Garten Grillen: Tipps für ein gelungenes Barbecue

Die Barbecue-Saison ist eröffnet! Grillieren ist längst mehr als nur das Zubereiten von Würstchen. Mit dem Aufkommen des American BBQ und einer Vielzahl von Grillgeräten haben sich die Möglichkeiten und die Nutzung des Grills verändert. Hier finden Sie nützliche Tipps und Tricks, um Ihr Grillvergnügen zu optimieren.

Die richtige Ausrüstung

In unserem Grillshop finden Sie für jeden Anspruch das passende Grillbuch - von der Einsteiger-Lektüre bis hin zu speziellen Themenbüchern. Egal, ob Sie auf der Suche nach einem Gasgrill-Buch sind oder mehr über Kugelgrills oder Keramikgrills erfahren möchten, hier finden Sie jede Menge Know-how und nützliche Tipps zum Umgang mit den jeweiligen Grillgeräten.

Natürlich lassen es sich auch führende Grillhersteller nicht nehmen, eigene Bücher herauszubringen, wie zum Beispiel das Weber Grill Buch. In unserem Sortiment sind u.a. Napoleon, Outdoorchef Rösle, Big Green Egg und Cobb mit ihren Büchern vertreten. Aber egal welches Grillbuch - eines haben sie fast alle gemeinsam - einen ausführlichen Rezept-Bereich. Jedes Grill Kochbuch wird Sie sicher inspirieren und Sie auf ganz neue Ideen bringen, was man auf einem Grill so alles zubereiten kann.

Der Klassiker ist der Holzkohlegrill. Wenn Sie einen Holzkohlegrill verwenden, ist es eine gute Idee, einen Anzündkamin zu Hilfe zu nehmen. In diese metallischen Zylinder geben Sie unten die Anzündhilfe und darüber die Kohle. Einfach anzünden und, sobald die Kohlen rundum mit einer feinen Ascheschicht bedeckt sind, kann man sie in den Grill schütten und es kann losgehen. Sie müssen dann nur noch darauf achten, die Glut clever zu verteilen.

Bei Kurzgebratenem, wie z. B. Steaks, Hamburgern oder Filets, sollte man auf direkte Hitze setzen, bei größeren Stücken wie einem ganzen Huhn auf indirekte, sonst ist das große Stück Fleisch außen schwarz und innen roh.

Ein Gasgrill ist super, weil man ihn nur einschalten muss und sofort loslegen kann. Außerdem kann man die Temperatur hervorragend regulieren und es raucht nicht. Es gibt daneben auch noch Elektrogrills, die sich für das schnelle Grillen in kleiner Runde auf dem Balkon eignen.

Marinaden und Rezepte

Ob Gemüse, Tofu, Pilze oder Fleisch - marinieren Sie Ihr Grillgut, das ist schon die halbe Miete.

Grundrezept für Marinaden:

  • 1 Teil (hitzebeständiges) Öl
  • 1 Teil Säure (Zitronensaft, Essig, Wein, Joghurt, Aprikosensaft...)
  • Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Oregano
  • Eventuell Gewürze (Paprika, Curry, Ras El Hanout, u.a.)
  • Eventuell Knoblauch, Senf oder Chili für den aromatischen Kick

Weniger ist mehr, mischen Sie nicht zu viele Komponenten! Liegen die Grilladen über Nacht in der Marinade (was sich meist empfiehlt), sollte kein Salz hinein. Es entzieht ihnen Feuchtigkeit. Marinade vor dem Grillieren gut abstreifen, sonst tropft sie in die Holzkohle und es raucht.

Kartoffeln kann man mit etwas Salz, Pfeffer und Butter in Alufolie wickeln und in der Glut garen. Das funktioniert übrigens auch mit anderem Gemüse wie Rüebli oder - jetzt aktuell - Spargeln. Oder Sie legen das Gemüse direkt ins Feuer: Nie schmeckt ein Auberginenmus so gut, wie wenn man das Innere aus der verkohlten Schale kratzt, mit Zitronensaft, Salz und vielleicht etwas Olivenöl würzt.

Gemüsespiesse Rezept:

Kleine rote Tomaten, abwechselnd mit gelbem Mais, braunen Pilzen und grünen Zucchini auf Spiesse gesteckt, sind schon fürs Auge ein Genuss. Für eine leckere Marinade nimmt man am besten Olivenöl. Viele andere Fette (z. B. Maiskeimöl, Butter, Margarine) vertragen die hohen Grilltemperaturen nicht, da sie oxidieren - und dabei entsteht ungesunder Rauch. Kräuter wie Oregano, Thymian oder Rosmarin, frisch aus dem Garten, vom Markt oder getrocknet, geben dem ganzen einen besonderen Pfiff. Aber nicht nur die klassischen Mittelmeerkräuter machen sich in einer Marinade gut. Versuchen Sie es auch einmal mit Kerbel, Minze oder Zitronenmelisse. Etwas Besonderes ist frischer Koriander, den man übrigens auch sehr gut im eigenen Garten ziehen kann. Ausgewählte Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und etwa zwei Stunden marinieren.

Tomaten-Salsa Rezept:

Dazu braucht man 4 gehäutete Tomaten, 2 grüne Chilischoten, 1 kleine Zwiebel, 4 EL gehackten frischen Koriander, Meersalz und Olivenöl. Die Tomaten werden in kleine Stücke geschnitten, die Kerne entfernt. Mit etwas Salz bestreuen und etwa eine Stunde stehen lassen. Dann die entstandene Flüssigkeit abgiessen. Die entkernten Chilischoten und die Zwiebel sehr fein schneiden, mit dem Koriander unter die Tomaten mischen. Würzen und mit 1 bis 2 TL Olivenöl mischen.

Ofenkartoffeln Rezept:

Pro Person eine Kartoffel, frisches Oregano, Sesamkörner, Herbamare Spicy und Pfeffer, etwas Öl. Die Kartoffeln längs halbieren und mit etwas Öl einpinseln.

Curry Marinade Rezept:

2 dl (200 ml) Olivenöl, 2 EL scharfer Curry (Tandoori), 1 fein geraffelter Apfel, Saft einer halben Orange, 2 EL Kokosmilch, Kräutersalz und Pfeffer gut vermischen.

Halloumi mit Kräuterdressing Rezept:

Falls Sie «Halloumi» bekommen können (z.B. bei griechischen oder türkischen Lebensmittelläden), probieren Sie ihn einmal. Aus 3 EL Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, 1 TL abgeriebener Zitronenschale, 1 EL gehackten frischen Korianderblättern, 1 fein gehackten Zehe Knoblauch, 1 TL grobkörnigem Senf, Herbamare und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer mischt man ein Dressing. 250 Gramm Halloumi-Käse, in vier Scheiben geschnitten, werden von beiden Seiten goldbraun gegrillt.

Gegrillte Aubergine mit Sojamarinade

Die Aubergine lässt sich bei hoher Hitze im Ganzen grillieren, bis sie weich ist und beinahe zusammenfällt. Die weich gegarte Frucht nach dem Grillieren längs aufschneiden und auf den Schnittflächen mit einer würzigen Lieblingsmarinade oder -salsa bestreichen. Eine Sojamarinade mit Sesamöl, Sojasauce, viel Koriander, Chili, Ingwer und Knoblauch eignet sich hervorragend. Die verbrannte Schale dient als Hülle, in der das cremig gegrillte Auberginenfleisch in der Tischmitte serviert wird.

Tipps für perfekte Steaks und Fischfilets:

Steaks benötigen direkte Hitze, bei der man sie scharf anbrät. Fischfilets bleiben gerne am Rost hängen, wodurch man oft eher Geschnetzeltes hat. Damit das nicht passiert, sollten Sie ihn bei starker, direkter Hitze grillen und nur einmal wenden (wobei die erste Seite länger gegrillt werden sollte). Heben Sie das Filet dann vorsichtig mit einem Grillwender vom Rost.

Spieße sind ein Klassiker beim Grillen. Hier kann man ehrlich gesagt nicht viel falsch machen, dafür hat man eine wunderbare Auswahl.

Sicherheitshinweise

Grillen auf dem Balkon oder der Terrasse sorgt zwar für gemütliche Abende, führt aber auch zu vielen Bränden. Mit diesen fünf Tipps sorgen Sie für mehr Sicherheit:

  • Halten Sie unbedingt einen Mindestabstand von einem Meter zwischen Grill und brennbaren Materialien ein.
  • Lassen Sie offene Feuer, wie beispielsweise Grill, Kerzen oder Fackeln, aber auch Raucherwaren, niemals unbeaufsichtigt.
  • Elektrogrills sind eine gute Alternative zu Gas- oder Holzkohlegrills auf Balkonen.
  • Nutzen Sie den Balkon nicht als Lagerfläche. Entfernen Sie nicht benötigte Gegenstände und halten Sie Ordnung.
  • Verwenden Sie für die Möblierung und Gestaltung des Balkons nur wetterfeste und schwer entflammbare Materialien.

Gemäss den schweizweit gültigen Brandschutzvorschriften der VKF darf Feuer nur so verwendet werden, dass keine Brände oder Explosionen verursacht werden oder entstehen können (Art. 19 Abs. 1 der Brandschutznorm). Die Eigentümer- und Nutzerschaft von Bauten und Anlagen sorgt in Eigenverantwortung dafür, dass die Sicherheit von Personen und Sachen gewährleistet ist. (Art. 19 Abs. 2 der Brandschutznorm).

Weitere Sicherheitstipps:

  1. Wegen Explosions- und Verbrennungsgefahr niemals zu Benzin oder Brennspiritus greifen, um das Feuer in Gang zu bringen.
  2. Nichts in die Glut tropfen lassen. Ein Blech verwenden oder das Grillgut in grosse Blätter (z. B. Rhabarber- oder Weinblätter) einwickeln.
  3. Inzwischen gibt es auch Geräte, bei denen der Rost senkrecht steht, so dass kein Fett in die Glut tropfen kann.
  4. Stellen Sie einen Holzkohlegrill immer windgeschützt auf und löschen Sie das Grillgut nicht mit Flüssigkeiten wie z. B. Bier ab.
  5. Grillen Sie außerdem bei Holzkohlegrills immer mit Aluschalen oder -folie. So tropft keine Marinade, Fleischsaft und Co.

Gesundheitliche Aspekte

Kritisiert wird das Grillen vor allem wegen der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), zu denen auch die Benzpyrene gehören. Sie gelten als krebserregend und entstehen, wenn organisches Material unvollständig verbrennt - also dann, wenn die Kohlen noch nicht richtig durchgeglüht sind, wenn ungeeignetes Material wie Papier oder Tannenzapfen verbrannt werden, und vor allem, wenn Fett, Marinade oder Fleischsaft in die Glut tropfen. Wenn es nicht raucht, ist das übrigens auch den Nachbarn lieber.

Grillen gilt ja oft nicht als gesund, weil karzinogene Stoffe beim Grillen entstehen können.

Tipps für gesundes Grillen:

  • Nichts in die Glut tropfen lassen. Ein Blech verwenden oder das Grillgut in grosse Blätter (z. B. Rhabarber- oder Weinblätter) einwickeln.
  • Grillen Sie außerdem bei Holzkohlegrills immer mit Aluschalen oder -folie. So tropft keine Marinade, Fleischsaft und Co.

Grillen auf dem Balkon: Was ist erlaubt?

Ja, das Grillieren auf dem Balkon ist grundsätzlich gestattet. Voraussetzung ist jedoch, dass dabei Rücksicht auf die übrigen Hausbewohner genommen wird. Die Rauchentwicklung muss also so gering wie möglich gehalten werden. Zudem ist die Nachtruhe (in vielen Gemeinden der Schweiz ab 22 Uhr) einzuhalten. Der Vermieter kann jedoch im Mietvertrag ein Grillverbot auf Balkonen festlegen. Alternativ kann er dies auch in der Hausordnung festlegen, muss dann aber im Mietvertrag explizit auf die Hausordnung verweisen. Ein Blick in den Mietvertrag vor dem ersten Grillvergnügen lohnt sich also. Wenn Sie sich als Nachbar durch das Grillen belästigt fühlen, können Sie sich bei der Hausverwaltung beschweren. Diese kann den betreffenden Mieter zu mehr Rücksichtnahme auffordern. Wird die Rücksichtspflicht wiederholt missachtet, kann dies auch rechtliche Konsequenzen für den Mieter haben. Diese reichen von einer schriftlichen Abmahnung bis hin zur Kündigung des Mietvertrags. So weit muss es jedoch nicht kommen, denn oft lassen sich Differenzen durch ein klärendes, konstruktives Gespräch unter Nachbarn beheben.

Die 8 wichtigsten Tipps für Gasgriller [Anfänger & Fortgeschrittene]

Sie sind für die Sicherheit verantwortlich. Ihre Pflichten als Mieter und Hauseigentümer Die rechtlichen Folgen von Bränden

Es ist besser, man kontrolliert zwei Mal, ob man alles, was man benötigt, wie z. B. Grillzange, Aluschalen, Grillwender, Uhr … vorbereitet hat, als man kommt während des Grillens darauf, dass etwas Wichtiges fehlt.

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