Holunderblüten Marmelade: Ein Rezept für Genießer

Die Holunderblüte, ein Vorbote des Sommers, verströmt einen herrlichen Duft und ist die perfekte Zutat für ein feines Gelee. Mit diesem Rezept können Sie das volle Holunderblüten-Aroma in einem Gelee einfangen und es schon zum Frühstück genießen.

Zutaten und Umweltverträglichkeit

Dieses Rezept zeichnet sich durch eine sehr hohe Umweltverträglichkeit aus (5 von 5 auf der Green Betty Umweltverträglichkeitsskala). Dabei wird auch die Saisonalität der Zutaten berücksichtigt, weshalb sich die Skala monatlich ändern kann. Sie berechnet die Umweltbelastungspunkte deines Rezepts auf Basis der Ökobilanz und fasst zentrale Faktoren zusammen, wie zB. Treibhausgase, Wasser- und Energieverbrauch sowie Rohstoffknappheit.

Zutaten:

  • Holunderblüten-Dolden (ca. 80 g)
  • Wasser
  • Klarer Apfelsaft
  • Gelierzucker
  • Zitronensäure

Zubereitung: Schritt für Schritt

Die Zubereitung von Holunderblütengelee ist einfach und unkompliziert. Hier die einzelnen Schritte:

  1. Holunderblüten in eine Schüssel geben.
  2. Wasser heiß werden lassen und mit dem Apfelsaft über die Blüten gießen. Zugedeckt ca. 24 Stunden ziehen lassen.
  3. Flüssigkeit durch ein mit einem feinen Tuch ausgelegtes Sieb in eine Pfanne gießen.
  4. Die Hälfte des Gelierzuckers mit der Zitronensäure beigeben, unter Rühren aufkochen und 2 Minuten sprudelnd kochen.
  5. Restlichen Gelierzucker unter Rühren beigeben, ca. 2 Minuten weiterkochen. Eventuell Schaum abschöpfen.
  6. Gelee siedend heiß bis knapp unter den Rand in die sauberen, vorgewärmten Gläser füllen und sofort verschließen.
  7. Gläser auf isolierender Unterlage auskühlen lassen.

Hinweise:

  • Für 4 Gläser von je ca. 2½ dl
  • Tipp: Die Blüten möglichst morgens ernten, aber darauf achten, dass sie trocken geschnitten werden. Nicht waschen, allfällige Insekten gut aus den Blüten schütteln, Stiele kurz abschneiden.

Variationen und weitere Rezepte

Neben dem klassischen Holunderblütengelee gibt es zahlreiche Variationen, die Sie ausprobieren können:

Holunderblüten-Apfel-Gelee

Für eine fruchtige Note können Sie Holunderblüten mit Äpfeln kombinieren. Hierfür benötigen Sie:

  • Holunderblütendolden
  • Zitrone in Scheiben
  • Apfelsaft
  • Zitronensaft
  • Zucker

Die Zubereitung ist ähnlich wie beim klassischen Gelee. Die Dolden werden mit Apfelsaft übergossen und ziehen gelassen. Anschließend wird der Saft mit Zucker und Zitronensaft aufgekocht.

Roter Holunder in der Küche

Auch der Rote Holunder bietet vielfältige Möglichkeiten für die Küche. Seine Beeren, Blüten und Blätter sind vielseitig einsetzbar. Ein beliebtes Rezept ist der Rote Holunder-Saft:

  1. Beeren waschen und in einen Topf geben.
  2. Sanft erwärmen, bis sie aufplatzen.
  3. Fruchtmasse durch ein Sieb filtern.
  4. Zucker oder Honig hinzufügen und umrühren.

Auch Marmelade aus Rotem Holunder ist eine Köstlichkeit: Die Beeren werden mit Zucker und Zitronensaft aufgekocht und anschließend durch ein Sieb gefüllt.

Apfel-Pflaumen-Marmelade

Eine weitere interessante Kombination ist die Apfel-Pflaumen-Marmelade. Hier gibt es verschiedene Varianten, von weihnachtlich gewürzt bis exotisch mit Ingwer und Limette.

Rezept 1: Weihnachtliche Apfel-Pflaumen-Marmelade

Zutaten:

  • Äpfel (Elstar)
  • Rote Pflaumen
  • Spekulatiusgewürz
  • Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

  1. Äpfel und Pflaumen kleinschneiden.
  2. Obst mit Spekulatiusgewürz und Zucker verrühren und ziehen lassen.
  3. Pürieren, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  4. In Gläser füllen und verschließen.

Rezept 2: Apfel-Pflaumen-Marmelade mit Limette, Ingwer und Pflaumenschnaps

Zutaten:

  • 1000 g Äpfel
  • 1000 g Pflaumen
  • 1000 g Gelierzucker 2:1
  • Limettensaft
  • Ingwerwurzel (gerieben oder Ingwerzucker)
  • Vanillearoma
  • 4 cl Pflaumenschnaps

Zubereitung:

  1. Pflaumen entsteinen und in Stücke schneiden. Äpfel schälen, entkernen und raspeln.
  2. Äpfel mit Limetten- oder Zitronensaft beträufeln und mit 500 g Gelierzucker vermischt 15 Minuten ziehen lassen. Pflaumenstücke und restlichen Zucker dazugeben, Vanillearoma und Ingwer unterrühren.
  3. Aufkochen und mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Kurz vor Schluss Pflaumenschnaps unterrühren, dann in Gläser füllen und verschließen.

Tipps und Tricks für die perfekte Marmelade

Um die Qualität und Haltbarkeit Ihrer Marmelade zu gewährleisten, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Verwenden Sie reife, aber nicht überreife Früchte.
  • Gelierzucker ist ideal, da er Pektin enthält.
  • Achten Sie auf die Kochzeit gemäß Packungsangabe.
  • Machen Sie eine Gelierprobe, um die Konsistenz zu prüfen.
  • Verwenden Sie saubere Gläser und Deckel.
  • Lagern Sie die Marmelade kühl und dunkel.

Holundermarmelade

Sterilisieren Sie die Gläser vor dem Abfüllen, um Schimmelbildung oder Bakterienwachstum zu verhindern. Ein luftdichtes Verschließen ist entscheidend für die Haltbarkeit der Marmelade. Prüfen Sie die Marmelade vor dem Verzehr auf Schimmel oder Geruch.

Die kleinen blauvioletten Beeren an den Dolden des Holunderbaums sind im Herbst eine Delikatesse für wunderbaren selbstgemachten Gelee oder Konfitüre. Auch ein ideales Geschenk von Herzen zubereitet.

Weitere Inspirationen

Die Herbstzeit bringt nicht nur kühle Temperaturen und bunte Blätter mit sich, sondern auch die Erntezeit für viele Früchte, darunter die Hagebutte. Längst hat sich die Hagebuttenmarmelade als unverzichtbarer Teil der Vorratskammer etabliert. Mit ihrer fruchtig-säuerlichen Note ist sie nicht nur ein beliebter Brotaufstrich, sondern auch ein wohlschmeckender Genuss in Kombination mit Dampfnudeln, Milchreis oder Grießbrei.

Auch Jostabeeren, eine Kreuzung aus Johannisbeeren und Stachelbeeren, eignen sich hervorragend für Marmeladen. Die Jostabeeren waschen und von Blättern und Stängeln befreien. Danach die Früchte zusammen mit dem Gelierzucker in einen Topf geben. Die Vanilleschoten längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und zusammen mit den Zimtstangen zu den Beeren geben. Das Gemisch aufkochen und ca. 5 Minuten unter Rühren kochen.

Ich bin ein grosser Fan dieser Früchte und mag daher auch Marmeladen, die daraus gemacht sind, besonders gerne. Mit grossem Glück durfte ich dieses Jahr frische Jostabeeren, eine Kreuzung aus Johannisbeeren und Stachelbeeren, direkt vom Strauch zupfen und danach umgehend zu Marmelade verarbeiten.

Wer auch so gerne dekoriert wie ich, kann die Gläschen natürlich auch noch je nach Geschmack verzieren. Ich habe drei verschiedene Gläser-Arten verwendet: die klassischen Weckgläser, alte Confi-Gläser mit neutralen, bunten Deckeln und alte Einmachgläser (aufpassen, dass diese nicht nach etwas anderem riechen!). Zunächst habe ich individuelle Etiketten designt, bedruck und aufgeklebt. Dafür gibt es zurzeit auch noch sehr viele andere kreative Möglichkeiten zum Kaufen. Zum Beispiel schwarze Klebeetiketten, die sich dann mit einem Kreidestift anschreiben lassen…

Die Weckgläser sind an sich schon schön und benötigen keine grosse Verziereung. Nun kommen wir aber zu den problematischeren Fällen. Nämlich die alten Einmachgläser mit eher unvorteilhaften Motiven auf den Deckeln. Diese bemale ich also kurzerhand mit weisser Acrylfarbe, da diese am besten haftet. Nach dem Trocknen beklebe ich den Rand mit einem rot-weiss karierten Stoff-Klebeband und beschrifte die Deckel noch mit schwarzem Stift. Auch diese Stoffklebebänder gibt es momentan in den verschiedensten Varianten in allen Bastelgeschäften und im DEPOT zu kaufen. Die alten Configläser mit den schöneren Deckeln verziere ich noch einwenig, indem ich eine kleine Bordüre um den Rand klebe.

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