Einladen heisst auch verwöhnen. Ob für ein gemütliches Abendessen im kleinen Kreis oder ein festliches Weihnachtsessen, Fondue ist eine gesellige und vielseitige Option. Hier finden Sie Inspiration für die Zubereitung von köstlichen Fleisch- und vegetarischen Fondues, sowie Tipps für passende Beilagen und die perfekte Organisation.

Fleischgerichte zum Vorbereiten
Hier findest du die perfekten Fleischrezepte zum Vorbereiten, sodass du entspannt die Zeit mit deinen Gästen geniessen kannst. Entdecke zudem viele Tipps - auch für Beilagen.
Fleischgerichte aus dem Ofen
Die Vorteile:
- Sie lassen sich gut vorbereiten.
- Je nach Garmethode ist das Fleisch 30 bis 90 Minuten im Ofen. In dieser Zeit kannst du entspannt die Beilagen und die Sauce zuzubereiten.
- Viele Fleischgerichte lassen sich im Ofen bis zu einer Stunde warm halten. Du bleibst also ganz entspannt, wenn sich der Apéro mal in die Länge zieht.
Ideale Rezepte:
- Rindsfilet mit Rüebli und Rotweinsauce: butterzart dank Niedergarmethode
- Rindsfilet im Teig: Der Klassiker hier mit einer Füllung aus Frischkäse, Schinken, Toastbrot und Petersilie.
- Lammracks mit Peperoni und Kartoffeln: schnell und einfach, in nur 20 Minuten im Ofen.
- Roastbeef Nature: Dank der Niedergarmethode kannst du entspannt Beilagen und eine Sauce zubereiten. Das fertig gegarte Roastbeef kannst du bei 60 Grad bis zu 1 Std. im Ofen warm halten.
- Pouletbrüstli mit Rüebli-Quinoa-Salat: Die gefüllten Pouletbrüstli und den Salat kannst du ca. ½ Tag im Voraus vorbereiten.
- Gefüllter Schweinsbraten mit Sauce: Während der Braten im Ofen gebraten wird, kannst du entspannt die Sauce und den Kartoffelstock zubereiten.
Aus dem Schmortopf
Die Vorteile:
- Schmorgerichte sind ebenfalls gut zum Vorbereiten, manche schmecken sogar noch besser, wenn du sie am Vortag kochst und am nächsten Tag aufwärmst.
- Die lange Schmorzeit lässt dir viel Zeit für die Zubereitung von Beilagen.
Ideale Rezepte:
- Fleischvögel
- Ossibuchi und Rindshaxe
- Rinds- und Schweinsragout
- Geschmortes Kaninchen
- Sauerbraten
- Coq au Vin
Die perfekte Beilage: Kartoffelstock. Während das Fleisch schmort, Kartoffelstock zubereiten, in eine ofenfeste Form geben, gut mit Alufolie bedeckt im Ofen bei ca. 100 Grad bis ca. 1 Std. warm halten.
Aus der Pfanne
Die meisten Fleischgerichte aus der Pfanne werden à la minute zubereitet und eignen sich nicht zum Vorbereiten. Hier ist gute Organisation alles. Hier unsere Tipps:
- Mise en place: Rüste und schneide das Gemüse im Voraus und stelle alle Zutaten bereit.
- Clevere Wahl der Beilagen: Teigwaren, Reis, gekaufte Knöpfli, Gnocchi oder Ofen-Frites machen kaum Arbeit, so kannst du dich ganz auf das Fleisch und allenfalls die Sauce konzentrieren.
Ideale Rezepte:
- Kalbssteaks mit Morchelsauce
- Schweinskoteletts mit Mais-Salsa
- Cordons bleus
- Piccata milanese
- Poulet-Satay mit Erdnusssauce
Vom Grill
Zu Fleisch vom Grill passen unkomplizierte Beilagen wie Salate, Brot, Chips, Kräuterbutter und Dip-Saucen. Oder Beilagen aus dem Ofen wie Ofen-Frites und Blechgemüse.
Ideale Rezepte:
- Schweinssteaks mit Kräuterbutter, mit Brot und Blattsalat servieren
- T-Bone-Steaks mit Home-Made Ketchup, mit Ofen-Frites servieren
- Grillierte Poulets mit Salsa, mit Tortilla-Chips servieren
In unserem Magazinbeitrag Die 11 besten Grillbeilagen - Ideen und Tipps haben wir für dich viele weitere Vorschläge für raffinierte und einfache Grillbeilagen zusammengestellt: Vom selbst gemachten Brot über Baked Potatoes, Grillgemüse und Salate bis hin zu Kräuterbutter, Dips, Saucen und Getränken. Lass dich inspirieren!
Kalte Sommergerichte
Hier findest du viele Ideen, die sich auch für ein Picknick eigenen. Rohes Fleisch wie Tatar und Carpaccio empfehlen wir eher für ein Essen zu Hause, da es bis zum Servieren gut gekühlt sein muss.
Ideale Rezepte:
- Hackfleisch- und Poulet-Salat
- Klassisches Tatar
- Italienische Klassiker wie Vitello tonnato und Carpaccio
- Belegte Brote mit Roastbeef oder Pastrami
Passende Beilagen: sommerliche Blattsalate, Tomaten- oder Gurkensalat.
In unserem Magazinbeitrag Die 9 besten Sommersalat-Rezepte zum Grillieren und Mitnehmen findest du noch mehr Ideen für sommerliche Salatmahlzeiten, mit und ohne Fleisch, für die Grillparty, das Picknick, den Bürolunch oder die Badi.
Die 16 beliebtesten Fleischgerichte
Wir alle lieben unsere Schweizer Klassiker wie Ghackets und Hörnli, Grosis Hackbraten und Züri Gschnätzlets. Aber wir Schweizer:innen schauen auch gerne über unseren einheimischen Tellerrand hinaus. Internationale Evergreens wie Lasagne al forno, Chili con Carne und Filetgulasch Stroganoff sind bei uns sehr beliebt.
Ob für die Alltagsküche oder für festliche Gelegenheiten: In unserem Magazinbeitrag stellen wir dir Die 16 beliebtesten Fleischgerichte von Betty Bossi näher vor.
Fondue Chinoise für Vegetarier
Vegetarische Alternativen für Fondue Chinoise
Ein Klassiker am Weihnachtsfest: Fondue chinoise schmeckt auch mit vegetarischen Häppchen. Doch wenn die erweiterte Familie zusammenkommt, treffen auch unterschiedliche Vorlieben aufeinander. Während der Onkel am liebsten nur Fleisch verdrückt, fasst es die Teenagertochter erst gar nicht an.
Und weil das Fest harmonisch bleiben soll und die Gastgeber mögliches Konfliktpotenzial schon im Vorfeld eliminieren wollen, braucht es ein mehrheitsfähiges Festessen. Beim Fondue chinoise funktioniert das: Alle stechen nur die Zutaten auf die Gabel, die sie mögen. Ob das jetzt Kalbfleisch, Jakobsmuscheln oder Brokkoli ist.
Doch für Vegetarierinnen und Veganer ist nacktes Gemüse nicht unbedingt ein Festessen. Deshalb bereiten wir eine bunte Platte vor. Sie besteht aus Pilzen, Gemüse, Teigtaschen und Tofubällchen - und ist ein echter Hingucker. Das macht auch bei Fleischesserinnen und Fleischessern Lust auf Abwechslung.
Die Grundlage für jedes Fondue chinoise ist die Brühe. Sie besteht meistens aus Rindsbouillon, für die Vegivariante eignet sich eine Brühe auf pflanzlicher Basis. Ostbröckli-Autor Kaspar Enz gibt einige Tipps, wie man mit einer reichhaltigen Brühe Foodwaste verhindern kann.
Tofubällchen statt Rindsfilet: Das Rezept

Tofu, Süsskartoffeln, Gemüse und Pilze bilden die Grundlage für ein vegetarisches Fondue chinoise. Für die Tofubällchen verwende ich geräucherten Tofu, je nach Geschmack kann man gut eine Naturevariante verwenden.
Zutaten:
- 250 g Tofu oder geräucherter Tofu
- 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, ausgepresst
- 3 bis 4 EL Paniermehl - je nach Konsistenz etwas mehr
- Salz und Pfeffer
- 1 TL gemahlene Koriandersamen, 1 TL Chilipulver
Den Tofublock mit einem Küchentuch oder Haushaltspapier etwas abtupfen und Feuchtigkeit auspressen. Dann mit einer Gabel oder den Händen zerbröseln. Nun alle Zutaten beigeben und gut mischen. Die Bällchen nicht zu gross, etwa walnussgross, formen.
Wer ab und zu Fleischbällchen zubereitet, wird den Unterschied bemerken: Die Tofubällchen brauchen etwas mehr Hingabe beim Formen. Die Masse mit den Händen gut andrücken, damit sie zusammenhält. Falls sich die Masse nicht gut formen lässt, sorgt ein Ei für mehr Zusammenhalt. Als pflanzliche Alternativen dienen zum Beispiel Haferflocken, Leinsamen, Chiasamen oder Tomatenmark.
Nun werden die Bällchen mit Öl in einer Bratpfanne von allen Seiten knusprig gebraten. Im Anschluss können Sie angerichtet und auch kalt serviert werden. Sie lassen sich optimal vorbereiten und im Kühlschrank kalt stellen.
Weitere Ideen für die Vegi-chinoise-Platte

Neben den Vegibällchen garnieren wir die Platte mit Gemüse. Blumenkohl oder Brokkoliröschen machen auch optisch etwas her. Das Gemüse rüsten und im Wasser einige Minuten blanchieren. Champignons können roh auf die Platte.
Besonders weihnachtlich machen sich Sterne aus Süsskartoffeln oder Kartoffeln. Dafür die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Mit einer Guetzliform aus den Scheiben weihnachtliche Sterne ausstechen. Die übrig gebliebenen Reste können Bestandteil einer feinen Suppe sein. Die Sterne ebenfalls kurz im Salzwasser blanchieren.
Ebenfalls bewährt haben sich Teigtaschen wie Momos oder Ravioli, die die Platte bereichern. Falls die Zeit fehlt - es gibt eh genug zu tun fürs Weihnachtsfest - gekaufte nehmen. Diese sind etwas fester in der Konsistenz und halten besser zusammen als die selbst geformten.
Apropos aufspiessen: Die Chinoise-Gabeln sind gemacht für Fleisch. Für allerlei Vegi-Alternativen eignen sich auch Metallsiebchen, die für Fischfondue vorgesehen sind. Dort finden dann auch unsere Vegibällchen optimal Platz. Da werden sogar Fleischesserinnen und Fleischesser neidisch.
Fondue Chinoise vegetarisch: Das Rezept
Zutaten (4 Portionen):
- Fonduepfännchen und Rechaud
- Gabeln
- Frischteigwaren, z.B. Ravioli, Gnocchi
- Pilze, z.B. Champignons, Shiitake
- Gemüse nach Wahl (siehe unten)
- TL Honig
Zubereitung:
- Vorgaren: Kartoffeln in Salzwasser kochen. Rosenkohl halbieren, 2-3 Minuten auf dem Herd vorgaren.
- Gemüse wie Rüebli, Pastinaken, Pfälzer, Kürbis mit dem Spiralschneider oder dem Sparschäler dünn schneiden. Alternativ in beliebige Stücke schneiden. Bei der Stück-Variante das Gemüse 2-3 Minuten auf dem Herd vorgaren.
- Gemüse wie Federkohl, Stangensellerie oder Wirzblätter in mundgerechte Stücke schneiden.
- Grundsauce: Quark, Crème fraîche, Zitronensaft und Senf verrühren. In drei Portionen teilen.
- Knoblauchsauce: Knoblauch, Schnittlauch und Peterli zur ersten Portion mischen. Salzen.
- Rote Sauce: Tomatenpüree und Gewürze zur zweiten Portion mischen. Salzen.
- Currysauce: Curry und Honig zur dritten Portion mischen. Salzen.
- Bouillon auf dem Herd im Fonduepfännchen aufkochen, auf das vorbereitete Rechaud stellen. Gemüse, Teigwaren und Gnocchi am Tisch portionenweise 1-2 Minuten darin erhitzen. Zusammen mit den Kartoffeln und den Saucen geniessen.
Der Trend zu veganen Fleischalternativen
Zu Weihnachten verzichten immer mehr Leute bewusst auf Fleisch. Die Lebensmittelindustrie hat den Trend erkannt und wittert gute Geschäfte. Von 2016 bis 2020 hat sich der Umsatz mit solchen Erzeugnissen, die in der Regel komplett aus pflanzlichen Rohstoffen oder Pilzen bestehen, im Schweizer Detailhandel fast verdoppelt: auf 117 Millionen Franken.
Laut Swissveg, der Interessenvertretung vegan und vegetarisch lebender Menschen in der Schweiz, konsumierten 2022 rund 57 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Fleischersatzprodukte. Und das Marktforschungsunternehmen Mordor Intelligence prognostiziert dem heutigen Nischenmarkt bis 2026 global ein jährliches Wachstum von 7,91 Prozent.
Auch in der «vegetarischen Metzgerei», die zum Zürcher Vegi-Restaurant-Pionier Hiltl gehört, spürt man den wachsenden Bedarf an veganen Fleischalternativen. Tofu, Tempeh - ein mit Schimmelpilz fermentiertes Sojaprodukt - oder das auf Weizeneiweiss basierende Seitan sind äusserst beliebt.
«Seit 2019 ist die Nachfrage nach unseren Produkten um 60 bis 80 Prozent gestiegen», sagt Patrick Becker, Head of Marketing & Communications bei Hiltl. Eine Entwicklung, die sich in der Festtagszeit besonders stark bemerkbar mache.
Vegane Foie gras und Beet Wellington
Unter dem Label «Garden Gourmet» hat der Konzern Nestlé Ende November die beschränkte Auflage einer veganen Foie gras auf den Markt gebracht, die «Voie Gras». Die vegane Variante von Nestlé besteht aus Zutaten wie Miso, einer würzigen japanischen Sojapaste, geröstetem Sesam, Trüffelöl und Sheabutter.
Fast ausverkauft ist das «Beet Wellington» bei Tibits, eine vegane Alternative zum «Beef Wellington», dem berühmten Filet im Teig. Und das, obwohl die vegetarische Restaurantkette die Produktion gegenüber dem Vorjahr auf die doppelte Menge hochgefahren hat - auf rund 1500 Stück.
«Immer mehr Menschen reduzieren ihren Konsum an tierischen Produkten», nennt Abbas den Grund für die Produktlancierungen. «Sie wollen die Umwelt, aber auch ihre Gesundheit schützen. Seit der Pandemie ernähren sich die Leute viel bewusster.» Ab Januar stellt Tibits denn auch zwei seiner zwölf vegetarischen Restaurants auf rein pflanzlich um.
Vegane Kochboxen
So können Einkaufsmuffel etwa bei der Firma Gourmetbox in Bern zu Weihnachten neben klassischen Fleischgerichten wie gefülltem Truthahn oder Rindsfilet im Teig auch eine vegane Lachs-Alternative auf Süsskartoffelbasis nach Hause bestellen.
In einigen Fällen könnte dies auch für Streit sorgen. Schliesslich verläuft die Carnivoren-Veganer-Konfliktlinie oft mitten durch Familien hindurch. Und gewisse Fleischesser wollen partout nichts von den neuen Vegi-Alternativen wissen. Experten raten hier zu einer guten Planung des Fests. Besser im Vorfeld abklären, wie man den verschiedenen Essbedürfnissen an Heiligabend gerecht werden kann. Denn Konfliktpotenzial mit der Familie gibt es ja auch sonst meist mehr als genug.
| Zeitraum | Umsatz (Millionen Franken) |
|---|---|
| 2016 - 2020 | 117 (fast verdoppelt) |
tags: #fondue #fur #vegetarier #und #fleischesser