Gegrillte Zucchini einlegen: Rezepte und Tipps zur Haltbarmachung

Zucchini einmachen? Ja, bitte! Denn das vielseitige Gemüse eignet sich nicht nur für die Pfanne oder den Backofen: Eingelegt mit Essig, Zucker und weiteren Zutaten sind Zucchini Genuss pur. Hier verraten wir dir ein einfaches Rezept für Zucchini süss-sauer.

Zucchini einmachen geht fix und macht das Sommergemüse für gut 6 Monate haltbar. Aber das Gegenteil ist der Fall: Das ertragreiche Gemüse ist perfekt geeignet für eingelegte Zucchini süss-sauer. Nachfolgend verraten wir dir ein einfaches und schnelles Lieblingsrezept zum Einmachen von Zucchini. Ebenfalls verraten wir dir Tipps, worauf du beim Verarbeiten achten solltest und wie du deine eingemachten Zucchini noch verfeinern kannst.

Für Zucchini aus dem Glas sind entweder milder, weisser Balsamico-Essig oder Apfelessig ideal, da sie nicht allzu säurelastig sind. Ein Verhältnis von 1:1 Essig zu Wasser hat sich bewährt. Im Verhältnis zur Flüssigkeit wiederum 1/3 bis 1/4 Zucker. Schön ist es, unraffinierten braunen Zucker zu verwenden. Wem der Sud damit nicht klar genug ist, kann auch weissen (Rohr-)Zucker verwenden.

Tipp für etwas weniger Süsse: Etwas weniger Zucker verwenden und wenn der Sud kocht, einfach mal probieren: Ist er zu sauer, dann schmecken nämlich später auch die eingemachten Zucchini zu sauer. Und zu wenig Zucker konserviert den Inhalt nicht unbedingt.

Zucchini sind sehr kalorienarm, sie haben ja nach Sorte nur etwa 17 Kilokalorien pro 100g. Beim grillieren kommt es drauf an, wie viel Öl du verwendest. Eingelegte grillierte Zucchini haben zusammen mit dem Öl schnell 200 Kilokalorien pro 100 Gramm. Wenn du das Öl gut abtropfen lässt, bleibt jedoch nicht viel von den Kalorien übrig. Anders al Aubergine saugen sich Zucchini nicht damit voll.

Du siehst, Zucchini lässt sich auf viele verschiedene Arten am Grill zubereiten und bietet für alle Gerichte eine tolle aromatische Beilage. Probiere unsere leckeren Rezepte für’s Zucchini Grillieren aus und lasse dich von den köstlichen Geschmacksvariationen überzeugen!

Rezept: Zucchini süss-sauer einlegen

Zucchini einlegen - einfach, schnell & lecker

Die Zutaten für das Rezept

Für 8 - 9 Schraubgläser à 450 ml:

  • 2 kg mittelgrosse Zucchini*
  • 800 ml weisser Balsamico-Essig (oder Apfelessig)
  • 800 ml Wasser
  • 400 - 500 g Zucker
  • 4 mittelgrosse Zwiebeln (gerne rote, in Ringe schneiden)
  • 2 rote Paprika (ohne Kerne, in Streifen schneiden)
  • 2, 3 EL Senfkörner
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Pimentkörner

*Du kannst auch grössere Früchte nehmen. Dann sind die Kerne allerdings zu gross, weswegen du das Innere ausschabst, dadurch allerdings weniger Masse hast. Verwendest du kleine Zucchini, dann einfach in Scheiben schneiden.

Zubereitung:

Zucchini waschen, vom Strunk und Blütenansatz befreien und in mundgerechte Stücke oder etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.

Gewürze mit Essig, Wasser und Zucker in einen Topf geben, aufkochen und 15 min. köcheln lassen. Währenddessen die Gläser vorbereiten.

Am einfachsten kommst du zu sterilisierten Gläsern, indem du sie in das Spülbecken stellst, die Deckel umgekehrt in eine Schüssel legst und die Gläser bis kurz unter den Rand mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher füllst. Die Deckel ebenfalls übergiessen.

Jetzt die Zucchinistücke und Paprika dem Sud zugeben. 5 Minuten köcheln. Zum Einlegen alles heiss in die kurz zuvor geleerten Schraubgläser füllen. Immer ein paar Ringe der Zwiebeln dazu.

Herdplatte mit dem Topfinhalt bei schwacher Stufe angeschaltet lassen. Das Glas darf nicht bis komplett an den Rand gefüllt sein! Sonst zieht das Ganze kein konservierendes Vakuum. Daher sollten etwa 2 cm Platz zum Rand sein. Das Gemüse sollte komplett bedeckt sein.

Darauf achten, dass keine Zutatenreste am Glasrand kleben. Diese mit einem frischen Küchenpapier entfernen. Gläser sofort fest verschrauben. Abkühlen lassen. Wenn nach ein paar Stunden alle Gläser «geknackt» haben, dann haben sie Vakuum gezogen. Der Inhalt ist dann lange haltbar, auch ohne Einkochen.

Tipp: Der Deckel muss sich nach Innen wölben/darf nicht mehr nachgeben beim Drucktest in der Mitte. Ist das nicht der Fall, was hin und wieder vorkommen kann, und der Deckel bewegt sich, dann das betroffene Glas im Kühlschrank aufbewahren.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kocht das Rezept für eingelegte Zucchini ein. Hierzu benötigst du keinen Einkochautomaten, denn das Ganze gelingt auch ohne und zwar im Backofen oder in einem grossen Topf. Nötig ist das Einkochen aber nicht unbedingt, denn Essig und Zucker konservieren die Zucchini bereits und machen den Inhalt mindestens für ein Jahr haltbar. Die eingelegten Zucchini sind nach zwei bis drei Wochen richtig gut durchgezogen. Das eingelegte Gemüse schmeckt aber bereits vorher. Geöffnete Gläser halten sich im Kühlschrank ein paar Wochen.

Tipps für die saubere Verarbeitung

  • Achte darauf, dass das Innere des Deckels keine Beschädigung hat.
  • Nur einwandfreie Zutaten verwenden.
  • Die Gläser dürfen nie bis komplett zum Rand gefüllt sein.
  • Achte darauf, dass der Rand möglichst sauber ist.
  • Entdeckst du in einigen Wochen/Monaten Eingemachtes, das beim Öffnen nicht klackt: Inhalt nicht verspeisen! Der Inhalt hat dann kein Vakuum gezogen respektive nicht gehalten und ist ungeniessbar und somit gesundheitsschädlich!

Gemüse wie Zucchini einlegen ist einfach, aber es muss auf die Hygiene geachtet werden.

Varianten für eingelegte Zucchini

Einfache Rezepte sind beim Einmachen meist die besten. Dennoch kannst du die Zucchini noch weiter verfeinern:

  • Ingwer fein schneiden und zugeben
  • In gröbere Stücke geschnittene Peperoncini (ohne Kerne; Essig nimmt ihnen mit der Zeit die Schärfe) oder Knoblauchzehen
  • Fenchelgrün oder als Samen, und so weiter.

All diese Zutaten immer im Sud mitköcheln. Was zudem sehr gut passt: Pro Glas zwei, drei Stücke in Spalten geschnittener Apfel oder Birne (musst du nicht schälen oder mitkochen). Letzteres hat nach ein paar Wochen einen tollen, ungewöhnlichen Geschmack.

Gewürze spielen in der Welt der Pickles eine doppelte Rolle. Erstens tragen sie dank ihrer natürlichen antimikrobiellen Eigenschaften aktiv zur Konservierung bei. Zu den wichtigsten Gewürzen gehören Senfkörner nehmen den ersten Platz ein. Ihre charakteristische Schärfe und die ätherischen Öle sorgen für diese unverwechselbare Geschmackssignatur. Koriandersamen, mit ihrem zitronigen und leicht würzigen Duft, ergänzen diese Basis perfekt.

Das Gleichgewicht zwischen der Säure des Essigs und der Stärke der Gewürze ist der Schlüssel zum Erfolg. Zu viele Gewürze überdecken den natürlichen Geschmack des Gemüses, zu wenige und Ihre Pickles haben keinen Charakter. Diese Harmonie erlangt man mit der Erfahrung, aber ein paar Grundregeln erleichtern das Lernen erheblich.

Jedes Gemüse benötigt spezielle Gewürze, um seine Vorzüge optimal zur Geltung zu bringen. Für Gurken und Zucchini, die klassische Mischung besteht aus Dillsamen, gelben Senfkörnern und einigen Beeren von WacholderDiese Kombination respektiert die Zartheit dieses Gemüses und verleiht ihm gleichzeitig eine bemerkenswerte aromatische Dimension.

Die Zwiebeln und Schalotten passen perfekt zu rosa Beeren und Wacholder. Ihre natürliche Süße wird durch den Kontakt mit diesen Gewürzen mit harzigen Noten verstärkt.

Experimentieren Sie ruhig nach Ihrem Geschmack und dem verfügbaren Gemüse. Die goldene Regel bleibt die Mäßigung: Es ist besser, sparsam zu beginnen und bei zukünftigen Vorbereitungen anzupassen.

Süss-saures Gemüse - im Kühlschrank ziehen lassen!

Zutaten:

  • Gemischtes Gemüse (z. B. Rüebli, Kürbis, Blumenkohl, Zucchetti), in Stücken

Sud:

  • Obstessig
  • Wasser
  • Heller Honig
  • Sternanis
  • Schwarze Senfkörner oder helle Senfkörner
  • Kardamomkapseln
  • Frischer Ingwer, fein geschnitten
  • Lorbeerblatt
  • Rosinen
  • Salz

Zubereitung:

  1. Das Gemüse im Dämpfkörbchen zugedeckt knapp weich garen, es muss noch knackig sein.
  2. Alle Zutaten für den Sud in einer weiten Pfanne mischen, aufkochen, ca. 10 Min. ziehen lassen.
  3. Das Gemüse beigeben und ca. 5 Min. köcheln.
  4. Gemüse mit dem Sud kochend heiss randvoll in heiss ausgespülte Gläser füllen, sofort verschliessen.
  5. Vor dem Servieren einige Tage im Kühlschrank ziehen lassen.

Hinweise:

  • Haltbarkeit: im Kühlschrank ca. 2 Wochen.
  • Einmal geöffnet, innerhalb einer Woche konsumieren.

Weitere Methoden zur Konservierung

Einmachen, Einkochen, Einlegen und Fermentieren gehören zu bewährten Methoden, um Lebensmittel wie Obst oder Gemüse haltbar zu machen. Je nach Lebensmittel, die Sie verarbeiten wollen, ist die eine oder andere Methode ratsam.

Einkochen

Für das Einkochen gibt es diverse Methoden, um Lebensmittel haltbar zu machen:

  • Einkochen mit dem Einkochautomaten: Die gefüllten Gläser werden in den Einkochautomaten gelegt. Dieser erhitzt Wasser auf die gewünschte Temperatur und hält diese konstant. Je nach Einkochgut sollte die definierte Einkochzeit eingehalten werden. Diese beginnt, wenn das Wasser die gewünschte Temperatur erreicht hat. Nach dem Einkochen müssen die Gläser abkühlen. Die Gläser nicht mit kaltem Wasser abschrecken, da diese sonst platzen können. Diese Methode ist äusserst praktisch und einfach.
  • Einkochen im Topf: Die gefüllten Gläser werden im Kochtopf auf ein kleines Gitter auf den Boden des Topfes gelegt. Damit diese nicht verrücken oder umfallen, können diese mit anderen Gläsern oder einem Topf beschwert werden. Der Topf wird mit Wasser aufgefüllt, bis alle Gläser davon umgeben sind und dann auf die gewünschte Temperatur erhitzt. Je nach Einkochgut sollte die definierte Einkochzeit eingehalten werden. Diese beginnt, wenn das Wasser die gewünschte Temperatur erreicht hat. Nach dem Einkochen müssen die Gläser abkühlen. Die Gläser nicht mit kaltem Wasser abschrecken, da diese sonst platzen können.
  • Einkochen im Backofen: Für dieses Verfahren wird eine mindestens 2 cm hohe Pfanne benötigt. Diese wird mit heissem Wasser gefüllt und die Gläser darauf gestellt. Die Gläser dürfen sich und die Wand des Backofens dabei nicht berühren. Der Backofen wird auf 175 Grad mit Ober- und Unterhitze erhitzt, bis in den Gläsern Luftbläschen aufsteigen. Besteht das Einkochgut aus Obst, kann der Backofen ausgeschaltet werden. Die Gläser sollen aber für weitere 30 Minuten im Ofen verbleiben. Sofern Gemüse oder Fleisch im Glas ist, sollte die Temperatur für weitere 90 Minuten auf 150 Grad zurückgedreht werden. Der Backofen wird erst dann ausgeschaltet und die Gläser erst nach weiteren 30 Minuten herausgeholt.

Benötigtes Material:

  • Weck-Gläser inkl. Weck-Glasdeckel, Gummidichtungen und Federklammern
  • Einkochautomat oder einen Einkochtopf mit Thermometer
  • Einfülltrichter
  • Glasheber

Einlegen

Für das Einlegen von Lebensmitteln gibt es diverse Methoden, mit denen Lebensmitteln haltbar gemacht werden können:

  • Einlegen in Essig: Wasser und Essig werden aufgekocht und heiss in die Gläser auf das Einmachgut gegossen. Mit Deckel wird das Glas gut verschlossen und so gelagert. Dadurch bekommen die Lebensmittel den süss-sauren Geschmack.
  • Einlegen in Öl: Das Gemüse muss vorgängig gekocht, getrocknet oder eingesalzt werden, da es vom Öl nur ummantelt und nicht konserviert wird. Das Öl und das Gemüse wird schichtweise in das Glas eingefüllt. Dabei gilt es zu beachten, dass sich dabei keine Luftblasen bilden und das Gemüse vollständig mit Öl bedeckt wird. Mit Deckel wird das Glas gut verschlossen und so gelagert.
  • Einlegen in Salzlake: Wasser mit Salz und etwas Essig oder Zitronensaft werden aufgekocht und erstmals abgekühlt. Ist der Sud abgekühlt, werden die Gläser damit aufgefüllt, bis der Inhalt des Glases vollständig bedeckt ist. Die frischen, geschnittenen Lebensmittel werden in ein gründlich gereinigtes Glas gegeben. Dabei nicht mehr als ¾ des Glases füllen, da sich die Lebensmittel beim Prozess noch ausdehnen. Mit genügend Flüssigkeit (z.B. Salzlacke, 50 g nicht jodiertes Salz pro 1 Liter Wasser) ganz bedecken und mit einem Gewicht beschwert (wahlweise mit einem Fermentierstein oder einem Deckel) «unter Wasser» halten. Das Glas verschliessen. 2 - 3 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen damit die Milchsäuregärung in Gang kommt, danach 5 - 6 Wochen dunkel lagern (je nach Lebensmittel und Rezept weniger lange).

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