Hefe Kleiepilz Behandlung: Ursachen, Symptome und Therapie

Pilzinfektionen sind weit verbreitet und betreffen Menschen jeden Alters, wobei sie in der Regel nicht von allein abheilen. Jedoch ist Hautpilz bei rechtzeitiger Diagnose und entsprechender Behandlung in der Regel gut behandelbar. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Ursachen, Symptome, Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsaussichten von Hautpilz.

Hautpilz ist eine häufige Infektion der Haut, die durch verschiedene Pilzarten verursacht wird. Mykosen sind Erkrankungen, die durch eine Infektion mit Pilzen hervorgerufen werden. Hautpilzerkrankungen, sogenannte Dermatomykosen, können an verschiedenen Körperstellen auftreten. Zu den häufigsten Erregern zählen Fadenpilze (Dermatophyten), Hefepilze (Sprosspilze) oder Schimmelpilze. Dermatophyten befallen vor allem Haut, Haare und Nägel.

Pilz auf der Haut entsteht, wenn sich Pilze auf der Haut vermehren und die natürliche Schutzbarriere der Haut geschwächt ist.

Häufige Formen von Hautpilz

Es gibt verschiedene Formen des Hautpilzes, wie den besonders weit verbreiteten Fusspilz, Handpilz, Nagelpilz, Kopf- oder Leistenpilz. Eine weitere Form ist die Ringelflechte.

Fusspilz (Tinea pedis)

Fusspilz ist eine der häufigsten Formen von Hautpilz. Die Infektion betrifft vor allem die Zehenzwischenräume und die Fusssohlen. Fusspilz entsteht gerne in feuchter Umgebung, z. B. beim Tragen geschlossener Schuhe oder in Schwimmbädern. Fusspilz ist ansteckend. Fuss- und Nagelpilz werden durch die gleichen Erreger übertragen.

Eine unbehandelte Fusspilzinfektion kann sich daher leicht auf die Zehennägel ausbreiten, da die Pilze im feuchtwarmen Milieu zwischen Haut und Nägeln ideale Bedingungen vorfinden. Daher ist es wichtig, beide Erkrankungen konsequent zu behandeln, um eine gegenseitige Infektion (Ping-Pong-Effekt) zu vermeiden. Sorgfältige Hygiene und frühzeitige Therapie helfen, den Kreislauf zu durchbrechen.

Nagelpilz (Tinea unguium)

Nagelpilz befällt die Nägel, vor allem an den Füssen. Die Nägel verfärben sich gelblich, werden brüchig und können verdicken. Unbehandelt breitet sich der Pilz oft auf andere Nägel aus. Eine Nagelpilzinfektion kann auch eine Fusspilzinfektion begünstigen, da die Erreger auf der Haut verbleiben und sich weiter ausbreiten können.

Kopfhautpilz (Tinea capitis)

Diese Form des Hautpilzes befällt die Kopfhaut und kann zu schuppigen Stellen, Haarausfall und manchmal auch zu Entzündungen führen. Kopfhautpilz kann durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch, über gemeinsam benutzte Gegenstände oder durch infizierte Tiere wie Katzen, Hunde oder Nagetiere übertragen werden. Diese Erkrankung kann manchmal zu einer schmerzhaften, starken Entzündung mit Fieber und Allgemeinsymptomen und u.U. narbiger Abheilung und Haarverlust führen.

Ringelflechte (Tinea corporis)

Pilzinfektionen der Haut können überall am Körper auftreten. Charakteristisch für die Ringelflechte sind runde, rote, schuppende Hautstellen, die oft einen ringförmigen Rand und in der Mitte einen hellen, weniger befallenen Bereich aufweisen (daher der Name Ringelflechte). Ringelflechte ist ansteckend und wird durch direkten Hautkontakt mit infizierten Personen, durch den Austausch kontaminierter Gegenstände, durch Kontakt mit infizierten Tieren oder durch Kontakt mit Pilzsporen in feuchter Umgebung wie Schwimmbädern oder Umkleideräumen übertragen.

Leistenpilz (Tinea inguinalis)

Die Infektion in der Leiste (Tinea inguinalis) tritt häufiger bei Männern auf, die viel schwitzen. Sie beginnt meist in der Hautregion zwischen Oberschenkel und Hodensack und breitet sich häufig in Richtung After und Gesäss aus.

Handpilz (Tinea manuum)

Handpilz ist oft einseitig, manchmal breitet sich die Infektion dann auf die andere Hand aus. Viele Betroffene haben gleichzeitig Fusspilz. Es gibt zwei Hauptformen: Die hyperkeratotisch-squamöse Form zeigt eine rötliche Schuppung und schmerzhafte Hautrisse.

Kutane Candidiasis

Kutane Candidiasis ist eine Pilzinfektion der Haut, die durch Hefepilze der Gattung Candida, insbesondere Candida albicans, verursacht wird. Die Infektion tritt häufig an feuchten, warmen Hautstellen wie Hautfalten (z. B. in der Leistengegend, unter den Brüsten oder zwischen den Fingern) auf. Typische Symptome sind gerötete, entzündete Hautstellen, oft verbunden mit einem juckenden Ausschlag und schuppenden oder nässenden Stellen. Kutane Candidose tritt besonders häufig bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Diabetes oder Übergewicht auf, da diese Faktoren das Wachstum der Hefepilze begünstigen.

Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)

Kleienpilzflechte (medizinisch Pityriasis versicolor) ist eine Hautpilzinfektion mit Hefepilzen der Gattung Malassezia, die bei allen Menschen vorkommen. Daher ist dies Infektion auch nicht ansteckend. Die Infektion tritt häufig auf Brust, Rücken, Schultern und Hals auf. Manchmal sind auch die Arme und der Rumpf befallen. Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) ist eine Pilzerkrankung der oberflächlichen Hautschichten. Sie zeichnet sich durch fleckige Hautveränderungen besonders an Rücken und Brust aus. Ein Hefepilz, der zur natürlichen Hautflora gehört, ist der Auslöser der Pityriasis versicolor.

Symptome von Hautpilz

Die Symptome von Hautpilz variieren je nach betroffener Körperstelle und Art des Pilzes. Die Hautpilz-Symptome hängen davon ab, welcher Erreger die Infektion verursacht, welche Körperstelle betroffen ist und wie ausgedehnt die Infektion ist.

  • Fusspilz: gerötete und schuppige Haut in den Zehenzwischenräumen, trockene, weisse Schuppung der Haut an den Fusssohlen, Bläschenbildung, Juckreiz.
  • Ringelflechte: runde, schuppige Rötungen am Rumpf und den Extremitäten, Juckreiz.
  • Kopfpilz: kreisrunde, scharf begrenzte haarlose Bezirke auf der Kopfhaut, gräuliche Schuppung, abgebrochene Haare.
  • Gesichtspilz: schuppende, juckende Hautpartien im Gesicht.
  • Handpilz: schnell eintrocknende Hautbläschen, runde, schuppige Infektionsherde, feine, schmerzhafte Hautrisse.
  • Nagelpilz: glanzlose Nägel, verdickte Nagelplatte, weissliche oder gelbliche Verfärbung des Nagelrands, Flecken im Nagel.
  • Leistenpilz: brennende, scharf begrenzte Hautrötungen in der Leistenregion, Schuppenbildung.
  • Kutane Candidiasis: knotige Bläschen, grossflächig rote, teils nässende Plaques mit schuppigem Rand, Pusteln in feucht-warmen Körperregionen.
  • Kleienpilzflechte: scharf begrenzte, rundliche Flecken auf Brust, Rücken, Schultern und Hals, feine, kleieförmige Hautschüppchen, Verfärbungen (helle Flecken auf dunkler Haut, rötlich-bräunliche Flecken auf heller Haut).

Ursachen und Risikofaktoren

Pilz auf der Haut entsteht, wenn sich Pilze auf der Haut vermehren und die natürliche Schutzbarriere der Haut geschwächt ist. Die Ursache des Hautpilzes ist eine Infektion mit einem Virus. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, wie dieses Virus übertragen werden kann. Es ist möglich, dass die Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt. Es kann auch sein, dass Sie sich bei einem Tier angesteckt haben oder bei einem Gegenstand, der zuvor mit einem Hautpilz in Berührung gekommen ist (bspw. im Schwimmbad oder in der Sauna). Wenn Sie ein geschwächtes Immunsystem haben oder an einer Durchblutungsstörung leiden, sind Sie anfälliger für eine Infektion mit einem Hautpilz.

Zu den Risikofaktoren, die den Ausbruch einer Kleienpilzflechte begünstigen können, gehört ein feucht-warmes Milieu, in dem sich die Pilze gut vermehren können. Daher ist Pityriasis versicolor in tropischen Ländern weit verbreitet. Auch starkes Schwitzen (Hyperhidrose) und eine vermehrte Talgproduktion der Haut (Seborrhö) begünstigen das Pilzwachstum. Zu den weiteren Risikofaktoren von Pityriasis versicolor zählen zum Beispiel die häufige Verwendung fetthaltiger Cremes und ein geschwächtes Immunsystem - etwa durch Medikamente oder Grunderkrankungen wie HIV.

Diagnose

Nicht jede schuppende oder juckende Hautstelle ist ein Hautpilz. Um den Verursacher der Hautveränderungen feststellen zu können, hilft das Mikroskop weiter: Der Arzt schabt zur Begutachtung eine Probe von befallenen Hautstellen oder er klebt ein Stück Tesafilm auf die Hautflecken, drückt es fest an, reisst es dann ab, färbt es an und legt es unter das Mikroskop: Bei Pityriasis versicolor finden sich dabei zu Haufen gruppierte rundliche Sporen von Malassezia-Pilzen und kurze Pilzfäden. Das Ganze erinnert an "Spaghetti und Fleischklösschen".

Zusätzlich kann der Arzt die Hautveränderungen mit speziellem Licht, dem sogenannten Wood-Licht, untersuchen. Hautstellen, auf denen sich Pilze befinden, fluoreszieren dabei gelblich-grün.

Behandlung von Hautpilz

Die Behandlung von Hautpilzerkrankungen zielt darauf ab, die Pilze zu beseitigen und die Haut zu heilen. Hautpilzinfektionen werden mit Antimykotika behandelt. Das sind Medikamente, die gezielt gegen Pilze wirken. Mit allgemeinen Tipps und Hausmitteln können Patienten die medikamentöse Behandlung unterstützen.

Bei kleineren, lokal begrenzten und leichten Infektionen der Haut reicht oft eine lokale Therapie mit antimykotischen Mitteln wie Salben oder Cremes aus. Diese wirken direkt an der betroffenen Stelle und ermöglichen eine schnelle Heilung. Auch bei wenig ausgeprägtem Nagelbefall kann die Behandlung lokal erfolgen. In diesem Fall mit einem antimykotischen Nagellack, der allerdings manchmal über ein Jahr angewendet werden muss.

Bei grossflächigen Infektionen, die mehrere Körperstellen oder mehrere Nägel betreffen, bei chronischen und stark entzündlichen Verläufen oder bei Kopfhautpilz ist eine systemische Behandlung notwendig. Neben Medikamenten ist eine sorgfältige Hautpflege wichtig.

Viele Antimykotika sind frei verkäuflich. Bevor Sie Ihren Hautpilz selbst behandeln, sollten Sie aber zum Hautarzt gehen. Er kann Ihnen sagen, welches Antimykotikum in Ihrem Fall am besten geeignet ist. Eine Rolle dabei spielen die Art des Hautpilzes sowie individuelle Faktoren, zum Beispiel Ihr Alter und eine eventuell bestehende Schwangerschaft.

Bei starkem Juckreiz oder Hautbrennen können zusätzlich zu den Antimykotika entzündungshemmende Glukokortikoide ("Kortison") in Creme- oder Salbenform auf die entsprechenden Hautpartien aufgetragen werden.

Allgemeine Tipps zur Unterstützung der Behandlung:

  • Verzichten Sie auf wenig atmungsaktive Schuhe.
  • Socken, Strümpfe und Unterwäsche sollten Sie täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad Celsius waschen.
  • Während und unmittelbar nach einer Fusspilzbehandlung hilft es, Strümpfe, Socken und Schuhe mit einem antimykotischen Mittel zu desinfizieren.
  • Trocknen Sie die Zehenzwischenräume nach dem Duschen oder Baden immer gut ab (separates Handtuch verwenden!), da Pilze es feucht und warm lieben.
  • An Orten mit erhöhter Ansteckungsgefahr für Pilzinfektionen (wie Schwimmbäder, Saunen etc.) sollten Sie besonders auf Hygiene achten und nicht barfuss gehen.
  • Grundsätzlich gilt es, gefährdete oder bereits befallene Körperpartien wie Achselhöhlen, Genitalbereich und Füsse immer trocken zu halten. Zum Abtrocknen sollten Sie ausserdem immer ein separates Handtuch verwenden. So verhindern Sie, dass sich die Pilzinfektion auf andere Körperstellen oder andere Menschen überträgt.
  • Unterstützen Sie Ihr Immunsystem im Kampf gegen die Pilze, indem Sie ausreichend schlafen, sich gesund ernähren, Stress vermeiden und regelmässig frische Luft tanken.

Hausmittel gegen Hautpilz

Einige Hausmittel bei Hautpilz wie Teebaumöl, Essig oder Joghurt werden oft als unterstützende Massnahmen genannt. Wie wirksam diese im Einzelfall sind, lässt sich nicht vorhersagen. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder Apotheker, welches Hausmittel gegen Hautpilz für Sie in Frage kommt. Der Experte kann Sie auch auf mögliche Neben- und Wechselwirkungen hinweisen.

Ein ausgedehnter Pilzbefall erfordert immer eine medikamentöse Behandlung. Hausmittel sollten Sie hier höchstens begleitend einsetzen. Ein unzureichend behandelter Hautpilz kann nämlich chronisch werden und manchmal sogar auf innere Organe übergreifen. Das kann unter Umständen zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen!

Gegen Hautpilz ist Apfelessig als Hausmittel bekannt. Bei Fusspilz sollen zum Beispiel Essigsocken helfen: Dazu rührt man sechs Esslöffel Apfelessig in 200 Milliliter Wasser ein, taucht Baumwollsocken hinein und zieht diese vor dem Schlafengehen an. Darüber sollte man ein paar trockene Wollsocken tragen. Wenn man das mehrere Nächte hintereinander macht, soll das den Fusspilz heilen.

Wer Hautpilz mit dem Hausmittel Apfelessig bekämpfen will, kann diesen punktuell auf die bertoffene Stelle auftragen oder einen Liter Apfelessig in einer Badewanne für ein Bad verdünnen.

Viele ätherische Öle sind zur Bekämpfung von Entzündungen beliebt und wirken ebenfalls antimykotisch. Wer seinen Hautpilz mit Knoblauch als Hausmittel behandeln möchte, kann einfach eine Zehe aufschneiden und sie auf die entsprechende Stele reiben.

Die kühlende Wirkung von Naturjoghurt findet an vielen Stellen Verwendung und kann auch als Hausmittel gegen Hautpilz zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird ihm eine probiotische - also eine die natürliche Bakterienflora unterstützende - Wirkung zugeschrieben.

Besser als jedes Hausmittel gegen Hautpilz ist es, den Erregern zuvorzukommen. Um Hautpilz vorzubeugen, ist es wichtig, auf eine gute Hygiene und trockene Haut zu achten. Nach dem Duschen oder Baden sollten Hautfalten gründlich abgetrocknet werden, besonders an den Füßen, in den Achseln und in der Leistenregion, da feuchte Haut Pilzinfektionen begünstigt. Das Tragen atmungsaktiver Kleidung und Baumwollsocken hilft, Schweißbildung zu reduzieren, während regelmäßiger Wechsel von Kleidung und Handtüchern das Risiko einer Infektion weiter senkt.

Präventive Massnahmen gegen Hautpilz:

  • Tragen Sie atmungsaktive Schuhe
  • Wechseln Sie Ihre Socken, Strümpfe und Unterwäsche täglich
  • Trocknen Sie die Zwischenräume zwischen Ihre Zehen nach dem Duschen immer gut
  • Trocknen Sie nach dem Duschen Ihre Hautfalten (bspw.

Die Dermatologische Klinik des USZ betreut zahlreiche Patientinnen und Patienten mit Hautpilzerkrankungen. Das akkreditierte Labor der Klinik ist national und international als führendes Testzentrum für Hautpilzinfektionen anerkannt. Es fungiert unter anderem als Referenzlabor für die dermatomykologischen Ringversuche von INSTAND e. V. (Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien). Das Labor bietet alle Methoden an, die zur Untersuchung von Dermatomykosen wichtig sind wie PCR, Mikroskopie und Kultur und bei Bedarf auch Resistenztestung. Darüber hinaus veröffentlicht das Hautpilz-Testzentrum regelmässig Forschungsarbeiten zu Hautpilzinfektionen.

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Wenn Sie Fragen haben oder den Verdacht auf eine Pilzinfektion, wenden Sie sich bitte an unsere Dermatologie. Senden Sie ein Foto der betroffenen Hautstelle ein und füllen Sie den kurzen Fragebogen aus. Innerhalb von 24 Stunden werktags erhalten Sie von unseren Experten und Expertinnen eine zuverlässige Diagnose.

Die Heilungschancen bei Hautpilz sind in der Regel sehr gut, vor allem wenn die Infektion frühzeitig erkannt und behandelt wird. Mit der richtigen Therapie, zum Beispiel Antimykotika in Form von Cremes, Shampoos oder Tabletten, klingen die Beschwerden meist innerhalb weniger Wochen ab. Leichte, lokal begrenzte Infektionen können vollständig abheilen. Bei chronischen oder grossflächigen Infektionen kann die Behandlung länger dauern, aber auch hier sind die Heilungschancen bei konsequenter Therapie hoch.

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