Grillen mit Gasgrill für Anfänger: Tipps und Tricks

Grillen auf dem Gasgrill ist in Deutschland längst zur Lieblingsbeschäftigung geworden. Die Flexibilität, die Temperatur präzise regulieren zu können und die schnelle Aufheizzeit machen den Gasgrill zur idealen Wahl für jeden Grillabend. Ob für die Familie, Freunde oder ein kleines Fest - der Gasgrill bietet eine Vielzahl an Zubereitungsmöglichkeiten. In diesem Artikel werden wir verschiedene Rezepte und Tipps für das Grillen auf dem Gasgrill präsentieren, die auf den Daten aus den bereitgestellten Quellen basieren.

Der Gasgrill hat sich in den letzten Jahren immer mehr in der heimischen Küche etabliert. Im Vergleich zu Holzkohlegrills ist er besonders schnell und bequem in der Handhabung. Der Vorteil liegt darin, dass er nicht lange aufgeheizt werden muss und die Temperatur kontrolliert werden kann. Zudem entsteht bei der Zubereitung kaum Rauch, wodurch der Grillabend für alle Beteiligten angenehmer ist. Die Grillsaison beginnt jedes Jahr mit dem ersten warmen Tag, weshalb auch der Gasgrill in den Vordergrund rückt.

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, den Grill vor dem Beginn des Grillens richtig vorzubereiten. Dazu gehört, die Gasflasche sicher anzuschließen, den Grillrost aufzubereiten und die Temperatur zu überprüfen.

Gasgrill: unkompliziert und schnell

Ein Gasgrill funktioniert mithilfe eines Schlauchsystems, das den Gasbehälter mit dem Brenner verbindet. In einem Gasgrill können unterschiedlich viele Brenner verbaut sein, normalerweise sind es ein bis sechs Stück. Mit dem Gasgrill können Fleisch, Fisch, Gemüse oder sogar Käse bei niedrigen Temperaturen gegart werden. Das Grillgut sollte dabei mittig auf dem Grillrost liegen und nur die äußeren Gasflammen sollten bei konstanten 100 °C bis 130 °C brennen. Außerdem muss der Deckel geschlossen bleiben, damit die Hitze gleichmäßig zirkuliert. Im Vergleich zu einem Holzkohlegrill ist der Gasgrill nicht nur praktischer beim direkten und indirekten Grillen, er ist auch schneller einsetzbar und einfacher zu reinigen. Allerdings solltest du vor dem Grillen immer prüfen, wie viel Gas noch in der Flasche ist. Die Investition in einen hochwertigen Gasgrill fällt im Vergleich etwas höher aus.

Der Brenner macht den Unterschied

Bei Gasgrills gibt es unterschiedliche Brenner mit unterschiedlicher Leistung. Besonders der Edelstahl-Stabbrenner garantiert eine optimale Hitzeverteilung auf der gesamten Grillfläche. Er kann sehr starke Hitze erzeugen, die direktes Grillen oder scharfes Anbraten ermöglicht. Gleichzeitig bietet der Grill auch den Komfort der regelbaren Hitze im unteren Temperaturbereich für das indirekte Grillen. Beim Radiant-Brenner-System (RBS) sind Keramikbrenner nicht im Boden, sondern an den Seiten der Grillwanne untergebracht, was ebenfalls eine schonende Fleisch-, Fisch- und Gemüsezubereitung ermöglicht.

So grillst du sicher mit Gas

Für einen Gasgrill eignen sich Propan- und Butangas. Beide Gassorten gibt es in Flaschengrössen von 5 kg bis 11 kg im Handel. Auch Flüssiggasgemische sind erhältlich. Diese brennen, wie Propan, bei bis zu -30 °C und sind damit auch im Winter einsetzbar. Der Gasverbrauch richtet sich nach der Leistung des Gasgrills, also der Anzahl an Kilowatt (KW). Der durchschnittliche Verbrauch bei einem KW liegt bei circa 100 g Gas/Stunde. Ein Grill mit 12 KW verbraucht bei Vollauslastung etwa 1.200 g Gas/Stunde. Damit man sicher mit Gas grillt, sollte der Grill zum einen über einen doppelten Druckregler zwischen Flasche und Schlauch verfügen. Der Regler verhindert, dass das Gas mit ungehemmtem Druck in den Grill schießen und dort eine gefährliche Stichflamme entfachen kann. Zum anderen empfiehlt sich bei Schläuchen ab einer Länge von 1,50 m eine Schlauchbruchsicherung. Die Sicherung unterbricht automatisch die Gaszufuhr, wenn ein Schlauch undicht ist.

Die Wahl des richtigen Grilltyps hängt nicht so sehr vom Grillgut ab, sondern mehr von persönlichen Vorlieben und praktischen Fragen:

  • Holzkohlegrill: Der Klassiker unter den Grills sorgt für das unverwechselbare, rauchige Aroma, das viele Grillfans lieben. Holzkohle benötigt jedoch eine längere Aufheizzeit und die Temperatur ist nicht ganz einfach zu kontrollieren.
  • Gasgrill: Auf dem Gasgrill können Fleisch, Fisch und Gemüse schnell und unkompliziert zubereitet werden. Sie heizen rasch auf und lassen sich präzise regulieren, was besonders bei empfindlichem Grillgut von Vorteil ist.
  • Elektrogrill: Für den Balkon oder kleinere Räume ist der Elektrogrill eine praktische Lösung. Er lässt sich einfach bedienen und benötigt keinen Brennstoff wie Gas oder Kohle.

Welche Temperatur braucht man zum Grillen?

Die optimale Grilltemperatur sieht für jedes Grillgut anders aus. Beim direkten Grillen liegt das Grillgut über der glühenden Kohle - beispielsweise auf einem Grillrost - und ist starker Hitze ausgesetzt. Das direkte Grillen über offenem Feuer inklusive Rost eignet sich für kleinere Fleischstücke. Mit dieser Methode kannst du zum Beispiel leckere knusprige Krusten erzeugen. Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut nicht direkt über der Glut auf einem Rost und der Deckel des Grills ist geschlossen. Dies führt dazu, dass die Hitze von den Seitenwänden und dem Deckel des Grills abstrahlt und so das Fleisch sanft gart. Das indirekte Grillen eignet sich daher für größere Fleisch- und Geflügelstücke bis hin zu Rippchen und ganzen Hähnchen. Wer zartes Fleisch mit knuspriger Kruste möchte, kann beide Methoden kombinieren.

Grill-Einmaleins: Die besten Grilltechniken

Grillieren ist eine Kunst für sich. Damit das Grillgut gelingt, braucht es die richtigen Techniken und etwas Know-how. Direktes Grillieren bedeutet, dass das Grillgut direkt über der Hitzequelle liegt. Diese Methode eignet sich besonders gut für kleinere Stücke wie Steaks, Würste oder Burger, die schnell garen sollen. Die direkte Hitze sorgt für die typische, appetitlich knusprige Kruste und verleiht dem Grillgut die charakteristischen Röstaromen.

Indirektes Grillieren eignet sich für empfindliche Lebensmittel wie Fisch, Gemüse oder grössere Fleischstücke wie Poulet mit Knochen oder Lammracks. Hierbei wird die Hitzequelle neben oder unterhalb des Grillguts positioniert, sodass das Grillgut schonend und gleichmässig gart, ohne zu verbrennen. Ein häufiges Problem beim Grillieren sind auflodernde Flammen, die durch überschüssiges Fett oder Marinade entstehen. Diese können das Grillgut verbrennen und bitter machen. Um dies zu vermeiden, schliessen Sie den Deckel des Grills, um die Luftzufuhr zu drosseln. Falls nötig, verschieben Sie das Grillgut auf eine Zone mit indirekter Hitze.

Damit das Grillieren gelingt, muss man den Grill richtig anheizen. Der Anzündkamin ist hierfür die beste Wahl. Legen Sie Anzündwürfel unten hinein, füllen Sie Kohlen oder Briketts darauf und entzünden Sie diese. Nach etwa 15 bis 20 Minuten sind die Kohlen gleichmässig glühend und bereit für den Einsatz. Die richtige Temperatur ist entscheidend, um das Grillgut auf den Punkt zu garen. Wenn die Kohlen gleichmässig glühen und mit einer leichten Ascheschicht bedeckt sind, ist die ideale Grilltemperatur erreicht. Diese sorgt für das perfekte Grillergebnis: knusprige Aussenhülle und saftiges Inneres.

Quelle: Jamestown

Einfache Rezepte für den Gasgrill

Es gibt eine Vielzahl an Rezepten, die sich auf dem Gasgrill zubereiten lassen. Von einfachen Hähnchenspießen über saftige Steaks bis hin zu vegetarischen Gerichten - alles ist möglich. Ein einfaches, aber köstliches Gericht sind Hähnchenspieße. Dazu werden Hähnchenschenkel auf Holzspieße gesteckt und auf dem vorgeheizten Grill ca. 8-10 Minuten gegrillt. Dabei sollte regelmäßig gewendet werden, damit das Fleisch gleichmäßig garen kann. Für eine raffinierte Variante eignen sich Rippchen, die mit einer Chipotle-Sauce überzogen werden. Das Fleisch wird auf dem Gasgrill scharf anbraten, um eine knusprige Kruste zu erzielen, und anschließend langsam garen.

Auch Vegetarier kommen auf dem Gasgrill voll auf ihre Kosten. Eine vegetarische Gemüse-Pfanne aus Zucchini, Paprika, Aubergine und Zwiebeln kann in einem Gemüsegrillkorb zubereitet werden. Das Gemüse wird in Olivenöl angebraten und mit Kräutern und Gewürzen verfeinert. Ein weiteres beliebtes Gericht sind Burger. Die Patties werden auf dem Gasgrill scharf anbraten, bis sie eine goldbraune Kruste haben. Anschließend wird das Fleisch langsam gegart, um es saftig zu halten. Die Buns werden leicht gebraten, um eine knusprige Kruste zu erzielen.

Direktes und indirektes Grillen auf dem Gasgrill

Beim Grillen auf dem Gasgrill gibt es zwei verschiedene Arten: das direkte und das indirekte Grillen. Beim direkten Grillen wird das Grillgut direkt über der Hitze platziert. Die Temperatur ist dabei hoch, und das Gericht wird schnell und knusprig gebraten. Dies eignet sich besonders für Fleisch, Fisch und Gemüse, die nicht zu lange garen müssen. Die Temperatur sollte dabei zwischen 180 und 250 Grad Celsius liegen.

Das indirekte Grillen ist eine Methode, bei der das Grillgut nicht direkt über der Hitze, sondern in einer Zone mit geringerer Temperatur gegart wird. Dabei wird die Hitze durch den Deckel und die Position des Grillguts reguliert. Dies eignet sich besonders für größere Portionen oder Gerichte, die langsam und gleichmäßig garen müssen. Die Temperatur liegt dabei bei etwa 120 bis 160 Grad Celsius.

Vorbereitung, Temperatur und Grillgut

Vor dem Beginn des Grillens ist es wichtig, den Gasgrill vorzubereiten. Dazu gehört, dass der Grillrost aufgeheizt und die Gasflasche sicher angeschlossen wird. Zudem sollte der Grillrost sauber sein, um ein Anhaften des Grillguts zu vermeiden. Die Temperatur ist entscheidend, um das Grillgut optimal zuzubereiten. Ein Gasgrillthermometer kann hierbei helfen, die Temperatur genau zu überwachen. Es ist auch wichtig, die Temperatur entsprechend dem Grillgut zu regulieren.

Vor dem Grillen ist es wichtig, das Grillgut vorzubereiten. Dazu gehört, das Fleisch zu marinieren, um den Geschmack zu verbessern, und das Gemüse zu schneiden.

Reinigung und Pflege des Gasgrills

Die Reinigung und Pflege des Gasgrills ist entscheidend, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Nach jedem Grillen sollte der Grillrost gereinigt werden, um Fett- und Speisereste zu entfernen. Zudem sollte der Gasgrill von außen gereinigt werden, um Verschmutzungen zu vermeiden.

Beilagen und Saucen

Eine gute Beilage oder Sauce kann ein Grillgericht perfekt abrunden. Ein unverzichtbares Beilagenklassiker ist das knusprige Baguette. Ein bunter Salat aus frischem Gemüse, der durch eine leichte Vinaigrette perfektioniert wird, ist eine gute Ergänzung zu jedem Grillgericht. Ein würziger Dip, der durch die Verfeinerung mit Knoblauch und Kräutern zu einem wahren Geschmackserlebnis wird, ist eine ideale Ergänzung zu Fleisch und Fisch.

Sicherheitshinweise für den Grillabend

  • Verwenden Sie für den Holzkohlegrill niemals Benzin oder Brennsprit und giessen Sie Anzündflüssigkeit niemals nach. Sie riskieren sonst eine Explosion.
  • Leeren Sie die Asche nach dem Grillieren in einen Ascheeimer, lassen Sie die Feuerreste vollständig ausglühen oder wässern Sie sie gut.
  • Lesen Sie vor Inbetriebnahme des Gasgrills oder Elektrogrills die Gebrauchsanweisung und achten Sie auf die Sicherheitsanweisungen auf der Gasflasche.
  • Schliessen Sie bei Gasgeruch sofort die Ventile.
  • Grillieren Sie unterwegs nur an offiziellen Grillplätzen und lassen Sie das Feuer nie unbeaufsichtigt.
  • Kühlen Sie kleine Brandverletzungen sofort mit viel kaltem Wasser. Bei leichten, oberflächlichen Verbrennungen ist meist kein Verband notwendig. Blasen sollten nicht geöffnet werden.

10 goldene Regeln für den perfekten Grill-Abend

Grillieren kann jeder. Aber machst du es auch richtig? Mit diesen 10 Regeln gelingt bestimmt jedes Grillfleisch:

  1. Glut für Puristen, Elektro und Gas für Ungeduldige
  2. Die Wahl der Kohle
  3. Grillanzünder
  4. Her mit der Luft
  5. Temperaturcheck
  6. Das richtige Fleisch
  7. Grosses nicht direkt grillieren
  8. Timing ist alles
  9. Richtig wenden
  10. Kräuter für Extra-Aroma

Die Freude beim Grillieren kann durch unsachgemässes Verhalten schnell verdorben werden. (Symbolbild)KEYSTONE/AP Underwriters Laboratories/Jonathan Cohon

Die richtige Temperatur am Grillrost

Temperatur und ihre Verteilung am Rost sind sehr wichtig fürs Grillieren. Gas-Flammen erreichen spielend Temperaturen von 800°C bis 1000°C. Wie hoch die Temperatur ist, die am Grillrost ankommt, hängt vom Grillmodell ab. Die meisten Weber Grills haben einen Deckelthermometer, der die Hitze im Backraum anzeigt.

Tipps zur Temperaturprüfung

  • Hand-Test: Kann man die Hand-Innenfläche circa 5 cm über der Glut für 5 Sekunden problemlos halten, ist die Glut definitiv noch nicht «on fire». Hält man es etwa 3 Sekunden über dem glühenden Kohlebett aus, kann es endlich losgehen.
  • Zwiebel-Test: Mit einer ölgetränkten Zwiebel kann man Speisereste vom heissen Rost abstreifen.
  • Klebe-Test: Legt man das Fleisch auf und es lässt sich nach 2 bis 3 Minuten wieder vom Rost problemlos ablösen ohne anzukleben und hat eine goldene Markierung, ist die Temperatur perfekt.
  • Beurteilung nach dem „Vatikanischen Prinzip“ nach Grillweltmeister Leo Gradl: Steigt nach dem Auflegen weisser Rauch auf, passt die Temperatur.

So stellst du die Temperatur des Holzkohlegrills fest

Viele Grills haben ein eingebautes Thermometer. Falls das bei deinem Modell nicht der Fall ist, kannst du die ungefähre Grilltemperatur auch mit der Hand bestimmen. Halte dazu die Handinnenflächen circa 12 cm über den Grillrost. Je länger du die Temperatur über dem Rost aushältst, desto niedriger ist sie:

  • 8 bis 10 Sekunden = niedrige Temperatur
  • 5 bis 7 Sekunden = mittlere Temperatur
  • 1 bis 4 Sekunden = hohe Temperatur

Hinweis: Bei dieser Methode solltest du besonders vorsichtig vorgehen. Häufig werden die 12 cm unterschätzt. Weniger riskant ist der Einsatz eines Grillthermometers.

Unterschiedliche Grillmethoden

Egal ob mit Gas-, Elektro- oder einem Holzkohlegrill - am besten gelingt das Grillen mit geschlossenem Deckel. Warum? Weil sich dann die Hitze gleichmässiger verteilt, sie kann zirkulieren, das Grillgut bleibt saftiger - und: Man spart zudem Energie.

Die beiden wichtigsten Methoden beim Grillieren mit geschlossenem Deckel nennt man „direkt und „indirekt“:

  • Direkte Grillmethode: Direkte Hitze eignet sich hervorragend für scharfes Anbraten sowie für Grillgut mit einer Garzeit von weniger als 30 Minuten. Hierzu wird das Grillgut direkt von unten befeuert. Würstchen und Burger-Patties sind dafür typische Gerichte, aber auch Fischfilets, Meeresfrüchte und Gemüsespiesse.
  • Indirekte Grillmethode: Alles, was länger als 30 Minuten braucht, um gar zu werden, wird hingegen indirekt grilliert. Dazu zählt vor allem grosses Grillgut wie Braten oder ganzes Geflügel. Aber auch ein Steak kann nach dem scharfen, direkten Anbraten indirekt weitergrilliert werden, um die gewünschte Garstufe zu erreichen. Dabei werden die Hitzequellen an den Rand des Grills verlegt, um zu verhindern, dass die direkte Hitze das Grillgut aussen verbrennt, bevor es innen gar ist. Die Wirkungsweise ähnelt der Umlufthitze im Backofen.

Auf dem Gasgrill

  • Indirekt: Beim Weber Gasgrill funktioniert das indirekte Grillieren durch das Abschalten einzelner Brenner, in diesem Falle der mittleren, nur die beiden äusseren Brenner sind aktiv, das Grillgut wird jedoch in der Mitte des Rosts platziert. Deckel zu und die Garzeit respektive die Kerntemperatur beachten. Dann wird alles gut.Oder aber das Grillgut wird nicht direkt auf den Rost, sondern auf eine Stufe höher gelegt. Auch hier muss der Deckel geschlossen sein, damit sich eine wirksame und kontrollierbare Hitze entwickelt.
  • Direkt: Hitze auf der höchsten Stufe: Alle Brenner sind aktiv und befeuern den Grill, bis er die gewünschte Temperatur hat. Dann wird das Grillgut direkt über den Brennern grilliert. Kenner wissen - hier sollte man immer ein Auge auf das Grillthermometer haben, denn zu viel Hitze machen aus einem schönen Stück Fleisch schnell ein ungeniessbares Ärgernis. Ein einfacher Weg dies zu verhindern ist der Einsatz eines Weber iGrill-Thermometers. Das Grillthermometer ist über eine App mit dem Smartphone koppelbar. So kann man ganz einfach auf dem Handy die Temperatur beobachten und bekommt sogar einen Hinweis, sobald die Idealtemperatur erreicht wurde.
  • 50:50: Bei dieser Grillmethode schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein Brenner an der Seite und einer in der Mitte werden befeuert, um das Grillgut erst scharf anzubraten und dann auf der anderen, abgeschalteten Seite weiter zu garen. Auch hier gilt: Deckel zu.

Auf dem Holzkohlegrill

  • Indirekt: Die glühenden Kohlen werden seitlich verteilt beziehungsweise in handelsübliche Kohlekörbe aus verzinktem Edelstahl gepackt. Auf dem direkt über den Flammen liegenden Rost wird eine Abtropfschale positioniert, das Grillgut kommt eine Etage höher.
  • Direkt: Die gut durchgeglühte Kohle wird direkt in der Mitte verteilt, ob lose oder in Kohlekörben. Darüber wird das Grillgut scharf angebraten. Und - genau - das alles bei geschlossenem Deckel.
  • 50:50: Hier kommt wieder auf dem unteren Rost ein Kohlekorb zum Einsatz oder aber man schaufelt die glühende Kohle auf eine Seite, auf der anderen platziert man eine Abtropfschale. Auf dem Rost darüber wird der Braten direkt über der Glut scharf angebraten und dann, über die Alu-Schale geschoben, zu Ende gegart.

Auf dem Holzkohlegrill sind aber noch mehr Grillmethoden möglich, denn mit Kohle kann man mehr variieren als mit Gas-Brennern:

  • 3-Zonen-Glut: Jetzt wird es tricky - bei dieser Methode kann man mehrere Dinge gleichzeitig grillieren: Fleisch, Gemüse oder einen Braten. Und das geht so: Man häuft wie eine ansteigende Düne Glut in 2 bis 3 Schichten aufeinander, die dann am Rand eine starke Hitze entwickelt und zur Mitte abfallend eine indirekte oder schwache Hitzezone bildet.
  • Bulls Eyes: Hierbei wird ein Teil der Glut mittig angeordnet, der andere wie beim Ring of Fire drum herum platziert. Dadurch kann man Steaks in der Mitte mit hoher Hitze anbraten und dann über indirektem Feuer zu Ende garen oder eben auch warmhalten.
  • Ring of Fire: Was wie ein Song von Johnny Cash klingt, ist eine Methode, um beispielsweise Pizza auf Holzkohle zu machen oder um Grillgut warm zu halten. Die glühende Kohle wird, man ahnt es schon, ringförmig am Kessel angeordnet. Sieht gut aus und funktioniert hervorragend.

Neuanordnung von Kohle bei mehreren Gängen

Beim Grillieren von mehreren Gängen ist es manchmal notwendig, die Position der Glut neu anzuordnen. Mit den Weber-Kohlekörben funktioniert das schnell und praktisch: Die Körbe aus haltbarem, verzinktem Stahl lassen sich einfach in die gewünschte Position schieben. Oder man benutzt Holzkohlehalter, allerdings kann es schnell mal zu Staub- und Russbildung kommen. Also lieber eine Schürze anziehen.

Quelle: Weber

Die Wahl der Kohle

Beim Kohlegrill muss man zunächst entscheiden, ob man der Kohle- oder eher der Brikett-Typ ist. Grundsätzlich gilt: Briketts brauchen länger, bis sie heiss sind, speichern die Hitze dafür umso besser. Holzkohle ist schneller grillbereit, kühlt jedoch schon nach 15 Minuten wieder ab. Wer einen langen Grillabend plant, sollte daher unbedingt auf Briketts setzen. Natürlich kann man diese auch immer wieder nachlegen.

Holzkohle schnell zum Glühen bringen

Beim Vorbereiten der Holzkohle für den Grill scheiden sich die Geister - die einen schwören auf wenig Kohle, die anderen auf einen großen pyramidenförmigen Haufen. Wer die Kohle schneller zum Glühen bringen möchte, kann einen Anzündkamin verwenden. Um den Kamin anzuzünden, solltest du ihn auf einer feuerfesten Oberfläche platzieren und ihn mit Papier und Kohle oder Briketts befüllen. Anschliessend zündest du den Inhalt an und wartest, bis die Sogwirkung des Kamins die Kohle durchglühen lässt. Glüht die Kohle, schüttest du sie in den Grill. Abschliessend umgibst du sie mit kalter Kohle und wedle mit einer Zeitung oder einem anderen Gegenstand, um einen Luftstrom zu erzeugen. Dieser soll die Glut anfachen und sie sich ausbreiten lassen.

Kohle oder Briketts?

Klassische Kohle lässt sich schneller entzünden als Briketts - bereits nach 25 Minuten ist die Glut gut - und sie wird in der Regel auch schneller heiss. Kohle kann bis zu 700 °C erreichen. Ihr Vorteil ist gleichzeitig ihr Nachteil: Durch das schnelle Brennen hält sie nicht so lange wie Briketts. Wer über einen längeren Zeitraum etwas indirekt grillen möchte, setzt besser auf Briketts. Diese benötigen ohne Anzündkamin zwar mindestens 50 Minuten Vorlaufzeit, dafür können sie bis zu drei Stunden lang glühen. Ein Nachteil von Briketts ist, dass sie weniger Raucharoma verbreiten als Holzkohle. Wer die Vorteile beider Brennstoffe nutzen will, kann diese auch mischen. Für welche Variante du dich auch entscheidest, achte immer auf die Qualität des Produkts. Bei Kohle stellt das DIN-Prüfzeichen (DIN EN 1860-2) sicher, dass sie kein Pech, Erdöl, Koks oder andere artfremde Beimengungen enthält. Weitere Qualitätsmerkmale sind die Siegel des FSC (Forest Stewardship Council) und des PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Diese Siegel bezeugen, dass für Kohle und Briketts kein Tropenwald abgeholzt wurde und dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt.

Grillschale: Ja oder nein?

Da schwarze Krusten auf Würstchen und anderem Grillgut krebserregende Stoffe enthalten können, empfiehlt das Umweltbundesamt - vor allem beim Grillen mit Holzkohle - Grillschalen zu verwenden. Doch nicht alle Behältnisse sind unbedenklich. Unter dem Einfluss von Säure und Salz kann Aluminium auf Lebensmittel übergehen, was ebenfalls gesundheitsgefährdend sein kann.

Neuer Grill-Trend: Smoker

Im Smoker wird das Fleisch über Stunden in heissem Rauch gegart, der aus der Feuerbox steigt - bei niedrigen Gartemperaturen von 90 °C bis 130 °C. Diese Methode wird immer beliebter, da das Fleisch seine saftige Konsistenz behält und durch den Rauch zusätzlich einen würzigen Räuchergeschmack erhält. Bei 60 °C bis 120 °C wird heissgeräuchert. Dafür eignen sich Forellen, Gemüse oder Würstchen. Saftiges Kassler, Heilbutt oder Fetakäse werden bei 30 °C bis 50 °C warmgeräuchert. Fisch, Käse oder Fleisch lassen sich ebenfalls bei nur 15 °C bis 25 °C kalträuchern.

Die 8 wichtigsten Tipps für Gasgriller [Anfänger & Fortgeschrittene]

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