Frittierte Kochbananen: Afrikanische Rezepte und mehr

Die Kochbanane, auch als Gemüse- oder Mehlbanane bekannt, ist ein vielseitiges und sättigendes Lebensmittel, das in der afrikanischen und karibischen Küche eine wichtige Rolle spielt. Sie ist kalorienarm, exotisch und so vielseitig wie die Kartoffel. Im Gegensatz zu normalen Bananen sind Kochbananen roh nicht geniessbar, entfalten aber beim Kochen oder Frittieren ihr einzigartiges Aroma.

Kochbananen werden meist unreif im Laden angeboten. Daher ist es ratsam, sie bei Zimmertemperatur nachreifen zu lassen. Reife Kochbananen erkennt man an ihrer sich violett bis schwarz färbenden Schale. Ihre kleine Schwester, die Kochbanane, kommt dagegen in hiesigen Breiten kaum auf den Tisch. Das ist bedauerlich, denn die «Kartoffel Afrikas» hat viel zu bieten.

Frittierte Kochbananen

Eigenschaften und Inhaltsstoffe

Die kleinen Powerpakete versorgen den Körper mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Kalium, Magnesium, Mangan und Vitamin B. 100 Gramm Kochbananen enthalten 124 Kalorien und weniger als 1 Gramm Fett.

  • Kalium: Wichtig für die Funktion von Muskeln und Nerven.
  • Magnesium: Unterstützt den Energiestoffwechsel und die Muskelfunktion.
  • Mangan: Wirkt als Antioxidans und ist wichtig für den Knochenaufbau.
  • Vitamin B: Fördert den Stoffwechsel und die Nervenfunktion.

Verwendung in der Küche

Die Gemüsebananen kann man backen, kochen, frittieren, braten oder dämpfen. Aus Kochbananen lassen sich feine Suppen, Pommes frites, Chips oder Gratins zubereiten. Für afrikanische Gerichte ist sie ein beliebter Begleiter.

Je nach Reifegrad kann die Kochbanane für unterschiedliche Gerichte verwendet werden. Eine grüngelbe Frucht lässt sich wie eine Kartoffel verwenden und ist für Eintöpfe und Suppen bestens geeignet. Sie enthält viel Stärke und kann daher als Mehlersatz verwendet werden - etwa zum Andicken von Saucen oder auch zum Backen. Dabei ist das Mehl der Kochbanane auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet. Eine gelbe Kochbanane mit schwarzen Stellen ist zum Braten, Backen, Kochen und Frittieren ideal. Ist die Kochbanane schwarz, schmeckt sie süsser und lässt sich besonders gut für ein Dessert verwenden.

Für eine leckere Beilage werden die geschälten Bananen in Salzwasser gekocht, zu einem Püree gestampft und mit Kokosmilch und Curry verfeinert. Einfach und schnell gelingen Kochbananenchips. Dafür die Banane in Scheiben schneiden und 15 Minuten in Salzwasser kochen. Anschliessend in etwas Öl knusprig anbraten, mit Chili würzen und einem Avocado-Dip servieren. Wer es süss mag, bestreut die Scheiben mit etwas Zucker und lässt sie in der Pfanne leicht karamellisieren.

Kochbananenchips

Wo kann man Kochbananen kaufen?

Die Kochbanane finden Sie in Asia-Shops, aber auch in gut sortierten Supermärkten - meist neben den Kartoffeln oder bei den exotischen Früchten. Beim Einkauf sollten die Früchte frisch und prall sein. Bei Raumtemperatur kann die Kochbanane zu Hause an einem dunklen Ort noch etwas nachreifen. Immer häufiger treffen wir in grossen Supermärkten auf die zumeist grossen, grünen, gelben oder schwarzen Bananen. Der Name sagt es schon: Es handelt sich bei dieser Bananenart um eine Frucht oder ein Gemüse, das erst durch Kochen oder Frittieren geniessbar wird.

Wichtig beim Kauf ist eine unbeschädigte Schale und feste Konsistenz. Kochbananen sollen bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, nicht im Kühlschrank.

Frittierte Kochbananen Rezept | Tam's Cooking

Rezept: Süsse frittierte Kochbananen

Zutaten:

  • Kochbananen
  • Öl zum Frittieren
  • Honig

Zubereitung:

  1. Kochbanane mit der Schale 15 Minuten in Wasser kochen.
  2. Schälen und in 5 mm dicke Scheiben schneiden.
  3. Anschliessend in Öl beidseitig goldbraun braten.
  4. Mit Honig beträufeln und als Nachtisch servieren.

Kulinarischer Inselspaziergang in der Karibik

In der Karibik spiegeln sich die historischen Begebenheiten in ihrer Küche wider, wie es kaum in einer anderen Region der Fall ist. Die karibischen Inseln waren vor ihrer Entdeckung durch die Europäer von Indianerstämmen, den Arawak und den Kariben, besiedelt. 1492 ging Kolumbus auf den Bahamas an Land. Damit begann die Besiedelung der Karibik durch europäische Kolonialmächte wie England, die Niederlande, Frankreich, Spanien und Dänemark. Die bisher indianische Küche vermischte sich mit den Einflüssen von Europa. Nachdem die Urbevölkerung beinahe ausgerottet worden war, wurden zahlreiche Sklaven aus Afrika eingeschifft, die ebenfalls ihre lokalen Rezepte und Gerichte auf die Inseln brachten.

Im 19. und 20. Jahrhundert kamen typische Gerichte aus Indien wie Currys, Chutneys, Relishes und Reisgerichte hinzu, da man die Arbeitskräfte für die Plantagen vor allem aus Indien heranschaffte. Die heutige karibische Küche vereint deshalb ganz multikulturelle Zutaten und Gerichte aus Indien, Afrika, Europa und der lokalen, indianischen Küche.

Zu den Grundnahrungsmitteln zählen ähnlich wie in Indien Reis, Bohnen und Linsengerichte. In der karibischen Küche verwendet man jedoch zusätzlich oft auch Maniok, Süsskartoffeln und Kochbananen als Beilage, was den Ursprung in der afrikanischen Kochkultur hat.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Kochbananen sind sehr stärkehaltig, sie werden mit oder ohne Schale gekocht und können dann wie Kartoffeln zu Mus verarbeitet werden. Plátanos werden häufig frittiert, gegrillt oder gebraten. Aus getrockneten Kochbananen wird auch Mehl hergestellt, eine Alternative für Zöliakiepatienten.

Afrikanischer Eintopf mit Kochbanane

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