Tiefkühlpizza ist ein beliebtes und bequemes Gericht, aber wie gesund ist sie wirklich? Ein Blick auf die Zutatenliste offenbart mehr, als man auf den ersten Blick sieht.

Die Zutatenliste: Mehr als nur Belag
Fast jede Tiefkühlpizza wäre matschig und gräulich, wenn die Lebensmittelindustrie nicht nachhelfen würde. Aber womit? Hier sind einige der häufigsten Zutaten und ihre potenziellen Auswirkungen:
- Aroma: Fast jeder Geschmack ist verflogen, wenn die Pizza aus dem Kälteschlaf erwacht. Das Aromastoffregister der Europäischen Kommission listet 2762 Stoffe auf, die in Lebensmitteln zur Anwendung kommen; es gibt praktisch keinen Geschmack, der sich in den Labors nicht nachbauen liesse. Aromen gelten als heimliche Dickmacher, weil sie den Körper über die Qualität der Nahrung täuschen. Und die Bezeichung «natürliche Aromen» bedeutet nicht, dass ein Stoff von dem Lebensmittel stammt, dessen Geschmack er vorspiegelt: «Natürliches Erdbeeraroma» etwa gewinnt man aus Sägespänen.
- Aufgeschlossenes Pflanzeneiweiss: Ein beliebter Ersatzstoff für den Geschmacksverstärker Glutamat (E 621), der in Verruf geraten ist. Aufgeschlossenes Pflanzeneiweiss enthält davon zwar bis zu 30 Prozent, darf auf dem Etikett aber auch schlicht als «Würze» erscheinen. Wer auf Glutamat empfindlich reagiert, kann auch unter dieser Zutat leiden.
- Ascorbinsäure (E 300): Die Zutat soll die Pizza nicht gesünder machen, sondern haltbarer, zudem erhöht sie im Teig die Wasseraufnahme. Obwohl Vitamin C als gesund gilt, kann es in hohen Dosen die Bildung von Nierensteinen begünstigen, bei Diabetikern den Stoffwechsel stören und sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern.
- Betacarotin (E 160 a): Beliebt, um industrielle Nahrungsmittel farblich aufzuhübschen. Studien hatten ergeben, dass Betacarotin bei Rauchern die Lebenserwartung verkürzt und mehr Lungenkrebsfälle und Herzinfarkte zur Folge hat.
- Dextrose: Sie sorgt dafür, dass die Pizza schön feucht bleibt und frisch erscheint. Dextrose treibt den Blutzucker hoch, lässt den Insulinspiegel ansteigen und leistet so ihren Beitrag zu den gefürchteten Folgen, allen voran Diabetes.
- Eisen-II-Gluconat (E 579), Eisen-II-Lactat (E 585): Steht nur auf der Zutatenliste, wenn schwarze Oliven auf der Pizza liegen. Diese Zusatzstoffe werden nämlich zum Färben von noch grünen, dafür billigeren Oliven eingesetzt.
- Glucosesirup: Glucosesirup kann bis zu 5 Prozent des Fruchtzuckers Fructose enthalten, der lange als gesund galt, neuerdings aber in die Kritik geraten ist, weil er direkt in der Leber eingelagert wird und so zur gefürchteten «nichtalkoholischen Fettleber» führen kann, an der schon 20 Prozent der Bevölkerung leiden sollen.
- Guarkernmehl (E 412): Die Zutat besteht grösstenteils aus einer langkettigen, komplexen Zuckerverbindung, die der menschliche Darm weder aufspalten noch aufnehmen kann, die aber stark aufquillt und in grösseren Mengen zu Bauchkrämpfen und Blähungen führt.
- Hefeextrakt: Noch ein Glutamatersatz, noch ein Geschmacksverstärker. Wie Hefeextrakt auf den Körper wirkt, weiss niemand, denn für Lebensmittel gibt es weder Zulassungsverfahren noch Gesundheitsprüfung.
- Kaliumnitrat (E 252): Im Verdauungssystem kann das aus dem Nitrat entstehende Nitrit zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden. Zudem besteht Verdacht auf erhöhtes Risiko für Diabetes und koronare Herzerkrankungen.
- Lecithin (E 322): Industriell hergestellt wird Lecithin zum grössten Teil aus dem Öl gentechnisch veränderter Soyabohnen, was auf der Pizza aber nicht vermerkt werden muss.
- Maltodextrin: Obwohl Maltodextrin nicht süss schmeckt, hat es Nebenwirkungen wie Zucker: Es treibt den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe. Ausserdem kann Maltodextrin zu Karies führen.
- Milcheiweisserzeugnis, Molkeneiweiss: Für Allergiker und Ärzte sind sie eine Herausforderung. Mitunter reagieren Menschen auf die Ingredienzen, die vorher keine Unverträglichkeiten gezeigt haben - bis hin zum anaphylaktischen Schock, der tödlich sein kann.
- Modifizierte Stärke (E 1404 bis 1451): So reguliert die Stärke das Tauverhalten von Tiefkühlprodukten. Bei der Tiefkühlpizza bewirken sie, dass diese beim Aufbacken nicht matschig wird und die Bestandteile noch so knackig aussehen wie vor dem Einfrieren.
- Natriumnitrit (E 250): Im Verdauungssystem kann Nitrit zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden. Auch bei Nitriten besteht laut Studien ein erhöhtes Risiko für Diabetes und koronare Herzerkrankungen.
- Dinatriumphosphat (E 339), Calciumphosphat (E 341): In der Pizza sorgen sie dafür, dass der Teig besser aufgeht, sie machen aber auch Schmelzkäse cremig, sind in Schinken und Wurst anzutreffen, ausserdem in Frühstücksflocken, Fertigcappuccino, Flüssigei, Glace, Desserts, Suppen, Saucen, Kaugummi und Babynahrung.
- Raucharoma: In Tierversuchen hatten Raucharomen zu Lymphknotenerkrankungen und Erbgutschäden geführt.
- Zitronensäure (E 330): Zitronensäure schädigt die Zähne und fördert die Aufnahme von Metallen wie Blei und Aluminium ins Blut. Das kann die Hirntätigkeit beeinträchtigen, zu Lern- und Gedächtnisstörungen führen, aber auch bei Alzheimer oder Parkinson eine Rolle spielen, bei denen Hirnzellen zerstört werden. Auch Erkrankungen der Nieren und der Leber können die Folge sein.
Ausgewogene Ernährung als Schlüssel
Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zu langfristiger Gesundheit und allgemeinem Wohlbefinden. Die tägliche Nahrungsaufnahme sollte aus vielen unterschiedlichen und nährstoffreichen Lebensmitteln bestehen, damit eine Bandbreite an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen abgedeckt wird.

Die Makronährstoffverteilung - also das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Eiweiß zu Fett in der Nahrung - sollte ausgeglichen und individuell angepasst werden. Die DGE führt als groben Richtwert 55% Kohlenhydrate, 15% Eiweiß und 30% Fett an, wobei diese Richtlinie je nach Wohlbefinden und sportlicher Aktivität modifiziert werden muss.
Je unverarbeiteter die Lebensmittel, desto besser: Ein hoher Verarbeitungsgrad lässt sich unter anderem an den Zutaten, an der Länge der Zutatenliste sowie dem Einsatz von Konservierungsstoffen, Antioxidationsmitteln, Geschmacksverstärkern etc. erkennen.
Die 80/20-Regel besagt, dass 80% der Ernährung “gesund” und ausgewogenen aus möglichst Unverarbeitetem, Frischem, viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen etc. bestehen soll. Die restlichen 20% dürfen “Ungesundes” wie Süßigkeiten, Kuchen, Chips, TK-Pizza und Co. sein.
Es ist alles andere als ausgewogen, wenn du dich zwar nährstoffreich ernährst, dich aber nicht befriedigt, glücklich oder sogar überfordert oder gestresst fühlst. Du musst keinen grünen Smoothie mit Spinat oder Selleriesaft trinken. Wenn dir ein Nudelgericht mit Spinat besser schmeckt, dann bereite dir dieses mit Vollkornpasta zu.
Sich ausgewogen zu ernähren bedeutet Vorsorge für die Zukunft. Die Ernährung hat bei Weitem mehr Einfluss auf die Gesundheit, das Wohlbefinden, den Alltag usw. Vorbeugung von Krankheiten - sowohl langfristig (z.B. Diabetes mellitus II, Stoffwechselerkrankungen, Nierensteine usw.) als auch kurzfristig (z.B.
Ursachen für unausgewogene Ernährung
Es gibt viele Gründe, warum sich Menschen nicht ausgewogen ernähren:
- Fehlendes Wissen: Informiere dich im Internet oder in Fachbüchern und Gesundheitszeitschriften über Lebensmittel und Ernährung im Allgemeinen.
- Zu wenig Schlaf: Wer zu wenig schläft, riskiert, Hunger- und Sättigungshormone aus dem Gleichgewicht zu bringen.
- Einfluss vom sozialen Umfeld: Denke immer an dich und dein Wohlbefinden. Du stehst an erster Stelle.
- Zeitmangel: Mit ein wenig Planung lässt sich aber auch dieses Problem beseitigen. Du kannst beispielsweise Meal-Prep machen und ein paar Gerichte für die Woche vorkochen. Vieles lässt sich auch einfrieren und anschließend wie ein Fertiggericht zubereiten.
- Kosten: Eine ausgewogene Ernährung ist nicht teurer als eine unausgewogene.
- Gewohnheit: Beginne mit einem gesünderen Gericht pro Tag oder ersetze die ein oder andere Zutat mit einer ernährungsphysiologisch wertvolleren.
Convenience Food: Nicht per se ungesund
Der Begriff Convenience Food umfasst weit mehr als gekühlte Fertigmenüs. Wenn ein Produkt «convenient» ist, bedeutet das schlicht, dass es «praktisch» ist: Der Hersteller nimmt dem Verbraucher Arbeit ab, indem er das Produkt für den Konsum mehr oder weniger stark vorbereitet.
Unter Convenience Food versteht man deshalb ganz allgemein verarbeitete, portionierte und abgepackte Lebensmittel aus allen Temperaturbereichen (ungekühlt, gekühlt und tiefgekühlt) und dies für den Detailhandel, die Industrie und die Gastronomie. Konfitüre gehört genauso zum Convenience Food wie gerüsteter und vorgewaschener Salat, Ravioli in der Dose oder eine Tiefkühlpizza.
Fertiggerichte sollen dem Verbraucher die Zubereitung komplett abnehmen, abgesehen natürlich vom Vorgang des Erwärmens. Sämtliche Zutaten werden bereits beim Hersteller verarbeitet, der Verbraucher muss nichts mehr oder dann nur noch Wasser hinzufügen.
Von Halb- oder Teilfertiggerichten spricht man, wenn die Zutaten bereits zerkleinert und portioniert verpackt sind, der Verbraucher sie aber noch nach Anleitung mischen und gegebenenfalls weitere Zutaten zugeben muss, die aus praktischen Gründen nicht mitgeliefert werden oder nicht für eine längere Lagerung geeignet sind.
Vorteile des Tiefkühlens
Beim Tiefkühlen von Produkten ergeben sich viele Vorteile bereits aus dem Verfahren: Da bei einer Temperatur von unter 18 Grad Celsius alle Veränderungen im Lebensmittel fast vollständig zum Erliegen kommen, bleiben empfindliche Vitamine und Aromen gut erhalten und die Keimvermehrung wird gestoppt.
Tiefgekühlte Früchte und Gemüse werden direkt nach ihrer Ernte innert weniger Stunden verarbeitet und veredelt und enthalten so im Vergleich zu frischer Ware, die auf den Transportwegen, beim Detailhändler und im Kühlschrank des Konsumenten oft tagelang ihrer Verwendung harrt, einen deutlich höheren Anteil an Vitaminen.
Wichtig bleibt eine schonende Zubereitung durch den Verbraucher: Wer sein TKGemüse schmort, anstatt es im Wasser zu kochen, erzielt viel bessere Resultate.
Clean Labelling
Auch bei der industriellen Herstellung von Lebensmitteln geht der Trend deshalb immer mehr in Richtung clean labelling, das heisst den Verzicht auf Zusatzstoffe. Die Produkte stehen den herkömmlichen Lebensmitteln in Sachen Frische, Qualität und Gesundheit deshalb kaum mehr nach.
Convenience Food in der Gastronomie
Convenience Produkte haben insbesondere im Bereich der Gastronomie einen hohen und wichtigen Stellenwert. Gastronomen müssen kreativ sein und sich täglich neu erfinden. Gleichzeitig aber ist der Kunde immer weniger bereit, viel Zeit und Geld in seinen Restaurantbesuch zu investieren. Er will rasch und preisgünstig verpflegt werden.
Hier bieten Convenience Produkte den Gastronomen willkommene Menükomponenten, mit denen sie mit wenigen Handgriffen ihre Kreativität ausleben und einzigartige Menüs nach ihrem eigenen Gusto zaubern können. Dadurch wird den Gastronomen Aufwand bei der Zubereitung der Speisen abgenommen und zugleich Inspiration für ihre Speisekarte geboten.
Convenience Food im Lebensmittelmarkt
Auch im Lebensmittelmarkt nimmt Convenience Food eine wichtige Stellung ein. Das Sortiment wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut und nimmt mittlerweile viel Regalplatz ein.
Nebst Fertiggerichten, Salaten und Sandwiches für die Verpflegung unterwegs oder zu Hause spielen auch «Küchenhelfer» wie gehackte Zwiebeln, Wok-Gemüse-Mischungen oder fixfertige Saucen aller Art eine wichtige Rolle.
Trends der Zukunft
Zukünftige Convenience Produkte werden also weniger in Richtung Fast Food gehen, sondern sollen ausgewogen, vielfältig, individualisierbar und gesund sein. Lifestyle-Ernährungstrends wie vegane, gluten- und laktosefreie Produkte werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, da sich auch Konsumenten «free-from» ernähren wollen, ohne dass eine eigentliche Unverträglichkeit vorliegt.
Pommes im Check: Gesünder zubereiten
Pommes frites sind wohl eine der beliebtesten Beilagen in Fast-Food-Restaurants auf der ganzen Welt. Sie sind knusprig, salzig und einfach lecker. Allerdings werden Pommes als ungesund angesehen. Hier sind drei Gründe, warum Pommes als ungesundes Fast-Food gelten:
- Fett: Pommes werden frittiert, was bedeutet, dass sie in viel Öl schwimmen. Dies führt zu einem hohen Fettgehalt, was sie zu richtigen Kalorienbomben macht.
- Salz: Pommes werden oft großzügig mit Salz bestreut, um ihren Geschmack zu verstärken. Ein hoher Salzkonsum kann zu Bluthochdruck führen.
- Acrylamid: Pommes, die besonders lange und / oder heiß frittiert wurden, enthalten eine hohe Menge an Acrylamid.
Trotz ihres Rufes als ungesundes Fast-Food können Pommes in Maßen durchaus Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.
Eine gesunde Portion Pommes als Beilage beträgt in der Regel etwa 100 Gramm. Es ist wichtig, die Portionsgröße zu beachten und nicht zu übertreiben.
Pommes bestehen hauptsächlich aus Kohlenhydraten, die eine wichtige Energiequelle für unseren Körper sind.
Pommes sollten nicht täglich auf dem Speiseplan stehen, sondern eher als gelegentlicher Genuss betrachtet werden.
Wie bei vielen Lebensmitteln gilt auch bei Pommes: Es kommt auf die Menge an. Wenn du dich ansonsten gesund ernährst, regelmäßig Sport treibst und Pommes nur gelegentlich und in moderaten Mengen isst, sollte dies nicht zu gesundheitlichen Problemen führen.
Kalorien in Pommes
Im Durchschnitt enthält eine Portion Pommes frites (100 Gramm) etwa 320 Kalorien. Es ist wichtig, die Kalorienzufuhr im Auge zu behalten, insbesondere wenn du abnehmen möchtest.
Pommes gesünder zubereiten: So funktioniert's
Obwohl Pommes frites traditionell frittiert werden, gibt es Möglichkeiten, sie gesünder zuzubereiten, ohne auf den Geschmack zu verzichten.
Tiefkühlpizza selber machen nach diesem Rezept kaufst du keine Pizza mehr
- Auf die Form achten: Dicke Pommes enthalten in der Regel weniger Fett als dünnere Varianten, da sie weniger Öl aufnehmen.
- Dauer und Zeit: Frittiere die Pommes nicht zu lange und nicht bei zu hoher Temperatur. Die ideale Temperatur liegt bei etwa 160°C bis 175°C.
- Pommes in Backofen und Heißluft-Fritteuse: Eine gesündere Alternative zum Frittieren ist das Backen der Pommes im Backofen oder die Verwendung einer Heißluft-Fritteuse.
- Pommes selbst machen: Indem du deine Pommes selbst zubereitest, hast du die Kontrolle über die Zutaten und die Zubereitungsmethode.
- Pommes aus Süßkartoffeln zubereiten: Süßkartoffeln sind eine gute Alternative zu regulären Kartoffeln. Sie enthalten mehr Vitamine und Ballaststoffe, wodurch sie länger satt machen.
- Sparsam mit Salz umgehen: Verwende weniger Salz oder experimentiere mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern, um den Geschmack zu intensivieren, ohne zu viel Salz hinzuzufügen.
Low-Carb-Pommes
Es gibt kreative Möglichkeiten, Low-Carb-Pommes zu machen, indem du anderes Gemüse als Ersatz für Kartoffeln verwendest. Dazu eignen sich zum Beispiel Zucchini, Kohlrabi, Topinambur, Karotten, Schwarzwurzel, Kürbis, Rote Bete, Knollensellerie oder Petersilienwurzel.
Fette: Welche sind gesund?
Fette liefern uns nicht nur Energie, sondern auch wichtige Fettsäuren, die der Körper für verschiedene Aufgaben benötigt. Doch Fett ist nicht gleich Fett. Manche Fette gelten als gesund, andere sollen dick und krank machen. Ihr Körper braucht Fett, aber die Qualität ist entscheidend.
Die wirklich ungesunden Fette sind Transfette, die in frittierten Speisen, Gebäck und vielen industriellen Fertigprodukten stecken.
Ungesättigte Fettsäuren gelten als gesunde Fette und kommen vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Achten Sie vor allem auf Ihre Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren. Es sollte möglichst ausgeglichen sein, um Entzündungen im Körper zu reduzieren und Herz und Blutgefässe zu schützen.
Transfettsäuren gelten heute generell als ungesund. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: so wenig Transfette wie möglich. Sie wirken sich messbar auf die Blutfettwerte aus, vor allem auf das Cholesterin.
Die Tiefkühlpizza und der fertige Burger aus dem TK-Regal haben viele Transfette, weil sie industriell gehärtete Fette enthalten. Wenn Sie - oder ein Koch im Restaurant - Speisen wie Pizza und Burger mit frischen Zutaten zubereiten, finden sich darin nur kleine Mengen Transfette, zum Beispiel aus Fleisch oder Käse.
Fragen und Antworten
Wie unterscheide ich ein gesundes vs. ungesundes Joghurt?
Bitte schauen Sie sich die Zutatenliste an, denn dort muss angegeben werden, welche Inhalte drin sind. Bei Fett und Zucker gilt, je höher der gehalt desto mehr Energie (kcal) ist drin und es ist meist eher ungünstig.
Sind Smoothies aus dem Supermarkt gleichwertig wie frisch selber pürierte?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten und kommt ganz auf die Zusammensetzung des Smoothies an. Viele gekaufte Smoothies haben zusätzlich Zucker oder andere Zusatzstoffe. Von daher lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste. Ausserdem sind natürlich die Vitamine in selbst pürierten besser erhalten, und man weiss, was drinnen ist.
Was ist an Fertigprodukten konkret ungesund?
Generell kann man sagen: es gibt keine ungesunden Lebensmittel, die Menge des Verzehrs macht es aus. Bei hoch verarbeiteten Lebensmitteln kann es sein, dass bestimmte Teile des Lebensmittels entfernt werden z.B. Schalen etc. und andere Stoffe zum besseren Geschmack, Textur, Haltbarkeit zugefügt werden.
Wie (un)gesund sind Gemüse aus der Dose oder aus dem Tiefkühlfach im Vergleich zu frischem Gemüse?
Tiefkühlgemüse ist absolut gleichwertig, denn diese Lebensmittel werden nach der Ernte dirket verarbeitet. Bei Konservengemüse ist es so, dass diese Produkte erhitzt werden, damit gehen hitzeempfindlcihe Stoffe verloren.
Sind die Take away Produkte von Migros, coop etc. gesund?
Es kommt immer auf die Zusammensetzung an. Es gibt ja auch gesunde Produkte z.B. Salate oder Gemüse Take away.
Wie gesund sind Ihrer Meinung nach Tiefkühl-Fertiggerichte?
Je weniger Zutaten, desto besser, denn meit enthalten Fertiggerichte viel Salz, oder auch Fette. Daher, auf die Zutatenlsite achten.Zubereitungsarten, die schonend sind: mit Mikrowell, Steamer, oder auch im Backofen ohne Fett.
Ist eine teilfertige Pizza (d.h. Fertigteig, Fertigsauce, etc...) im Vergleich zu Convenience Food, also einer Fertig- oder Tiefkühlpizza, wirklich gesünder?
Den fertigen Pizzateig können Sie sehr gut mit verschiedenen frischen Zutaten belegen, was je nach Belag zu einem tieferen Salz- und Fettgehalt führen kann.
Was denken Sie über Intervallfasten?
Der Jo-Jo Effekt kann durch das Intervall Fasten eingedämmt werden. Allerdings zeigen Longitudinalstudien, dass am Ende alle Fastenarten (Intervall, low carb, low fat etc.) gleichermassen gut (oder auch schlecht) abschneiden. Wenn es für Sie besser in Ihrem Alltag mit Intervallfasten geht, dann kann das eine Option sein.
Wie ungesund sind Fleischersatzprodukte (Schnitzel, Würste, etc.) und schneidet Tofu da besser ab?
Es gibt sehr unterschiedliche Fleischersatzprodukte, so dass sich die Frage nicht generell beantworten lässt. Auch Tofu gibt es beispielsweise in Wurstform, welche dann auch einen hohen Fettanteil aufweisen kann. Ich empfehle hier möglichst wenig verarbeitete Produkte, beispielsweise ein Naturschnitzel auf Quorn oder Tofu nature, anstelle panierten Produkten oder als Wurst, da diese oft mehr Salz und Fett aufweisen.
Sind Bio-Produkte gesünder als andere?
Bioprodukte sind nicht zwangsläufig gesünder, sie enthalten auch Fett, Zucker oder sind hoch im Energiegehalt. Auch hier gilt: auf Zuzaen und Nährwertkennzeichnung achten. Und Zucker ist in vielen Arten enthalten: das können zB Agavendicksaft, Dexrin, Traubenzucker etc. sein.
Ist eine Pizza, die ich aus ausgewalltem Pizzateig, Passata di pomodori (passierte Tomaten), Mozzarella und Kräutern selber backe gesünder als eine tiefgefrorene (oder abgepackte/gekühlte) Fertigpizza (Margherita)?
Es kommt drauf an, wie Sie die Pizza zubereiten. In der Regel ist es aber gesünder, die Pizza selbst zu belegen. Damit kann man selbst kontrollieren, wieviel Salz und Fett auf die Pizza kommt. In Fertigpizzen wird häufig sehr viel zusätzliches Fett verwendet, um auf mehr Gewicht im Produkt zu kommen - ausserdem enthalten sie sehr viel Salz.
Fazit
Tiefkühlpizza kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, solange sie in Maßen genossen wird und man auf die Inhaltsstoffe achtet. Eine selbstgemachte Pizza mit frischen Zutaten ist oft die bessere Wahl, aber auch Convenience-Produkte können eine praktische Option sein.
Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln sind der Schlüssel zu einem gesunden Lebensstil.