Green Mountain Leberkäse: Eine Revolutionärer Fleischkäse ohne Fleisch

Der Green Mountain Leberkäse ist ein Paradebeispiel für innovative, pflanzliche Fleischalternativen, die den Markt erobern. Dieses Produkt, entwickelt vom Schweizer Start-up The Green Mountain, bietet eine vegane Version des beliebten Fleischkäses, ohne dabei auf Geschmack und Textur zu verzichten.

Plant-based, vegan: Der Green Mountain-«Fleischkäse». Bei Coop.

Expansion und Verfügbarkeit

Das Schweizer Start-up The Green Mountain expandiert kontinuierlich und beliefert neben der Schweiz auch Deutschland und Österreich mit seinen veganen Produkten. Die Fleisch-Alternativprodukte werden in den Schweizer Bergen hergestellt. Der Green Mountain-«Fleischkäse» ist in 300 Coop-Supermärkten erhältlich oder online via coop.ch bestellbar.

Produktmerkmale und Zutaten

Der Green Mountain Leberkäse sieht aus wie Fleischkäse, schmeckt wie Fleischkäse, enthält aber kein Gramm Fleisch. Er ist aufbackbar und besteht aus hochwertigen Zutaten wie Rapsöl und Erbsenproteinen. Rapsöl sorgt für eine saftige Textur, während Erbsenproteine auf natürliche Weise verbindend wirken.

Im Vergleich zu herkömmlichem Fleischkäse ist die vegane Alternative kalorienärmer (145 kcal pro 100 Gramm) und weist einen besseren Nutri-Score auf. Die Rezeptur stammt aus Landquart, die Zutaten aus der Schweiz.

The Green Mountain bietet unter anderem vegane Burger an.

Nährwerte

Hier eine Übersicht über die ungefähren Nährwerte des Green Mountain Leberkäses:

Nährwert Menge
Energie ca. [Wert in kJ] kJ
Energie ca. [Wert in kcal] kcal
Fett ca. 16 g
davon gesättigte Fettsäuren ca. [Wert in g] g
Kohlenhydrate ca. 3.5 g
davon Zucker ca. [Wert in g] g
Eiweiss ca. [Wert in g] g
Salz ca. [Wert in g] g

Herstellung und Philosophie

«The Green Mountain» entwickelt für Hilcona pflanzenbasierte Produkte. Entscheidend ist die smarte Rezeptur. Angestrebt wird eine hohe Qualität, ohne Verzicht auf den Fleischgeschmack und ohne Kompromisse bei der Zubereitungsart. Werner Ott, der Leiter des Startups: «Wir haben bei der Entwicklung dieser Premiere grossen Wert auf die sorgfältige Auswahl von Zutaten mit möglichst kurzen Transportwegen gelegt.»

Die Produkte sind reich an Proteinen und Ballaststoffen und enthalten Vitamin B12. Auf Geschmacksverstärker, Zuckerzusatz, Cholesterin, Laktose und Palmöl wird hingegen bewusst verzichtet.

Der Green Mountain Leberkäse kann kalt oder warm genossen werden und findet somit vielseitige Anwendungsmöglichkeiten in der Gastronomie und im Privathaushalt. Ob als Aufschnitt auf einem Holzbrett zum Apéro oder mit Senf und frischen Sprösslingen zwischen zwei Brotscheiben - der Green Mountain Leberkäse bietet eine schmackhafte und nachhaltige Alternative.

Reaktionen auf EU-Pläne zur Kennzeichnung von Fleischersatzprodukten

In der EU könnte die Benennung von Fleischersatzprodukten bald strikter werden. Das EU-Parlament will laut einer Abstimmung vom Mittwoch Bezeichnungen wie «Veggie-Burger» oder «Soja-Schnitzel» verbieten lassen. Die EU-Staaten müssen dem Vorhaben aber noch zustimmen, damit es in Kraft tritt.

Betroffene Schweizer Unternehmen sehen aktuell aber noch keinen Handlungsbedarf. «Es ist noch zu früh, um mögliche operative Konsequenzen in der EU oder der Schweiz zu kommentieren», sagte eine Sprecherin von Nestlé. Nestlé stellt die pflanzliche Linie «Garden Gourmet» her. Der Lebensmittelriese deklariere seine Fleisch- oder Fischalternativen auf der Vorderseite der Verpackung als «100 Prozent veggie», «vegan» oder «pflanzliches Protein». Dies sei klar und transparent, so die Sprecherin.

Ähnlich klingt es bei der Bell Food Group, zu der die Linie «Green Mountain» gehört, und beim Detailhändler Aldi Suisse, der «My Vay» vertreibt. «Aktuell sehen wir keinen Handlungsbedarf», heisst es bei Aldi Suisse. Die Produktbezeichnungen entsprächen hierzulande den gesetzlichen Vorgaben. Bell beobachte den politischen Prozess in der EU genau.

Klare Worte findet hingegen das 2019 gegründete Unternehmen Planted, das unter anderem «Duck Asian Style», «Bratwurst» oder «Kebab» anbietet. «Niemand käme auf die Idee, dass ein Sellerie-Schnitzel oder eine Planted-Wurst tierische Komponenten enthalten», so die Sprecherin.

Bemerkenswert sei zudem, dass die Diskussion offiziell aus dem Blickwinkel des Konsumentenschutzes geführt werde, Konsumentenschutzorganisationen sich jedoch klar dagegen positionierten. «Das zeigt deutlich, mit welchem Druck die Fleischindustrie versucht, hier Einfluss zu nehmen.» Für Planted, das mit einer neuen Produktion im deutschen Memmingen stark in die EU investiert, seien solche politischen Diskussionen zwar mühsam - «wir machen aber weiter, mit oder ohne diese Begriffe».

Sowohl Konsumentenschützer als auch internationale Firmen wie Aldi Süd, Lidl und Burger King haben sich gegen das Vorhaben des EU-Parlaments ausgesprochen. Die Organisation Foodwatch sagte etwa, niemand kaufe versehentlich Tofuwürstchen, weil er glaube, es seien Rinderwürste.

Auch das Schweizer Bundesgericht hat im Mai eine Beschwerde des Bundes gegen die Verwendung von Bezeichnungen wie «Planted Chicken» für vegane Fleischersatzerzeugnisse gutgeheissen. Es stützte allerdings die Verwendung von Gattungsbegriffen wie Steak, Wurst und Filet. Das EU-Parlament will hier weiter gehen und auch diese Begriffe nur noch für tierische Lebensmittel zulassen.

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