Dill ist nicht nur ein aromatisches Kraut, sondern auch ein gesunder Begleiter zu vielen Gerichten. Seine feinen und würzigen Aromen bereichern jede Mahlzeit, während seine Inhaltsstoffe positiv auf unseren Körper wirken und verschiedene Beschwerden lindern können.

Dill in der Küche
Die Aromen der Kräuter geben jedem Gericht einen feinen und würzigen Geschmack. Sie sind aber auch gesund! Ihre Inhaltsstoffe wirken positiv auf unseren Körper und können so manches Wehwehchen lindern.
Verwendung von Dill
Von Dill gibt es nur eine Sorte. Verwendet werden die Blätter, die Blüten und die getrockneten Früchte. Im Aussehen erinnert Dill an Fenchel. Er riecht stark aromatisch und erfrischend, aber nicht so süsslich wie Fenchel. Dill gilt als verdauungsfördernd und hat eine krampflösende Wirkung.
Dill passt hervorragend zu Fischgerichten, Salaten und Kräuterdips mit Joghurt oder Quark. Das Dill-Öl fördert die Verdauung und wirkt entkrampfend, was bei Magenbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden hilfreich ist.
Dill gibt traditionell eingelegten Gurken und Gurkensalat einen feinen Gout. Die filigranen Dillspitzen passen zu Lachs, Forelle und Zander, in Saucen und Dressings, zu Eiern und Gemüse wie Rüebli, Zucchetti und Kartoffeln. Blühende Dolden und Dillsamen eignen sich ideal für eingelegtes Gemüse.
Zitronen, Essig, Rahm oder Joghurt unterstützen das feine Aroma des Dills. Dill beruhigt die Verdauung, lindert Darmkrämpfe und Bauchschmerzen.
Dill, auch Gurkenkraut genannt, ist eine vielseitige, recht anspruchslose Gewürz- und Heilpflanze. Sie ist in gut sortierten Gemüseabteilungen der Grossverteiler, aber vor allem auf Bauernmärkten erhältlich. Wer einen Garten besitzt, kann die Pflanze problemlos selber ziehen. In der Küche finden alle Pflanzenteile sowie die Samen Verwendung.
Dill kann jederzeit in der Zeit von Juni bis September geerntet werden. Es ist ratsam, ihn zu trocknen und ihn zu Sträußen gebündelt für die Wintermonate zur Verfügung zu haben. Dillsamen werden am besten in einem verschlossenen Gefäß aufbewahrt.
Dill richtig aufbewahren
Frische Dillzweige lassen sich problemlos tiefkühlen. Mit Mut kombiniert. Ein Gurken-Sorbet mit Dill-Joghurt ist ein erfrischendes Dessert.
Dill Aufbewahren: am besten tiefgefroren. Getrocknet verliert er viel von seinem feinen Aroma.
Dill Anbauen
Dill ist ein Sommerkraut und hat von Juni bis September Saison. Dill ist eine einjährige Pflanze. Die Aussaatzeit ist von April bis Mai. Wird er im Topf ausgesät, muss dieser tief sein (30-40 cm), denn die Pflanze bildet lange Pfahlwurzeln. Er bevorzugt einen sonnigen, vom Wind geschützten Platz. Er mag feuchten Boden, aber keine Staunässe.
Den Dill erntet man, wenn sein Kraut 25-30 cm hoch ist. Junge Blätter können fortlaufend gepflückt werden.
Das Kraut will einsam stehen: Versuche nicht, ein ganzes Beet oder eine Reihe von Dillpflanzen anzusäen. Einmal ausgesät, samt er sich in der Regel von selbst wieder im Garten aus.
Dill als Heilkraut
In der Pflanzenheilkunde ist Dill vor allem in Form von Tee und Öl bekannt. Da er milder als der häufiger verwendete Kümmel ist, eignet er sich hervorragend für Säuglinge, welche unter Blähungen leiden. Ein wenig in Vergessenheit geraten ist das Dillöl. Es kommt äusserlich zum Einsatz, um Geschwüre zu bekämpfen.
Dillsamen kann man als Tee oder in Wein gekocht gegen Blähungen, Magenkrämpfe und zur Milchförderung einsetzen. Als milder Tee hilft der Tee auch gegen Blähungen bei Babies, ähnlich wie der Fenchel. Wenn man das Kraut als Sitzbad benutzt, hilft es gegen Krämpfe der Gebärmutter, beispielsweise bei schmerzhafter Menstruation.
Rezept: Randensuppe mit Soja-Skyr, Apfel und Dill
Eine einfache Randensuppe, entzündungshemmend und kalorienarm, die Kindheits-Erinnerungen weckt.
Zutaten:
- 1 EL Olivenöl
- 1 kleine Zwiebel, gehackt
- 2 Knoblauchzehen, gehackt
- 400 g Randen roh, gerüstet
- 500 ml Wasser
- ½ EL Gemüsebouillon-Pulver
- 1 Blatt Lorbeer
- ½ TL Salz
- ¼ TL Pfeffer
- 240 g Soja-Skyr
- 150 g Apfel, gehobelt
- 20 g Dill, grob gehackt
Zubereitung:
- Zwiebeln & Knoblauch in Olivenöl für 5 Minuten bei mittlerer Hitze in einem hohen Kochtopf andünsten.
- Randen oben & unten abschneiden, waschen und mit der Schale in 1 cm grosse Würfel schneiden. Den Zwiebeln beigeben.
- Restliche Suppen-Zutaten beigeben, aufkochen, zudecken.
- Für 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln, bis die Randen sehr weich sind.
- Lorbeerblatt entfernen und pürieren.
- Pro Portion 350 ml Randensuppe mit 2 EL Soja-Skyr anrichten. Mit gehobeltem Apfel und gehacktem Dill garnieren.
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Nährwerte pro Portion (355 g)
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 140 kcal |
| Kohlenhydrate | 15.5 g |
| Protein | 6 g |
| Fett, total | 4.6 g |
| Nahrungsfasern | 4.5 g |
Guten Appetit!