L'Osteria: Eine Erfolgsgeschichte rund um Pizza und Pasta

Die Restaurantkette L'Osteria hat sich in der Gastronomiebranche einen Namen gemacht. Gegründet von Friedemann Findeis zusammen mit Klaus Rader, hat sich L'Osteria zu einem beliebten Anlaufpunkt für Liebhaber italienischer Küche entwickelt. Die Kette ist bekannt für ihre Riesenpizzas, die man wahlweise für eine oder zwei Personen bestellen kann. Markenzeichen der "deutsch-italienischen" Kette sind individuell belegbare Riesenpizzas, die auch bei Paaren und Familien mit Kindern Zuspruch finden.

Expansion und Strategie

Während Vapiano beim forcierten Aufbau einiges falsch machte, nutzen die Osteria-Leute offensichtlich die Schwächen des Konkurrenten aus. Offensichtlich will Silz die Schwächen des Konkurrenten Vapiano für sich nutzen. Unter Silz' Leitung macht L'Osteria vieles richtig. Dort wächst der Umsatz und die Anzahl Betriebe - im Moment 120 - seit Jahren moderat, aber kontinuierlich. L'Osteria bekräftigt Expansionskurs und gibt sein ehrgeiziges Programm für die nächsten Monate bekannt. Die Kette, die unlängst in Berlin den 100. Betrieb eröffnet hat, hegt grosse Pläne - und will die Expansion mit einem Mini-Konzept namens Picola befeuern.

Anfang März 2017 wird in Karlsruhe die nächste L'Osteria aufmachen“, verbreitet das Franchiseunternehmen in einer Pressemeldung. Noch im Frühjahr sollen Standorte in Lüneburg, Paderborn, Erlangen und Castrop-Rauxel folgen. Auch in Österreich ist eine Neueröffnung geplant: in Linz. Für den Sommer kündigt das Franchise-System vier Eröffnung in Berlin und eine München an.

L'Osteria hat seinen Sitz in Nürnberg, wo 1999 das erste L'Osteria-Restaurant eröffnet wurde. Inzwischen sind es über 70 Gaststätten im In- und Ausland, und die 80er-Marke hat das Unternehmen bereits im Visier. Zuletzt hat die Restaurant-Kette im ersten Halbjahr in Kassel und Wien Betriebe eröffnet. Bisher kamen nur stark frequentierte Standorte in Städten mit über 100 000 Einwohnern in Frage.

Am 16. August 2018 wurde die zweite L’Osteria Essen am Kennedyplatz eröffnet. Der Clou: Eine ehemalige Filiale der Targo Bank soll in ein Restaurant im preisgekrönten L'Osteria-Design verwandelt werden.

Auch in der Schweiz ist L'Osteria aktiv. In der Schweiz tritt Migros Aare als Master Franchiser auf. Bislang läuft ein Betrieb in Biel. L'Osteria Nummer 1 startet in diesen Tagen in Biel. Damit will Migros offensichtlich seine Spitzenposition im Ausser-Haus-Geschäft weiter ausbauen. Migros hat vor einem Jahr die Molino-Pizza-Restaurantkette (18 Outlets) erworben, die aber eher im oberen Preissegment operiert.

Die Rolle von Mirko Silz

Seit dem 1. September 2016 führt Ex-Vapiano-CEO Mirko Silz neben den beiden L'Osteria-Gründern Friedemann Findeis und Klaus Rader als dritter Geschäftsführer das gesamte operative Geschäft.

Standorte und Design

Bettingen/Wertheim: L'Osteria sichert sich ein Grundstück am Almosenberg. Auf dem Areal soll ein zweigeschossiges Restaurant (220 Sitzplätze) mit offener Küche und Wintergarten (90 Sitzplätze) entstehen. Vorgesehen sind auch eine große Terrasse und ein Kinderspielplatz in Sichtweite. Am Almosenberg will L'Osteria auch zum Kaffeeröster werden. Ein zweites Gebäude auf dem Grundstück will das Unternehmen speziell für eine »einsehbare Kaffeerösterei« errichten.

In Aachen, unweit des CHIOs und des Tivoli, eröffnet das Steaks-Burger-Bar-Club-Konzept The Ash das siebte Restaurant in Nordrhein-Westfalen. Die Besonderheit dieser Eröffnung liegt darin, dass zeitgleich und vis á vis auf demselben Gelände ein L’Osteria Freestander eröffnet. Beide Betriebe tragen die Handschrift eines der erfolgreichsten Konzepters der letzten Jahre, Kent Hahne. Angelegt als gastronomisches Großprojekt finden sich beide Restaurants auf einer aufwendig gestalteten Fläche inkl. Piazza, Springbrunnen, einladender Begrünung und großzügigen Parkplatzflächen ein.

In die ehemaligen Rossmann-Filiale an der Herzogstrasse 10 zieht im Herbst 2017 das Pizza-Konzept L'Osteria ein. Es soll ein Full-Service-Betrieb werden.

Ein Beispiel für Investitionen in neue Standorte ist Hamburg. 1,8 Millionen Euro investiert Dirk Block (41) für eine neue "L'Osteria" in die Räumlichkeiten des ehemaligen Italieners „Arabella“ am Winterhuder Marktplatz. 130 Plätze sind drinnen geplant und 50 draußen. Block jun. (Spross des gestrengen Block-House-Chefs Eugen Block) verliess vor ein paar Jahren das väterliche Unternehmen und machte sich selbständig. Er betreibt bereits erfolgreich eine L’Osteria mitten in der Stadt an der Dammtorstraße und weitere in Kiel und Lübeck.

Der Einfluss des Onlinehandels

Gastronomie in Innenstädten und Einkaufszentren: Der Siegeszug des Onlinehandels macht sich bereits bemerkbar - allerdings anders als erwartet. Während Marktforscher seit Jahren das Veröden der Innenstädte vorhersagen, weil die Kunden lieber mit der Maus als zu Fuß einkaufen, geschieht in einigen europäischen Metropolen genau das Gegenteil. Die Innenstädte brummen. Der Grund: Schlecht vermietete Einzelhandelsflächen werden in auffällig großem Umfang in Gastronomieflächen umgewandelt. Auch Einkaufszentren wie das Berner Westside haben das Gastronomieangebot vergrössert - mit Erfolg. Die Schliessung der einen oder anderen Filiale dürfte sich demnach auf die Bonität der Lage in der Nachbarschaft auswirken. Wer für Gastronomiebetriebe Standorte sucht, muss sich also vorsehen.

Der Onlinehandel macht sich immer stärker bemerkbar. So auch in Wuppertal. Läden raus - Gastronomie rein. Der Umbau der Stadtzentren geht zügig weiter.

Christian Aeby: Hamburgs bester Bäcker in Eppendorf

Der Basler Ex-Werbefilmer Christian Aeby ist Hamburgs bester Bäcker - dank seiner Liebe zu Sauerteig. Die Bürli seiner Mutter sind an allem schuld. Jahrelang schickte sie ihm regelmässig ein Paket nach Hamburg, wo Christian Aeby seit 1991 lebt. Die Bürli halfen gegen das Heimweh und prägten seinen Gaumen. Der gebürtige Basler war als Werbefilmer weltweit unterwegs, zuhause entspannte er beim Backen und Kochen. Ganz besonders hatte es ihm das Thema Sauerteig angetan.

Anfang 2019 beschloss der heute 62jährige, nebenbei auch noch klassisch ausgebildeter Pianist, aus der Passion einen Beruf zu machen. Kult-Bäcker in Hamburg: Der Basler Christian Aeby. Er verteilte Schnittchen mit bretonischer Butter, um Passanten aufmerksam zu machen. Seine Brote mit der dicken krachenden Kruste voller Röstaromen und dem luftig-großporigen Innenleben wurden innert kürzester Zeit zum Geheimtipp.

Ein halbes Jahr später eröffnete Aeby seinen eigenen Laden «bread» im schicken Stadtteil Eppendorf. Der Raum ist mit gerade mal vier Quadratmetern winzig, die Inszenierung dafür umso gelungener, man merkt den Ex-Werber: Die Wände liess er schwarz streichen, ein alter Apothekertresen dient als einziges Mobiliar. Ein cooler Look, man würde eher einen Juwelier oder ein hippes Modelabel vermuten. In pinkfarbenes Seidenpapier eingeschlagen, so tragen die Kunden ihr Brot als kulinarisches Statussymbol nach Hause.

«Hamburgs bester Bäcker» titelte die Hamburger Morgenpost, nachdem der Quereinsteiger in einem Ranking des Kulinarik-Magazins Falstaff die gesamte Profi-Konkurrenz in den Schatten gestellt hatte. Sein Geheimnis? Keine Kompromisse. Nach wie vor gibt es bei ihm einzig und allein Sauerteigbrot, aus naturbelassenen Zutaten (Mehl, Wasser, Salz, Acerola Kirsche, Naturhefe) im Holzofen gebacken, mit knuspriger, fast schwarz gebrannter Kruste und weicher, flaumiger Krume. Nur die Form variiert: Kunden haben die Wahl zwischen einer Flûte, einer Bürli-Stange oder einem massiven Laib von 3,6 Kilo, genannt „Hammer“.

Wichtiger als Vielfalt ist ihm Qualität: «Der Anspruch ist, bei dem einen Produkt, das ich anbiete, in die Nähe von Perfektion zu kommen.» Und das ist schwer genug, denn: «Sauerteig ist launisch. Man muss eine liebevolle Beziehung zu ihm aufbauen.» Er lebt von 36 Stunden Teigführung und reagiert sehr sensibel auf kleinste Schwankungen bei Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit.

Es gibt Tage, da findet der Chef sein Brot nur suboptimal gelungen. Dann verkauft er es leicht reduziert: «Wenn man sich auf nur ein Produkt konzentriert, dann muss alles auf den Punkt sein.

L'Osteria Lifestyle: Riesenpizza, Luxusmöbel und Mitarbeiterhymne

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