Milchprodukte sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht wegzudenken. Sie liefern wichtige Nährstoffe wie Kalzium und Eiweiss. Doch was genau zählt alles zu den Milchprodukten und welche Aspekte sind beim Konsum zu beachten? Dieser Artikel gibt einen Überblick.

Was sind Milchprodukte?
Zu den Milchprodukten werden all jene Lebensmittel gerechnet, die grösstenteils aus Milch oder Milchbestandteilen (Milchzucker, Milcheiweiss und Milchfett) hergestellt werden. Die Milch stammt hauptsächlich von Kühen oder Ziegen. Beispiele für Milcherzeugnisse sind Butter, Joghurt, Sahne und Käse, einschliesslich Frischkäse wie Mozzarella.
Die Vielfalt der Milchprodukte
Milchprodukte kommen in unterschiedlichsten Formen vor:
- Trinkmilch: Vollmilch, fettarme Milch, Magermilch
- Rahm: Schlagrahm, Sauerrahm
- Butter
- Joghurt
- Käse: Extrahart-, Hart-, Halbhart-, Weich- und Frischkäse
Ein Grossteil der Käsesorten wird direkt aus Rohmilch hergestellt, ein kleinerer Teil aus pasteurisierter Milch.
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Frischkäse im Fokus
Bei den Milchprodukten sind beispielsweise Past-Milch und -Rahm, Weichkäse sowie Frischkäse wie Mozzarella. Für die Herstellung von Käse wie Emmentaler AOP, Le Gruyère AOP oder Tilsiter werden der Milch Säurebakterien (und Lab) zugegeben, welche die Milch in gewünschter Art und Weise verändern.
Nährwerte und Fettgehalt
Milchprodukte sind reich an Kalzium und Eiweiss. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt drei Portionen Milch oder Milchprodukte täglich. Eine Portion entspricht:
- 2 dl Milch
- 150-200 g Joghurt/Quark/Hüttenkäse
- 30 g Halbhart-/Hartkäse
- 60 g Weichkäse
Es gibt Milchprodukte mit unterschiedlichem Fettgehalt. Auch fettreduzierte Produkte sind gute Nährstofflieferanten, können aber geschmackliche Einbussen haben.
| Milchprodukt | Fettgehalt |
|---|---|
| Rohmilch | ca. 3,8% |
| Vollmilch | 3,5% |
| Halbrahm | ca. 25% |
| Butter | ca. 82% |
| Halbfettbutter | ca. 41% |
| Hüttenkäse | ca. 4.3% |
Haltbarkeit und Lebensmittelverschwendung
Viele essbare Lebensmittel landen im Müll, weil Verbraucher oft nicht wissen, was Mindesthaltbarkeit bedeutet. Die Schweizer Gesetzgebung schreibt vor, dass die meisten Lebensmittel mit einer Datierung versehen sein müssen. UHT-Produkte, Jogurt, Quark, Butter, zahlreiche Käse sowie Fondue und ähnliches sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen.
Oft führt das persönliche Sicherheitsbedürfnis dazu, dass man sich nicht traut, die Qualität eines Lebensmittels selber zu beurteilen. Ist ein Milchprodukt verdorben, kann man dies oft von Auge feststellen.
Beispiele für die Haltbarkeit
- Jogurt: Überschreitet ein Jogurt sein Mindesthaltbarkeitsdatum, verändert sich in der Regel der Geschmack schrittweise. Entsorgt werden muss es aber, sobald es Anzeichen von Schimmel hat.
- Butter: Riecht die Butter nur an einer Ecke ranzig, kann diese abgeschnitten und der Rest gegessen werden. Sollte sich auf dem Butter mal Schimmel bilden - was selten ist - muss hingegen das ganze «Mödeli» entsorgt werden.
- UHT-Milch und Rahm: Dennoch werden UHT-Milch und -Rahm irgendwann schlecht. Verantwortlich dafür sind Enzyme, die bei der UHT-Erhitzung nicht inaktiviert wurden und Milchinhaltsstoffe abbauen.
Übrigens: Wer Butter gerne in grösseren Mengen einkauft, der bewahrt ihn am besten im Tiefkühler auf. Dort hält er sich mehrere Monate, wobei es einen Unterschied macht, ob er im Gefrierfach des Kühlschranks (ca. 3 Monate) oder in einem Tiefkühler/einer Gefriertruhe (ca.
Laktoseintoleranz und Milchallergie
In Mitteleuropa leiden 15 bis 20 Prozent aller Menschen an einer Laktoseintoleranz. Dabei arbeitet das Dünndarm-Enzym Laktase weniger effizient, wodurch Milchzucker ungespalten in den Dickdarm gelangt und dort vergärt wird. Dies kann zu Bauchweh, Blähungen und Durchfall führen.
Eine Laktoseintoleranz bedeutet jedoch nicht, dass auf jegliche Milchprodukte verzichtet werden muss. Oft haben Erkrankte wenig Probleme mit Joghurt, Quark, Butter oder Käse in kleinen Mengen. Mittlerweile gibt es auch ein grosses Angebot laktosefreier Milchprodukte im Handel.
Weniger bekannt ist die Milchallergie, die von Symptomen wie Nesselsucht, Erbrechen und Durchfall begleitet sein kann und in extremen Fällen zu einem anaphylaktischen Schock führen kann. Menschen mit Milchallergie sollten kein Eis auf Milchbasis essen.

Pflanzliche Alternativen
Tierische Milch aus der Ernährung zu streichen, ist eine persönliche Entscheidung. Mittlerweile gibt es eine grosse Auswahl an Alternativen, mit denen wir Milch ganz leicht ersetzen können. Soja, Hanf, Kokosnuss, Mandeln oder Hafer sind nur ein paar der zur Verfügung stehenden pflanzlichen Milchalternativen.
Joghurt kann gut durch Soja, Kokosnuss oder verschiedene Alternativen auf Nussbasis ersetzt werden, Butter ganz einfach durch pflanzliche Margarine.
Es gibt relativ viele Käsealternativen auf Pflanzenbasis, es ist allerdings schwer echte Käseliebhaber davon zu überzeugen. Wenn das bei Dir der Fall ist und Käse das letzte Milchprodukt ist, auf das Du einfach nicht verzichten kannst, könntest Du versuchen, den Käsekonsum zumindest so gut es geht einzuschränken.
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