Jeder kennt wohl den berühmten Spruch «An apple a day keeps the doctor away». Doch stimmt das wirklich? Eine Ernährungsexpertin klärt auf. Der altbekannte klassische Apfel macht's genauso gut wie teure Superfoods.
Äpfel helfen unserem Körper nicht nur beim Abnehmen, sie sanieren auch unsere Darmflora und schützen uns aufgrund ihrer vielen Vitamine und Spurenelemente auch vor der übliche Wintergrippe. Und das sind nur ein paar Punkte, um die positiven Auswirkungen von Äpfeln zu beschreiben», sagt die Expertin. Wer am Tag sogar zwei bis drei Äpfel essen will, darf das ohne Bedenken machen. Der durchschnittlich grosse Apfel enthält nur rund 60 Kilokalorien und ist somit ein kalorienarmer Snack. Für Diätgeplagte empfiehlt sich allerdings, nicht mehr als zwei bis drei Äpfel pro Tag zu essen.
Die restlichen Vitamine sollte man hier besser noch mithilfe von Gemüse aufnehmen.
Warum Äpfel gesund sind
Äpfel haben einen hohen Nährwert, enthalten viel Vitamine und Spurenelemente. Zudem unterstützen sie die Verdauung. Darüber hinaus hemmen die enthaltenen Fruchtsäuren schädliche Enzyme und Fäulnisbakterien im Darm.
Die Schale des Apfels enthält Pektin, das im Darm giftige Abfallstoffe und unerwünschte Bakterien bindet. Gleichzeitig bindet Pektin überschüssiges Wasser im Darm, weshalb es ein gutes Hausmittel gegen Durchfall ist.
«Rund 70 Prozent der Vitamine befinden sich beim Apfel in oder direkt unter der Schale. Wer den Apfel schält, schält also auch die Vitamine ab», erklärt Bächli. Ausserdem enthält die Schale des Apfels Ballaststoffe, die gut für die Verdauung sind. Die Früchte ganz zu essen und nicht nur als Saft zu trinken, ist also empfehlenswert. Wenn das nicht geht, dann sollte es unbedingt der naturtrübe und möglichst wenig verarbeitete Bio-Apfelsaft sein.
«Fruchtsäfte aus Konzentrat sind ähnlich ungesund wie eine Flasche Coca-Cola!»

Der Apfel ist seit Urzeiten ein Symbol für Liebe, Sexualität, Fruchtbarkeit und Reichtum. Eine Studie beweist, dass dem Apfel in der Tat verführerische Eigenschaften zugesprochen werden können.
Es gibt kaum ein anderes Lebensmittel, das auf eine so lange Geschichte zurückblicken kann - die Ursprünge des Apfels liegen im Thien-Shan-Gebirge zwischen China und Kasachstan, doch fand er schon in prähistorischer Zeit den Weg bis nach Europa. Schon die Babylonier, die Griechen und die Römer wussten, wie viel Bonus im Malus steckt - und Hildegard von Bingen empfiehlt, ganz gemäss der Säftelehre, rohe Äpfel für gesunde Menschen, gekochte oder schrumpelige Früchte aber für Kranke.
Äpfel werden auch mit Schwüren belegt, wie im Mythos von Kydippe, sie können sich zu einem fliegen Teppich formieren, wie in einem Märchen der Kloi, sie werden verhext und wandeln sich plötzlich zu Kröten oder bringen gar ein Schwein ausser Rand und Band, wie in einer alten Urner Sage.
Gekochte Äpfel: Eine warme und gesunde Option
Apfelkompott selber machen - Ganz einfach nach Oma's Rezept
Wer mit einem warmen Frühstück in den Tag starten will, kann die Äpfel auch zu einem Kompott mit etwas Zimt und Haferflocken verkochen. «Beim Kochen gehen zwar ein paar Vitamine verloren, dafür sorgt das warme Frühstück für einen energiegeladenen Tag und eine gute Verdauung», empfiehlt die Ernährungsexpertin.
Vor allem gekochtes Obst ist eine hervorragende Snack-Option für alle, die abnehmen und sich gleichzeitig gesund ernähren möchten.
Wie gekochte Früchte beim Abnehmen helfen können
K'Apples bietet eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen, eine so lecker wie die andere, wie zum Beispiel K'Apples Apfelzimt, der die Süße von Äpfeln mit der Schärfe von Zimt kombiniert, einem Gewürz, das für seine thermogenen Eigenschaften bekannt ist, die den Stoffwechsel beschleunigen können.
Jede 100-g-Portion K'Apples enthält Apfel- oder anderes Fruchtpüree und Eiweiß mit einem Hauch Zimt, Kardamom oder Muskatnuss, jedoch ohne Zuckerzusatz. Diese Snacks sind nicht nur lecker; Sie sind außerdem reich an Ballaststoffen, die dabei helfen können, die Verdauung zu regulieren, das Sättigungsgefühl zu verlängern und zwanghaftes Naschen zu reduzieren.
Die Zugabe von einem Eiweiß pro Portion fügt eine Quelle für hochwertiges Protein hinzu, das im Rahmen einer Diät zur Gewichtsreduktion unerlässlich ist, da Protein beim Muskelaufbau und bei der Fettverbrennung helfen kann.
Apfelsorten und ihre Eigenschaften
Die Auswahl der Apfelsorten scheint schier unendlich. Die neuen sind oft optisch perfekt: riesig, makellos und halten wochenlang. Meist schmecken sie süss und leider auch sehr fad. Die alten Sorten schmecken aber so, wie ein Apfel eigentlich schmecken sollte.
«Erfahrungsgemäss sind Bio-Äpfel frischer und geschmacksvoller», so Bächli.
Doch oft heisst es, Neuzüchtungen seien reicher an Vitamin C. «Das mag zwar stimmen, wer aber Vitamin C zu sich nehmen will, sollte in erster Linie zu Zitrusfrüchten greifen.»
Aktuellen Zahlen zufolge gibt es weltweit mehr als 30'000 verschiedene Apfelsorten, wobei gerade mal gut 20 Sorten in wirtschaftlich bedeutsamen Mengen angebaut werden. In der Schweiz haben Äpfel von August bis Oktober Saison und können bis zu einem Jahr kühl gelagert werden.

Besonders gesund sind Äpfel der alten Sorten wie z. B. Boskoop und Cox Orange. Bei ihnen ist der Gehalt an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen, den sogenannten Polyphenolen, höher als bei den stärker verarbeiteten, neueren Äpfeln. Das macht die alten Sorten auch für Allergiker besser verträglich.
- Summerred: Eine Züchtung aus Kanada. In Sachen Vitamingehalt liegt sie eher im mittleren Bereich, ist also nicht ganz so gesund wie andere Äpfel. Der Summerred wird ab Mitte August bis Anfang September geerntet und hält sich im Kühllager nur bis Ende Oktober.
- Gravensteiner: Das 1669 in Dänemark entdeckte Urgestein aus dem Apfelsortiment gilt als besonders gesund. Äpfel alter Sorten enthalten, wie bereits erwähnt, vergleichbar hohe Mengen sekundärer Pflanzenstoffe. Der Gravensteiner wird im August geerntet und ist nur im Herbst erhältlich, denn auch bei guter Kühlung hält er sich nur bis in den Oktober. Sein Fruchtfleisch ist weich und saftig, eher süss als säuerlich und sehr aromatisch. Gravensteiner eignen sich auch für die Zubereitung verschiedener Gerichte. Allerdings neigen sie dazu, innen braun zu werden, was die Optik von Apfelwähen und Co. beeinträchtigen kann.
- Berner Rosenapfel: Ihr Name verrät es: Die Sorte wurde im Bernischen aufgefunden, und zwar erstmals 1888. Ein sehr beliebter, und dennoch nur in geringen Mengen angebauter Tafelapfel - saftig und kräftig mit einer frischen Säure. Er ist nicht besonders lange über die Erntezeit Ende September hinaus erhältlich.
- Glockenapfel: Eine rund 150 Jahre alte, in der Schweiz und Süddeutschland gezüchtete Sorte mit kräftig säuerlichem, sehr festem Fleisch. Ernte ist Mitte bis Ende Oktober, und eigentlich kann der Glockenapfel lange gelagert werden. Trotzdem wird er nur noch in kleinen Mengen angebaut. Der Grund: Vielen Konsumenten ist er zu sauer. Ironischerweise ist ausgerechnet die viele Gerbsäure ein Argument für den Glockenapfel, da sie für seinen hohen Polyphenolgehalt spricht. Er ist somit einer der Äpfel mit dem Prädikat «gesund».
- Elstar: Der 1955 in den Niederlanden gezüchtete Apfel hat ein ausgeprägtes Aroma und wird am liebsten frisch gegessen. Das Fruchtfleisch hat Biss, wird aber bei warmer Raumtemperatur schnell weich. Mit dem Elstar lässt sich gut kochen und backen, er ist etwa ideal für Apfelkompott. Auch diese Äpfel sind gesund, da eine ältere Sorte.
- Cox Orange: Die 1825 in England aus Samen von Ribston Pippin gewonnene Frucht wird seit 1850 weltweit angebaut. Süsse und Säure sind harmonisch ausbalanciert. Das mürbe, aber saftige Fleisch des Cox Orange eignet sich zudem ausgezeichnet für die Herstellung von Kuchen, Kompott, Mus und Apfelstückli.
- Rubinette: Ein Schweizer Apfel mit Geburtsjahr 1966. Mit seinem gehaltvollen Aroma und einer guten Zucker- und Säurebalance verlockt er zum Zubeissen. Weiterhin lässt sich der Rubinette gut in der Küche verwenden. Erntezeit ist zwischen Ende September und Anfang Oktober.
- Boskoop: Der Boskoop gehört zu den alten Sorten, 1856 wurde er in Holland entdeckt. Als Rohapfel eher für Liebhaber geeignet, die Haut ist rau, der Zucker- sowie auch der Säuregehalt sind hoch, das Fleisch mittelfest. Beim Kochen zerfällt er, saftet aber nicht zu stark. Das prädestiniert ihn als Mus-, Brat-, Kuchen- und Wähenapfel. Geerntet wird er je nach Region Ende September oder Anfang Oktober.
- Braeburn: Den Apfel aus Neuseeland gibt es seit 1950. Er ist saftig und fest im Biss, und bleibt das auch bei der Lagerung. Enthält mehr Vitamin C als andere Sorten. Das macht ihn einerseits zur guten Zwischenverpflegung, aber auch zum praktischen Küchenapfel, da er sich beim Schneiden weniger schnell braun verfärbt. Beim Kochen und Backen zerfällt er nicht. Er muss lange reifen und gedeiht in der Schweiz nur in milden Lagen.
- Gala: Auch ein Neuseeländer, 1934 gezüchtet. Das feste und saftige Fruchtfleisch enthält viel Zucker und wenig Säure, es mundet leicht parfümiert. Der Gala ist sehr beliebt - nicht zuletzt bei Kindern - und wird deshalb in der Schweiz von allen Sorten am meisten angebaut. Er eignet sich zum Kochen und Backen und behält dabei seine Form. Ernte ist Ende September bzw.
- Golden Delicious: Der Amerikaner hat sich ab 1890 in der ganzen Welt verbreitet, heute ist er die meistangebaute Sorte in Europa. Der milde und säurearme Apfel wird gerne für Babynahrung verwendet. Gleichzeitig eignet er sich in der Küche für verschiedene Apfelrezepte. Der Golden Delicious nicht ganz so gesund wie andere Äpfel älterer Sorten. Da er eher krankheitsanfällig ist, wird er zumeist gespritzt, um vor Pilz- und Schädlingsbefall geschützt zu sein. Gleichwohl wird er im unreifen Zustand geerntet - hatte zu diesem Zeitpunkt also wenig Zeit, die wertvollen Pflanzenstoffe auszubilden, die einen gesundheitsförderlichen Apfel ausmachen. Passend zu diesen Kritikpunkten ist der Golden Delicious in der Schweiz nicht mehr so beliebt wie einst; der Gala hat ihn vom Thron gestossen.
Lagerung von Äpfeln
Im eigenen Haushalt bleiben Äpfel je nach Sorte im Gemüsefach des Kühlschranks ein paar Wochen lang frisch. Einige Zeit aufbewahrt werden können sie - falls vorhanden - auch im kühlen, nicht zu feuchten Naturkeller in mit Zeitungspapier ausgelegten Regalen oder Kisten.
Äpfel und Gewichtsverlust
Wenn Sie versuchen, Gewicht zu verlieren, zählt jede Nahrung, die Sie Ihrem Körper zuführen. Durch ihren hohen Gehalt an Wasser sowie löslichen und unlöslichen Nahrungsfasern sättigen Äpfel besonders lange und nehmen den Heisshunger auf Süsses. Wer vor einer Mahlzeit einen Apfel isst, wird automatisch weniger essen.
Noch besser ist, den Apfel kreativ in das Menu einzubauen. Das beginnt am Morgen beim Müesli zusammen mit Quark oder Joghurt anstelle eines Café complet. Auch auf den Mittagsteller gehört mindestens eine Frucht, in welcher Form auch immer, sei es roh als gemischter Apfelsalat, oder gekocht oder gedämpft.

Um am Abend bietet sich ein Früchtekompott oder eine schlanke Apfelwähe an und so weiter und so fort. Ihnen fallen sicher Dutzende von Ideen ein. Wer hingegen zwischen oder zusätzlich zu unausgewogen zusammengestellten Mahlzeiten auch noch an und für sich gesunde Früchte isst, nimmt nur noch mehr zu.
Ein durchschnittlich grosser Apfel besteht zu 85 Prozent aus Wasser und schlägt nur mit rund 60 Kilokalorien zu Buche. Weil Äpfel viele unverdauliche Pflanzenfasern wie Pectine und Cellulose enthalten, sorgen sie auch für eine geregelte Verdauung und regelmässigen Stuhlgang.
Ausserdem sind in Äpfeln jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe - allen voran Flavonoide und Carotinoide - enthalten, die als Antioxidantien im Organismus wirken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und wahrscheinlich auch das Risiko für gewisse Krebsarten senken können.
Natürlich sind Äpfel auch wahre Vitaminbomben. Am meisten Vitamine stecken in der Schale der Äpfel. Deshalb sind sie zum Schälen viel zu schade. Auch getrocknete Äpfel beziehungsweise Apfelringe sind sehr gesund, weil sie wie Cholesterinblocker wirken und die Blutgefässe und das Herz schützen.
«An apple a day keeps the doctor away»
An diesem Sprichwort ist einiges dran - auch wenn es schon sehr alt ist. Erstmals schriftlich festgehalten wurde es in einer britischen Zeitschrift im Jahr 1866. Zu dieser Zeit führte die einseitige Ernährung zu Mangelerscheinungen. Deshalb wurden die Menschen aufgerufen, sich gesünder zu ernähren. Äpfel waren damals das einzige Obst, das erhältlich und vor allem gut lagerbar war.
Weitere Tipps und Anwendungen
- Wer an Verstopfung leidet, dem hilft ein geraffelter Apfel mit etwas Quark und Leinsamen. und lasse alles vor dem Verzehr ca. 10 Minuten ruhen, damit sich die Zutaten gut mischen und entfalten können.
- Besonders Apfelessig hat eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel. So ist der aus Äpfel gewonnene Essig reich an natürlichen Enzymen, wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Apfelessig kannst du übrigens auch selber herstellen.
TCM und Äpfel
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Äpfel verschiedenen Wirkungen zugeordnet:
- Yin tonisieren: Bei Trockenheit, Durst und Lungentrockenheit.
- Nässe/Feuchtigkeit auflösen/transformieren: Fördert das Qi und die Umwandlungsfunktion der Milz.
- Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleiten: Bei Durchfall und Darminfekten.
- Hitze eliminieren und Feuer reduzieren: Bei Erkältung mit Fieber und Magen-Feuer.
- Hitze eliminieren und Toxine ausleiten: Unterstützt die Leber bei Entgiftungsprozessen.
- Stuhlgang regulieren/abführen: Bei Obstipation und Verstopfung.
- Qi tonisieren: Bei Kraftlosigkeit und Appetitlosigkeit.
- Blut tonisieren: Nahrungsmittel, die Blut tonisieren, sind meist reich an Chlorophyll, bestimmten Vitaminen (z.B. Folsäure, Vitamin B12, Vitamin A bzw. Betakarotin), Mineralien (z.B. Eisen) oder Spurenelementen (z.B. Mangan).

Basische Ernährung und PRAL-Werte
Äpfel gehören mit einem PRAL-Wert von -2,2 zu den basischen Lebensmitteln. Eine ausgewogene Ernährung sollte zu 70-80% aus basischen Lebensmitteln und zu 20-30% aus guten Säurebildnern bestehen.
Einige Beispiele für basische Lebensmittel und deren PRAL-Wert:
- Zitronen: -2,6
- Bananen: -7
Kontraindikationen
Der übermässige Genuss von rohen Äpfeln kann zu Blähungen führen. Bei Kälte in Milz und Magen sollten rohe Äpfel gemieden werden. Bei Durchfall Äpfel schälen und kochen oder gedörrte Äpfel zu sich nehmen.