Eier sind ein vielseitiges Lebensmittel, das in unzähligen Gerichten Verwendung findet. Ob als Rührei, Spiegelei, Omelett, gekocht im Salat oder Sandwich, in Kuchen und Wähen - Eier sind unverzichtbar. Sie sind nicht nur schmackhaft und praktisch, sondern auch reich an Eiweiss und Vitaminen. In der Küche werden hauptsächlich Hühnereier verwendet, wobei ein Huhn jährlich etwa 300 Eier legt.
Die Eier im Handel werden nach der Haltungsform der Hühner unterschieden. Bei Freiland- und Bio-Eiern haben die Hühner täglich Auslauf im Freien.

Was sind Junghenneneier?
Junge Hühner legen kleinere Eier, die sogenannten Junghenneneier. Diese wiegen in der Regel zwischen 30 und 45 Gramm. Während bei normal grossen Eiern das Eigelb etwa ein Drittel des Gewichts ausmacht, ist es beim Junghennenei verhältnismässig grösser.
Unterschiede zu normalen Eiern
- Grösse: Junghenneneier sind kleiner und leichter.
- Eigelbanteil: Das Eigelb ist im Verhältnis zum Eiweiss grösser.
- Geschmack: Viele empfinden den Geschmack als intensiver.
Junghenneneier sind nur knapp über 40g schwer, schmecken aber mindestens so gut, wenn nicht besser als Eier von ausgewachsenen Hühnern. Im herkömmlichen Handel findet man sie nicht immer.
Eier kochen: So geht's richtig
Kochzeit von Junghenneneiern
Die Kochzeit von Eiern hängt von der gewünschten Konsistenz ab. Hier eine Übersicht:
- Weichgekocht: ca. 3-4 Minuten
- Wachsweich: ca. 5-6 Minuten
- Hartgekocht: ca. 8-10 Minuten
Da Junghenneneier kleiner sind, kann die Kochzeit etwas kürzer sein. Es empfiehlt sich, die Eier nach dem Kochen kalt abzuschrecken, obwohl zu frische Eier und Junghenneneier (gekocht) sich nicht gut schälen lassen, auch nicht, wenn sie kalt abgeschreckt werden.
Verwendung in der Küche
Junghenneneier eignen sich hervorragend für verschiedene Gerichte:
- Ravioli: Aufgrund ihrer Grösse passen die kleinen Dotter ideal in Ravioli.
- Quiche: Sie können als besonderes Highlight in einer Quiche verwendet werden.
- Dekoration: Die Grösse macht sie ideal für dekorative Zwecke.
Rezept: Hackfleisch-Gemüse-Quiche mit Junghenneneiern
Eine leckere Möglichkeit, Junghenneneier zu verwenden, ist eine Hackfleisch-Gemüse-Quiche:
- Bouillon aufkochen und Gemüsewürfel darin garen.
- Zwiebeln in Butter dünsten, Hackfleisch dazugeben und braten, ohne es braun werden zu lassen. Tomatenwürfel und Champignons mit anbraten und auskühlen lassen. Gemüsewürfel in die Hackmasse geben.
- Teig auf ein Blech auslegen und zwei Handvoll Paniermehl auf dem Teig verteilen. Die Hackfleischmasse auf dem Teig verteilen. Käse über die Masse geben und leicht vermischen.
- Für den Eierguss die Eier, den Rahm, die grob gehackten Kräuter plus Salz und Pfeffer mit dem Stabmixer pürieren. Eierguss über die Masse giessen und die Quiche im 220°C heissen Ofen 15-20 Minuten vorbacken.
- Quiche herausnehmen und mit einem grossen Löffel 6 Vertiefungen machen. In jedes Loch ein Junghennen Ei gleiten lassen. Das Ganze wieder in den Ofen schieben und 10-15 Minuten weiter backen lassen.
- Herausnehmen, die Eier leicht salzen und mit Paprika bestäuben.
En Guete!
Frische und Lagerung
Eier dürfen bis maximal 21 Tage ab Legedatum ungekühlt verkauft werden. Danach müssen sie kühl aufbewahrt werden und sind 2 bis 3 Wochen haltbar. Den besten Geschmack haben Eier 7 bis 14 Tage nach Legedatum. Durchs Lagern im Kühlschrank lassen sich Eier nicht leicht schälen.
Es gibt einfache Tests, um die Frische von Eiern zu überprüfen:
- Test 1: Die Luftkammer im Ei wird mit zunehmendem Alter immer grösser. Deshalb dreht sich ein älteres Ei im Wasser mit der Spitze nach unten.
- Test 2: Um ein gekochtes Ei von einem rohen zu unterscheiden, lässt man das Ei wie einen Hurrlibueb kreiseln.
Wichtig: Eier nie waschen, ausser kurz vor dem Eierfärben. Die Eierschale hat 10'000 Poren, durch die Gerüche und Bakterien eindringen können. Das Ei ist aber durch das leicht fettige Eioberhäutchen (Cuticula) natürlich geschützt.
Weitere Eiersorten
Neben Hühnereiern gibt es auch Eier von anderen Geflügelarten:
- Wachteleier: Diese kleinen, farbig gemusterten Eier sind dekorativ und geschmackvoll.
- Enteneier: Sie sind grösser und schwerer als Hühnereier, mit einem grösseren, dunkleren Eigelb und einem stärkeren Geschmack.
- Gänseeier: Diese sind noch grösser und schwerer als Enteneier und eignen sich gut zum Kochen und Backen.
- Strausseneier: Die grössten Eier, die dem Inhalt von 20 bis 24 Hühnereiern entsprechen.

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