Frische Hähnchenkeulen sind unkompliziert in der Zubereitung und zu jeder Jahreszeit ein Leckerbissen. Ob für den Backofen oder den Grill, sie dürfen auf keiner Party fehlen. Hier kann man sich mit eigenen Kreationen an Gewürzmischungen und Marinaden mal so richtig austoben.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Hähnchenkeulen in der Pfanne optimal zubereiten, welche Rezepte sich besonders gut eignen und welche Tipps und Vorteile sich daraus ergeben.
Die richtige Pfanne für die Zubereitung
Die Gusseisenpfanne hat sich in der Küche und beim Grillen als äußerst vielseitiges Werkzeug bewährt. Ihre besondere Wärmeleitfähigkeit, Langlebigkeit und die Fähigkeit, gleichmäßige Hitze zu speichern, machen sie zu einer wertvollen Ergänzung für jedes Grillabenteuer.
Vorteile der Gusseisenpfanne:
- Robustheit: Gusseisenpfannen sind äußerst robust und können hohen Temperaturen standhalten. Sie werden weder durch Stöße noch durch hohe Temperaturen beschädigt.
- Gleichmäßige Hitzeverteilung: Gusseisen speichert Wärme sehr gut und gibt sie langsam ab. Dadurch entsteht ein gleichmäßiger Grillbereich, was besonders wichtig ist, wenn zarte Zutaten wie Fisch oder Gemüse zubereitet werden.
- Vielseitigkeit: Gusseisenpfannen können sowohl zum Anbraten, Schmoren als auch zum Backen eingesetzt werden. Sie sind daher nicht nur für das Grillen, sondern auch in der Küche oder im Backofen einsetzbar.
- Langlebigkeit: Gusseisenpfannen sind in der Regel langlebiger als andere Materialien wie beschichtete Metalle. Sie erfordern keine chemischen Beschichtungen, die durch Hitze oder chemische Einflüsse abgeschält werden könnten.
Um die Gusseisenpfanne erfolgreich auf dem Grill zu verwenden, ist es wichtig, das richtige Modell auszuwählen. Die Pfanne sollte unbeschichtet sein, da beschichtete Modelle die hohen Temperaturen nicht aushalten. Polytetrafluorethylen (PTFE)-Beschichtungen können sich bei hohen Temperaturen ablösen und die Pfanne beschädigen.
Eine ordnungsgemäße Vorbereitung der Pfanne ist entscheidend. Vor dem ersten Gebrauch sollte die Pfanne gründlich gereinigt und mit Öl eingerichtet werden. Dieser Prozess verhindert, dass sich Lebensmittel an der Pfanne festsetzen und sorgt für eine bessere Hitzeverteilung.
Die Staffelung des Grillguts ist ein weiterer entscheidender Faktor. Zunächst sollte das Grillgut, das schnell angebraten wird, in die Pfanne gegeben werden. Danach folgen die Zutaten mit mittlerer Garzeit und zum Schluss jene, die nur wenig Hitze brauchen. Dadurch kann man sicherstellen, dass alle Zutaten gleichmäßig gegart werden.
Ein regelmäßiges Wenden der Zutaten ist notwendig, um eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten. Besonders bei Fleisch oder Gemüse ist es wichtig, dass sie nicht anbrennen. Zudem sollte die Pfanne nach dem Grillen mit einem feuchten Tuch oder Schwamm gereinigt werden.
Eine feuersichere Unterlage und ordentliche Topflappen sind unbedingt griffbereit zu haben, da die Pfanne sehr heiß werden kann. Falls die Temperatur zu hoch wird, kann die Pfanne vom Grill genommen und an einem kühleren Ort platziert werden.

Hähnchenkeulen in der Gusseisenpfanne sind ein echter Genuss.
Marinaden für Hähnchenkeulen: Der Schlüssel zum Geschmack
Fleisch richtig zu marinieren, ist eine Kunst. Denn nur so kann man das Fleisch schmackhaft und saftig machen. Wenn es um Marinaden geht, hast du keine andere Wahl, als sie zu lieben. Sie sind unerlässlich für das perfekte Grillfleisch und helfen dir, die natürlichen Aromen des Fleisches hervorzuheben. Wir empfehlen qualitativ hochwertiges Fleisch zu verwenden und dieses selbst zu marinieren. Es ist an der Zeit, dass du deine eigenen Marinaden herstellt! Du musst nur etwas kreativ sein und Liebe in die Auswahl von Ölen, Kräutern und Gewürzen stecken. Für Steak- oder Hähnchen Marinade gibt es unzählige Variationen und Rezepte.
Trocken-Marinieren vs. Nass-Marinieren:
- Trocken-Marinieren: Durch das Trocken-Marinieren wird das Fleisch besonders zart und saftig. Dabei werden nur trockene Zutaten wie Salz, Zucker und Gewürze verwendet - Diese Gewürzmischungen werden oft auch „Rub“ , vom englischen Wort "rubbing" fürs Einreiben, genannt.
- Nass-Marinieren: Das Nass-Marinieren ist eine perfekte Methode, um Fleisch zu aromatisieren und gleichzeitig saftig zu halten. Dazu wird das Fleisch in Flüssigkeit gelegt - entweder in eine aromatisierte Salzlake (Beizen) oder in einer Mischung aus Säure (z. B. Essig oder Zitronensaft) und Gewürzen. Die Mischung kann vorab kurz aufgekocht werden, damit die Aromen sich besser verteilen. Wichtig: Die Flüssigkeit muss nach dem Kochen gut auskühlen, damit sie das Fleisch nicht kocht. Idealerweise sollte die Temperatur der Flüssigkeit höchstens Körpertemperatur haben, wenn Sie das Fleisch einlegen.
Wichtige Zutaten für Marinaden:
- Salz: Salz ist in jeder Marinade unerlässlich. Es hält das Fleisch beim Marinieren saftig und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Marinade. In Kombination mit den richtigen Gewürzen verleiht Salz dem Gericht den entscheidenden Geschmack und sorgt für die perfekte Würze.
- Öl: Marinaden erhalten durch Öl den ultimativen Kick. Die aromatischen Kräuter und Gewürze, die Sie in Marinaden verwenden, geben ihren vollen Geschmack erst ab, wenn sie in Öl eingelegt werden. Dieses gewürzte Öl umhüllt das Fleisch - es wird jedoch nicht absorbiert, da die Proteine im Fleisch immer mit Wasser vollgesogen sind und kein Platz für Fett haben.
- Säure: Säure verändert die Proteinstruktur von Fleisch genauso wie Salz und sorgt dafür, dass es zarter wird. Im Gegensatz zu Salz dringt sie aber nur sehr langsam in das Fleisch ein.
- Zucker: Zucker gibt deinem Grillfleisch nicht nur Geschmack, sondern sorgt auch dafür, dass es besonders schön braun wird. Außerdem gleicht er die Menge an Salz in der Marinade aus - ein bisschen Zucker oder andere süße Zutaten wie Honig oder Ahornsirup machen hier den Unterschied!
Tipps zum Marinieren:
- Der höhere Salzgehalt in Marinaden bedeutet, dass du mehr Kräuter und Gewürze benötigst, damit das Fleisch den Geschmack aufnimmt.
- Damit die Marinade so tief wie möglich in das Fleisch (und so schnell wie möglich) einziehen kann, “piekst” du am besten vorher mit einer Gabel Löcher in das Fleisch oder schneidest es mit einem Messer leicht auf.
- Am besten marinierst du das Fleisch in einem Zipperbeutel, sodass die Marinade es gleichmäßig von allen Seiten berührt. Alternativ kannst du eine große Schüssel verwenden und das Fleisch nach der Hälfte der Zeit umdrehen, damit sichergestellt ist, dass die Marinade auch wirklich alle Seiten des Fleisches erreicht.
- Marinieren ist die perfekte Möglichkeit, Geschmacksträger in das Fleisch eindringen zu lassen. Je länger du es marinierst, desto besser kann es die Würzung aufnehmen. Wenn du es eilig hast, vakuumiere das Fleisch gemeinsam mit der Marinade. Dies verkürzt nicht nur die Marinierzeit, sondern verbessert auch den Geschmack!
- Fleisch während dem marinieren kühl lagern. Mikroorganismen gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 5 und 40 °C. Daher ist es ratsam, das Fleisch vor dem Marinieren einfach in den Kühlschrank zu stellen.
- Marinaden sorgen dafür, dass sich der Saft des rohen Fleisches mit ihnen vermengt. Daher ist es wichtig, sie niemals mehrfach zu verwenden.
Schnelles Hähnchenkeule mit Soja-Honig-Chili-Marinade Rezept von Steffen Henssler
Leckere Rezepte mit Hähnchenkeulen aus der Pfanne
Die Gusseisenpfanne eignet sich hervorragend für eine Vielzahl von Rezepten. Fleischgerichte sind eine der beliebtesten Anwendungen der Gusseisenpfanne. Hier sind einige Rezeptideen:
Rezept 1: Hähnchenkeule mit Rahmsauerkraut und Speck-Bratkartoffeln
Zutaten:
- 400 g Sauerkraut (Beinhaltet: Sellerie)
- 2 g Gewürzmischung "Serbien"
- 200 g Kochsahne (Beinhaltet: Milch (einschließlich Laktose))
- 1 ml Balsamicocreme (Beinhaltet: Schwefeldioxide und Sulfite)
Zubereitung:
- Heize den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze (200 °C Umluft) vor.
- In einer großen Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Hähnchenkeulen mit der Hälfte des Paprikagewürzes einreiben und in der Pfanne von allen Seiten ca. 4 Min. kräftig anbraten.
- Hähnchenkeulen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und auf der unteren Schiene im Ofen ca. 30 Min. garen, bis das Fleisch innen nicht mehr rosa ist. Pfanne für Schritt 5 aufheben.
- Kartoffeln schälen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Kartoffelscheiben auf einem zweiten mit Backpapier belegten Backblech verteilen, mit etwas Pfeffer bestreuen und Bacon darüber verteilen. Auf der mittleren Schiene im Backofen 20 - 25 Min. backen, bis sie knusprig braun sind. In dieser Zeit einmal wenden.
- Sauerkraut mit Lorbeer und Wacholderbeeren in einen großen Topf geben, mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Drei Viertel der Sahne angießen und bei mittlerer Hitze ca. 15 Min. erhitzen. Danach die Herdplatte ausschalten und das Sauerkraut im geschlossenen Topf warm halten.
- Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.
- 150 ml Wasser, mitgelieferte Brühe, Balsamicocreme, restliches Paprikagewürz und restliche Sahne in die Pfanne geben und 4 - 6 Min. zu einer Soße einköcheln lassen.
- Hähnchenkeulen mit Sauerkraut und Speck-Bratkartoffeln auf Teller verteilen. Mit Schnittlauch bestreuen und mit der Soße genießen.
Rezept 2: Harissa-Hähnchenkeulen mit Aubergine, Quinoa und Minzdip
Zutaten:
- 4 g Gewürzmischung "Harissa"
- 10 g Mandelblättchen (Beinhaltet: Mandeln)
- 100 g Sahnejoghurt (Beinhaltet: Milch (einschließlich Laktose))
Zubereitung:
- Erhitze Wasser im Wasserkocher. Heize den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze (200 °C Umluft) vor.
- In einem Sieb Quinoa so lange mit kaltem Wasser abspülen, bis dieses klar hindurchläuft. Einen kleinen Topf mit 200 ml heißem Wasser füllen, Hühnerbrühe dazugeben und einmal aufkochen lassen. Quinoa zugeben und mit aufgesetztem Deckel ca. 15 Min. weiterköcheln lassen. Anschließend mind. 10 Min. abgedeckt quellen lassen.
- Enden der Aubergine abschneiden und Aubergine in 2 cm große Würfel schneiden. Auberginenwürfel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Mit der Hälfte des Harissa-Gewürzes, 1 EL Öl, Salz und Pfeffer würzen und alles auf einer Seite des Bleches verteilen, sodass Platz für die Schenkel ist.
- Hähnchenkeulen mit restlichem Harissa, Salz und Pfeffer einreiben. In einer großen Pfanne 1 EL Öl bei hoher Hitze erwärmen. Hähnchenschenkel mit der Hautseite nach unten in die Pfanne legen und ca. 3 Min. je Seite goldbraun braten. Anschließend zu den Auberginenwürfeln auf das Backblech in den Ofen geben und zusammen ca. 15 Min. backen, bis die Schenkel nicht mehr rosa sind.
- Blätter von Minze und Petersilie abzupfen und beide getrennt voneinander fein hacken. In einer kleinen Schüssel Sahnejoghurt mit der gehackten Minze verrühren. Dip mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Knoblauch abziehen und fein hacken. Sultaninen fein hacken. Die Pfanne aus Schritt 2 mit Butter wieder erhitzen, Sultaninen, gehackten Knoblauch und Mandelblättchen zugeben und ca. 3 Min. anbraten, bis die Mandelblättchen goldbraun sind. Mandel-Sultaninen-Butter zum Quinoa geben. Gehackte Petersilie unter den Quinoa mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Quinoa und Auberginenwürfel auf Teller verteilen. Hähnchenkeulen daneben anrichten und mit Minzdip genießen.
Weitere Rezeptideen:
- Fleischgerichte: Steak, Hähnchenkeulen oder Rippchen lassen sich in der Pfanne optimal anbraten.
- Eintöpfe: Das Fleisch wird in der Pfanne scharf angebraten und danach in den Eintopf gegeben. Dies sorgt für eine intensivere Geschmackskomponente.
- Gemüse: Kürbisse, Zucchini, Pilze oder Auberginen lassen sich in der Pfanne braten, ohne dass sie verbrennen.
- Bratkartoffeln: Dieser Klassiker eignet sich hervorragend in der Gusseisenpfanne, da die Pfanne die Hitze gleichmäßig verteilt und die Kartoffeln nicht verbrennen.
- Fischgerichte: Lachs oder Dorade eignen sich ebenfalls hervorragend in der Gusseisenpfanne.
- One-Pot-Gerichte: In der Pfanne wird alles auf einmal gegart, was die Zubereitung vereinfacht. Ein Beispiel ist das Jambalaya, ein Gericht aus der Cajun-Küche, das aus Reis, Gemüse, Hähnchen und Garnelen besteht.
- Desserts: Gegrilltes Obst wie Aprikosen, Pfirsiche oder Ananas kann in der Pfanne zubereitet werden und verleiht dem Dessert eine besondere Note.
- Pfannkuchen: Modelle ohne Rillenprofil sind für diesen Zweck besser geeignet, da der vollständige Kontakt zwischen Pfanne und Lebensmittel erforderlich ist.
Die Gusseisenpfanne ist ein wertvolles Werkzeug beim Grillen, das sich durch ihre Robustheit, gleichmäßige Hitzeverteilung und vielfältige Verwendungsmöglichkeiten auszeichnet. Sie eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Fleisch, Fisch, Gemüse und Desserts.

Die Petromax Gusseisenpfanne eignet sich hervorragend zum Braten auf dem Grill.
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