Gulasch vom Rind mit Pflaumen | Dutch Oven | Wenig Zutaten – maximaler Geschmack! | Grill Five-0 🥘🐄
Ein Rindergulasch ist ein sehr traditionelles Rezept. Der Aufwand lohnt sich.

Die Pflaume: Eine besondere Zutat
Viele Schweizer Gärten beherbergen Zwetschgenbäume. Als Kind durften wir die süssen Früchte im Garten der Grossmutter aufsammeln. Violett bläulich schimmerten sie im Gras. Nicht jede Frucht schaffte es in den Korb, die Versuchung war zu gross.Herkunft und Abstammung
Die Zwetschge (Prunus domestica) gehört zur Familie der Pflaumen. Obwohl die Zwetschge eher bodenständig daherkommt, hat sie edle Vorfahren. Sie ist botanisch gesehen ein Rosengewächs. Ihre Ursprünge reichen Jahrtausende zurück und sind das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung der Kirschpflaume und der Schlehe. Ihre Wurzeln liegen sehr wahrscheinlich in der heutigen Türkei. Über alte Handelsrouten wie zum Beispiel die Seidenstrasse kam die Zwetschge nach Europa. Die Römer verbreiteten die Zwetschge im Mittelmeerraum. Seit dem Mittelalter wird die Zwetschge auch bei uns kultiviert.Merkmale und Sorten
Im Gegensatz zur runden Pflaume ist die Zwetschge länglich und lässt sich viel besser entsteinen. Die weisse, mehlige Schicht auf der Schale ist ein natürliches Fruchtwachs, das die Frucht vor dem Austrocknen schützt (das Wachs kann gegessen werden). 285 Sorten Zwetschgen sind registriert. Die Hauptsorte ist Fellenberger, die sehr bekannt und beliebt ist.Vielseitige Verwendung
Mit den feinen Früchten backte die Mutter frische Zwetschgenwähe und kochte Zwetschgenkompott oder Zwetschgenkonfitüre. Und auch heute gilt immer noch: kein Herbst ohne Zwetschgenwähe. Neben den Zwetschgenklassikern wie zum Beispiel der Wähe in der Schweiz gibt es in Österreich Zwetschgendaschi. Das ist ein Blechkuchen mit Hefeteig, belegt mit frischen Zwetschgen. In Bayern sind es die Pavesen oder die Knödel. Die Pavesen sind ein traditionelles Gebäck, das mit altbackenen Brötchen hergestellt wird. Eine Art Frenchtoast mit Zwetschgenmus gefüllt. Abgesehen von unzähligen süssen Spezialitäten gibt es viele herzhafte Versionen, Fleischgerichte und auch Hochprozentiges. Die Zwetschge hat sich einen festen Platz in der Welt der Edelbrände gesichert.Gesunde Energiebomben
Da Zwetschgen Sorbitol und Pektin enthalten, wirken sie positiv auf die Verdauung und können Verstopfungen vorbeugen. Getrocknete Zwetschgen sind extrem energiereich, enthalten viele Antioxidantien und kommen deshalb oft gegen Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. Ein einheimisches Superfood! Zwetschgen sind auch entzündungshemmend, da sie Flavonoide enthalten. Sie sind reich an Vitaminen (A, B, C, E) und Mineralstoffen (Kalium, Kalzium, Eisen,Magnesium, Zink) und mit 43 kcal/100 g sehr kalorienarm. Ideal, um gesund lange satt zu bleiben.Anbau und Handel
In der Schweiz werden auf ca. 300 Hektaren Zwetschgen angebaut. Hauptanbaugebiete sind Regionen mit mildem Klima wie zum Beispiel Wallis, Aargau und Thurgau. Zwischen 3000 und 3700 Tonnen (2024 waren es 3700 Tonnen) Zwetschgen ernten wir jährlich. Obwohl viele Kulturen durch Hagelnetze geschützt sind und die Produktion über Hochstammbäume (ca. 400‘000) erfolgt, ist die Ernte stark schwankend. Ca. 1000 Tonnen importieren wir.Rezept für Zwetschgengulasch
Ein fruchtiger Klassiker ist unser Rezept für ein feines Zwetschgengulasch.* Vorbereitung: 20 Minuten* Kochzeit: 120 Minuten* Gesamtzeit: 140 MinutenZutaten:
Die folgenden Zutaten werden für die Zubereitung von Zwetschgengulasch benötigt:* Zwiebeln* Rüebli (Karotten)* Sellerie* Fleisch (Rind oder Schwein)* Ingwer* Knoblauch* Zwetschgenmus* Rotwein* Orangenschalenabrieb* Orangensaft* Gemüsebouillon* Mehl* Pflanzenöl* Chilipaste (optional)* Zucker* Salz* PfefferZubereitungsschritte:
1. Gemüse vorbereiten: Zuerst die Zwiebel schälen und fein würfeln. Rüebli und Sellerie schälen und ebenfalls fein würfeln.2. Anrösten: In einem tiefen Topf nun die Zwiebelwürfel in Öl anrösten und erst danach Rüebli- und Selleriewürfel zugeben. Gut durch rühren.3. Fleisch und Gewürze: Das Fleisch nun in mundgerechte Stücke schneiden und den Ingwer und Knoblauch schälen. Ingwer reiben und Knoblauch fein hacken. Knoblauch und Ingwer in den Topf geben. Sobald das Gemüse eine schöne Farbe hat, das Zwetschgenmus einrühren und das Fleisch zugeben. Alles gut anrösten lassen.4. Ablöschen und Köcheln: Nach ca. 10 Minuten alles mit Rotwein ablöschen und den Orangenschalenabrieb, Orangensaft und die Gemüsebouillon zufügen.5. Eindicken: Kurz vor Ende der Garzeit eine Einbrenn erstellen, indem man in einer Tasse 2 EL Mehl mit einem Schuss Pflanzenöl verquirlt. Dieses zum Gulasch geben und eindicken lassen. Danach vom Herd ziehen.6. Abschmecken: Zum Schluss noch mit Chilipaste, Zucker, Salz und Pfeffer nach Belieben abschmecken. Die Chilipaste kann auch weg belassen werden.Ein herzhaftes Gulaschrezept, dass ganz ohne Rotwein auskommt und deshalb auch sehr gut für Kinder geeignet ist.
Weitere Gulaschvarianten
Neben dem Gulasch mit Pflaumen gibt es viele andere leckere Varianten:* Ungarische Gulaschsuppe: Hat einen pikanten, scharfen und würzigen Geschmack.* Rindsgeschnetzeltes mit Paprika-Rahmsauce: Ein raffiniertes und sämiges Gericht, empfohlen von Landfrau Daniela Dittli.Rezept für Rindsgeschnetzeltes mit Paprika-Rahmsauce
Zutaten:* Rindsgeschnetzeltes* Bratbutter* Zwiebel, gehackt* Peperoni, rot, klein gewürfelt* Paprikapulver* Mehl* Rinderbouillon* Saucen-Halbrahm* Salz* Pfeffer, schwarz, gemahlenZubereitung:1. Fleisch (600 g) portionenweise in der heissen Bratbutter (nach Bedarf) anbraten. Mit letzter Fleischportion Zwiebel (1) und Peperoniwürfel (1) mitbraten.2. Alles Fleisch zurück in die Pfanne geben. Paprikapulver (2 Teelöffel) und Mehl (2 Esslöffel) darüberstreuen, kurz mitbraten. Mit Rotwein (150 ml) ablöschen, einköcheln. Rinderbouillon (200 ml) dazugiessen.Gulasch ist ein klassisches ungarisches Gericht.
Die Wahl der richtigen Beilagen und Saucen ist entscheidend für ein harmonisches Geschmackserlebnis. Die Quelle [4] betont die Bedeutung der Fleischhygiene und der sicheren Zubereitung von Fleisch. Rohes Fleisch kann innerhalb von Stunden oder Tagen verderben und sollte daher immer gekocht und gewürzt werden.