Dieser Artikel bietet Ihnen umfassende Anleitungen und Tipps, wie Sie erfolgreich Gemüse und Salat in Ihrem Garten oder Gewächshaus anbauen können. Egal, ob Sie ein erfahrener Gärtner oder ein Anfänger sind, hier finden Sie wertvolle Informationen, um Ihre eigene grüne Oase zu schaffen.

Gemüseanbau im Gewächshaus
Ein Glas-Gewächshaus bietet zahlreiche Vorteile, besonders in Regionen mit wechselhaftem Klima. Hier sind einige Gründe, warum ein Gewächshaus ideal für den Gemüseanbau ist:
- Schutz vor Witterungseinflüssen: Es gibt keinen Regen, keinen Wind und keine Stürme, die Jungpflanzen oder reifendes Gemüse schwächen oder beschädigen können.
- Wärme: Einige Gemüsesorten und Pflanzen benötigen eine warme Umgebung, um richtig zu wachsen. Gerade hier ist ein Glas-Gewächshaus von Vorteil, da Gemüsesorten, die Wärme bevorzugen, besonders gut gedeihen.
- Frühe Aussaat: Des Weiteren ist eine frühe Aussaat möglich, denn auch im März hatte ich bei einer kühlen Außentemperatur ein mildes, sogar warmes Klima im Gewächshaus.
Meine Lieblingspflanzen im Gewächshaus
Meine Lieblingspflanzen im Gewächshaus sind definitiv Tomaten, Gurken und Salate. Gerade bei den Tomaten sind die Blätter hier vor Regen und somit dem Ausbruch der gefürchteten Kraut- und Braunfäulekrankheit geschützt.
Tipps für den Anbau von Tomaten und Gurken
- Tomaten und Gurken nie direkt nebeneinander in einem Hochbeet pflanzen.
- Deshalb ist es auch wichtig, die Pflanzen im Wurzelbereich zu gießen (Stichwort GARDENA Micro-Drip-System), damit sich kein Tau auf den Blättern bildet oder Spritzwasser auf die Pflanzenstiele gerät.
- Damit Gurken gut wachsen können, werden diese mit Schnüren oder Rankhilfen hochgeleitet, um den Platz optimal auszunutzen und eine Belüftung zu ermöglichen.
Salat im Gewächshaus
Pflücksalat wächst ebenfalls sehr gut im Gewächshaus und kann jederzeit geerntet werden. Zur Ernte meines Gemüses nutze ich das GARDENA MicroCutting Schneidewerkzeug, z.B.
Das Wichtigste beim Gewächshaus ist, Spaß an der Sache zu haben und einfach mal auszuprobieren, was möglich ist. „Learning by Doing“ ist die Devise. Manche Pflanzen brauchen etwas länger, um zu gedeihen, und vor allem werden wir Gartenmenschen nun langsam ungeduldig. Noch lässt der Frühling draussen auf sich warten.
Welche Erde im Gewächshaus? Diese Erde ist am besten geeignet für Tomaten, Gurken und Co!
Vorkultivierung im Haus
Insbesondere mit Tomaten sollte man im Februar schon starten, damit die Pflänzchen dann im Mai eine ordentliche Grösse haben, wenn es warm genug ist, sie draussen weiter zu kultivieren. Zu spät gesäte Tomaten haben manchmal nicht mehr genügend Zeit, um bis Ende Sommer reife Früchte zu bilden. Auch Erbsen zieht man mit Vorteil vor, wenn man sie möglichst bald im Frühsommer ernten möchte. Feuerbohnen lassen sich ebenfalls gut in Töpfen im Haus vorziehen, sowie Kapuzinerkresse und Sonnenblumen, die sich alle auch gut als Sichtschutz für Balkone eignen.
Aussaat-Tipps
- Je nach Grösse der Töpfchen jeweils drei bis fünf Samen in die Erde drücken, mehr nicht!
- Auch bei kleineren Samen gilt: Bloss nicht zu viel auf einmal säen! Keinesfalls eine ganze Tüte in ein winziges Töpfchen streuen, da würden sich die Keimlinge nur gegenseitig ersticken.
- Wer trotzdem aus Versehen zu dicht gesät hat, sollte die Pflänzchen ausdünnen, sobald sie einige Zentimeter gross sind.
- Wer ein rasches Erfolgserlebnis sucht, sät etwas Kresse in Eierschalen. Einfach feucht halten, mehr braucht Kresse nicht zum Gedeihen.
Weitere Tipps für die Vorkultivierung
- Feucht halten gilt übrigens für alle Samen, denn sie dürfen niemals austrocknen. Aber allzu nass darf die Erde auch nicht sein, damit die Saat nicht verfault. Zum Giessen kann man leere Abwaschmittel-Flaschen verwenden, auch Sprüher sind praktisch.
- Die Saaten sollten an einen möglichst hellen, warmen Ort gestellt werden. Es gibt im Fachhandel spezielle Plastikgewächshäuser oder auch schickere Modelle aus Holz und Glas, die sich am Fenster platzieren lassen.
- Vor allem für Tomaten sind die «Jiffy Pots» genannten kleinen Torftabletten praktisch, da diese mitsamt der Wurzel in ein grösseres Gefäss umgepflanzt werden können.
- Wer etwas mehr Erfahrung hat, kann jetzt schon Pelargonien oder Petunien säen. Anderes hingegen gedeiht mühelos aus Samen. Das gilt für fast alle Kohlgewächse, von Kohlrabi über Wirsig und schwarzem Palmkohl bis zum eigenen Rosenkohl.
Beschriftung und Aufbewahrung
- Egal, was man sät, wichtig ist, alles gut zu beschriften. Bei manchen Samentüten ist gleich ein Schildchen mit in der Packung, was sich als praktisch erweist. Schildchen können aber auch separat gekauft werden.
- Ebenso lohnt es sich, jeweils die Samentüten in einer Schachtel aufzubewahren. So kann man im Zweifelsfall nachlesen, wie die Pflänzchen weiter zu kultivieren sind. Normalerweise sind die Angaben korrekt, und man darf sie durchaus beachten!
- Und vor allem weiss man dann später im Sommer noch, wie die leckersten Tomaten heissen. Für den Fall, dass Freunde sich erkundigen oder man im nächsten Jahr noch einmal dieselbe Sorte ziehen möchte.
Worauf sollte man beim Salat Pflanzen achten?
Salat zählt zu den Seglern untern den Gemüsearten: Sie lieben es, wenn ihnen der Wind um den Wurzelhals weht. Ansonsten kann es nämlich sein, dass er anfängt zu faulen. Von daher pflanzen Sie Setzlinge höher ein, als sie vorher gestanden haben, damit den Jungpflanzen der Wind um die Nase (oder unter die Blätter) wehen kann.

Salat pflanzen ist kein Hexenwerk. Es gibt allerdings eine Sache, die Sie unbedingt beachten sollten. Dann ist Ihnen eine gute Ernte garantiert. Salat ist der Segler unter den Gemüsesorten. Das bedeutet, dass er es liebt, wenn ihm der Wind um den Wurzelhals und unter die Blätter weht. Pflanzen Sie Salat daher immer etwas höher, als er vorher gestanden hat. Ansonsten kann es passieren, dass die Jungpflanzen anfangen zu faulen und absterben.
- Sie können vorgezogenen Salat entweder nach den Eisheiligen in das Gemüsebeet auspflanzen.
- Ausserdem können Sie ab März auch die Salat Samen direkt im Beet aussäen.
- Salat-Setzlinge unbedingt höher pflanzen, als sie vorher gestanden haben.
Naturnaher Garten: Tipps zur Gestaltung
Nichts schmeckt so gut, wie Selbstgemachtes. Das gilt für Mamas Tomatensauce, aber auch für Gemüse und Früchte - die sind natürlich viel feiner aus dem eigenen Garten. Stefan Nänni ist diplomierter Umweltfachmann sowie Garten- und Landschaftsgestalter. Für das Sommerprojekt «Die Gartenbauer aus Oberwil» plant er die Gartenumbauarbeiten. In dieser Anleitung gibt er Tipps, wie ihr auch euren Garten naturnah umgestalten könnt.
Noch ein paar Tomätli in den Salat? Frischer Schnittlauch in die Sauce? Knackige Zucchetti für einen leckeren Gratin? Ein Garten mit Gemüse bereichert die Speisekarte gesund und günstig. Er soll in erster Linie uns Menschen dienen. Schnecken, Raupen oder Läuse sind hier selbstverständlich unerwünscht. Allerdings kann man beim Bau eines Gemüsegartens einige Punkte beachten, damit diese gar nicht erst überhandnehmen.
Schutz vor Schädlingen
- Schnecken lieben Gemüse und Salat. Ein Beet sollte deshalb als Erstes mit einem Schneckenzaun eingefasst werden. Jetzt erst wird der Boden darin aufbereitet, das heisst, von Pflanzen und Gehölzen befreit und mit der Hacke aufgelockert. Grobe Steine werden ebenfalls entfernt. Diese kann man an einem anderen Ort im Garten für einen Steinhaufen nutzen. Zum Schluss gibt man ungefähr 30 Liter Kompost pro Quadratmeter dazu und mischt den Boden so lange, bis er schön locker ist. Von jetzt an werden Regenwürmer und andere Bodenlebewesen dafür sorgen, dass der Kompost abgebaut und für die Pflanzen in Form von Nährstoffen verfügbar wird.
- Ein Hochbeet hat unter anderem den Vorteil, dass man sich beim Gärtnern nicht bücken muss und dass man es leicht von Schnecken freihalten kann. Es kann mit einfachsten Mitteln hergestellt werden: Zuerst ein Holzpalett mit Aufsteckrahmen aufstellen und dann mit einer Noppenfolie auskleiden. Dies ist wichtig, weil das Holz sonst zu faulen beginnt. Damit die Folie gut fixiert ist, wird an der oberen Kante eine Latte angeschraubt. Gleichzeitig sollte am Boden eine seitliche Öffnung eingeplant werden, damit überschüssiges Wasser abfliessen kann. Nun wird das Hochbeet befüllt: Damit keine Staunässe entsteht, braucht es zuunterst eine ungefähr 30cm dicke Schicht aus Kies, Ziegeln oder Steinen. Nun werden die Pflanzenerde und letztlich die Pflanzen hinzugefügt. Der Hohlraum unter dem Holzpalett ist ein idealer Igelunterschlupf. Um diesen noch attraktiver zu gestalten, kann trockenes Gras und Laub zwischen die Holzsockel gestopft werden.
- Ein Kompost gehört in jeden Garten. Idealerweise besteht ein Kompost aus unterschiedlichen Schichten von Bioabfällen. Als Erstes gehört gröberes Material wie Äste und Laub hinein, damit genügend Luft ins Innere kommt. Als Zweites können Bioabfälle aus der Küche und dem Garten eingefüllt werden. Das wird so lange wiederholt, bis der Kompost voll ist. Zum Schluss kommen Laub, Holzhäcksel oder Stroh oben drauf, damit der Kompost vor zu viel Sonne oder Regen geschützt ist. Nach ein paar Monaten kann der frische Kompost im Garten eingesetzt werden. Das ist einfach und günstig, weil kein Dünger gekauft werden muss.
- Wer rund ums Gemüse seinen Garten naturnah pflegt, der kann auf die Hilfe vieler Nützlinge zählen. Marienkäfer halten die Blattläuse in Schach und Wespen oder Vögel holen gefrässige Raupen. Warum nicht auch ein paar Ringelblumen, Boretsch oder Kapuzinerkresse zwischen das Gemüse pflanzen? Die Blüten lassen sich zur Dekoration auf dem Teller verwenden. Und sie locken Bienen und Hummeln an, die wiederum die Bohnen, Tomaten und Peperoni bestäuben. Für eine reiche Ernte.
Gartenplanung für die Gemüsesaison
In den Wintermonaten fällt nicht viel Gartenarbeit an. So bleibt Zeit, die nächste Gemüsesaison zu planen. Als erster Schritt wird ein Plan der Gartenbeete aufgezeichnet, damit die verfügbare Fläche sichtbar wird. Dann gilt es alle Wunschgemüse und Kräuter, die in meinem Garten wachsen sollen und die gewünschte Anbaumenge zu definieren. Wird die Wunschliste bereits nach Trachten und Familien (folgende Abschnitte) eingeteilt, so kann das die Verarbeitung erleichtern.
Nährstoffbedarf der Pflanzen
Diese Wunschgemüse werden nun nach ihrem Nährstoffbedarf sortiert. Wir unterscheiden starke Nährstoffzehrer, mittlere Nährstoffzehrer und schwache Nährstoffzehrer. Man spricht hier von Trachten. Tracht I enthält die starken Nährstoffzehrer, in Tracht II werden die mittleren Nährstoffzehrer gepflanzt und in Tracht III entsprechend die schwachen Nährstoffzehrer. Für die Folgejahre wird innerhalb der Trachten so rotiert, dass auf Tracht I Tracht II folgt, auf Tracht II Tracht III und Folge dessen auf Tracht III wieder Tracht I. In den Beeten wird dann vor der Pflanzung bzw. Aussaat mit Kompost, Gesteinsmehl etc.
| Tracht | Nährstoffbedarf | Beispiele |
|---|---|---|
| I | Starke Nährstoffzehrer | Kohl, Kartoffeln, Tomaten |
| II | Mittlere Nährstoffzehrer | Kohlrabi, Karotten |
| III | Schwache Nährstoffzehrer | Salat, Radieschen |
Familien der Pflanzen
Als nächsten Schritt gilt es die Pflanzenart oder Familie zu beachten. Pflanzen der gleichen Familie sollten nie zweimal nacheinander aufdemselben Land gepflanzt werden, da sie meist von denselben Schädlingen befallen werden.
Kulturdauer
Ein weiterer Faktor, der bei der Planung der Gemüsebeete eine Rolle spielt ist die Kulturdauer, also der Zeitraum, während dem das Gemüse im Beet steht. Plane ich nur eine Gemüsesorte im Frühjahr, steht das Beet nach der Ernte längere Zeit leer und es wird vermehrt Unkraut wachsen. Der Platz kann besser genutzt werden, wenn er auf Vor-, Haupt- und Nachkultur verteilt wird. Diejenige Gemüseart, die das Beet am längsten beansprucht bildet dabei die Hauptkultur. So lassen sich beispielsweise nach Karotten als Hauptkultur gut noch Kohlrabi oder ein Wintersalat wie Endivie oder Zuckerhut als Nachkultur anbauen. Oder vor Zucchetti und Kürbis, die beide erst nach den Eisheiligen ca. Ende Mai ins Beet gepflanzt werden, wächst Spinat oder Schnittsalat.
- Typische Vorkulturen sind unter anderem Salat, Spinat, frühe Karotten oder Radieschen.
- Die Gruppe der Hauptkulturen bilden beispielsweise Kohl, Kartoffeln, Tomaten, Aubergine, Peperoni, Zuckermais, Zucchetti, Kürbisse und Sellerie.
Die Kulturdauer und die beste Saat- bzw. Pflanzzeit der einzelnen Gemüse können entsprechenden Tabellen entnommen werden. Mit den Vor- und Nachkulturen lässt sich die Tracht nicht immer einhalten. Das ist nicht weiter tragisch. Für die Zuordnung massgebend ist die Hauptkultur. Die Abwechslung innerhalb der Familien sollte aber möglichst beachtet werden.
Mischkulturen
Wer jetzt noch Energie für weiter Tüfteleien hat und seinem Gemüse optimale Bedingungen bieten will, kann zusätzlich noch auf gute Nachbarschaften achten. Es ist erwiesen, dass sich einzelne Gemüse sowohl durch ihr Laub, als auch durch ihre Wurzelausscheidungen in ihrem Wachstum und ihrer Gesundheit fördern oder hindern. So halten zum Beispiel Zwiebeln Möhrenfliegen ab und Möhren Zwiebelfliegen oder Knoblauch schützt Erdbeeren vor Graufäule.Auch dazu gibt es Tabellen, die über die entsprechenden Vorlieben und Abneigungen der einzelnen Gemüsesorten Auskunft geben.Wer seine Beete ganz nach dem System der Mischkulturen bewirtschaften möchte, arbeitet nur mit zwei Trachten. Die Gemüse der dritten Tracht werden dann mit den Gemüsen der ersten und zweiten Tracht gemischt. Die Beete enthalten also nur Gemüse der ersten oder zweiten Tracht, oder aber Gemüsesorten der ersten und der dritten oder der zweiten und der dritten Tracht.Die Gemüse werden in diesem System Reihenweise neben optimalen Nachbarn in den Beeten angebaut. Hauptkulturen, also Gemüse, die eine lange Kulturdauer haben und meist hoch wachsen stehen dabei neben kleineren Gemüsen mit kürzerer Kulturdauer. Das höchste Gemüse gehört immer in die Mitte des Beets. Kulturen der gleichen Familie dürfen im selben und im darauffolgenden Jahr nicht in der gleichen Reihe gepflanzt werden (Gartenplan vom Vorjahr aufbewahren).
Einkaufsliste für Samen und Setzlinge
Wer nun alle Gemüse auf seinem Plan auf den Beeten der entsprechenden Trachten untergebracht hat, erstellt nun eine Liste mit den benötigten Samen bzw. Setzlingen.Diese Liste gilt als Grundlage für eine Einkaufsliste der Sämereien. Dabei sollten die Bestände aus dem Vorjahr nicht vergessen gehen. Das angegebene Datum auf der Packung gibt Auskunft, bis wann die Samen sicher keimen. Bei älterem Saatgut sollte vor der Verwendung eine Keimprobe gemacht werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Es lohnt sich, den Plan gerade für drei Jahre zu erstellen.
Salatanbau auf dem Balkon
Man braucht keinen eigenen Garten, um Salate zu kultivieren. Auch auf dem Balkon oder dem Fensterbrett gedeihen die Pflanzen prächtig. Salate sind genügsame und pflegeleichte Pflanzen, die auch auf dem Balkon prächtig gedeihen. Dabei gibt es Sorten, die nicht nur gesunde Vitamine liefern, sondern mit ihrem Blattwerk und ihren Farben auch noch für Abwechslung im Freiluftwohnzimmer sorgen.

Tomaten, Brokkoli oder Erdbeeren, die man sich selber auf seinen paar Freiluft-Quadratmetern zieht, sind schon längst keine Seltenheit mehr. Viele sind dem «Urban Farming» angetan und kultivieren ihr Gemüse, ihre Beeren oder Kräuter selber. Auch für knackig-frische Salate braucht es kein Gartenbeet, und ein paar Töpfe oder Balkonkästen reichen vollends für den Anbau.
Attraktive Farben und Blätter für den Balkon
- So zum Beispiel verhält es sich beim Erdbeerspinat. Seine tief gezähnten, hellgrünen Blätter und seine dunkelroten Beeren machen ihn zu einem echten Hingucker im Pflanzensortiment. Auf den Teller kommen die Blätter dann roh, gedünstet oder gegart, und die Beeren eignen sich besonders gut zum Verzieren und Garnieren von Gerichten und Drinks.
- Auch der Lollo Rosso mit seinem leuchtenden Rot und dem krausen Blattwerk sorgt im Blumentopf wie auf dem Teller für eine willkommene Abwechslung. Damit stets neue Blätter nachwachsen, sollte man den Salat immer von aussen nach innen ernten und das innere Herz stehen lassen. Der beste Erntezeitpunkt ist übrigens der Morgen; dann sind die Blätter von der Frische der Nacht noch schön knackig.
- Die würzige Rauke (Rucola) mit ihrem kräftigen Grünton sollte auf dem Balkon ebenfalls nicht fehlen. Geerntet werden die Blätter, wenn sie jung sind. Dann enthalten sie noch relativ wenig Senföl-Glycoside und schmecken nicht zu scharf. Sind die Blätter älter oder bilden die Pflanzen Blütenstände, sind sie in der Regel zu würzig für Salate oder Pizza-Garnituren. Man kann sie dann aber trocknen, zerkleinern und als Würzmischung für mediterrane Gerichte verwenden.
- Für ein weiteres, rötliches Highlight zwischen den Pflanzen-Töpfen sorgt der Radicchio. Seine Blätter schmecken herb-bitter und leicht nussartig, und man verwendet sie meist frisch und kombiniert sie mit anderen Salaten zu bunten Gerichten. Aber auch frischer Pasta verleiht der Radicchio eine besondere Note.
- Nicht zuletzt macht der Kopfsalat mit seiner wunderbar voluminösen runden Form die Gemüsekultur perfekt. Je nach Sorte erntet man ihn 60 bis 120 Tage nach der Aussaat. Man kann aber auch laufend die äussersten Blätter pflücken und das Herz stehen lassen. Spätestens wenn er anfängt, eine Blüte zu bilden, sollte er komplett geerntet werden.
Anbau, Pflege und Ernte von Salaten auf dem Balkon
- Standort: Salate sind genügsame und schnell wachsende Pflanzen, die einen hellen, aber nicht zu heissen Standort lieben.
- Erde: Am besten holt man sich eine spezielle Gemüse-Erde aus dem Gartencenter.
- Gefässe: Da das Gemüse nicht tief wurzelt, kann man es in handelsübliche Töpfe oder Balkonkästen pflanzen. Auch Schalen eignen sich gut.
- Anzucht/Auspflanzung: Die Salate sind im Handel als Samen oder als bereits vorgezogene Pflanzen erhältlich. Achtung: Viele Sorten sind «Lichtkeimer». Die Samen dürfen deshalb bei der Aussaat nicht mit zu viel Erde bedeckt werden.
- Pflege: Die Pflanzen wollen regelmässig gegossen werden. Staunässe mögen sie aber nicht.
Wintergemüse anpflanzen
Zugegeben - im Winter wächst draussen kaum Gemüse, aber einige Arten und Sorten harren in der Kälte aus. Manche selbst bei tiefen Temperaturen. Jetzt ist die richtige Zeit um nochmals gesundes Gemüse zu pflanzen. Besonders an sonnigen Herbsttagen machen die Arbeiten im Garten richtig Spass. Nach der Ernte kann man eine Gründüngung ausbringen oder wieder anpflanzen.
- Noch können Sie Setzzwiebeln, Schalotten und Knoblauch stecken.
- Robust und somit bedenkenlos können Nüssler-Salat und Winter-Lattughino (Pflücksalat) als Setzlinge gekauft werden.
- Vitaminreich sind zudem Brunnenkresse, Winterportulak und Salat-Rucola, welche auch noch gut in ein Hochbeet gepflanzt werden können.
Folgende Gemüsesetzlinge sind aktuell im Garten-Center erhältlich:
- Winterkopfsalat
- Nüssler-Salat
- Winter-Lattughino
- Winterblumenkohl
- Spitzkabis
- Wirz
- Federkohl
Feder- und Rosenkohl gewinnen durch Frosteinwirkung sogar an Aroma. Sie alle bleiben draussen stehen, bis die Küche ruft. Aber Vorsicht, nicht alle Arten und Sorten sind gleichermassen robust. Mangold, Herbst- und Winterrettich, Knollensellerie, Kohlrabi, Kopfkohl, Randen, Endivien und viele Kräuter vertragen einige Grade unter Null.
Tipps zum Pflanzen von Setzlingen
Setzlinge aus der Schale und in die Erde. Ist einfach, birgt aber trotzdem einige Tücken. Damit deine Jungpflanzen zu stattlichen, ertragreichen Pflanzen wachsen, lies unsere Tipps und Tricks.
Gesunde Setzlinge kaufen
Achte schon beim Einkauf darauf, dass du gesunde Setzlinge erstehst. Also einfach kurz überprüfen, ob keine Schädlinge sichtbar sind und die Blätter gesund aussehen. Es wäre ja schade, wenn du Krankheiten in deinen Garten schleppst. Welche Sorten du jetzt pflanzen kannst, liest du in unserer Pflanzbox nach.
Ein Gedanken an eine biodiversitätsfördernde Pflanzenauswahl beim Einkauf ist wertvoll für die Umwelt. Wie wär’s statt einer einjährigen Zierblume mit einer bei uns heimischen Wildblume?
Passenden Topf wählen
DEN Topf gibt es nicht. Je nach Standort, Budget, persönlicher Vorliebe und deiner Pflanzenwahl ist ein anderer Topf passend. Wir lieben die langlebigen und leichten Pflanzsäcke von BACSAC. Auch Metallgefässe erfreuen dich mehrere Gartenjahre. Hochbeete haben eine praktische Arbeitshöhe. Wir beraten dich gerne, was zu dir und deinen Pflanzen passt. Doch du entscheidest, was dir gefällt.
Erde aufbereiten
Erde kannst du jedes Jahr wiederverwenden. Für die neue Saison braucht sie aber neue Power. Nährstoffe kannst du in Form von reifem Kompost und Hornspänen auf die Erde streuen. Beides bekommst du im Offenverkauf in unseren Stores. Oder du verwendest einen anderen biologischen und langwirkenden Dünger wie den Biosol-Universaldünger oder den Bio-Dünger Wurzelstark. Verteile den Dünger über den ganzen Topf und mische ihn mit der Erde. Lockere die Erde einmal richtig auf. Das geht ganz gut mit einer Handhacke. Jetzt haben die Pflanzen schon von Beginn weg, genügend Energie zum Wachsen. Hast du neue Gartenerde gekauft, musst du keine Nährstoffe beigeben. Denn frische Gartenerde enthält bereits Nährstoffe für etwa drei Monate.
Erdballen in Wasser stellen
In der neuen Erde benötigen die Setzlinge ausreichend Wasser, damit sie gut anwachsen können. Stelle den Setzling vor dem Pflanzen in einen Kübel mit Wasser, sodass der Erdballen bedeckt ist. Wenn’s nicht mehr blubbert, hat sich die Erde vollständig vollgesogen und dein Setzling ist pflanzbereit.
Wurzelballen aufbrechen
Jetzt geht’s ans Pflanzen. Den Setzling vorsichtig aus dem Topf ziehen. Hat die Pflanze im Topf erst wenige Wurzeln, kannst du sie gleich so einpflanzen. Wenn die Wurzeln aber im engen Topf bereits im Kreis gewachsen sind, solltest du sie unbedingt aufbrechen - zumindest bei Beeren und Kräutersetzlingen. Bei Gemüsesetzlingen lässt du es besser sein, da die feinen Wurzeln schnell zu fest verletzt werden. Zum Aufbrechen umasst du den Erdballen und reisst ihn unten etwas auseinander. Mit dem Aufbrechen merken die Wurzeln, dass sie nun anders wachsen dürfen. Nun ein Loch in die Erde machen und den Setzling platzieren. Etwas Andrücken ist erlaubt, aber nicht zu viel.
Tipp: Den Topf oder die Schale kannst du uns übrigens zurückbringen. Wir geben diese an die Gärtnereien zurück. Dort werden sie wiederverwendet.
Pflanztiefe bedenken
Je nach Sorte, musst du deine Jungpflanzen unterschiedlich tief einsetzen. Als Daumenregel gilt für Salat und Kräuter: Setzling so tief setzen, dass der Erdballen gerade mit wenig Erde bedeckt ist. Doch es gibt auch Setzlinge, die es tiefer lieben.
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