Gegrillter Salat: Ein tunesisches Rezept für Genießer

Couscous-Salat ist nicht nur eine einfache Beilage für die Grillsaison, sondern eine vielseitige Spezialität, die man das ganze Jahr über genießen kann - auch als Hauptspeise. Besonders die feine Variante mit Safran verleiht dem Gericht eine besondere Note.

Couscous ist eine Spezialität aus dem Maghreb, dem nördlichen Teil Afrikas. Wie man das Gericht traditionell zubereitet, ist bereits bekannt. Doch wer die Idee hatte, aus Couscous Salat zu machen, ist nicht bekannt. In Nordafrika werden die Kügelchen aus Hartweizen zumindest nicht so gegessen.

Es gibt zahlreiche Arten von Couscous-Salat. Zu Beginn der Grillsaison wird er jeweils von diversen Frauenzeitschriften aus der Mottenkiste geholt und jedes Jahr wieder als «perfekte Beilage für den Grill-Sommer» angepriesen.

Dieser Salat wird mit Bulgur zubereitet und nicht mit Couscous. Unsere Vermutung ist, dass der Ursprung tatsächlich Taboulé ist. Couscous hingegen gibt es schon seit den späten 70ern in europäischen Supermärkten. Irgendjemand hat wohl irgendwann angefangen Taboulé mit Couscous zuzubereiten und mit der Zeit wurden Freestyle Zutaten ausgetauscht.

Couscous-Salat mit Safran: Ein Geschmackserlebnis aus dem Maghreb

Der Couscous-Salat mit Safran schmeckt nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr. Er ist weit mehr als einfach nur eine Beilage! Das spezielle an diesem Rezept ist der Safran. Dieser sorgt für die gelbe Farbe und für eine besondere Würze. Geschmacklich bleiben wir im Maghreb.

Die Bezeichnung Safran kommt aus dem Arabischen und bedeutet «das Gelbe». Ansonsten gibt es viel Gemüse, wie im typischen Couscous. Pinienkerne werden in Nordafrika gerne gegessen und beim «Couscous Tfaya» aus Marokko sind Sultaninen eine beliebte Zutat. Viel mehr braucht es nicht.

Natürlich bleiben wir unserer Linie auch beim Dressing treu. Olivenöl (übrigens von eigenen Olivenbäumen in Tunesien) und Zitrone sind die Basis. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer und Ras el-Hanout. Diese traditionelle Würzmischung aus dem Maghreb enthält bis zu 30 verschiedene gemahlene Gewürze. Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und vieles mehr. Um das Dressing etwas auszubalancieren, kann man etwas Ahornsirup dazugeben.

Ras el Hanout ist das Gewürz Marokkos. Es wird aus bis zu 20 oder noch mehr Zutaten zusammengestellt. Der Name bedeutet "Der Kopf des Ladens", damit sind die Gewürzhändler gemeint, die jeweils ihre eigenen Mischungen zusammenstellen. Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom und Muskatnuss gehören fast immer dazu. Ergänzt wird sie mit z.B. Kräutern, Zimt, Nelken, Fenchelsamen, verschiedenen Pfeffer- und Chilisorten. Meist ist sie nur leicht pikant, selten auch scharf.

Harissa ist eine scharfe Gewürzpaste aus frischen Chilis, Kreuzkümmel, Koriander, Knoblauch und Olivenöl, ursprünglich stammt sie aus Tunesien, ist aber im ganzen Maghreb und auch im nahen Osten ein beliebtes und vielseitiges Würzmittel für Eintöpfe, Suppen, Fisch- und Fleischgerichte. Sie ist nicht einfach nur scharf, sondern verleiht den Gerichten auch den typischen Geschmack der nordafrikanischen Küche.

Couscous richtig zubereiten

Wer Couscous perfekt zubereiten möchte, kommt nicht um eine Couscousière herum. Bei dieser speziellen Couscous-Pfanne werden die feinen Kügelchen in einem Siebaufsatz in Dampf gegart. Auf dem Dampf gegart bleibt das Couscous schön locker, perfekt im Biss und schmeckt einfach besser. Damit wird der Couscous-Salat mit Safran perfekt.

[MEIN LAND, MEIN REZEPT] Imens Couscous / TeleBielingue

Rezept für tunesischen Couscous-Salat mit Safran

Hier ist ein Rezept für einen köstlichen tunesischen Couscous-Salat mit Safran:

Zutaten:

  • 500 g Couscous
  • 2 Päckchen Safran, gemahlen
  • 50 g Sultaninen
  • 40 g Pinienkerne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zucchetti
  • 1 Peperoni, gelb
  • 300 g Cherrytomaten

Dressing:

  • 200 ml Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 EL Ras el Hanout
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Couscous in eine Schüssel geben.
  2. 3 EL Olivenöl und 150 ml Wasser dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Safran daruntermischen, gut umrühren und 10 Minuten quellen lassen.
  4. Die restlichen Zutaten klein schneiden und zum Couscous geben.
  5. Für das Dressing alle Zutaten vermischen und über den Salat geben.
  6. Gut vermischen und servieren.

Viel Spass mit dem Couscous-Salat! Ob ihr ihn für eine Grillparty, ein gesundes Abendessen oder einen orientalischen Lunch im Büro zubereitet, überlasse ich euch. 😋

Nährwertangaben (ungefähre Angaben pro Portion):

NährstoffMenge
KalorienCa. 450 kcal
FettCa. 25 g
KohlenhydrateCa. 50 g
ProteinCa. 10 g

Shakshuka: Eine weitere tunesische Spezialität

Wenn ihr nach einem sättigenden, aromatischen und schnellen Rezept sucht, ist Shakshuka genau das Richtige! Besonders in Israel und Tunesien gehört es zum kulinarischen Alltag. Das Wort „Shakshuka“ bedeutet in etwa „Mischung“ - passend zur Kombination aus würziger Tomatensauce und perfekt gegarten Eiern.

Um eine köstliche Shakshuka zuzubereiten, könnt ihr folgendes Rezept ausprobieren:

Zutaten:

  • Bundzwiebel
  • Paprika
  • Öl
  • Gemahlener Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Passata
  • Salz und Pfeffer
  • Eier
  • Feta
  • Petersilie

Zubereitung:

  1. Bundzwiebel in feine Ringe schneiden.
  2. Paprika waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen.
  4. Gemahlener Koriander, Kreuzkümmel und Bundzwiebeln darin glasig dünsten.
  5. Anschliessend die Paprikawürfel hinzufügen und einige Minuten mitdünsten, bis sie weich sind.
  6. Die Passata in die Pfanne geben.
  7. Etwas Salz und Pfeffer hinzufügen und alles gut verrühren.
  8. Die Sauce bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis sie etwas eingedickt ist.
  9. Mit einem Löffel 4 Mulden in die Tomatensauce drücken.
  10. Die Eier vorsichtig in die Mulden schlagen.
  11. Die Pfanne abdecken und die Eier bei niedriger Hitze ca. 8-10 Minuten stocken lassen, bis das Eiweiss fest, das Eigelb aber noch leicht flüssig ist.
  12. Feta in kleine Würfel oder grob zerbröseln und kurz vor Ende der Garzeit den Feta über das Shakshuka streuen und leicht mitgaren lassen.
  13. Petersilie fein hacken und darübergeben.
  14. Das Shakshuka direkt aus der Pfanne servieren.

Wähle das richtige Brot - Frisches Brot oder Pita sind ein Muss! Schneide das Brot in Stücke, röste es leicht an oder beträufele es mit Olivenöl und einer Prise Salz, um den Geschmack noch besser zur Geltung zu bringen. Ein cremiger Joghurt-Dip bringt Balance zur kräftigen Tomatensauce.

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