Ketchup ist eine der beliebtesten Saucen, und Heinz ist dabei eine der bekanntesten Marken. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der Inhaltsstoffe, insbesondere des hohen Zuckergehalts und des Vorhandenseins von Schimmelpilzgiften.

Zuckergehalt im Heinz Ketchup
Nicht nur der altbekannte und sehr hohe Zuckergehalt (25 Gramm pro 100 Milliliter) scheint ein Problem zu sein, sondern auch der Schimmelpilzgift-Anteil. Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Influencer Joey Wellness visualisiert in diesem Video, wie viel Zucker in einer 750-Milliliter-Flasche Heinz Tomato Ketchup ist.
Schimmelpilzgifte im Heinz Ketchup
Das Tomaten-Ketchup von Heinz schneidet gleich in mehreren Tests schlecht ab. Unter anderem ein Bericht des deutschen Verbrauchermagazins «Öko-Test» zeigte: In einem Kilogramm Ketchup befinden sich 47 Mikrogramm des Schimmelpilzgifts Alternariol. Dies übersteigt den Richtwert der EU (zehn Mikrogramm) um fast das Fünffache.
Wie schädlich sind die Schimmelpilzgifte?
Im Bericht heisst es, dass Alternaria-Toxine das Erbgut beschädigen können. Darauf weisen Zell- und neuerdings auch Tierstudien hin. Laut Toxikologe Carsten Scheh gibt es Hinweise darauf, dass Alternariole das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöhen und das Potenzial haben, ungeborene Babys im Mutterleib zu beeinträchtigen. Ausserdem konnten laut Scheh schon direkt sogenannte zytotoxische Wirkungen festgestellt werden, was so viel heisst wie das Absterben von Körperzellen.
Dennoch empfiehlt der Toxikologe auf Ketchup zu verzichten: «Selbst wenn ein gelegentlicher Verzehr voraussichtlich nur ein geringes Potenzial für einen Gesundheitsschaden birgt, müssen wir es ja nicht provozieren.»
Keine gesetzlichen Bestimmungen
Gesetzliche Bestimmungen bezüglich Alternaria-Toxinen gibt es keine in der Schweiz. «Für Alternaria-Toxine ist die Datenlage zu den gesundheitlichen Auswirkungen noch nicht ausreichend, um gesetzliche Höchstwerte festzulegen», so das BLV. Für eine abschliessende Beurteilung sind weitere Daten notwendig.
Ist Herstellpraxis das Problem?
Laut dem BLV können erhöhte Gehalte an Alternaria-Toxinen in Lebensmitteln darauf hinweisen, dass verschimmelte Rohwaren verarbeitet wurden: «Dies ist keine gute Herstellpraxis, somit unzulässig und könnte von den kantonalen Behörden beanstandet werden, auch ohne dass Richt- oder Höchstwerte für Alternaria-Toxine bestehen.»
Beim Kantonalen Labor Zürich heisst es: «Ergeben Kontrollen, dass keine gute Herstellpraxis vorliegt, werden Massnahmen angeordnet.» Zum Ketchup von Heinz könnten aufgrund des Amtsgeheimnisses keine weiteren Angaben gemacht werden.
«Heinz Kraft» sieht keine Fehler
Hersteller «Heinz Kraft» sagt: «Für unser Heinz-Ketchup verwenden wir nur die reifsten Tomaten, die in Spanien und Kalifornien angebaut werden. Wie jedes andere unter der Sonne gereifte Obst und Gemüse können auch ihre Tomaten manchmal Spuren von Alternaria enthalten. Man überwache die Pflanzen weiterhin genau und habe die internen Tests erweitert, um Häufigkeit, Geschwindigkeit und Reaktionszeit zu erhöhen.»
Reaktion der Detailhändler
Angesprochen auf den diesen Umstand und die Aussagen des Toxikologen, entgegnet Riese Migros: «Sollten vom BLV oder von Heinz aufgrund dieses Tests Massnahmen ergriffen werden, halten wir uns selbstverständlich an die Empfehlungen der Behörden.» Ähnlich klingt es bei der Konkurrentin Coop: «Wir halten uns an die gesetzlichen Bestimmungen der Behörden und werden dies auch in Zukunft tun.» Das Ketchup werde man auch in Zukunft weiter verkaufen. Bezüglich der Testergebnisse sei man mit dem Lieferanten in Kontakt gestanden: «Dieser versicherte uns glaubhaft, dass die beanstandeten Werte nicht gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstossen.»
Wie viel Ketchup von Heinz sie verkaufen, wollen beide Detailhändler nicht verraten. Und weder die Detailhändler noch Heinz verstossen gegen ein Gesetz. Am Ende ist es der Konsument, der die Suppe - bzw.

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