Candida auris ist ein Hefepilz, an dem vor allem abwehrgeschwächte Menschen schwer bis tödlich erkranken können. Die Behandlung ist mühsam, da der Pilz nicht auf alle Pilzmedikamente reagiert. Gesundheitsexperten sind weltweit besorgt, weil sich in den letzten Jahren immer mehr Menschen mit Candida auris infiziert haben.
Candida auris wurde erstmals 2009 bei einer Patientin in Japan beschrieben, die eine Infektion im Ohr mit dem Erreger aufwies. Der Namensbestandteil „auris“ kommt vom lateinischen Wort für Ohr.

Candida auris: Symptome
Candida auris, oft als C. auris abgekürzt, verursacht eine Vielzahl von leichten bis schweren Erkrankungen. Manche Menschen tragen Candida auris nur auf der Haut, ohne eine Infektion oder offensichtliche Symptome zu entwickeln. Die Symptome einer Candida-auris-Infektion sind je nach Person und betroffener Körperstelle unterschiedlich. Sie ähneln den Beschwerden, die auch bei einer Infektion mit anderen Arten von Bakterien oder Pilzen auftreten:
- Candida auris verursacht Ohrinfektionen, die mit Schmerzen, Juckreiz und Überwärmung einhergehen.
- Wundinfektionen mit dem Hefepilz zeigen sich durch Rötung, Schwellung und Schmerzen an der verletzten Stelle.
- Bei einer Harnwegsinfektion durch Candida auris kommt es zu Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang und trübem Urin.
In schweren Fällen gelangt Candida auris in die Blutbahn (Candidämie). Von dort aus breitet sich der Pilz im ganzen Körper aus. Man spricht medizinisch von einer systemischen Infektion. Das verursacht lebensbedrohliche Infektionen von Herz, Lunge, Gehirn oder anderen Organen und Körpergeweben. Die Erkrankung wird auch als invasive Candidose oder Candidiasis bezeichnet.
Eine systemische Infektion zeigt sich durch hohes Fieber, Kreislaufzusammenbruch (septischer Schock) und Organschäden. Diese Symptome sind jedoch nicht spezifisch für Candida auris und treten auch bei anderen septischen Erkrankungen auf. Eine Sepsis, im Volksmund auch Blutvergiftung genannt, ist eine Infektion, die meist durch Erreger verursacht wird, welche von aussen in den Körper eindringen.
Candida auris: Behandlung
Bei einer Infektion mit Candida auris werden Betroffene in der Regel von Spezialisten behandelt. Für die Therapie von Candida auris setzt man Antimykotika ein: Echinocandine und Amphotericin B sind die Antipilzmittel der Wahl.
Manche Infektionen mit diesem Hefepilz sind gegen alle Hauptklassen von Antipilzmitteln resistent und daher schwer zu behandeln. Ärzte kombinieren dann mehrere antimykotische Wirkstoffe in hoher Dosierung.
Die meisten Infektionen mit Candida auris werden mit Echinocandinen behandelt. Dabei handelt es sich um eine spezielle Klasse von Antimykotika. Ihre Anwendung wird als bevorzugte Behandlung (Erstlinientherapie) von Candida-auris-Infektionen bei Erwachsenen und Kindern ab zwei Monaten empfohlen. Säuglinge im Alter von unter zwei Monaten werden mit Amphotericin B behandelt.
Wirkt die Echinocandin-Therapie nicht gut und verbessert sich das sogenannte klinische Bild der Betroffenen nicht, wird Amphotericin B verschrieben. Auch wenn eine Candidämie schon länger als fünf Tage besteht, setzt man Amphotericin B ein.
Candida auris wird nur behandelt, wenn es Krankheitsanzeichen gibt. Für gesunde Menschen ist eine Besiedelung (Kolonisation) der Hautoberfläche ungefährlich. Sie müssen nicht mit einem Antipilzmittel therapiert werden.
Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann der Pilz aber in den Körper eindringen und eine Infektion verursachen. Deshalb ist es wichtig, auf eine gute Hygiene zu achten. Patientinnen und Patienten, die beispielsweise einen künstlichen Darmausgang haben, werden durch medizinisches Personal geschult, wie sie eine Infektion durch geeignete Massnahmen verhindern können.
Candida auris: Übertragung
Die Ansteckung mit Candida auris findet durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen (Schmierinfektion) oder durch die Übertragung von Mensch zu Mensch statt. Das passiert sehr oft im Rahmen einer Behandlung in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Altenheimen. Man nennt das nosokomiale Infektion. Damit der Hefepilz sich nicht ungehindert ausbreiten kann, werden Betroffene in Einzelzimmern untergebracht.
Candida auris überlebt mehrere Wochen lang auf Oberflächen, zum Beispiel auf Betten, Stühlen, Fensterbänken, Türklinken und Geräten.
Candida auris kann die Haut auch symptomlos besiedeln. Der Hefepilz lebt dann auf dem Körper, ohne Beschwerden zu verursachen. Eine Infektion entsteht erst, wenn er in den Blutkreislauf gelangt.

Candida Auris: Verlauf und Prognose
Der Verlauf einer Candida-auris-Infektion ist sehr unterschiedlich. Die Prognose hängt von mehreren Faktoren ab, beispielsweise von der Schwere der Infektion, dem allgemeinen Gesundheitszustand der Betroffenen und dem beteiligten Candida-auris-Stamm. Manche Infektionen können sogar tödlich verlaufen. Das betrifft aber hauptsächlich Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem oder schwerwiegenden Grunderkrankungen.
Candida auris: Ursachen und Risikofaktoren
Candida auris ist ein Pilz, der sich wie Hefe verhält. Im Gegensatz zu den meisten anderen Candida-Arten kann dieser Hefepilz aber systemische Infektionen beim Menschen verursachen. Patienten und Patientinnen mit einem oder mehreren Risikofaktoren können schwer daran erkranken:
- Aufenthalt im Krankenhaus oder Pflegeheim: Der Pilz verbreitet sich häufig in Einrichtungen des Gesundheitswesens, insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Ein erhöhtes Risiko haben Menschen, die für längere Zeit im Krankenhaus waren, oder wenn ihnen ein zentraler Venenkatheter (ZVK) in eine grosse Vene gelegt wurde.
- Behandlung mit Antipilzmitteln: Candida-auris-Infektionen sind wahrscheinlicher bei Personen, die lange Zeit mit antimykotischen Medikamenten behandelt wurden, gegen die Candida auris bereits resistent ist.
- Begleiterkrankungen: Menschen, die mehrere Erkrankungen haben, etwa Diabetes, Nierenerkrankungen oder Krebs, sind anfälliger für eine Candida-auris-Infektion. Ihr geschwächtes Immunsystem kann den Hefepilz nicht gut bekämpfen.
- Operationen und invasive Verfahren: Patienten und Patientinnen, die sich einer Operation oder invasiven Diagnostik unterziehen müssen, etwa einer Herzkatheteruntersuchung, haben ein höheres Risiko, sich mit Candida auris zu infizieren.
Candida auris: Untersuchungen und Diagnose
Candida auris ist ein schwierig zu identifizierender Erreger, für dessen Diagnose moderne Untersuchungsverfahren zum Einsatz kommen. Bevor man diese komplexen Verfahren einsetzt, werden erst folgende Standarduntersuchungen gemacht:
- Klinische Untersuchung: Dazu gehören eine gründliche Erfassung der Symptome, Krankengeschichte und Risikofaktoren für eine Candida-auris-Infektion. Zu den Risikofaktoren zählt man noch nicht lange zurückliegende Krankenhausaufenthalte, insbesondere auf Intensivstationen, und Operationen oder das Vorhandensein eines zentralen Venenkatheters.
- Probenentnahme: Die Proben entnimmt man in der Regel am Ort der Infektion. Dabei kann es sich um Blut, Urin, Atemwegssekrete oder Wundabstriche handeln, je nachdem, wo die Infektion vermutet wird.
- Kultur: Die entnommene Probe kultiviert man im Labor, um eventuell vorhandene Pilze wachsen zu lassen. Das dauert in der Regel ein paar Tage.
- Vorläufige Identifizierung: Sobald der Pilz in der Kultur gewachsen ist, kann man ihn anhand seines Aussehens und seiner Farbe auf dem Nährboden vorläufig identifizieren. Allerdings sehen viele Candida-Arten ähnlich aus. Candida auris wird in diesem Schritt oft mit anderen Candida-Arten verwechselt.
- Antimykotische Empfindlichkeitstests: Mit diesen Tests prüft man, wie der Pilz auf verschiedene Antimykotika reagiert. Sie können wichtige Hinweise auf seine Identität liefern, da Candida auris gegen viele häufig verwendete Antipilzmittel resistent ist.
Wenn nach diesen Schritten der Verdacht auf Candida auris besteht, kann man die Probe mit fortschrittlicheren Techniken wie der MALDI-TOF-Massenspektrometrie weiter untersuchen. Man kann damit den Pilz anhand der enthaltenen Eiweisse (Proteine) erkennen. MALDI-TOF hat sich als zuverlässige Methode für die Identifizierung von Candida auris erwiesen.
Die Identifizierung ist wichtig, weil Candida auris gegen mehrere Klassen von Antimykotika resistent ist. Wird Candida auris nicht richtig erkannt, setzt man unter Umständen die falschen Medikamente ein. Dadurch dauert es länger, bis es den Betroffenen wieder besser geht.
Candida auris: Vorbeugung
Die Verbreitung von Candida auris lässt sich am besten verhindern, indem man auf eine gute Hygiene achtet. Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife oder die Verwendung eines Handdesinfektionsmittels auf Alkoholbasis sind geeignet.
Darmpilz (candida albicans) - Ursachen, Symptome und Behandlung
Die Candida Diät
Die Candida Diät, auch Anti-Candida-Diät oder Hefepilz-Diät genannt, wird bei der Darmpilz-Therapie eingesetzt. Auslöser für eine Darmpilz-Infektion (Candidamykose) sind Hefepilze der Gattung Candida albicans. So erhielt die Diät ihren Namen.
Candida-Pilze sind Bestandteil der natürlichen Darmflora. Sie helfen bei der Verdauung und der Aufnahme von Nährstoffen. Wenn sich die Pilze im Darm jedoch zu stark vermehren, können sie krank machen (Überbesiedlung). Hefepilze wandeln Kohlenhydrate aus der Nahrung in Kohlendioxid und Fuselalkohole um. Diese Giftstoffe können beispielsweise zu Blähungen und Bauchschmerzen führen. Zu den Risikofaktoren für eine Candida-Überbesiedlung zählen unter anderem eine zuckerreiche Ernährung, ein hoher Anteil an Weissmehlprodukten sowie der Konsum von Alkohol.
Im Mittelpunkt der Candida Diät steht daher der Verzicht auf Zucker und leicht verwertbare Kohlenhydrate. Dadurch entziehen Sie den Hefepilzen ihre Nahrungsgrundlage. Zwar können Sie nicht alle Pilze auf diese Weise loswerden, aber ihre Anzahl deutlich reduzieren.
In der Regel empfiehlt der behandelnde Arzt die Candida Diät zusätzlich zu einer medikamentösen Therapie mit dem Wirkstoff Nystatin. Dass eine zucker- und hefefreie Ernährung die Wirkung des Anti-Pilz-Mittels positiv beeinflussen kann, haben bereits verschiedene klinische Studien nachgewiesen.
Candida-Pilze siedeln sich nicht nur im Darm, sondern auch auf der Haut und der Schleimhaut anderer Körperteile an. Häufig sind die Mundschleimhaut (Mundsoor) und die Vagina (Vaginalmykose) betroffen.
Wie funktioniert die Candida Diät?
In Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ernähren Sie sich vier Wochen lang zucker-, alkohol- und weissmehlfrei. Um den Therapieverlauf zu beschleunigen, nehmen Sie jeden Tag dasselbe zur gleichen Uhrzeit zu sich.
So könnte Ihr Speiseplan in Phase 1 beispielsweise aussehen:
- morgens gibt es Kräutertee mit Rührei
- mittags eine Gemüsepfanne mit Karotten, Kartoffeln, Kürbis und Sellerie
- abends kommt ein mageres Stück Fleisch oder Fisch mit frischen Kräutern auf den Tisch
Wenn Sie Vegetarier sind, können Sie auch auf qualitativ hochwertigen Tofu, Schafs- beziehungsweise Ziegenmilchprodukte oder Gemüsebrühe zurückgreifen.
Candida Diät: Phasen 2, 3 und 4
Phase 2 beginnt, sobald sich Ihre Beschwerden gebessert haben und auch Ihr Arzt grünes Licht gibt. Das ist normalerweise nach sieben Tage der Fall. In der zweiten Woche sind zum Frühstück auch Getreideprodukte erlaubt - beispielsweise Dinkelbrot, Sauerteigbrot oder Fladenbrot ohne Hefe.
In der dritten Woche fordern Sie Ihren Darm wieder etwas mehr. Sie dürfen Ihren Speiseplan um leichte Blattsalate mit Joghurtdressing (nur mittags, nicht abends), Gurken, Paprika, Radieschen, Rettich, Kohlgemüse wie Wirsing oder Blumenkohl, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Gerstenprodukte, Roggenbrot und Nüsse erweitern.
In der vierten und letzten Phase kehren Sie langsam zum Alltag zurück. Das bedeutet nicht, dass Sie in alte Gewohnheiten zurückfallen sollen. Ernähren Sie sich weiterhin möglichst gesund. Setzen Sie Zucker sparsam ein und achten Sie darauf, welche Lebensmittel Sie gut vertragen. Rohkost ist wieder erlaubt - beispielsweise Obst zum Frühstück.
Welche Lebensmittel dürfen Sie essen?
Die Candida Diät ist auf eine vollwertige Ernährung ausgerichtet. Das heisst: In erster Linie stehen Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte, mageres Fleisch oder Fisch, zuckerfreie Milchprodukte sowie Gemüse und Salat auf dem Speiseplan.
Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Lebensmittel einer Pilzinfektion entgegenwirken können. Ein Beispiel ist der Naturjoghurt. Er enthält sogenannte Probiotika. Dabei handelt es sich um „gute“ Darmbakterien, welche die Verdauung von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweissen unterstützen. In einer Untersuchung mit 276 Neugeborenen zeigte sich, dass diejenigen, die Probiotika erhielten, deutlich weniger Pilze im Darm hatten.
Haferflocken gehören ebenfalls zu den probiotischen Lebensmitteln. Das heisst, sie unterstützen den Aufbau einer gesunden Darmflora. Ausserdem sind sie reich an Ballaststoffen. Diese legen sich wie eine Schutzschicht über die Darmschleimhaut.
Auch bei Knoblauch gibt es verschiedene Hinweise, dass er hilfreich sein könnte. Verantwortlich für den pilzabtötenden Effekt ist der Inhaltsstoff Allicin. Dass allein der Konsum von Knoblauch gegen den Darmpilz hilft, ist durch Humanstudien aber noch nicht nachgewiesen. Eine Studie zeigte nur, dass Knoblauchsaft gegen Mundpilz, der durch Candida albicans verursacht wurde, wirksam ist.
Die folgende Lebensmittelliste für die Candida Diät fasst zusammen, welche Lebensmittel Sie essen dürfen und welche auf der schwarzen Liste stehen:
| Lebensmittel | geeignet | ungeeignet |
|---|---|---|
| Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte | Frisches Gemüse, Gemüsesäfte, Tiefkühlgemüse, Frischkostsauerkraut, Sauergemüse, Hülsenfrüchte, säuerliche Äpfel, Zitronen, Grapefruit | Trockenfrüchte, Fruchtnektare, gezuckerte Obstkonserven |
| Nüsse, Saaten | Nüsse, Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsaat | |
| Kartoffelprodukte | Pell‐ und Backkartoffeln, gedünstete und gekochte Kartoffeln, Kartoffelsuppen, Püree und Klösse aus Pellkartoffeln | Pommes frites, Chips |
| Brot, Backwaren und Getreide | Roggenbrot, Haferflocken, Hirse oder Naturreis als Körner, Schrot, ungezuckerte Flocken, Vollkornbrote, Vollkornmehl oder Vollkornknäckebrot, Getreidebratlinge, Vollkorngebäck, Vollkornnudeln, Vollkornmüsli | Weissbrot, Backwaren aus Weissmehl, süsse Kuchen und Torten, Puddingspeisen |
| Fleisch und Fisch | Sämtlicher Fisch, mageres Fleisch und Geflügel, magere Wurst | Innereien, Fisch‐ und Fleischkonserven, geräucherte Fisch‐ und Fleischwaren, Wurstwaren |
| Soja und Tofu | Sojabohnen, Sojamehl, Sojaflocken, zuckerfreie Sojadrinks, Sojabratlinge, Tofu | |
| Milchprodukte und Eier | Frische Milch, Dickmilch, Buttermilch, Sauermilchprodukte, Quark, Käse, Sahne, Eier und Eierspeisen | Milchprodukte mit Obst‐ oder Zuckerzusatz, Schmelzkäse mit Phosphatsalzen |
| Öle und Fette | Kaltgepresste, nicht raffinierte Pflanzenöle, ungehärtete Margarinen, Butter | Raffinierte Öle und Fette, gehärtete Margarinen, Schmalz, Talg, Gänsefett |
| Brotaufstriche | Pflanzliche Brotaufstriche, mit Süssstoffen gesüsste Marmeladen und Konfitüren | Honig, gezuckerte Marmeladen, Konfitüren, Gelées und alle anderen gezuckerten Aufstriche |
| Getränke | Kräuter‐ und Früchtetees, Mineralwasser, stilles Wasser, ungesüsste Molken, Gemüsesäfte, Kaffee, Schwarztee | Fruchtsaft und Fruchtnektar, Fruchtsaftgetränke, Limonaden, Cola, alkoholische Getränke |
| Süssigkeiten | Honig, Sirup, Zucker, Dicksäfte, Fruchtschnitten | |
| Gewürze und Sossen | Alle Gewürze und Kräuter, Knoblauch, Zwiebel, Meerrettich, Hefeflocken, Gemüsebrühe, Salz | gezuckerten Sossen, Ketchup |
Es ist möglich, dass die Empfehlungen Ihrer Ärztin von der oben aufgeführten Lebensmittelliste abweichen. Welche Lebensmittel Sie essen dürfen und welche nicht, hängt auch von Ihren Vorerkrankungen - zum Beispiel Unverträglichkeiten - ab. Fragen Sie Ihre Ärztin nach einer Candida Diät Liste, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Wie erkennen Sie die Pilzerkrankung?
Die Diagnose einer Candidamykose ist schwierig. Zum einen können die Hefepilze nur schwer im Stuhl nachgewiesen werden. Zum anderen macht sich die Erkrankung durch unspezifische Symptome im ganzen Körper bemerkbar. Häufig treten zusätzlich Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien auf. Stellt der Arzt eine Unverträglichkeit oder Allergie fest, sollten Sie diese Lebensmittel während der Diät meiden.
Folgende Beschwerden können ausserdem auf eine Überbesiedlung mit Darmpilzen hindeuten:
- Blähungen
- Durchfall
- Müdigkeit
- Bauchkrämpfe
- dauerhaftes Völlegefühl
- Juckreiz am Darmausgang
- Migräne
- Gelenkschmerzen
- Hautveränderungen
- depressive Verstimmungen
- Eisen- und Zinkmangel
- Erhöhte Infektanfälligkeit
Bitte beachten Sie: Die oben genannten Symptome können auch andere Ursachen haben. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eine Candida Diät beginnen.
Tipps: So werden Sie Darmpilze dauerhaft los
- Essen Sie möglichst viel Gemüse. Dadurch verbessert sich Ihr Säure-Basen-Haushalt.
- Meiden Sie Zucker sowie Gebäck und Brot aus hellem Mehl. Setzen Sie stattdessen auf Vollkornprodukte.
- Trinken Sie viel Wasser oder Tee - nicht nur zu den Mahlzeiten, sondern auch dazwischen. Das spült einen Grossteil der Pilzgifte aus dem Körper.
- Erleichtern Sie dem Darm die Arbeit: Geniessen Sie das Essen und kauen Sie langsam.
- Essen Sie nicht zu viel. Verlassen Sie sich auf Ihr natürliches Sättigungsgefühl.
- Stress schwächt das Immunsystem und macht Sie anfälliger für (Pilz-)Infektionen. Suchen Sie nach Wegen sich zu entspannen - zum Beispiel mit Yoga.
- Wenn Sie bestimmte Lebensmittel nicht vertragen, sollten Sie sich auf Ihr Bauchgefühl verlassen und diese meiden - auch wenn sie als gesund gelten oder während der Candida Diät empfohlen werden.