Gelierzucker gut verrühren.

Hiernach diese Masse zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren etwa 4 Minuten kochen lassen. Dann die obligatorische Gelier-Probe durchführen: Dazu 2 Teelöffel der Fruchtmasse auf einen kleinen Teller geben, kurz abkühlen lassen und schräg halten. Am besten verwendet man hierzu einen Trichter. Die Schöpfkelle ist aber auch gut geeignet.

Gläser gut verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen. Damit wird der nötige Druck auf den Deckel erzeugt, um die Dichtheit bei der Lagerung zu sichern.

Weitere Rezeptideen: Weisse Johannisbeeren Marmelade

Die weisse Johannisbeeren Marmelade gehört auf jeden Fall zu den Basics am sonntäglichen Frühstückstisch der Familie, doch bevor wir Ihnen aber eines von vermutlich hunderten Rezepten für weisse Johannisbeeren Marmelade vorstellen, kurz zu einigen Grundlagen für den richtigen Weg ins Marmeladenglück. Da Sie als erfahrener Freizeitgärtner den unschätzbaren Vorteil haben, sich auf und zwischen den eigenen Beeten mit taufrischen Zutaten bedienen zu können, kennen Sie den optimalen Ernte- und Verarbeitungszeitpunkt Ihrer Beeren ganz genau.

Nehmen Sie möglichst nur vollreifes und völlig unbeschädigtes Obst und besonders bei weisser Johannisbeeren Marmelade ausschliesslich frisch vom Strauch gepflückte Früchte. Sollte aus Zeitgründen keine sofortige Weiterverarbeitung möglich sein, frieren Sie die Johannisbeeren zunächst einfach ein.

Ausser bei Weintrauben, Birnen oder Äpfeln bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe auch im Gefrierschrank erhalten, sodass die Zubereitung der Marmelade auch einige Tage, Wochen oder Monate später noch gelingt. Gerade wenn etwas herbere Sorten für weisse Johannisbeeren Marmelade genutzt werden, spielt die richtige Süsse durchaus eine wesentliche Rolle.

Besonders wichtig: Zucker ist nicht gleich Zucker, denn der soll nicht nur die Fruchtsäure der Beeren ein wenig neutralisieren, sondern trägt auch dazu bei, dass Ihr jeweiliges Einmachgut gelierfähig wird und später so lange wie möglich haltbar bleibt. Omas traditionelle Einkochtechnologie von wegen Zucker und Früchte im Verhältnis 1 : 1 zu mischen, gilt übrigens (auch aus ernährungsphysiologischer Sicht) als überholt.

In der modernen Neuzeit gibt es eine Reihe verschiedener Gelierzuckersorten, die später in der weissen Johannisbeeren Marmelade weniger süss schmecken und vor allem im Interesse der Vitaminerhaltung für verkürzte Einkochzeiten sorgen.

Damit Sie sich später am Frühstückstisch über einen leckeren Brotaufstrich freuen können, sollten nur völlig unbeschädigte und sterilisierte Gläser (sowie Deckel) verwendet werden. Keimfreiheit gelingt am sichersten, wenn die vorher gesäuberten und abgetrockneten, leeren Gläser zunächst für 10 Minuten bei 120 °C in einen Backofen gestellt werden. Hierfür braucht es ein wenig Timing, denn um ein Zerspringen der Behälter zu verhindern, soll das heisse Einkochgut, in diesem Fall unsere weisse Johannisbeeren Marmelade, in die noch warmen Gläser gefüllt werden.

Der Schuss Zitrone macht, wie oft angenommen wird, die Marmelade keineswegs noch herber, sondern entzieht den Johannisbeeren einen grossen Teil ihrer Säure. Die vorher gewaschenen Beeren werden zusammen mit Wasser, Zitronensaft und Gelierzucker in einen Topf gegeben und unter ständigem Umrühren zum Kochen gebracht. Anschliessend die Hitze am Herd zurücknehmen und maximal fünf Minuten sanft köcheln lassen. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, rühren Sie ganz zum Schluss den Vanillezucker vorsichtig unter, ehe die nun fertige weisse Johannisbeeren Marmelade mit einer nicht zu grossen Schöpfkelle in die vorbereiteten Gläser gefüllt wird. Jetzt noch schnell die Ränder säubern, Deckel drauf und fertig. Nach einer knappen Stunde sollten die Deckel fest auf dem Glas sitzen, da sich bei Abkühlen im Innern ein Unterdruck bildet. Bei Twist-of-Gläsern erkennen Sie das besonders deutlich, da sich die Deckeloberfläche ein wenig nach innen wölbt.

Tipps für die Zubereitung von Johannisbeeren Marmelade:

  1. Ihre weisse Johannisbeeren Marmelade ist Ihnen zu hell: Für eine wahre Farbexplosion im Glas sorgt eine Mischung mit einer unserer schwarzen Sorten, wie der besonders süssen Lowberry® Little Black Sugar.
  2. Das Kind tönt: "Iiiihhh Mama, in Deiner weissen Johannisbeeren Marmelade sind ja solche Kerne drin!" Jetzt nur nicht überreagieren, in unserem nächsten Rezept erklären wir Ihnen, wie Sie aus Ihrer Beerenernte ganz leicht ein völlig kernloses Gelee gezaubert bekommen.

Weitere Beerenarten und ihre Verwendung:

Im Juli haben fast alle Beerensorten Saison. Brombeeren, Cassis, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder doch lieber die Stachelbeeren? Die Auswahl im Laden ist gross. Da kann man ruhig auch zwei Schalen mitnehmen, wenn nicht schon im eigenen Garten die Ästchen des Beerenstrauchs voll von süssen Früchtchen hängen.

Schweizer Beeren sind ein Gaumenschmaus. Egal ob man sie als Konfitüre, in Desserts oder Kuchen, als Kompott, in Smoothies, frisch oder tiefgekühlt zubereitet. Die gesunden Leckereien erfreuen sich grosser Beliebtheit im Sommer.

Wer gerne wandern geht, ist sicherlich schon auf wilde Heidelbeeren, Brombeeren oder Himbeeren gestossen. Mit den vermehrten Ferien in der Schweizer Heimat zieht es viele in die Natur und vor allem in die Berge.

Nicht klein ist also die Wahrscheinlichkeit, Heidelbeeren zu finden, die gerne üppig aus dem sauren zentralalpinen Boden spriessen. Davon kann auch mehr als eine Hand voll gegessen werden, doch sollte da einiges beachtet werden: Trotz kleiner Wahrscheinlichkeit des Fuchsbandwurms ist es besser, die Beeren zu ernten, die etwas abgelegener vom Weg wachsen. Wegränder, Kreuzungen und niedrige, bodennahe (unter 80 cm über dem Boden) Beeren sollten vermieden werden. Man kann die Beeren auch zu Konfitüre einkochen, was allfälligen Fuchsbandwurm abtötet. Und man sollte sich natürlich sicher sein, was man pflückt. Die häufigste Verwechslungsgefahr der Heidelbeere ist die Rauschbeere. An sich ist diese nicht giftig, aber sie kann Unwohlsein oder Schwindel hervorrufen.

Wer nicht so gerne müMs mag, findet auch in niedrigen Lagen wildes Beerenobst. Aus der Kindheit kennt man Walderdbeere, -himbeere oder -brombeere. Da gibt es noch die Früchte der Schwarzen Holunder, die reif geerntet und gekocht einen gesunden Saft oder Mus geben. Nicht so bekannt, aber umso leckerer, ist die einheimische Felsenbirne. Wie auch Apfelkerne enthalten die Kerne der Felsenbirne eine geringe Menge an cyanogenen Glycosiden. Diese werden wieder ausgeschieden, wenn die Kerne nicht verbissen werden. Felsenbirnen kann man frisch vom Baum oder zu Marmelade verkocht verzehren.

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